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Xherdan Shaqiri – und sonst?

Das sind die besten 10 Spieler der Super-League-Geschichte

Xherdan Shaqiri vom FC Basel jubelt nach einem Spiel gegen FC Zürich in der Super League, Zürich, 2025.
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Wer sind die besten zehn Fussballer seit der Einführung der Schweizer Super League 2003/04? Die Frage ist simpel. Die Antwort darauf ist ungleich schwieriger.

Wir haben es dennoch gewagt. Wir beachteten, was die Spieler in der Liga leisteten. Und nicht, zu welchen Höhen sie sich später aufschwangen. Sonst hätte es Mohamed Salah locker in dieses Ranking geschafft.

Selbstverständlich spielen auch Statistiken eine Rolle. Aber eben nicht nur. Manch einer findet Eingang in diese Liste, weil er etwas hat, das Statistiken nicht messen können. Aber lesen Sie selbst:

Rang 10: Richard Nuñez

Fast 5 Millionen Franken bezahlen die Grasshoppers im Frühjahr 2001 für ihn, den 25-jährigen Wirbelwind aus Montevideo. Es ist ein gewaltiges Wagnis – und es geht auf.

Richard Nuñez wird zur Attraktion der Nationalliga A, geholt vor der Meisterrunde in der Saison 2000/01, schiesst er im ersten Spiel ein Tor, macht im sechsten einen Hattrick und im neunten noch einen. GC wird Meister.

Am Ende kommt Nuñez in der Schweiz auf 86 Tore und 71 Assists in gerade einmal 127 Partien. Ein Moment, der sich bei ihm eingebrannt hat, ist der Cup-Halbfinal 2004 gegen den FC Zürich. Bis zur 83. Minute liegt GC 2:5 hinten, dann treffen Eduardo und Mladen Petric.

In der Verlängerung ist er wieder da, der kleine Zauberer, und trifft mit einem Lob zum 6:5 – ein Moment für die Geschichtsbücher des Schweizer Fussballs.

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Nuñez verteidigt nicht gern, darum begleitet ihn auch immer der Ruf der Diva. Zu Recht, schreiben die Zeitungen damals. Zu Unrecht, sagt er. Seine Zeit in Zürich endet 2004, er geht zu Atlético Madrid, später nach Mexiko. Nie ist er so gut wie in Zürich.

Rang 9: Matias Delgado

Am 30. Juli 2017 sitzt Matias Delgado im Presseraum des FC Basel und sagt, dass er nicht mehr kann, dass er nicht mehr will. Er beendet seine Karriere mit sofortiger Wirkung. Einige Fans stürmen den Raum, sie wollen nicht glauben, was da gerade passiert.

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Es gibt nicht viele Spieler in der Geschichte des FCB, die die Herzen der Fans so bewegt haben wie er. 2003 kommt er als schüchterner Junge von den Chacarita Juniors. Er muss sich erst an seine neue Welt gewöhnen, aber dann schiesst er Tore, bereitet sie vor und sieht Räume, die sonst keiner sieht. Vorn stürmen Christian Gimenez und Julio Hernan Rossi, erst Mitspieler, bald Freunde.

Die Trauer ist gross, als Delgado Basel 2006 verlässt – dafür ist die Freude umso grösser, als er 2013 zurückkehrt. Nach drei Jahren in Abu Dhabi braucht er Zeit, um wieder zu glänzen, aber er schafft auch das. Er wird Captain der Basler, bis er plötzlich spürt: «Es macht mir keinen Spass mehr.»

Als Delgado unter Tränen sein Karriereende verkündet, verliert nicht nur der FCB einen der spektakulärsten Spieler, sondern die gesamte Liga.

Rang 8: Marco Streller

Vielleicht wäre er in seiner ersten grossen Saison mit dem FC Basel Torschützenkönig geworden. 2003/04 ist das, als die Super League gerade geboren worden ist und mit 22 Jahren Strellers Stern aufgeht. 13 Ligatreffer hat er bis zur Winterpause erzielt. Einen weniger als Stéphane Chapuisat – aber genug, um im Januar zum VfB Stuttgart zu wechseln.

Der FCB wird trotzdem Meister. Und als Streller zum FCB zurückkehrt, da wird er es wieder (2008) und wieder (2010) und wieder (2011) und wieder (2012) und wieder (2013) und wieder (2014) und wieder (2015).

Bei seinem Rücktritt ist er an acht Basler Super-League-Titeln massgeblich beteiligt gewesen und hat Rotblau als Captain zu sechs Meisterschaften in Folge geführt. Das ist Rekord – so, wie es die 111 Tore sind. Jedenfalls, solange Jean-Pierre Nsames Ladehemmung anhält.

Marco Streller von FC Basel erzielt das Tor zum 1:2 gegen Chelsea FC in der UEFA Champions League, London 2013.

Was ihn von der YB-Legende unterscheidet, ist die Performance auf europäischem Parkett: Anders als Nsame hat Streller grossen Anteil an magischen Schweizer Europacupnächten – Tore zu Basler Champions-League-Siegen gegen Manchester United (2:1), Liverpool (1:0) und bei Chelsea (2:1) inklusive.

Nur ein Titel ist dem schlaksigen Stürmer bis zum Schluss verwehrt geblieben: jener des Torschützenkönigs. Sonst wäre er wohl höher rangiert.

Rang 7: Yassine Chikhaoui

Vater Chikhaoui sagt seinem Sohn: «Yassine, du unterschreibst beim FCZ.» Yassine kommt mit knapp 21 Jahren aus Tunesien nach Zürich, und er braucht nicht lange, um allen sein immenses Talent vorzuführen: Am Tag, als der neue Letzigrund mit dem Derby gegen GC eröffnet wird, setzt er gleich nach dem Anpfiff an der Mittellinie zum Slalomlauf an, 36 Sekunden ist das Spiel alt, als er das 1:0 macht.

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Wer das Tor sieht, vergisst es nicht mehr. Und wer Chikhaoui fortan an guten Tagen sieht, muss von seiner Eleganz und Klasse beeindruckt sein. Nicht umsonst ist er bis heute einer von drei Lieblingsspielern von Präsident Ancillo Canepa, gleich nach Pelé und Maradona.

Er ist ein stolzer Mann, aber einer mit sehr fragiler Gesundheit. In acht Jahren beim FCZ bestreitet er nur 154 Spiele, ähnlich viele verpasst er wegen teilweise schwerer Verletzungen. Ohne diese Rückschläge könnte er in diesem Ranking deutlich weiter oben stehen.

Rang 6: Blerim Dzemaili

Als er im Januar 2021 zurückkommt, zurück in die Schweiz, nach Zürich, hat er ein grosses Bild vor Augen: «So, jetzt gehe ich nochmals zum FCZ und will Meister werden.» Seine Rückkehr ist ein Coup für den Club, auch wenn Dzemaili zu diesem Zeitpunkt schon auf die 35 zugeht.

Blerim Dzemaili vom FC Zürich hält den Meisterpokal vor jubelnder Menge auf dem Helvetiaplatz in Zürich. 22. Mai 2022, Super League Siegesfeier.

Eineinhalb Jahre später ist er am Ziel, neunzehn Jahre nach seinem Debüt für den FCZ, der trotz all seiner Wanderjahre in England, Italien, der Türkei, Kanada und China immer sein FCZ geblieben ist. Zum dritten Mal ist er Meister. 2006 und 2007 ist er noch der Junge, der in Lucien Favre seinen grossen Förderer findet, 2022 ist er der Routinier, der zwar nicht mehr jedes Spiel machen kann, aber unbestritten der Kopf und Antreiber der Mannschaft ist.

Sein Spiel lebt nicht von der Eleganz, es lebt von seiner Mentalität, alles für den Erfolg zu machen, wenn er sich dafür notfalls auch mit Schiedsrichtern anlegen muss. Als er 2023 aufhört, trägt er beim FCZ einen Ehrentitel: Ikone.

Rang 5: Hakan Yakin

Hakan Yakin ist bald 31-jährig und hat enttäuschende Jahre in Stuttgart und Istanbul hinter sich, als ihm im Dezember 2007 für YB in St. Gallen ein Spiel gelingt, das selbst in seiner Karriere heraussticht. Vier Tore erzielt er auf dem Weg zum 7:2, bei zwei weiteren wirkt er entscheidend mit. «Hakan Yakin Superstar», titelt die «Berner Zeitung».

Nur dank Yakin schaffen es die Young Boys damals in die Finalissima beim FC Basel. Er kommt auf 24 Treffer und 15 Assists in 32 Partien, wird Torschützenkönig und bester Vorlagengeber. Aber YB unterliegt, Yakin wird für die leidgeprüften Berner nicht zum Erlöser. Sonst wäre er im Rückblick gar noch grösser.

Yakin feiert mit GC und Basel Erfolge, er dominiert in Luzern selbst dann noch, als links und rechts seiner Mittelscheitel graue Haare hervorlugen. Und doch ist da immer dieses Gefühl, dass mit diesem linken Fuss, auf dessen Präzision selbst KI-Roboter neidisch wären, mehr hätte drinliegen müssen. Die Nummer 10 ist ein Genie – mit Hang zum Phlegma.

Dennoch schafft es Yakin locker auf diese Liste. Nicht wenige seiner Weggefährten halten ihn gar für den talentiertesten Fussballer, mit dem sie je gespielt haben.

Rang 4: Stéphane Chapuisat

Die Aufregung ist richtig gross im Hardturm an diesem 22. Juli 1999, als Stéphane Chapuisat als neuer Spieler der Grasshoppers vorgestellt wird. Wobei, was heisst Spieler? Der 30-Jährige ist der neue Star, vorgesehen als Aushängeschild eines neuen GC mit den Besitzern Gut und Gerber. 1,2 Millionen Franken verdient er, sogar noch mehr als später Trainer Roy Hodgson. Das Salär steht für seine Tore und Titel in den acht Jahren mit Borussia Dortmund.

Chapuisat, für alle nur «Chapi», ist auch in Deutschland kein Lautsprecher geworden. «Auf dem Platz fühle ich mich am wohlsten», sagt er. Und das bleibt in der Schweiz so. Was vor allem auch bleibt: Sein bester Trick ist noch immer der Haken. Jeder Gegner weiss, dass der Haken kommt, aber er weiss eben nicht, wann. Chapuisat führt GC 2001 mit seinen 21 Treffern zum Meistertitel.

Stephane Chapuisat von YB im gelben Trikot im Zweikampf mit Philippe Cravero und Hilton Da Silva von Genf während eines Fussballspiels.

Ein Jahr danach zieht er weiter, nach Bern, und schiesst für die Young Boys drei Saisons lang regelmässig seine Tore. 2003/04 gelingen ihm 34-jährig 24 Treffer und 19 Vorlagen, die 43 Skorerpunkte sind bis heute Rekord.

Rang 3: Guillaume Hoarau

Schlechter könnte die Liebesgeschichte nicht beginnen. Bei Guillaume Hoaraus erstem Auftritt von Anfang an unterliegt YB 2014 im Cup gegen den SC Buochs aus der 2. Liga interregional. Und dem Stürmer, immerhin fünffacher französischer Nationalspieler, will gegen die Amateure aus der Zentralschweiz nichts gelingen.

Doch das ist bloss noch ein hübscher Einstieg, was folgt, ist Kitsch pur. 94 Treffer gelingen Hoarau in 141 Ligapartien für YB. Einmal wird er Torschützenkönig, nur einmal: die Verletzungen. Doch mit seinem Bob-Marley-Tattoo auf der Wade und seiner fast schon unverschämten Coolness steht kein anderer für die Phase, in denen die Berner das Veryoungboysen hinter sich lassen. Drei Meistertitel gewinnt er mit YB. Und nebenbei füllt er das Bierhübeli als Sänger. Eine einmalige Mischung.

Guillaume Hoarau von BSC Young Boys singt auf der Meisterfeier der Super League in Bern, Mai 2019.

Es hat in der Super League Stürmer mit besseren Statistiken und mehr Trainingseifer gegeben als Hoarau, davon sogar sehr viele. Aber keiner kombiniert Abschlussstärke mit Abgezocktheit – und sieht dabei trotz schlaksigen 192 Zentimetern noch so lässig aus – wie der Weltenbürger von La Réunion.

Rang 2: Alex Frei

Das eine sind die Zahlen. 74 Tore in 113 Super-League-Spielen, dazu 36 Vorlagen. Vier Meistertitel und zwei Cupsiege in den vier Jahren zwischen 2009 und 2013. Dazu kommen noch so «Kleinigkeiten» wie zwei Titel als Torschützenkönig sowie Treffer im Europacup gegen Teams wie Manchester United oder Bayern München.

Das andere ist die Einstellung. Denn als die Basler Frei 2009 zurückholen, bekommen sie nicht nur einen Bundesliga-Stürmer, sondern auch einen – wie heisst das so schön? – Mentalitätsspieler. Zusammen mit Marco Streller und Benjamin Huggel ist er einer der drei grossen Anführer. Getrieben von den eigenen Ansprüchen und seinem Ehrgeiz.

Frei ist einer der prägendsten Stürmer der Super League – und derjenige mit dem wohl spektakulärsten Abgang: Am 14. April 2013 versenkt er vor 32’328 Zuschauern im Joggeli einen direkten Freistoss gegen den FCZ, wird kurz danach ausgewechselt – und beginnt am nächsten Tag seine Sportchef-Karriere in Luzern.

Rang 1: Xherdan Shaqiri

Er ist schon einer der Besten, als er von 2010 bis 2012 als Teenager mit dem FC Basel seine ersten drei Meistertitel sowie zweimal den Schweizer Cup gewinnt. Doch sein vierter goldener Pokal, den er am 24. Mai als FCB-Captain in die Höhe stemmt, wird alles überstrahlen – und das nächste Double wohl am 1. Juni folgen.

Mit den grössten Trophäen, aber auch mit Zweifeln im Gepäck, ist er Ende August von seiner zwölfjährigen Auslandreise zurückgekehrt. Am 11. Mai 2025 steht er schliesslich auf dem Balkon des Basler Barfüsserplatzes und wird von der Menschenmenge als derjenige gefeiert, der den Erfolg zurückgebracht hat.

Mit einem Gin Tonic in der Hand meint er danach nur: «Ich bin nun 33, auch nicht mehr der Jüngste – aber diesen Tag werde ich nie vergessen.» In den Monaten dazwischen, da hat Xherdan Shaqiri die Super League nicht nur verzückt, sondern sie auch gleich so dominiert wie wohl kein anderer vor ihm. Sein Vertrag läuft weiter. Doch alles, was noch kommt, ist Zugabe.

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Leroy). – Ersatz: Salvi; Sigua, Cissé, Zé, Akahomen. GC (4-1-4-1): Hammel; Bettkober (83. Schürpf), Seko, Paskotsi, Abels; Hassane (83. Verón Lupi); Irankunda (46. Bojang), Morandi, Meyer, Kittel (72. Choinière); Lee (46. Muci).Verwarnungen: 50. Paskotsi (Foul). (50. Oral (Bank GC, Reklamieren). 57. Hassane (Foul). 69. Otele (Foul). 82. Vouilloz (Foul). 86. Kevin Carlos (Foul). 90. Hammel (Unsportlichkeit). Bemerkungen: Basel ohne Van Breemen (Operation am Meniskus), Barisic (Muskelverletzung an der Oberschenkelrückseite), Rüegg (angeschlagen) sowie Pfeiffer, Spycher; Asiedu, Xhaka, Fink, Soticek (alle ohne Aufgebot). – GC ohne Schmitz (gesperrt), Decarli und Turhan (beide verletzt).Die TaktikDer FC Basel hat vor allem in Halbzeit eins viel Ballbesitz. Er läuft GC im Spielaufbau mit den vier Offensiven hoch an und erobert viele Bälle. 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Danach dauert es nicht lange, bis der FC Basel seine Führung ausbauen kann. In der 28. Minute bekommt Shaqiri den Ball von Bénie Traoré in den Lauf zugespielt und verwandelt alleine vor Bernardoni souverän. Nur zwei Minuten später sind es die gleichen beiden FCB-Spieler, die im Zusammenspiel den Spielstand auf 3:0 erhöhen. Mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte überspielt Shaqiri die ganze Yverdon-Defensive, Traoré bleibt eiskalt und trifft zum ersten Mal seit Ende März wieder. Allerspätestens in der 38. Minute sorgt der Ivorer mit einem Schuss ins nahe Eck für die Vorentscheidung. Wieder ist Shaqiri Assistgeber. Das 4:0 ist die höchste FCB-Führung zur Halbzeitpause seit dem 6:1 Erfolg gegen den FC Sion am 1. August 2021. Damals betrug das Pausenresultat gar 5:0.Auch nach Wiederanpfiff der Partie starten die Basler druckvoll und mit viel Spielfreude. Dies lässt sich beispielsweise beim 5:0 in der 56. 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Besonders gefällt dem FCB-Trainer, dass seine Mannschaft jedes Spiel wie ein Final angehe, egal ob gegen Lugano, den Klassiker gegen den FC Zürich oder heute gegen Yverdon: «Die Spieler haben verstanden, was es heisst zu kämpfen», so Celestini.Mit Aussagen über einen möglichen Meistertitel hält er sich aber weiterhin zurück: «Unser Fokus gilt voll und ganz dem Cupspiel gegen Lausanne».So geht es weiterWeil Servette gegen Luzern 2:1 gewinnt, bleibt der Vorsprung des FCB auf die zweitplatzierten Genfer bei sechs Punkten. Während der Ligabetrieb am nächsten Wochenende pausiert, steht für den FCB am Sonntag der Cup-Halbfinal gegen Lausanne-Sport auf dem Programm. Am Wochenende des 3. und 4. Mai steht das erste Spiel der Meisterrunde an. Auf wenn der FCB dann trifft, ist noch offen, wird aber zeitnah von der Liga mitgeteilt.Der FC Basel gegen YverdonDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenSimon Tribelhorn ist freier Mitarbeiter im Ressort Sport bei der Basler Zeitung. Er berichtet regelmässig über den FC Basel, den EHC Basel und den RTV.Mehr InfosYomo Isler ist Praktikant bei der Basler Zeitung. Er schloss 2024 die Matura am Gymnasium am Münsterplatz ab und ist seit Februar 2025 als Praktikant bei der BaZ tätig.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Abgang bei Rotblau: Vertrag beim FCB aufgelöst: Kololli wechselt wohl zu Sion

    AboAbgang bei Rotblau – Vertrag beim FCB aufgelöst: Kololli wechselt wohl zu SionBenjamin Kololli ist nicht mehr Spieler des FC Basel. Gerüchten zufolge soll Sion am 32-Jährigen interessiert sein.Publiziert heute um 12:25 UhrDas wars: Nach ziemlich genau einem Jahr verlässt Benjamin Kololli den FC Basel.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkEs zeichnete sich ab. Einerseits durch die mangelnde Spielzeit. Andererseits durch jüngste Äusserungen von FCB-Sportdirektor Daniel Stucki im Interview mit der BaZ. Dieser sagte, angesprochen auf einen möglichen Abgang Benjamin Kolollis: «Es nützt weder dem Club noch dem Spieler, wenn dieser bei uns hauptsächlich auf der Tribüne sitzt.» Entsprechend kam es nun zur Trennung. Wie die BaZ weiss, wurde der Vertrag zwischen dem FC Basel und Benjamin Kololli aufgelöst.Gerüchten zufolge könnte der 32-jährige Offensivspieler aber bereits einen neuen Verein gefunden haben. Wie das Onlineportal «Corner Magazine» schreibt, stehe ein Vertrag über eineinhalb Jahre plus Option beim FC Sion im Raum. Jenem Club, bei dem Kololli in der U-21 spielte, bevor ihm der Sprung zu den Profis gelang.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosWährend seiner Zeit beim FC Basel bestritt Benjamin Kololli wettbewerbsübergreifend 21 Spiele, in denen ihm drei Tore und ein Assist gelangen. Das Highlight dabei: sein Lupfer-Tor zum 1:0-Endstand beim ersten Sieg des FC Basel gegen YB seit dem 11. Juli 2020. Das war Ende Januar dieses Jahres.Es folgte eine Rückrunde mit zwei kleineren Verletzungen, aber ansonsten regelmässigen Einsätzen – auch als Teil der Startelf. Das sollte sich in der Hinrunde der Saison 2024/25 ändern.13 Spiele ohne EinsatzNach sechs Einsätzen in den ersten acht Partien der laufenden Spielzeit gab es einen harten Einschnitt. Es folgten 13 Spiele, in denen Kololli ausnahmslos entweder auf der Bank oder auf der Tribüne blieb. Auf die Frage nach dem Wieso antworteten die Entscheidungsträger wiederholt: «aus sportlichen Gründen». Dennoch hielt sich das Gerücht, dass das Abfallen Kolollis auch anderweitig begründet werden kann.Wie bereits seit einiger Zeit bekannt ist, war Kololli Teil der siebenköpfigen Gruppe an FCB-Spielern, die sich vor dem ersten Meisterschaftsspiel gegen Lausanne-Sport auf einen nächtlichen Ausflug in den Balz-Club begeben hat. Was die Konsequenzen daraus waren, ist ebenfalls bekannt: Geldstrafen für die Spieler sowie eine Spielsperre im Falle Kolollis, da dieser sich in der Folge ein Wortgefecht mit Sportdirektor Daniel Stucki lieferte.Laut Aussage Kolollis handelte es sich dabei um ein Missverständnis, das in einem weiteren, klärenden Gespräch vollständig ausgeräumt werden konnte. Auch das ist zweifelsohne möglich. Und diese Version scheint in Anbetracht dessen, dass Kolollis Einsatzzeit zu jenem Zeitpunkt schwand, als der FC Basel sein Kader beisammen hatte, gar plausibler als die Vermutung eines Bruchs mit den sportlichen Verantwortlichen.Klar ist so oder so: Benjamin Kololli ist rund ein Jahr nach seiner Verpflichtung von Shimizu S-Pulse am 26. Dezember 2023 nicht mehr Spieler des FC Basel.Winterpause beim FC BaselDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Sieg ohne Schmid, Traoré und Hitz: Der FC Basel steigt über die Bank auf den Thron

    AboSieg ohne Schmid, Traoré und Hitz – Der FC Basel steigt über die Bank auf den ThronEs braucht gegen Luzern zwei Shaqiri-Elfmeter, um sich die Leader­position zurück­zuholen. Doch der FC Basel überzeugt auch mit Kaderbreite.Publiziert heute um 19:05 UhrAls letzten Spieler wechselt Fabio Celestini gegen Luzern in der 82. Minute Finn Van Bremen ein.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Kürze

  • FCB-Trainer im Interview: Fabio Celestini: «Der Fussball ist in dieser Hinsicht noch stark rückständig»

    AboFCB-Trainer im Interview – Fabio Celestini: «Der Fussball ist in dieser Hinsicht noch stark rückständig»Der Trainer des FC Basel spricht über die Wichtigkeit der Psyche im Fussball, die Rote Karte gegen Albian Ajeti und darüber, wie sicher er sich in seinem Job fühlt.Publiziert heute um 19:10 Uhr«Schon als ich vor Jahren im Joggeli zu Gast war, dachte ich mir immer: Hier möchte ich einmal Trainer sein», sagt Fabio Celestini.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkFabio Celestini, wenn Sie abends bei sich zu Hause ein Brot backen und vor Ihrem inneren Auge die Super-League-Tabelle erscheint, was löst das in Ihnen aus?Ein gutes Gefühl. Aber nicht nur, weil ich den zweiten Platz sehe, sondern auch, weil ich weiss, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wir die beste Offensive und die beste Defensive der Liga haben und dass unsere Leistungen stimmen.Der FCB hat 46 Tore erzielt und 22 Tore erhalten. Wissen Sie, wie oft er in der letzten Saison getroffen hat?Nein.45 Mal.Sehen Sie, wir haben jetzt schon mehr Tore erzielt als in der letzten Saison. Das macht mich stolz auf meine Mannschaft und die Entwicklung, die sie durchgemacht hat.Als Sie den FCB im Oktober 2023 übernahmen, war dieser an einem ganz anderen Punkt. Denken Sie noch an Ihre Anfangszeit beim FCB zurück?Für mich ist die letzte Saison abgehakt. Aber wenn ich jetzt auf die Tabelle blicke, ist es trotzdem schön, zu sehen, was wir seither für Fortschritte gemacht haben. Wichtig ist mir, dass wir ruhig bleiben und auf den langfristigen Prozess fokussieren.Was ist in diesem Prozess der nächste Schritt?Nehmen wir das letzte Spiel gegen Sion. Wir haben uns vorgenommen, möglichst früh ein Tor zu schiessen, sind dann aber in Rückstand geraten. Was uns fehlt, ist die Fähigkeit, in jedem Spiel zu jedem Zeitpunkt die volle Überzeugung zu haben. Und wir dürfen nicht beginnen, zu zweifeln, wenn es Rückschläge gibt oder mal etwas nicht klappt.Das hört sich nach viel Psychologie an.Das ist einer der grossen Schlüssel zum Erfolg. Die besten Spieler sind nicht die, die keine Fehler machen. Sondern die, die ihre Fehler schnell wieder vergessen können. Während meiner aktiven Karriere hatte ich auch Probleme damit. Ich musste lernen, die negativen Aktionen schnell zu vergessen.Müsste man dann im Fussball nicht noch viel mehr psychologisch arbeiten?Doch, der Fussball ist in dieser Hinsicht noch stark rückständig. Für Einzelsportler ist es völlig normal, einen Psychologen zu haben. Doch viele Fussballclubs sind da noch alte Schule. Wobei es in Marseille und Valencia Teampsychologen gab, als ich als Spieler da war. Anfangs ging keiner hin, dann einer, zwei – und am Ende die gesamte Mannschaft.Von 2002 bis 2005 war Fabio Celestini – inklusive Leihe nach Levante – bei Olympique Marseille unter Vertrag.Archivbild: ImagoGibt es beim FC Basel jemanden, der sich vornehmlich um psychologische Aufgaben kümmert?Es gab vor meiner Zeit einmal einen Teampsychologen. Aber wir vom Staff reden viel mit den Spielern, sie sind sehr offen und vertrauen uns. Dennoch fände ich es gut, wenn wir das professionalisieren würden. Einige Spieler lassen sich individuell psychologisch behandeln, aber das ist nicht das Gleiche. Jemand, der die Mannschaft eng betreut und nicht nur aus zweiter Hand erfährt, was sich zuträgt, kann alles viel differenzierter einschätzen. Als ich Trainer in Lausanne war, habe ich mit meinem Staff mal einen Kurs gemacht, der in diese Richtung ging. Ich habe dort gelernt, warum ich mit gewissen Personen Probleme habe und mit anderen nicht. Das hat mir sehr geholfen, andere Menschen besser zu verstehen.Warum haben Sie denn Probleme mit gewissen Personen?Ich kann nicht gut mit Inkompetenz umgehen. Sobald ich im beruflichen Umfeld merke, dass jemand in einem Bereich nicht kompetent ist, möchte ich die Unterhaltung eigentlich nicht mehr länger fortführen.Apropos Psychologie: Nutzen Sie das Wort Meistertitel, um Ihre Spieler zu motivieren?Nein. Wir sind Zweiter mit einem Punkt Rückstand auf Lugano. Da weiss jeder, was im Moment möglich ist. Das Ziel bleibt es aber, unter die ersten sechs zu kommen. Wenn wir das nach 33 Runden schaffen sollten, dann wollen wir natürlich so weit kommen wie möglich.Ist es in dieser Saison besonders einfach, Meister zu werden?Ich glaube, dass es dieses Jahr eher schwieriger ist, weil man im Moment sechs oder sieben Mannschaften hat, die Meister werden könnten. Oft wird gesagt, dass deswegen das Niveau in der Super League schlecht sein soll. Ich finde aber, wir müssen die Liga ein bisschen mehr respektieren. Schauen Sie doch nur auf den FC Lugano. Er steht in der K.-o.-Phase der Conference League.Ist Lugano für Sie der klare Favorit auf die Meisterschaft?Ja, aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre würde ich das sagen. Der FC Lugano hat drei Cupfinals erreicht und kommt in der Meisterschaft immer näher an die Spitze. Und in dieser Saison ist er sogar nochmals ein bisschen stärker.Für den FCB sprechen aber auch ein paar Punkte. Beispielsweise können die Fans gerade im Kampf um den Titel viel bewirken.Ja, die Fans können einen Unterschied ausmachen. Und in Basel haben wir unglaubliche Fans. Wenn aber 30’000 Leute im Stadion sind und man weiss, man muss gewinnen, kann auch ein grosser Druck entstehen. Für erfahrene Spieler ist das kein Problem. Aber die Jüngeren müssen oft noch lernen, damit umzugehen.Sie können offenbar damit umgehen. Man hat Sie jetzt schon oft gesehen, wie Sie nach einem Sieg vor die Kurve gehen und in Klopp-Manier jubeln.Das habe ich tatsächlich bei keinem anderen Club je gemacht. Irgendwie ist die Verbindung zum FC Basel eine sehr spezielle – ich kann es mir auch nicht erklären. Schon als ich vor Jahren im Joggeli zu Gast war, dachte ich mir immer: Hier möchte ich einmal Trainer sein.Fabio Celestini jubelt vor der Basler Kurve, nachdem er dank einem Sieg gegen Lausanne-Ouchy am 14. Mai 2024 mit dem FCB den Klasserhalt gesichert hat.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Demnach würde es Ihnen auch nicht leichtfallen, zu gehen, sollte im Sommer ein Jobangebot aus einer Topliga kommen, oder?Solche Entscheidungen zu treffen, ist immer schwierig. Wie jeder Trainer habe auch ich Ambitionen. Aber ich habe auch schon Angebote abgelehnt. Beispielsweise hat Saint-Étienne angefragt, als ich Trainer bei Lausanne-Sport war. Das ist nichts Kleines. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich noch nicht bereit für diesen Schritt war. Mein Fokus heute gilt dem FC Zürich.Hatten Sie im Oktober 2023 das Gefühl, der FCB könnte Ihre letzte Chance in der Super League sein?Darüber habe ich nie viel nachgedacht, weil ich die Super League auch nicht als mein oberstes Ziel als Trainer gesehen habe. Ich konnte mir durchaus auch vorstellen, in Griechenland zu arbeiten oder in Holland oder Belgien.Im Dezember sagten Sie im Interview mit der BaZ: «Wenn die Resultate nicht stimmen, ist man als Trainer fragil.» Fühlten Sie sich nach den vier Ligapartien ohne Sieg, die es vor dem Sion-Spiel gab, auch fragil?Nein. Denn in den 17 Ligaspielen zuvor haben wir nur vier Mal verloren. Und man muss die einzelnen Leistungen beurteilen: Lausanne war damals die formstärkste Mannschaft, und wir haben 1:1 gespielt. Im Cup sind wir weitergekommen. Wir wissen, was gegen St. Gallen passiert ist mit der Roten Karte, und in Lugano hat die Leistung gestimmt. Nur die Niederlage gegen GC ist eine klare Enttäuschung.Also fühlen Sie sich derzeit völlig sicher in Ihrem Job.Ehrlich gesagt, fühlte ich mich nie unsicher. Selbst in der letzten Saison, als wir gegen Lugano im Cup ausschieden und gegen Lausanne wie YB verloren, kam David Degen jeden Tag zu mir und sagte mir, ich müsse meinen Vertrag verlängern. Ich sagte ihm, ich wolle erst den FCB retten und mich dann darum kümmern. Aber das Vertrauen war immer zu 120 Prozent da, das weiss ich. Denn genau da wäre ja eigentlich der Moment gewesen, um mit der Vertragsverlängerung zu warten, wenn man das gewollt hätte.In dieser Saison gab es die beiden aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen Zürich und Luzern.Ja, das war das zweite Mal, dass ich, ich will nicht sagen, Druck verspürt habe, aber ein bisschen, na ja … Sie wissen, was ich meine. Angst um meinen Job war es jedenfalls nicht. Aber es ist auch klar, dass ich momentan ruhiger bin als auch schon.Das trifft wohl auch auf David Degen zu.Das kann ich nicht gut beurteilen, denn ich sehe ihn nicht oft. In diesem Jahr haben wir vielleicht drei, vier Mal miteinander gesprochen. Er ist kein Präsident, der die ganze Zeit auf dem Trainingsplatz vorbeischaut. Das ist die Aufgabe von Daniel Stucki. Mit David gibt es vielleicht mal in einer Nationalmannschaftspause ein Bilanzgespräch.Also ist der Job als Trainer gar nicht mit so viel Druck verbunden für Sie?Nun ja, wir haben bisher auch gute Arbeit gemacht und nicht viel Anlass dazu gegeben, an uns zu zweifeln. Aber doch, der Job als Trainer ist schon ein komischer. Das Vertrauen ist heute da, aber man weiss nie, was morgen ist. Plötzlich kann vieles, was man geleistet hat, wertlos werden, denn das nächste Spiel ist immer das wichtigste.Als wir uns das letzte Mal zu einem ausführlichen Interview trafen, stand Xherdan Shaqiri bei einem Skorerpunkt. Nun ist das ein bisschen anders. Hätten Sie gedacht, dass es so gut funktioniert mit ihm?Wir haben es uns natürlich erhofft. Aber die Leistungen, die er zeigt, sind letztlich der Grund, warum wir ihn geholt haben. Über seine Qualität müssen wir gar nicht erst diskutieren.Ist er noch wichtiger geworden für das Team, seitdem er die Captainbinde trägt?Wichtig ist nicht die Captainbinde, sondern das, was er auf dem Feld zeigt. Er ist ein Führungsspieler mit grosser Qualität und Winnermentalität.Der Trainer und sein Star: Fabio Celestini und Xherdan Shaqiri im Oktober 2024.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Denken Sie, Dominik Schmid hätte die Captainbinde lieber behalten?Für Dome ist das kein Problem. Er ist sehr demütig, weiss natürlich, dass das keine Entscheidung gegen ihn war, und weiss auch, dass er möglicherweise der nächste Captain des FCB wird.Sollte der FCB die Meisterschaft gewinnen, würde es heissen: Xherdan Shaqiri holt dem FCB den Titel. Ohne Shaqiri würde man den Titel eher Ihnen zusprechen. Haben Sie darüber schon nachgedacht?Es sind die Spieler, die Spiele gewinnen, nicht ich. Ich helfe ihnen lediglich dabei. Ich sage ja Xherdan Shaqiri nicht, was er mit seinem linken Fuss zu tun hat, oder Bénie Traoré, wie er seine Gegner austricksen soll. Von daher ist das völlig in Ordnung.Albian Ajeti sah letzten Sonntag Rot für eine Tätlichkeit an Federico Barba. Haben Sie mit ihm darüber gesprochen?Nein, das ist nicht nötig. Dass ein Spieler einen Fehler macht, kann passieren, wir sind alle Menschen. Er weiss, was er getan hat, und die Situation ist schwierig genug für ihn.War es ganz einfach Frust?Es liegt nahe. Gegen Lugano war er nicht im Aufgebot, gegen Sion wurde er eingewechselt, wollte ein Tor machen, doch es hat nicht geklappt. Stattdessen hat Kevin Carlos getroffen. All diese kleinen Sachen können einen grossen Einfluss haben. Aber wenn man aus der Aktion etwas Positives gewinnen will: Es zeigte mir, dass Albian Ajeti sich mit seiner aktuellen Situation nicht zufriedengibt und kämpfen will.Gab es neben den drei Spielsperren auch eine interne Strafe?Für mich sind die drei Spiele Strafe genug. Eine Busse würde meiner Meinung nach keinen Lerneffekt mit sich bringen.Mit Philip Otele hat der FCB einen Offensiven geholt, der Ajeti weiter konkurrenzieren wird.Ja, Philip spielt zwar normalerweise auf dem Flügel, kann aber auch im Sturmzentrum agieren. Er ist ein Typ Spieler, den wir noch nicht im Kader haben, ist kräftig und bringt trotzdem viel Schnelligkeit mit.Wird dem FCB in den kommenden drei Spielen fehlen: Albian Ajeti.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Was heisst das nun für Ajeti, wird er wieder Stürmer Nummer 2?Ich halte nicht viel von einer solchen Nummerierung. Ich muss von Situation zu Situation entscheiden, welcher Spieler der Mannschaft am meisten weiterhelfen kann. Wenn wir Konterspieler brauchen, haben wir beispielsweise Bénie Traoré, Marin Soticek und jetzt Philipp Otele. Wenn ich einen Spieler mit Kopf brauche, ist da Bradley Fink. Wenn wir dominant sind, ist es vielleicht Albian Ajeti. Dass ich hier richtig entscheide, wen ich einwechsle, ist möglicherweise gleich wichtig wie die Entscheidung, wer in der Startelf steht.Tatsächlich?Ja. Wann hat man je in der 60. Minute ein Spiel gewonnen? Für das Endresultat nach 90 Minuten sind die Spieler entscheidend, die in der letzten halben Stunde auf dem Feld stehen. Und dafür brauchen wir Albi unbedingt.Neben Otele hat der FCB in diesem Winter auch den Mittelfeldspieler Metinho verpflichtet.Ja, am Mittwoch bestritt er sein erstes Training. Er wird voraussichtlich vor allem auf der Sechs spielen. Er ist sehr dynamisch, hat eine gute Technik und kann uns sicherlich weiterhelfen.Ähnlich wie für Ajeti bedeutet das für Taulant Xhaka mehr Konkurrenz und möglicherweise weniger Spielzeit.Das bedeutet es für alle Spieler auf dieser Position. Aber wir haben Emmanuel Essiam verliehen und Metinho geholt, an der Gesamtsituation ändert sich damit nicht so viel. Taulants Situation war auch davor schon schwierig. Auch für die zwei Innenverteidigerpositionen haben wir fünf Spieler. So ist das halt.Haben Sie das Gefühl, für Taulant Xhaka ist es eine Option, noch eine Saison mit so wenig Spielzeit zu bestreiten?Das kann ich nicht beurteilen, und ich fokussiere auf die aktuelle Saison. Meine Aufgabe ist es nun, gegen Zürich zu gewinnen. Über alles andere befinden die Sportkommission und der Spieler. Aber ich sage: Sollten wir in der nächsten Saison europäisch spielen, brauchen wir auch wieder mehr Spieler.Momentan stehen offiziell 29 Spieler im Kader des FCB (Nach den Abgängen von Mohamed Dräger und Arnau Comas sind es mittlerweile noch 27. Anm. d. Red). Sind sie zufrieden mit dieser Grösse?Für die jetzige Situation ist das für mich perfekt.Mit so vielen Spielern ist es nicht einfach, die 20 zu bestimmen, die ans Spiel kommen können.Ja, das war in der letzten Saison zum Teil noch anders. Aber das gehört zum Alltag eines Trainers.Wie läuft das konkret ab mit dem Aufgebot?Immer nach dem Abschlusstraining verkünde ich es in der Garderobe. Dann müssen die Spieler das Blatt unterschreiben.Auch jene, die nicht aufgeboten sind?Ja.Weshalb?Das habe ich in Spanien und Frankreich so erlebt und finde es das einzig Logische. Denn es handelt sich dabei ja um einen Job, nicht um ein Hobby. Ich möchte nicht, dass die Spieler das Aufgebot auf ihr Handy bekommen, wenn sie gerade beispielsweise allein zu Hause sind oder im Restaurant, und dann anstelle des gesunden Essens aus Frust eine Pizza mit Zwiebeln bestellen. Vielleicht bin ich da noch alte Schule.Was machen jene Spieler am Matchtag, die nicht aufgeboten sind?Sie bleiben in Basel und bestreiten hier ein Training. Meistens mit Athletiktrainer Thomas Bernhard. Wichtig ist mir dabei aber immer, dass nicht der Mensch Fabio das Aufgebot macht, sondern der Trainer. Es geht dabei also nicht um zwischenmenschliche Beziehungen. Genauso bin ich nach einem Match nicht nachtragend, wenn ein Spieler nicht gut gespielt hat. Dann ist der Trainer Fabio vielleicht böse, nicht aber der Mensch.Am Sonntag spielen Sie gegen Zürich. Spüren Sie in den Trainings, dass ein Klassiker ansteht.Ich habe ohnehin jede Woche das Gefühl, dass die Mannschaft einen Klassiker spielen will. Die Energie ist so hoch. Also nein, bisher (das Interview fand am Mittwoch, 29. Januar, statt. Anm. d. Red.) spüre ich noch nichts Besonderes. Was ich aber bemerke, ist das grosse Selbstvertrauen nach dem letzten Sieg.Wie schätzen Sie den FCZ ein?Die Mannschaft ist jung, sehr physisch, sehr schnell. Da müssen wir absolut aufpassen, auch wenn sie hinten durch die Sperren von Lindrit Kamberi und Daniel Denoon etwas geschwächt sind.Der letzte FCB-Sieg gegen Zürich datiert vom August 2022. Es wäre aus Basler Sicht also wieder mal an der Zeit.Sion hat in der Liga seit 28 Jahren kein Auswärtsspiel mehr gegen den FCB gewonnen. Es geht also auch schlimmer. (lacht) Aber wir haben schon ein paar solcher Negativserien reissen lassen in der letzten Zeit. Und wir versuchen, das auch jetzt wieder zu tun.Der FC Basel im Januar 2025:Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. 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