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  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Shaqiri macht, was Shaqiri macht und Traoré zaubert ohne Wirkung

    AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Shaqiri macht, was Shaqiri macht und Traoré zaubert ohne WirkungBei der 1:2-Niederlage gegen YB sticht kein Basler heraus. Ungenügende Leistungen gibt es mehrere.Publiziert heute um 19:20 UhrBénie Traoré ist gegen YB lange ein Aktivposten im Basler Spiel.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 4,5Marwin Hitz erwischt einen undankbaren Nachmittag. Neun mal schiesst YB laut den Statistiken aufs Tor. Den grössten Teil dieser Versuche kann der Basler Goalie halten. Darunter sind auch richtig gute Paraden. Beispielsweise jene in der 31. Minute nach einem Fehler von Finn Van Breemen und jene gegen Jaouen Hadjam, als sich Hitz lang macht, um den Ball mit den Fingerspitzen noch zu berühren. Aber da sind eben auch diese beiden Gegentore. Beim ersten kommt Hitz keine Schuld zu. Beim zweiten ist es suboptimal, wie er den Ball direkt vor die Füsse von Christian Fassnacht pariert. Solche Situationen hat er auch schon besser gelöst.Kevin Rüegg: 4Beim 0:1 der Berner sehen Kevin Rüegg und Adrian Barisic nicht gut aus. Sie unterlaufen beide einen langen Ball aus der YB-Abwehr und ermöglichen es den Bernern so, in die gefährliche Zone zu kommen. Danach wagt sich Rüegg immer wieder nach vorne und zeigt, bis er in der 64. Minute ausgewechselt wird, eine Leistung, die in Ordnung geht.Adrian Barisic: 4Wie Kevin Rüegg sieht auch Adrian Barisic vor dem 0:1 nicht gut aus. Kann dann aber nichts dafür, dass er den Ball unmittelbar vor dem ersten Tor von Christian Fassnacht noch abfälscht. Danach spielt Barisic sein Spiel allerdings wie gewohnt sicher runter.Finn Van Breemen: 3Finn Van Breemen wirkt unsicher. Gegen den Ball. Im Aufbau. Es ist nicht der Nachmittag des 22-Jährigen – auch wenn er sich in der zweiten Halbzeit fängt. Der Tiefpunkt seines Einsatzes ereignet sich in der 15. Minute: Van Breemen kommt zu spät ins Kopfballduell mit Ebrima Colley und stösst ihn heftig in den Rücken. Colley muss mit der Trage abtransportiert werden. Neben den vereinzelt guten langen Bällen ist für den Niederländer erfreulich, dass aus keinem seiner Fehler ein Gegentor entsteht.Dominik Schmid: 4,5Das Zusammenspiel zwischen Dominik Schmid und Van Breemen, das Fabio Celestini an der Medienkonferenz vor dem Spiel noch gelobt hat, kommt am Sonntag kaum zum Tragen. Das liegt aber nicht an Dominik Schmid. Dieser schaltet sich immer wieder in den Angriff ein, steht hoch und scheint mit Bénie Traoré gut zu harmonieren. Glück hat er aber, als er einen Berner Eckball direkt an Chris Bedias Fuss köpft, worauf Marwin Hitz eingreifen muss.Leon Avdullahu: 5Im Spielaufbau lässt sich Leon Avdullahu zwischen die Innenverteidiger fallen und kann so das Basler Spiel aufziehen. Gut, sein Steilpass auf Carlos, der dem Stürmer seine Chance in der 26. Minute ermöglicht. Gut auch seine Grätsche nach dem Fehler von Finn Van Breemen in der 31. Minute, als erst seine Grätsche die Intervention von Marwin Hitz ermöglicht. Er ist einer der besten Basler.Léo Leroy: 4Die Leistung von Léo Leroy ist solide. Hat zwar die eine oder andere gute Aktion in Form von Ballgewinnen oder einem gefährlichen Abschluss. Doch dafür, dass er von den beiden Sechsern den offensiveren Part übernehmen müsste, kommt von ihm zu wenig. Verlässt in der 83. Minute für Albian Ajeti das Feld.Anton Kade: 3,5In den 64 Minuten, in denen Anton Kade auf dem Feld ist, gibt er sich kämpferisch und weiss dadurch durchaus zu gefallen. Doch Torgefahr geht vom Deutschen zu wenig aus, als dass es für eine genügende Note reichen würde.Xherdan Shaqiri: 4,5Xherdan Shaqiri macht keine sonderlich gute Partie, hat gerade zu Beginn zu wenig Zugriff aufs Geschehen und auch seine genialen Pässe in die Tiefe erzielen gegen YB nicht die gewünschte Wirkung. Aber Xherdan Shaqiri macht auch gegen YB das, was Xherdan Shaqiri eben in dieser Saison macht. Skorerpunkte sammeln. Sein Doppelpass mit Philip Otele vor dem 1:1 sieht im ersten Moment möglicherweise etwas glücklich aus, aber wie Shaqiri den Ball ablegt und gleichzeitig abschirmt, ist stark.Bénie Traoré: 4,5Bénie Traoré ist ein Aktivposten im Basler Spiel. Er sucht immer wieder Eins-gegen-Eins-Situationen und kann sich auch oft durchsetzen. Zudem sorgt er mit seinem Steilpass auf Joe Mendes, den er hinter seinem Standbein durch spielt, für ein kleines Highlight. Der grösste Kritikpunkt bei ihm ist die Chancenauswertung. Aus den Möglichkeiten, die Traroé sich erarbeitet, hätte durchaus der Basler Ausgleich entstehen können. Nach der Einwechslung von Philip Otele wechselt er auf die rechte Seite und weisst danach etwas weniger Drang nach vorne auf.Kevin Carlos: 3Über die gesamten 90 Minuten ist von der Basler Nummer 9 wenig zu sehen. Einzig in der Mitte der ersten Halbzeit hat Kevin Carlos zwei kurz aufeinanderfolgende Chancen. Bei der ersten trifft er mit verdrehtem Körper den Ball nicht richtig, bei der zweiten scheitert er aus guter Position an Marvin Keller. Eine weitere nennenswerte Möglichkeit hat er in der 61. Minute, als er übers Tor köpfelt. Zu wenig.Philip Otele: 5Kommt in der 64. Minute für Anton Kade. Spielt dann auf dem linken Flügel und wird nur drei Minuten nach seiner Einwechslung zum Torschützen. Nach einem Doppelpass mit Xherdan Shaqiri vollbringt er, was seine Teamkameraden über eine Stunde lang nicht geschafft haben – und überwindet Marvin Keller.Joe Mendes: 4Kommt in der 64. Minute für Kevin Rüegg. Kann sich danach immer wieder in den Basler Angriff einschalten, wobei er in der hitzigen Schlussphase nicht immer die richtige Entscheidung trifft. Ein Auftritt, der in Ordnung geht.Albian Ajeti: –Kommt in der 83. Minute für Léo Leroy und ist damit zu kurz im Spiel für eine Note.Marin Soticek: –Kommt in der 83. Minute für Bénie Traoré und ist damit zu kurz im Spiel für eine Note. Wirkt in der Unübersichtlichkeit der Schlussphase teilweise etwas überfordert. Bradley Fink: –Kommt in der 90. Minute für Finn Van Breemen und ist damit zu kurz in der Partie für eine Note. Der FCB verliert gegen YBDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Xherdan Shaqiri – und sonst?: Das sind die besten 10 Spieler der Super-League-Geschichte

    Xherdan Shaqiri – und sonst? – Das sind die besten 10 Spieler der Super-League-GeschichteAuf dem Weg zum Basler Meistertitel ist dem genialen Spielmacher eine Saison für die Ewigkeit gelungen. Wo reiht er sich unter den Besten ein? Unser Ranking.Publiziert heute um 07:03 UhrDie Faust des Basler Meistertitels, sein Gesicht und sein Lachen: Xherdan Shaqiri überstrahlt alle.Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkWer sind die besten zehn Fussballer seit der Einführung der Schweizer Super League 2003/04? Die Frage ist simpel. Die Antwort darauf ist ungleich schwieriger.Wir haben es dennoch gewagt. Wir beachteten, was die Spieler in der Liga leisteten. Und nicht, zu welchen Höhen sie sich später aufschwangen. Sonst hätte es Mohamed Salah locker in dieses Ranking geschafft.Selbstverständlich spielen auch Statistiken eine Rolle. Aber eben nicht nur. Manch einer findet Eingang in diese Liste, weil er etwas hat, das Statistiken nicht messen können. Aber lesen Sie selbst:Rang 10: Richard NuñezFast 5 Millionen Franken bezahlen die Grasshoppers im Frühjahr 2001 für ihn, den 25-jährigen Wirbelwind aus Montevideo. Es ist ein gewaltiges Wagnis – und es geht auf.Richard Nuñez wird zur Attraktion der Nationalliga A, geholt vor der Meisterrunde in der Saison 2000/01, schiesst er im ersten Spiel ein Tor, macht im sechsten einen Hattrick und im neunten noch einen. GC wird Meister.Am Ende kommt Nuñez in der Schweiz auf 86 Tore und 71 Assists in gerade einmal 127 Partien. Ein Moment, der sich bei ihm eingebrannt hat, ist der Cup-Halbfinal 2004 gegen den FC Zürich. Bis zur 83. Minute liegt GC 2:5 hinten, dann treffen Eduardo und Mladen Petric.In der Verlängerung ist er wieder da, der kleine Zauberer, und trifft mit einem Lob zum 6:5 – ein Moment für die Geschichtsbücher des Schweizer Fussballs.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosNuñez verteidigt nicht gern, darum begleitet ihn auch immer der Ruf der Diva. Zu Recht, schreiben die Zeitungen damals. Zu Unrecht, sagt er. Seine Zeit in Zürich endet 2004, er geht zu Atlético Madrid, später nach Mexiko. Nie ist er so gut wie in Zürich.Rang 9: Matias DelgadoAm 30. Juli 2017 sitzt Matias Delgado im Presseraum des FC Basel und sagt, dass er nicht mehr kann, dass er nicht mehr will. Er beendet seine Karriere mit sofortiger Wirkung. Einige Fans stürmen den Raum, sie wollen nicht glauben, was da gerade passiert.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosEs gibt nicht viele Spieler in der Geschichte des FCB, die die Herzen der Fans so bewegt haben wie er. 2003 kommt er als schüchterner Junge von den Chacarita Juniors. Er muss sich erst an seine neue Welt gewöhnen, aber dann schiesst er Tore, bereitet sie vor und sieht Räume, die sonst keiner sieht. Vorn stürmen Christian Gimenez und Julio Hernan Rossi, erst Mitspieler, bald Freunde.Die Trauer ist gross, als Delgado Basel 2006 verlässt – dafür ist die Freude umso grösser, als er 2013 zurückkehrt. Nach drei Jahren in Abu Dhabi braucht er Zeit, um wieder zu glänzen, aber er schafft auch das. Er wird Captain der Basler, bis er plötzlich spürt: «Es macht mir keinen Spass mehr.»Als Delgado unter Tränen sein Karriereende verkündet, verliert nicht nur der FCB einen der spektakulärsten Spieler, sondern die gesamte Liga.Rang 8: Marco StrellerVielleicht wäre er in seiner ersten grossen Saison mit dem FC Basel Torschützenkönig geworden. 2003/04 ist das, als die Super League gerade geboren worden ist und mit 22 Jahren Strellers Stern aufgeht. 13 Ligatreffer hat er bis zur Winterpause erzielt. Einen weniger als Stéphane Chapuisat – aber genug, um im Januar zum VfB Stuttgart zu wechseln.Der FCB wird trotzdem Meister. Und als Streller zum FCB zurückkehrt, da wird er es wieder (2008) und wieder (2010) und wieder (2011) und wieder (2012) und wieder (2013) und wieder (2014) und wieder (2015).Bei seinem Rücktritt ist er an acht Basler Super-League-Titeln massgeblich beteiligt gewesen und hat Rotblau als Captain zu sechs Meisterschaften in Folge geführt. Das ist Rekord – so, wie es die 111 Tore sind. Jedenfalls, solange Jean-Pierre Nsames Ladehemmung anhält.Solche Tore unterscheiden Marco Streller von Jean-Pierre Nsame: Der FCB-Stürmer trifft in der Champions League gegen Chelsea zum 2:1.Foto: Andy Mueller (Freshfocus)Was ihn von der YB-Legende unterscheidet, ist die Performance auf europäischem Parkett: Anders als Nsame hat Streller grossen Anteil an magischen Schweizer Europacupnächten – Tore zu Basler Champions-League-Siegen gegen Manchester United (2:1), Liverpool (1:0) und bei Chelsea (2:1) inklusive.Nur ein Titel ist dem schlaksigen Stürmer bis zum Schluss verwehrt geblieben: jener des Torschützenkönigs. Sonst wäre er wohl höher rangiert.Rang 7: Yassine ChikhaouiVater Chikhaoui sagt seinem Sohn: «Yassine, du unterschreibst beim FCZ.» Yassine kommt mit knapp 21 Jahren aus Tunesien nach Zürich, und er braucht nicht lange, um allen sein immenses Talent vorzuführen: Am Tag, als der neue Letzigrund mit dem Derby gegen GC eröffnet wird, setzt er gleich nach dem Anpfiff an der Mittellinie zum Slalomlauf an, 36 Sekunden ist das Spiel alt, als er das 1:0 macht.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosWer das Tor sieht, vergisst es nicht mehr. Und wer Chikhaoui fortan an guten Tagen sieht, muss von seiner Eleganz und Klasse beeindruckt sein. Nicht umsonst ist er bis heute einer von drei Lieblingsspielern von Präsident Ancillo Canepa, gleich nach Pelé und Maradona.Er ist ein stolzer Mann, aber einer mit sehr fragiler Gesundheit. In acht Jahren beim FCZ bestreitet er nur 154 Spiele, ähnlich viele verpasst er wegen teilweise schwerer Verletzungen. Ohne diese Rückschläge könnte er in diesem Ranking deutlich weiter oben stehen.Rang 6: Blerim DzemailiAls er im Januar 2021 zurückkommt, zurück in die Schweiz, nach Zürich, hat er ein grosses Bild vor Augen: «So, jetzt gehe ich nochmals zum FCZ und will Meister werden.» Seine Rückkehr ist ein Coup für den Club, auch wenn Dzemaili zu diesem Zeitpunkt schon auf die 35 zugeht.Am Ziel seiner Rückkehr: 2022 gewinnt Blerim Dzemaili mit dem FCZ die Meisterschaft.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Eineinhalb Jahre später ist er am Ziel, neunzehn Jahre nach seinem Debüt für den FCZ, der trotz all seiner Wanderjahre in England, Italien, der Türkei, Kanada und China immer sein FCZ geblieben ist. Zum dritten Mal ist er Meister. 2006 und 2007 ist er noch der Junge, der in Lucien Favre seinen grossen Förderer findet, 2022 ist er der Routinier, der zwar nicht mehr jedes Spiel machen kann, aber unbestritten der Kopf und Antreiber der Mannschaft ist.Sein Spiel lebt nicht von der Eleganz, es lebt von seiner Mentalität, alles für den Erfolg zu machen, wenn er sich dafür notfalls auch mit Schiedsrichtern anlegen muss. Als er 2023 aufhört, trägt er beim FCZ einen Ehrentitel: Ikone.Rang 5: Hakan YakinHakan Yakin ist bald 31-jährig und hat enttäuschende Jahre in Stuttgart und Istanbul hinter sich, als ihm im Dezember 2007 für YB in St. Gallen ein Spiel gelingt, das selbst in seiner Karriere heraussticht. Vier Tore erzielt er auf dem Weg zum 7:2, bei zwei weiteren wirkt er entscheidend mit. «Hakan Yakin Superstar», titelt die «Berner Zeitung».Nur dank Yakin schaffen es die Young Boys damals in die Finalissima beim FC Basel. Er kommt auf 24 Treffer und 15 Assists in 32 Partien, wird Torschützenkönig und bester Vorlagengeber. Aber YB unterliegt, Yakin wird für die leidgeprüften Berner nicht zum Erlöser. Sonst wäre er im Rückblick gar noch grösser.Yakin feiert mit GC und Basel Erfolge, er dominiert in Luzern selbst dann noch, als links und rechts seiner Mittelscheitel graue Haare hervorlugen. Und doch ist da immer dieses Gefühl, dass mit diesem linken Fuss, auf dessen Präzision selbst KI-Roboter neidisch wären, mehr hätte drinliegen müssen. Die Nummer 10 ist ein Genie – mit Hang zum Phlegma.Dennoch schafft es Yakin locker auf diese Liste. Nicht wenige seiner Weggefährten halten ihn gar für den talentiertesten Fussballer, mit dem sie je gespielt haben.Rang 4: Stéphane ChapuisatDie Aufregung ist richtig gross im Hardturm an diesem 22. Juli 1999, als Stéphane Chapuisat als neuer Spieler der Grasshoppers vorgestellt wird. Wobei, was heisst Spieler? Der 30-Jährige ist der neue Star, vorgesehen als Aushängeschild eines neuen GC mit den Besitzern Gut und Gerber. 1,2 Millionen Franken verdient er, sogar noch mehr als später Trainer Roy Hodgson. Das Salär steht für seine Tore und Titel in den acht Jahren mit Borussia Dortmund.Chapuisat, für alle nur «Chapi», ist auch in Deutschland kein Lautsprecher geworden. «Auf dem Platz fühle ich mich am wohlsten», sagt er. Und das bleibt in der Schweiz so. Was vor allem auch bleibt: Sein bester Trick ist noch immer der Haken. Jeder Gegner weiss, dass der Haken kommt, aber er weiss eben nicht, wann. Chapuisat führt GC 2001 mit seinen 21 Treffern zum Meistertitel.Auch im Alter von 34 nicht zu bremsen: 2003/04 gelingt Stéphane Chapuisat bei YB eine Rekordsaison.Foto: Manu Friederich (Freshfocus)Ein Jahr danach zieht er weiter, nach Bern, und schiesst für die Young Boys drei Saisons lang regelmässig seine Tore. 2003/04 gelingen ihm 34-jährig 24 Treffer und 19 Vorlagen, die 43 Skorerpunkte sind bis heute Rekord.Rang 3: Guillaume HoarauSchlechter könnte die Liebesgeschichte nicht beginnen. Bei Guillaume Hoaraus erstem Auftritt von Anfang an unterliegt YB 2014 im Cup gegen den SC Buochs aus der 2. Liga interregional. Und dem Stürmer, immerhin fünffacher französischer Nationalspieler, will gegen die Amateure aus der Zentralschweiz nichts gelingen.Doch das ist bloss noch ein hübscher Einstieg, was folgt, ist Kitsch pur. 94 Treffer gelingen Hoarau in 141 Ligapartien für YB. Einmal wird er Torschützenkönig, nur einmal: die Verletzungen. Doch mit seinem Bob-Marley-Tattoo auf der Wade und seiner fast schon unverschämten Coolness steht kein anderer für die Phase, in denen die Berner das Veryoungboysen hinter sich lassen. Drei Meistertitel gewinnt er mit YB. Und nebenbei füllt er das Bierhübeli als Sänger. Eine einmalige Mischung.Stürmer und Showman: Guillaume Hoaraus Zeit bei YB ist einzigartig im Schweizer Fussball.Foto: Claudio de Capitani (Freshfocus)Es hat in der Super League Stürmer mit besseren Statistiken und mehr Trainingseifer gegeben als Hoarau, davon sogar sehr viele. Aber keiner kombiniert Abschlussstärke mit Abgezocktheit – und sieht dabei trotz schlaksigen 192 Zentimetern noch so lässig aus – wie der Weltenbürger von La Réunion.Rang 2: Alex FreiDas eine sind die Zahlen. 74 Tore in 113 Super-League-Spielen, dazu 36 Vorlagen. Vier Meistertitel und zwei Cupsiege in den vier Jahren zwischen 2009 und 2013. Dazu kommen noch so «Kleinigkeiten» wie zwei Titel als Torschützenkönig sowie Treffer im Europacup gegen Teams wie Manchester United oder Bayern München.Das andere ist die Einstellung. Denn als die Basler Frei 2009 zurückholen, bekommen sie nicht nur einen Bundesliga-Stürmer, sondern auch einen – wie heisst das so schön? – Mentalitätsspieler. Zusammen mit Marco Streller und Benjamin Huggel ist er einer der drei grossen Anführer. Getrieben von den eigenen Ansprüchen und seinem Ehrgeiz.Frei ist einer der prägendsten Stürmer der Super League – und derjenige mit dem wohl spektakulärsten Abgang: Am 14. April 2013 versenkt er vor 32’328 Zuschauern im Joggeli einen direkten Freistoss gegen den FCZ, wird kurz danach ausgewechselt – und beginnt am nächsten Tag seine Sportchef-Karriere in Luzern.Rang 1: Xherdan ShaqiriEr ist schon einer der Besten, als er von 2010 bis 2012 als Teenager mit dem FC Basel seine ersten drei Meistertitel sowie zweimal den Schweizer Cup gewinnt. Doch sein vierter goldener Pokal, den er am 24. Mai als FCB-Captain in die Höhe stemmt, wird alles überstrahlen – und das nächste Double wohl am 1. Juni folgen.Mit den grössten Trophäen, aber auch mit Zweifeln im Gepäck, ist er Ende August von seiner zwölfjährigen Auslandreise zurückgekehrt. Am 11. Mai 2025 steht er schliesslich auf dem Balkon des Basler Barfüsserplatzes und wird von der Menschenmenge als derjenige gefeiert, der den Erfolg zurückgebracht hat.Mit einem Gin Tonic in der Hand meint er danach nur: «Ich bin nun 33, auch nicht mehr der Jüngste – aber diesen Tag werde ich nie vergessen.» In den Monaten dazwischen, da hat Xherdan Shaqiri die Super League nicht nur verzückt, sondern sie auch gleich so dominiert wie wohl kein anderer vor ihm. Sein Vertrag läuft weiter. Doch alles, was noch kommt, ist Zugabe.Mehr zur Schweizer Super LeagueMehr Inhalte aus der SonntagsZeitung erhalten Sie auch in der aktuellen Ausgabe des E-Papers. 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  • Die Frage nach dem Spiel: Wo hat Taulant Xhaka im FCB-Zentrum noch einen Platz?

    – Wo hat Taulant Xhaka im FCB-Zentrum noch einen Platz?Der gesperrte Routinier wird beim Sieg in Yverdon nicht vermisst, denn die Basler haben im Zentrum viele Möglichkeiten und Optionen. Publiziert heute um 19:40 UhrFür Taulant Xhaka ging der erste Laufweg bei den Spielen des FC Basel zuletzt meist in Richtung Ersatzbank.Foto: Peter Klaunzer (Keystone)Was Taulant Xhaka wohl über diesen 2:0-Sieg gegen Yverdon denkt? In erster Linie wird er sich freuen, dass seine Mitspieler gewonnen haben und sich der FC Basel mal wieder Hoffnungen auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte machen kann. Aber ob bei Xhaka auch die Erkenntnis gereift ist, dass es für ihn schwer werden dürfte, einen festen Platz im Basler Zentrum zu finden?Zuletzt war Xhaka nur noch gefragt, wenn ein Spieler aus der Stammbesetzung Leon Avdullahu und Renato Veiga ausgefallen ist. In Yverdon hat sich nun gezeigt, dass Dion Kacuri durchaus eine Alternative sein kann, auch Gabriel Sigua kann im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Und dann gäbe es auch noch Fabian Frei, der zurzeit zwar in der Innenverteidigung gut aufgehoben ist, aber sich selbst immer eher als Mittelfeldspieler gesehen hat. Heisst: Die Basler sind auf dieser Position breit aufgestellt, Fabio Celestini hat mehrere Optionen – und momentan macht es den Anschein, als wäre Xhaka keine, die noch zu regelmässigen Einsätzen kommt. Sein Vertrag läuft zwar noch bis zum Sommer 2027. Doch bei Spielen wie gegen Yverdon dürfte der 32-Jährige sich vor dem Fernseher fragen: «Wo habe ich eigentlich noch einen Platz in diesem Zentrum?»Mehr zum 2:0-Sieg gegen Yverdon«Dritte Halbzeit» – der Fussball-PodcastAn dieser Stelle findest du einen ergänzenden externen Inhalt. Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosTilman Pauls arbeitet seit über zehn Jahren für die Sportredaktion der Basler Zeitung und beschäftigt sich seit 2013 intensiv mit dem FC Basel.Mehr Infos@tilman_pFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Moritz Broschinski trifft doppelt und Xherdan Shaqiri ermutigt die Mitspieler

    AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Moritz Broschinski trifft doppelt und Xherdan Shaqiri ermutigt die MitspielerDie Spieler des FC Basel zeigen beim 6:1 im Cup gegen Biel ansehnliche Leistungen.Publiziert heute um 22:29 UhrAuch der Basler Anführer darf ein Tor erzielen: Xherdan Shaqiri (links) trifft noch vor der Pause zum 4:0 – und darf dann duschen.Foto: Philipp Kresnik (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 4Wäre da am Mittwoch nicht Kopenhagen in den Playoffs zur Champions League, Marwin Hitz wäre wohl von Mirko Salvi vertreten worden und hätte diese Partie als Zuschauer begangen. Wobei: Zuschauer ist er in den 90 Minuten gegen Biel auch meistens – und hat nur eine Unsicherheit, als er kurz nach dem 1:6 über einen Rückpass schlägt.Keigo Tsunemoto: 5,5Dass Keigo Tsunemoto präzise und mit Zug Flanken kann, wenn er sich nach vorne begibt, war schon vorher zu sehen. Gegen Biel bringt eine dieser Flanken in der 28. Minute die endgültige, frühe Entscheidung, da Otele per Direktabnahme zum 3:0 trifft. Für den Japaner ist es bereits der zweite Quasi-Assist in dieser Partie, ist es zuvor doch schon sein Schuss, der von Biel-Goalie Roth so pariert wird, dass er via Kopf von Monney nach nur 61 Sekunden zum Eigentor und zur frühen Basler Führung über die Linie fliegt.Adrian Barisic: 4,5Adrian Barisic ist halbrechter Part eines Duos, das in dieser Saison noch nie zuvor gemeinsam die Basler Innenverteidigung gebildet hat. Wirklich gefordert wird er in dieser Cup-Partie kaum.Nicolas Vouilloz: 4,5Nicolas Vouilloz ist halblinker Part eines Duos, das in dieser Saison noch nie zuvor gemeinsam die Basler Innenverteidigung gebildet hat. Wirklich gefordert wird er in dieser Cup-Partie kaum.Dominik Schmid: 4,5Auch wenn er ohne Skorerpunkt bleibt, so gelingt Dominik Schmid eine engagierte, konzentrierte Leistung. Darf in der 58. unter die Dusche.Metinho: 4,5Metinho ist insgesamt der leicht dynamischere der beiden defensiven zentralen Basler Mittelfeldspieler – und schuldos am Gegentreffer, da er da bereits duscht.Léo Leroy: 4Léo Leroy macht grundsätzlich das, was er machen muss. Ist aber vor dem 1:6 gemeinsam mit Koindredi und Soticek einer jener Spieler, die den Rückwärtsgang nicht rechtzeitig finden.Bénie Traoré: 4Bereits mit Bandage in die Partie gegangen, ist für Bénie Traoré schon in der 23. Minute Schluss, da er – wie in den Wochen zuvor -ein Zwicken spürt. Dass Zé für ihn kommt, ist wohl primär eine Vorsichtsmassnahme. Trotzdem stellt sich mit Blick auf den Mittwoch und Kopenhagen die Frage, ob er mittun kann – und wie sinnvoll das dann wäre …Xherdan Shaqiri: 5Es sind zwei Dinge, die an Xherdan Shaqiri in dieser Partie besonders auffallen: Da ist zum einen der viele Platz, den ihm die Bieler immer wieder gewähren (müssen?) – und da ist zum anderen der Umstand, dass er kaum einmal schimpft, wenn etwas nicht gelingt, sondern auch mal ermutigt. Ausserdem ist er am 1:0 beteiligt, gibt den schönen Assist zum 2:0 und erzielt das 4:0. Darf bereits in der Pause duschen.Philip Otele: 5Auch wenn Biel kein wirklicher Gradmesser ist, so bestätigt Philip Otele mit seiner Leistung doch seine gute Frühform. Ist am 1:0 beteiligt und erzielt das 3:0 per Direktabnahme und via Innenpfosten. Müsste aber auch die Grosschance in der 9. Minute verwerten, als er frei stehend vor Biel-Goalie Roth scheitert. Darf bereits in der Pause duschen.Moritz Broschinski: 5,5Moritz Broschinski hat mit einem Aussenrist-Schuss an den Pfosten Anteil am frühen 1:0, da der Ball danach zu Tsunemoto und dessen Abschluss via Goalie und Innenverteidiger ins Tor prallt. Erzielt dann in seinem ersten Spiel für den FCB auch gleich seine ersten beiden Treffer. Da der Gegner klar unterlegen ist, bleibt abzuwarten, wie sich seine Torquote gegen stärkere Widersacher entwickelt – in der Liga oder ab Mittwoch auf europäischem Parkett.Junior Zé: 4Weil es bei Traoré nicht mehr geht, darf Junior Zé bereits in der 23. Minute ran. Erfüllt seine Aufgabe, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck.Koba Koindredi: 4Koba Koindredi ersetzt nach der Pause Xherdan Shaqiri. Spielt erst auf dessen Zehner-Position, später dann im Mittelfeld-Zentrum eines auf 4-4-2 veränderten Systems.Marin Soticek: 4,5Marin Soticek und der FC Biel, das passt: Schon im Cupfinal ist er eingewechselt worden, um zum 3:1 zu treffen. Nun darf er nach der Pause für Otele ran und schiesst in der 54. das 5:0. Wie unbehelligt er dabei mit dem Ball bis an den Strafraum spazieren und dann schlenzen darf, ist bemerkenswert.Moussa Cissé: 4Der klare Spielverlauf ermöglicht Moussa Cissé die ersten Pflichtspiel-Minuten in der laufenden Saison. Er ersetzt in der 58. Dominik Schmid.Kaio Eduardo: 4Kaio Eduardo darf in der 68. für Metinho rein, um mit Broschinski in einem auf 4-4-2 veränderten System die zweite Sturmspitze zu bilden. Hat Szenen, aber keine Fortune.Der FC Basel rund um das Cupspiel gegen BielDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Zudem ist er regelmässiger Diskussionsgast im Fussball-Podcast «Dritte Halbzeit».Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare