Der FC Basel erkämpft sich in Unterzahl gegen Lausanne Sport ein torloses Remis. Am Ende überwiegt die Zufriedenheit, bis zum Ende gekämpft zu haben.

Es dauert eine Weile, bis Spieler und Trainer nach dem Schlusspfiff gegen Lausanne zum Interview erscheinen. FCB-Trainer Ciriaco Sforza beordert alle Spieler in die Kabine. Spricht Lob aus für den Kampf über die gesamte Spiellänge. Sogar noch mehr: «Das ist für mich wie ein Neustart für diese Mannschaft. Sie hat mir heute bewiesen, dass sie es können», so FCB-Trainer Ciriaco Sforza.

Wiedergefundene Tugenden

Kampf. Leidenschaft. Wille. Tugenden, die vom Trainer stets gefordert wurden aber besonders in den letzten Spielen und am letzten Mittwoch bei der Cup-Blamage gegen Winterthur vermisst wurden. Der Weckruf, er ist scheinbar beim Team angekommen. «Das was dort passiert ist, hat die Situation jedem Spieler klargemacht. Ich habe mir angehört, was die Fans zu sagen hatten. Ich habe mir das zu Herzen genommen. Ich hatte schlaflose Nächte. Stand unter Adrenalin. Ich war sehr enttäuscht und traurig», so Pajtim Kasami.

Auch ohne Sieg, sei ein Spiel in Unterzahl wie gegen Lausanne vermeintlich gerade rechtzeitig gekommen um aufzuwachen: «Es kann nicht sein, dass der Verein am Boden ist. Die Fans sind sauer. Wir sind sauer. Dieses Spiel heute kam vielleicht genau richtig. Wo einfach jeder kämpfen muss und alles für den Verein geben muss», so Luca Zuffi.

Stolz auf die Solidarität

Dieses Gefühl. Diese scheinbar wiedergefundene Mentalität. Sie war beim Team bereits im Training und vor dem Spiel spürbar. «Ich habe gespürt, dass jeder Spieler will. Ich spürte, dass jeder für den anderen geht. Ich wusste, dass wir heute ein gutes Spiel zeigen würden. Am Ende war es für die Zuschauer zwar nicht schön, aber wir waren 70 Minuten in Unterzahl», erklärt Kasami.

Der Stolz ohne Gegentor dieses Spiel über die Runden gebracht zu haben überwiegt an diesem Abend. Dennoch: Der effektive Befreiungsschlag. Die Reaktion resultatmässig blieb den Umständen entsprechend aus. Die nächste Gelegenheit bietet sich Rotblau kommendes Wochenende auswärts in St. Gallen.

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