In einer hektischen Partie kommt der FC Basel gegen Sion nicht über ein 0:0 hinaus. Rotblau spielte über eine halbe Stunde mit einem Mann mehr.

Der FCB startet gut in die Partie. Die Basler bestimmen das Spiel und sind die dominante Mannschaft. Der FCB kann sich einige gute Möglichkeiten herausspielen, kann aber keine davon nutzen.

Nach einer Viertelstunde ist dann auch der Gast aus Sion im Spiel angekommen. Immer wieder fordern die Walliser die Basler Defensive mit schnellem Umschaltspiel. Vor allem mit Flanken in den Strafraum wird Sion gefährlich.

Emotionen kochen hoch

Kurz vor der Pause hat Sion die zwei besten Chancen des gesamten Spiels. Der FCB kann sich also durchaus glücklich schätzen, dass er mit einem 0:0 in die Kabine geht, obwohl er unmittelbar vor der Halbzeit noch eine gute Möglichkeit verpasst, um in Führung zu gehen. Die guten Möglichkeiten des FC Sion sah auch der Basler Cheftrainer: «Fairerweise muss man sagen, dass Sion die besseren Möglichkeiten in der ersten Halbzeit hatte.»

Vor dem Seitenwechsel kochen die Emotionen hoch. Sion unterbindet einen Basler Konter mit unerlaubten Mitteln. Das führt zu einer Rudelbildung, bei der Wouter Burger, Mario Balotelli und Kevin Bua die gelbe Karte zu sehen bekommen.

Rotblau lange in Überzahl

Der FCB kommt nach der Pause wieder besser ins Spiel. Dennoch kann Sion immer wieder mit guten Offensiv-Aktionen Nadelstiche setzen. Das Spiel bleibt weiter hart umkämpft.

Zu hart sogar. In der 57. Minute unterbindet Baltazar Costa einen Basler Konter. Nach Konsultation des VARs sieht der Sittener sogar die direkte rote Karte. Damit spielt der FCB in den letzten 30 Minuten in Überzahl.

Diese ist laut Alex Frei nicht unbedingt von Vorteil: «Ich weiss nicht ob die rote Karte für uns ein Entgegenkommen ist. Wir versuchten viel, aber haben vielmals die falschen Entscheidungen getroffen.»

Lindner glänzt

Danach hat zwar der FCB die Spielkontrolle, kann diese aber nicht in eine Führung umwandeln. Der ehemalige FCB-Keeper Heinz Lindner hält Sion mit mirakulösen Paraden im Spiel und kann seine Reflexe auf der Linie einmal mehr unter Beweis stellen.

Die Basler finden praktisch keine Lösungen gegen die tiefstehenden Sittener. Auch die beiden Offensivwechsel Liam Millar und Jean-Kévin Augustin bringen nicht die erhoffte Wirkung ins Basler Spiel. So muss sich der FCB am Ende mit einem torlosen Unentschieden begnügen.

Entsprechend unzufrieden mit seinen Spielern zeigt sich Alex Frei: «Phasenweise gelingt es uns nicht, das Geübte aus dem Training auf den Platz zu bringen. Es gibt viele Entscheidungen die ich nicht nachvollziehen kann. Die Qualität der Flanken war nicht gut. Wir hatten keine Geduld und versuchten es unnötig aus der Distanz. Das ist ein Problem, das wir angehen müssen.»

Bereits am Mittwoch geht es für die Basler wieder weiter. Im zweitletzten Spiel des Jahres trifft der FCB auswärts auf den FC Luzern.

Telegramm

Basel – Sion 0:0

22’889 Zuschauer. – SR Bieri.

Basel: Salvi; Comas, Adams, Pelmard, Calafiori; Burger, Diouf; Ndoye (76. Amdouni), Males, Kade (58. Millar); Fink (76. Augustin).

Sion: Lindner; Lavanchy, Cavaré, Saintini, Baltazar; Grgic (76. Zuffi), Araz, Cyprien (76. Poha); Itaitinga (25. Sio), Balotelli (63. Stojilkovic), Bua (63. Schmied).

Bemerkungen: Basel ohne Lang, Xhaka (beide gesperrt), Lopez, Tushi, Hitz (alle verletzt). Sion ohne Moubandje (verletzt), Iapichino (nicht im Aufgebot). 57. Rote Karte Baltazar. Verwarnungen: 45. Baltazar, 48. Bua, 48. Burger, 49. Balotelli, 65. Sio, 74. Araz.

Der Beitrag Alex Frei: «Viele Entscheidungen kann ich nicht nachvollziehen» erschien zuerst auf Telebasel.

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