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Wirbel beim Spiel FCB – YB

VAR-Ärger in Basel: «Das hätte nicht passieren dürfen», sagt der Schiedsrichter-Chef

Schiedsrichter Luca Cibelli zeigt Edimilson Fernandes von BSC Young Boys im Spiel gegen FC Basel eine rote Karte.
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In Basel läuft im Spiel gegen YB die 56. Minute. Was nun beim Stand von 1:1 folgt, prägt nicht nur die Partie, sondern sorgt für Ärger und Diskussionen, die noch ein wenig andauern dürften. Schliesslich geht es um Fragen, die die Fussballszene beschäftigen, seit es den Videoschiedsrichter gibt: Braucht es ihn überhaupt, wenn er es nicht schafft, deutliche Fehler zu korrigieren? Wenn er diese sogar noch schlimmer macht?

Und so kommt es: Basels Verteidiger Dominik Schmid flankt, Xherdan Shaqiri verlängert mit der Hacke, der Ball prallt an die Hand von YB-Mittelfeldspieler Edimilson Fernandes. Schiedsrichter Luca Cibelli greift nicht ein, das tut er erst, als er vom VAR dazu angewiesen wird. Nachdem er sich die Bilder auf dem Bildschirm angesehen hat, entscheidet er auf Penalty. Sein Chef Dani Wermelinger sagt dazu am Donnerstag: «Ein strafbares Handspiel eines YB-Spielers wurde auf dem Spielfeld nicht erkannt. Der VAR überprüfte dies und kam richtigerweise zum Schluss, dass eines vorlag, welches einen Penalty zur Folge hatte.»

So weit, so gut. Nur: Das Handspiel ist irrelevant, weil Shaqiri bei der Flanke Schmids im Offside stand. «Das wurde entgegen dem vorgesehenen Prozess nicht überprüft», sagt Wermelinger. «Der VAR hätte dem Schiedsrichter nicht nur das Handspiel, sondern auch die Abseitssituation zeigen müssen.»

Der Fauxpas ist für YB umso folgenschwerer, da es nach dem Penalty-Entscheid zu einer Rudelbildung kommt und sich Fernandes zu einer Tätlichkeit hinreissen lässt.

Dabei wollten sich die Schiedsrichter steigern

Der Flop ist nicht der erste Fehler der Schiedsrichter in dieser Saison, aber der bisher grösste. Dabei hätten sie sich eigentlich bessern wollen. So sagte das Wermelinger, als er im Sommer Bilanz zog. Er gab da seinen Schützlingen fürs letzte Jahr die Note 4,5. Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Schiedsrichter und VAR bot ihm Anlass zur Kritik. Ein Aspekt: Die Videoschiedsrichter sollten wieder weniger intervenieren.

Doch VAR Urs Schnyder intervenierte am Mittwoch nicht nur, er tat es auch noch inkonsequent. Wermelinger sagt: «Das hätte nicht passieren dürfen.»

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Dass es dann Adjetey erwischt, war nicht vorhersehbar und ist unglücklich gelaufen. Würde man immer wechseln, weil einer schon Gelb hat, dann hat man je nach Spiel bald keine Einwechslungen mehr zugute.»Das FazitBetrachtet man die Leistung des FC Basel und paart diese mit dem Spielverlauf samt der Tatsache, dass Rotblau gegen Ende in Unterzahl agiert, dann kann man nur zu einem Schluss kommen: Nach den 90 Minuten ist das Resultat mit einem 1:1 aus Basler Sicht das Beste an dieser Partie.Gut sind nämlich nur die ersten 30 Minuten des FCB. Und auch wenn danach nicht alles schlecht ist, so ist das wenig. Sicher ist: Eine günstige Ausgangslage, um sich für die Champions League qualifizieren, ist ein 1:1 nach einem Heimspiel nicht.So geht es weiterWährend der FC Basel am Wochenende spielfrei ist , da er das für diese vierte Super-League-Runde gedachte Heimspiel gegen den BSC Young Boys (4:1) vorgezogen hat, ist der FC Kopenhagen im Einsatz: Der dänische Double-Gewinner empfängt am Samstag um 18 Uhr Odense BK.Die Basler werden mit Ausnahme des Freitags trainieren, bevor sie am Dienstag Vormittag nach Dänemark fliegen, wo sie dann am Mittwoch um 21 Uhr im Kopenhagener Parken zum Rückspiel antreten, das darüber entscheidet, ob der Schweizer oder der dänische Meister ab September in der Champions League spielt und die entsprechenden Millionen abholt. 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