Nach dem Desaster im Cupmatch gegen Winterthur muss der FC Basel weiterhin auch in der Meisterschaft leiden.

Mit diesem Ergebnis erweitern die Basler ihren Super-League-Negativrekord auf sechs nicht gewonnene Heimspiele am Stück. Für das Spiel gegen Lausanne-Sport gelten indessen mildernde Umstände: Die Liste der verletzten Rotblauen ist unterdessen sehr lang geworden, und ab der 20. Minute mussten die Basler mit einem Mann weniger spielen.

Cömert mit Tätlichkeit

Diese Szene nach 20 Minuten prägte den Match markant. Eray Cömert liess sich von Lausannes Offensivspieler Hicham Mahou, Kopf an Kopf, so lange provozieren, bis er die Nerven verlor und dem Kontrahenten mit der Hand leicht ins Gesicht schlug. Mahou liess sich, wie man es oft sieht, theatralisch nach hinten zu Boden fallen. Die Rote Karte, mit der Cömert die eigene Mannschaft früh im Spiel schwächte, entsprach der gängigen Rechtsprechung, schien aber dennoch ein strenges Verdikt zu sein. Der üble Provokateur Mahou kam mit einer Verwarnung davon.

Solange sie nicht in Unterzahl spielten, dominierten die Basler – wie schon im Cup gegen Winterthur – den Match zu keiner Zeit. Die zügigeren Angriffe zeigten bis dorthin die Waadtländer. Andererseits machte Lausanne später wenig aus dem Vorteil der Überzahl. Nach 38 Minuten traf Cameron Puerta, der auffälligste Spieler in der Mannschaft von Giorgio Contini, aus spitzem Winkel den Pfosten. Dies war die längste Zeit die einzige Aktion, mit der die Gäste hätten in Führung gehen können. Anders als zuletzt beim 3:1-Heimsieg gegen Servette spielten die Waadtländer umständlich und kompliziert. In der letzten halben Stunde fixierten sie die Basler in deren Platzhälfte, ohne zwingende Chancen herauszuspielen.

Hektik am Ende

Die zwei aufregendsten Szenen spielten sich in der Nachspielzeit ab. Zuerst rettete Basels Goalie Heinz Lindner, indem er den Arm auf der Linie reflexartig nach oben riss. Danach spurtete Arthur Cabral über 80 Meter vor das Lausanner Tor. Zwei Verteidiger konnten ihn nicht einholen. Aber schliesslich lüpfte der Brasilianer den Ball über das Tor.

Der FC Basel meldete 13 verletzte Kaderspieler. Von den neuerdings oder erneut verletzten Spielern gehören allerdings nur Silvan Widmer und Valentin Stocker zur Grundausstattung, zu den üblichen Fixstartern unter Trainer Ciriaco Sforza.

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