Da sich Djordje Nikolić momentan in Quarantäne befindet, kam Heinz Lindner am Samstag zu seinem Debüt. Das soll aber erst der Anfang sein.

Von LASK über Austria Wien, Frankfurt, GC und Wehen Wiesbaden ist Heinz Lindner nun im vergangenen September zum FCB gestossen. Seither musste er die Rolle einnehmen, die er letztmals bei der Eintracht inne hatte: die des Ersatztorwarts.

Da FCB-Goalie Djordje Nikolić während der Länderspielpause mit Serbien in der vergangenen Woche aber positiv auf das Coronavirus getestet wurde und in Quarantäne musste, hat am Samstag nun die Stunde des Österreichers geschlagen.

Ganz unten und ganz oben

Resultattechnisch lief es für Heinz Linder bei seinem Pflichtspieldebüt nicht rund. Trotzdem sah man am vergangenen Samstag die Qualitäten, die der 30-Jährige mitbringt. Er ist stark auf der Linie, sicher bei hohen Bällen und strahlt eine extreme Ruhe aus.

«Das liegt vermutlich auch an meiner Erfahrung. Ich habe schon viele Situationen erlebt, ganz oben (Meister mit Austria Wien), wie auch ganz unten (Abstieg mit GC und SV Wehen Wiesbaden). Ich kenn mich also schon gut aus in allen Situationen», sagt der gebürtige Linzer in der gestrigen FCB Total-Sendung.

FCB-Experte Erni Maissen hat gefallen, was er vom Österreicher sah: «Er hat sehr viel Ruhe ausgestrahlt und viel dirigiert. Für mich war es ein sackstarkes Debüt».

Kein Fussballer ist gerne auf der Bank

Noch ist Djordje Nikolić die aktuelle Nummer 1 im Basler Tor. Doch spätestens am Samstag wurde der Konkurrenzkampf zwischen den rotblauen Pfosten neu lanciert.

Für Heinz Lindner ist klar, dass er beim FC Basel kein Bankdrücker bleiben will: «Es wäre gelogen, wenn ich das verneinen würde. Jeder Sportler will auf dem Platz stehen und das ist auch bei mir so. In meiner jetzigen Situation versuche ich mit meinen Leistungen der Mannschaft zu helfen und gebe mein Bestes. Aber schlussendlich entscheidet der Trainer, wer auf dem Platz steht».

Bereits am 25. November im Heimspiel gegen Lausanne wird Heinz Linder wieder zwischen den Pfosten stehen. Was danach passiert, wird sich zeigen. Auch, ob er Ciriaco Sforza zum Umdenken in Sachen Goalie-Position bezirzen kann.

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