33 von 36 Runden der Schweizer Fussballmeisterschaft sind noch zu spielen. Jede Analyse ist voreilig. Und doch besteht Hoffnung auf eine spannende Saison.

Der FC Basel ab 2011/12 und die Young Boys ab 2017/18 zeigten den Gegnern meistens die Absätze, wenn es im Frühling um den Meistertitel ging. Nach 28, 30, 32 Runden war oft alles entschieden. Es ging in den letzten Runden noch um Statistiken und Rekorde. Die letzte «Finalissima» (zwischen YB und Basel mit dem besseren Ende für Basel) stieg im Mai 2010. Die bis heute letzte knappe Entscheidung fiel im Mai 2011, als Basel einen Punkt vor dem FC Zürich Meister wurde.

Für den neutralen Beobachter wäre es wunderbar, wenn diese Zeit wiederbelebt würde. Der tadellose Start der Basler und der Zürcher mit je drei Siegen weckt Hoffnungen. Und schon jetzt ist bekannt, dass die Young Boys in dieser Hinrunde keinen Blitzstart und kein Solo auf die Bahn legen wie auch schon.

Duell der Erzrivalen möglich

Wie wäre es denn mit einem Aufleben der aus den Jahren 2005 bis 2011 bekannten Rivalität FCB/FCZ? Und wie wäre es, wenn YB in diesem Bunde der Dritte wäre und ebenfalls bis zuletzt Chancen auf einen weiteren Titel hätte? Die drei Mannschaften haben in den ersten drei Runden Zeichen ausgesandt, die Hoffnung auf ein derartiges Szenario machen.

3 Spiele, 9 Punkte: Dieser Traumstart ist dem FC Zürich in der 2003 begonnenen Epoche der Super League nur zweimal gelungen: in der Meistersaison 2006/07 sowie 2014/15. Also nicht einmal in den Meistersaisons 2005/06 und 2008/09 konnten sie einen solchen Start hinlegen. André Breitenreiter ist auf diese Saison als neuer Cheftrainer und Hoffnungsträger gekommen. Der makellose Auftakt kann nicht nur unter den Fans, sondern auch in der Mannschaft selber eine Begeisterung auslösen.

FCB wie 2012 und 2016

Der FC Basel hat in all den Saisons, in denen er fast nach Belieben dominierte, nur zweimal elf Tore in zwei aufeinanderfolgenden Meisterschaftsspielen erzielt. Das war im Frühling 2012 (5:1 beim FCZ, 6:1 gegen GC) und im Frühling 2016 (4:1 in Lugano, 7:0 in St. Gallen). Dass es jetzt wieder gelingt, kann ein gutes Omen sein, vor allem aber ein Hinweis auf die gesteigerte Leistungsfähigkeit der Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen. Basel könnte sich als Transfersieger herausstellen. Quintilla wurde als sehr sicherer Wert verpflichtet, und die wenig bekannten Neuen wie Pelmard, Esposito, Lopez und andere scheinen Trouvaillen zu sein.

Dass die Young Boys – wie gerade jetzt – zu Beginn einer Saison Mühe mit dem Toreschiessen haben, ist nicht neu. Vor einem Jahr erzielten sie in den ersten sechs Meisterschaftsspielen nur fünf Tore. Der Motor lief danach jedoch gut. Zuletzt waren es 74 Tore, die den Rekordvorsprung von 31 Punkten zusammenkommen liessen. Das Kader ist fast unverändert, nur der Trainer, wohl kein schlechter, ist neu. Obwohl sie in den ersten drei Partien fünf Punkte abgegeben haben, waren die Berner jedes Mal die dominierende und nie die dominierte Mannschaft.

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