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«Ich wohne jetzt erstmal wieder bei meinen Eltern»

Xherdan Shaqiri bei der Pressekonferenz anlässlich seiner Rückkehr zum FC Basel.
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Fast 45 Minuten nimmt sich Xherdan Shaqiri Zeit und beantwortet am Dienstag die Fragen der Journalisten, die extra für ihn gekommen sind. Es haben sich ja einige Themen angestaut in den letzten zwölf Jahre, die am Freitag mit seiner Rückkehr zum FC Basel geendet ist. Wie ist es zum Transfer gekommen? Was dürfen die Fans von ihm erwarten? Und wie geht er nach seinem feierlichen Empfang mit dem riesigen Druck um?

Die BaZ hat die wichtigsten Aussagen von der Pressekonferenz mit Xherdan Shaqiri zusammengefasst. Der 32-Jährige sprach über:

… seinen Empfang vor den FCB-Fans am Montag: «Das war ein spezieller Moment für mich. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen kommen, um mich zu sehen. Es war ein gelungener Einstand und ich hoffe, dass wir mit dieser positiven Stimmung nun auch fortfahren können.»

… die Reaktionen seiner Freunde: «Es hat geklappt, dass wir die meisten mit meinem Transfer überraschen konnten. Ich wollte das unbedingt, dass es so lange wie möglich geheim bleibt. Als ich in die Schweiz geflogen bin, habe ich meinen Freunden gesagt, dass ich noch in Chicago bin. Sie sollten wirklich gar nichts merken. Das hat super geklappt, denn man hat gesehen, wie sich die Leute freuen.»

… Kontakt zu Granit Xhaka: «Granit hat sich auch bei mir gemeldet und mir zu meiner Rückkehr nach Basel gratuliert. Er wünscht sich ja grundsätzlich das Gleiche wie ich für den FCB: Dass es mit dem Club wieder bergauf geht.»

… seine Wohnsituation in Basel: «Ich wohne jetzt erstmal wieder bei meinen Eltern in Kaiseraugst. Ich hoffe, es klingeln nicht so viele, damit ich in Ruhe trainieren kann (lacht). Aber ich fühle mich in meinem alten Zimmer sehr wohl. Dort hängt noch immer ein FCB-Trikot von damals an der Wand. Das ist ein schönes Gefühl, wenn ich am Morgen aufstehe und das sehe.»

Alle Augen auf Xherdan Shaqiri.

… seine Zuversicht, dem FCB helfen zu können: «Der FC Basel war immer ein Club, der viele Titel gewonnen hat. Für mich ist er in der Schweiz weiterhin der grösste Club. Ich weiss, wie man Titel gewinnt und ich weiss, wie es ist, mit dem FCB Titel zu gewinnen. Ich bin bodenständig genug, um zu wissen, wo der Club in den letzten Jahren war. Aber ich habe ja auch nicht nur für eine Saison unterschrieb, sondern für drei. Wir gehen diesen Prozess alle zusammen, Step by Step, und langfristig muss der Club wieder dahin, wo er hingehört. Wir müssen vorne mitspielen, die Finalrunde muss vorerst unser Ziel sein.»

… den Weg zu seinem Transfer: «Daniel Stucki und der FC Basel sind früh auf meinen Bruder zugekommen, der gleichzeitig auch mein Berater ist. Sie haben sich erkundigt, wie meine Situation aussieht. Ich war überwältigt, dass der FCB angefragt hat, denn mir war immer klar: Wenn ein Schweizer Club anklopft, dann kommt nur der FC Basel in Frage. Der Club hat zuletzt mehrere Spieler zurückgeholt und es haben wohl nicht viele gedacht, dass der FCB sich um mich bemüht. Aber wir alle wollen den FCB zusammen wieder nach vorne bringen und mit meinem Transfer können wir einiges bewirken.»

… seinen Lohn beim FCB: «Hier ist das mit der Lohntransparenz etwas anders als in Amerika, dort ist ja alles öffentlich – ich bin froh, dass es in der Schweiz nicht so ist. Aber es ging mir bei meiner Rückkehr nicht nur um das Finanzielle, sondern ums Herz. Sonst hätte ich ein anderes Angebot annehmen können. Es ist kein Geheimnis, dass besonders Clubs aus England grosse Mittel haben und ich hätte bei anderen Angeboten definitiv mehr verdienen können als hier. Ich war aber ganz entspannt, weil ich wusste, dass wir mit dem FCB eine Lösung finden werden.»

… seine Rolle im Team: «Ich komme als routinierter Spieler zurück. Ich habe auch im Nationalteam viele Erfahrungen gesammelt und denke, davon können die jungen Spieler im Kader profitieren. Ich hoffe, das pusht die Mannschaft. Wo ich auf dem Rasen spiele, werden wir sehen, das entscheidet der Trainer. Ich bin ein polyvalenter Spieler. Ich bin aktuell noch nicht bei 100 Prozent, aber ich will dem Team so schnell wie möglich helfen. Wir werden sehen, ob das schon am Sonntag ist. Aber ich werde mich im Training empfehlen.»

… eine mögliche Rolle als Captain: «Ich war schon immer ein Captain – ob mit oder ohne Bändeli am Arm. (lacht) Ich sehe mich jedenfalls als ein Leader in diesem Team und da ist es egal, ob ich Captain bin oder im Mannschaftsrat sitze. Das ist mir nicht so wichtig.»

… die Reaktion der gegnerischen Fans: «Es werden sich sicher viele Fans freuen, mich wieder in der Schweiz zu sehen. Während meiner Zeit im Schweizer Nationalteam habe ich gemerkt, dass ich überall in der Schweiz Fans habe. Aber klar, es gibt auch die andere Seite, zum Beispiel in Derbys. Damit kann ich umgehen und freue mich auf diese Partien.»

Wie man ihn kennt: Xherdan Shaqiri während der Pressekonferenz mit einem Lächeln im Gesicht.

… seine Rolle als Messias: «Das ist nicht neu für mich. Es gab schon immer grosse Erwartungen um meine Person und das ist auch etwas, das ich gerne habe. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, den Club auf und neben dem Rasen nach vorne zu bringen.»

… seine Erfahrungen im Ausland: «Ich habe viel gelernt in den letzten zwölf Jahren. Bei Bayern München haben wir in meiner ersten Saison gleich das Triple gewonnen, mit einer der vielleicht besten Bayern-Team überhaupt. Auch die Zeit bei Inter Mailand war lehrreich, ich habe Italien und den Fussball dort kennengelernt. Bei Stoke war es auch eine gute Zeit. Man lernt so viele Menschen kennen, die Kommunikative ist mir sehr wichtig. Man nimmt die positiven und die negativen Dinge mit. Das hat mich geprägt – auch wenn es nicht immer nur positive Erfahrungen waren.»

… seine Zeit in den USA: «Über meine Zeit in Chicago ist schon viel gesagt worden. Ich denke, viele Menschen sehen das etwas zu negativ. Ich hatte eine gute Zeit dort, habe in den USA eine neue Kultur und einen neuen Fussball kennengelernt. Ich nehme viel Positives mit von dort, auch wenn es sportlich nicht so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt hatten. Jetzt ist es aber Zeit für ein neues Kapitel.»

… Unterschiede im Vergleich zu seinem FCB-Abgang: «Es ist sicher kein Zufall, dass ich zuletzt weniger oft verletzt war als in anderen Saison. Wenn man älter wird, muss man genau auf seinen Körper achten und sich professionell verhalten. Es ist wichtig, dass man gesund ist. Und bei mir ist es wie bei einem guten Wein: je älter, desto besser.»

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Essiam und Akahomen mussten sich hingegen vorerst mit Teileinsätzen begnügen. Kaio Eduardo kam im Januar aus ​​der Jugendabteilung des Capivariano FC, der in der zweithöchsten Liga des Bundesstaats São Paulo in Brasilien spielt. Der 19-jährige Mittelstürmer wurde sogleich an den FC Vaduz weiterverleihen und soll ab Sommer beim FCB in die erste Mannschaft integriert werden. «Beim liechtensteinischen Challenge-Ligisten soll Kaio Eduardo die Möglichkeit bekommen, sich an die europäischen Verhältnisse zu gewöhnen und Matchpraxis in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse zu sammeln», kommunizierte der FCB bei Bekanntgabe des Transfers.Das Leihgeschäft ist bislang erfolgreich, Eduardo brauchte kaum Zeit, sich an den europäischen Fussball zu akklimatisieren. Um genauer zu sein, waren es exakt 15 Sekunden: So lange benötigte er, um in seinem ersten Testspiel für den FC Vaduz zu treffen. 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Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Xherdan Shaqiri – und sonst?: Das sind die besten 10 Spieler der Super-League-Geschichte

    Xherdan Shaqiri – und sonst? – Das sind die besten 10 Spieler der Super-League-GeschichteAuf dem Weg zum Basler Meistertitel ist dem genialen Spielmacher eine Saison für die Ewigkeit gelungen. Wo reiht er sich unter den Besten ein? Unser Ranking.Publiziert heute um 07:03 UhrDie Faust des Basler Meistertitels, sein Gesicht und sein Lachen: Xherdan Shaqiri überstrahlt alle.Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkWer sind die besten zehn Fussballer seit der Einführung der Schweizer Super League 2003/04? Die Frage ist simpel. Die Antwort darauf ist ungleich schwieriger.Wir haben es dennoch gewagt. Wir beachteten, was die Spieler in der Liga leisteten. Und nicht, zu welchen Höhen sie sich später aufschwangen. Sonst hätte es Mohamed Salah locker in dieses Ranking geschafft.Selbstverständlich spielen auch Statistiken eine Rolle. Aber eben nicht nur. Manch einer findet Eingang in diese Liste, weil er etwas hat, das Statistiken nicht messen können. Aber lesen Sie selbst:Rang 10: Richard NuñezFast 5 Millionen Franken bezahlen die Grasshoppers im Frühjahr 2001 für ihn, den 25-jährigen Wirbelwind aus Montevideo. Es ist ein gewaltiges Wagnis – und es geht auf.Richard Nuñez wird zur Attraktion der Nationalliga A, geholt vor der Meisterrunde in der Saison 2000/01, schiesst er im ersten Spiel ein Tor, macht im sechsten einen Hattrick und im neunten noch einen. GC wird Meister.Am Ende kommt Nuñez in der Schweiz auf 86 Tore und 71 Assists in gerade einmal 127 Partien. Ein Moment, der sich bei ihm eingebrannt hat, ist der Cup-Halbfinal 2004 gegen den FC Zürich. Bis zur 83. Minute liegt GC 2:5 hinten, dann treffen Eduardo und Mladen Petric.In der Verlängerung ist er wieder da, der kleine Zauberer, und trifft mit einem Lob zum 6:5 – ein Moment für die Geschichtsbücher des Schweizer Fussballs.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosNuñez verteidigt nicht gern, darum begleitet ihn auch immer der Ruf der Diva. Zu Recht, schreiben die Zeitungen damals. Zu Unrecht, sagt er. Seine Zeit in Zürich endet 2004, er geht zu Atlético Madrid, später nach Mexiko. Nie ist er so gut wie in Zürich.Rang 9: Matias DelgadoAm 30. Juli 2017 sitzt Matias Delgado im Presseraum des FC Basel und sagt, dass er nicht mehr kann, dass er nicht mehr will. Er beendet seine Karriere mit sofortiger Wirkung. Einige Fans stürmen den Raum, sie wollen nicht glauben, was da gerade passiert.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosEs gibt nicht viele Spieler in der Geschichte des FCB, die die Herzen der Fans so bewegt haben wie er. 2003 kommt er als schüchterner Junge von den Chacarita Juniors. Er muss sich erst an seine neue Welt gewöhnen, aber dann schiesst er Tore, bereitet sie vor und sieht Räume, die sonst keiner sieht. Vorn stürmen Christian Gimenez und Julio Hernan Rossi, erst Mitspieler, bald Freunde.Die Trauer ist gross, als Delgado Basel 2006 verlässt – dafür ist die Freude umso grösser, als er 2013 zurückkehrt. Nach drei Jahren in Abu Dhabi braucht er Zeit, um wieder zu glänzen, aber er schafft auch das. Er wird Captain der Basler, bis er plötzlich spürt: «Es macht mir keinen Spass mehr.»Als Delgado unter Tränen sein Karriereende verkündet, verliert nicht nur der FCB einen der spektakulärsten Spieler, sondern die gesamte Liga.Rang 8: Marco StrellerVielleicht wäre er in seiner ersten grossen Saison mit dem FC Basel Torschützenkönig geworden. 2003/04 ist das, als die Super League gerade geboren worden ist und mit 22 Jahren Strellers Stern aufgeht. 13 Ligatreffer hat er bis zur Winterpause erzielt. Einen weniger als Stéphane Chapuisat – aber genug, um im Januar zum VfB Stuttgart zu wechseln.Der FCB wird trotzdem Meister. Und als Streller zum FCB zurückkehrt, da wird er es wieder (2008) und wieder (2010) und wieder (2011) und wieder (2012) und wieder (2013) und wieder (2014) und wieder (2015).Bei seinem Rücktritt ist er an acht Basler Super-League-Titeln massgeblich beteiligt gewesen und hat Rotblau als Captain zu sechs Meisterschaften in Folge geführt. Das ist Rekord – so, wie es die 111 Tore sind. Jedenfalls, solange Jean-Pierre Nsames Ladehemmung anhält.Solche Tore unterscheiden Marco Streller von Jean-Pierre Nsame: Der FCB-Stürmer trifft in der Champions League gegen Chelsea zum 2:1.Foto: Andy Mueller (Freshfocus)Was ihn von der YB-Legende unterscheidet, ist die Performance auf europäischem Parkett: Anders als Nsame hat Streller grossen Anteil an magischen Schweizer Europacupnächten – Tore zu Basler Champions-League-Siegen gegen Manchester United (2:1), Liverpool (1:0) und bei Chelsea (2:1) inklusive.Nur ein Titel ist dem schlaksigen Stürmer bis zum Schluss verwehrt geblieben: jener des Torschützenkönigs. Sonst wäre er wohl höher rangiert.Rang 7: Yassine ChikhaouiVater Chikhaoui sagt seinem Sohn: «Yassine, du unterschreibst beim FCZ.» Yassine kommt mit knapp 21 Jahren aus Tunesien nach Zürich, und er braucht nicht lange, um allen sein immenses Talent vorzuführen: Am Tag, als der neue Letzigrund mit dem Derby gegen GC eröffnet wird, setzt er gleich nach dem Anpfiff an der Mittellinie zum Slalomlauf an, 36 Sekunden ist das Spiel alt, als er das 1:0 macht.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosWer das Tor sieht, vergisst es nicht mehr. Und wer Chikhaoui fortan an guten Tagen sieht, muss von seiner Eleganz und Klasse beeindruckt sein. Nicht umsonst ist er bis heute einer von drei Lieblingsspielern von Präsident Ancillo Canepa, gleich nach Pelé und Maradona.Er ist ein stolzer Mann, aber einer mit sehr fragiler Gesundheit. In acht Jahren beim FCZ bestreitet er nur 154 Spiele, ähnlich viele verpasst er wegen teilweise schwerer Verletzungen. Ohne diese Rückschläge könnte er in diesem Ranking deutlich weiter oben stehen.Rang 6: Blerim DzemailiAls er im Januar 2021 zurückkommt, zurück in die Schweiz, nach Zürich, hat er ein grosses Bild vor Augen: «So, jetzt gehe ich nochmals zum FCZ und will Meister werden.» Seine Rückkehr ist ein Coup für den Club, auch wenn Dzemaili zu diesem Zeitpunkt schon auf die 35 zugeht.Am Ziel seiner Rückkehr: 2022 gewinnt Blerim Dzemaili mit dem FCZ die Meisterschaft.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Eineinhalb Jahre später ist er am Ziel, neunzehn Jahre nach seinem Debüt für den FCZ, der trotz all seiner Wanderjahre in England, Italien, der Türkei, Kanada und China immer sein FCZ geblieben ist. Zum dritten Mal ist er Meister. 2006 und 2007 ist er noch der Junge, der in Lucien Favre seinen grossen Förderer findet, 2022 ist er der Routinier, der zwar nicht mehr jedes Spiel machen kann, aber unbestritten der Kopf und Antreiber der Mannschaft ist.Sein Spiel lebt nicht von der Eleganz, es lebt von seiner Mentalität, alles für den Erfolg zu machen, wenn er sich dafür notfalls auch mit Schiedsrichtern anlegen muss. Als er 2023 aufhört, trägt er beim FCZ einen Ehrentitel: Ikone.Rang 5: Hakan YakinHakan Yakin ist bald 31-jährig und hat enttäuschende Jahre in Stuttgart und Istanbul hinter sich, als ihm im Dezember 2007 für YB in St. Gallen ein Spiel gelingt, das selbst in seiner Karriere heraussticht. Vier Tore erzielt er auf dem Weg zum 7:2, bei zwei weiteren wirkt er entscheidend mit. «Hakan Yakin Superstar», titelt die «Berner Zeitung».Nur dank Yakin schaffen es die Young Boys damals in die Finalissima beim FC Basel. Er kommt auf 24 Treffer und 15 Assists in 32 Partien, wird Torschützenkönig und bester Vorlagengeber. Aber YB unterliegt, Yakin wird für die leidgeprüften Berner nicht zum Erlöser. Sonst wäre er im Rückblick gar noch grösser.Yakin feiert mit GC und Basel Erfolge, er dominiert in Luzern selbst dann noch, als links und rechts seiner Mittelscheitel graue Haare hervorlugen. Und doch ist da immer dieses Gefühl, dass mit diesem linken Fuss, auf dessen Präzision selbst KI-Roboter neidisch wären, mehr hätte drinliegen müssen. Die Nummer 10 ist ein Genie – mit Hang zum Phlegma.Dennoch schafft es Yakin locker auf diese Liste. Nicht wenige seiner Weggefährten halten ihn gar für den talentiertesten Fussballer, mit dem sie je gespielt haben.Rang 4: Stéphane ChapuisatDie Aufregung ist richtig gross im Hardturm an diesem 22. Juli 1999, als Stéphane Chapuisat als neuer Spieler der Grasshoppers vorgestellt wird. Wobei, was heisst Spieler? Der 30-Jährige ist der neue Star, vorgesehen als Aushängeschild eines neuen GC mit den Besitzern Gut und Gerber. 1,2 Millionen Franken verdient er, sogar noch mehr als später Trainer Roy Hodgson. Das Salär steht für seine Tore und Titel in den acht Jahren mit Borussia Dortmund.Chapuisat, für alle nur «Chapi», ist auch in Deutschland kein Lautsprecher geworden. «Auf dem Platz fühle ich mich am wohlsten», sagt er. Und das bleibt in der Schweiz so. Was vor allem auch bleibt: Sein bester Trick ist noch immer der Haken. Jeder Gegner weiss, dass der Haken kommt, aber er weiss eben nicht, wann. Chapuisat führt GC 2001 mit seinen 21 Treffern zum Meistertitel.Auch im Alter von 34 nicht zu bremsen: 2003/04 gelingt Stéphane Chapuisat bei YB eine Rekordsaison.Foto: Manu Friederich (Freshfocus)Ein Jahr danach zieht er weiter, nach Bern, und schiesst für die Young Boys drei Saisons lang regelmässig seine Tore. 2003/04 gelingen ihm 34-jährig 24 Treffer und 19 Vorlagen, die 43 Skorerpunkte sind bis heute Rekord.Rang 3: Guillaume HoarauSchlechter könnte die Liebesgeschichte nicht beginnen. Bei Guillaume Hoaraus erstem Auftritt von Anfang an unterliegt YB 2014 im Cup gegen den SC Buochs aus der 2. Liga interregional. Und dem Stürmer, immerhin fünffacher französischer Nationalspieler, will gegen die Amateure aus der Zentralschweiz nichts gelingen.Doch das ist bloss noch ein hübscher Einstieg, was folgt, ist Kitsch pur. 94 Treffer gelingen Hoarau in 141 Ligapartien für YB. Einmal wird er Torschützenkönig, nur einmal: die Verletzungen. Doch mit seinem Bob-Marley-Tattoo auf der Wade und seiner fast schon unverschämten Coolness steht kein anderer für die Phase, in denen die Berner das Veryoungboysen hinter sich lassen. Drei Meistertitel gewinnt er mit YB. Und nebenbei füllt er das Bierhübeli als Sänger. Eine einmalige Mischung.Stürmer und Showman: Guillaume Hoaraus Zeit bei YB ist einzigartig im Schweizer Fussball.Foto: Claudio de Capitani (Freshfocus)Es hat in der Super League Stürmer mit besseren Statistiken und mehr Trainingseifer gegeben als Hoarau, davon sogar sehr viele. Aber keiner kombiniert Abschlussstärke mit Abgezocktheit – und sieht dabei trotz schlaksigen 192 Zentimetern noch so lässig aus – wie der Weltenbürger von La Réunion.Rang 2: Alex FreiDas eine sind die Zahlen. 74 Tore in 113 Super-League-Spielen, dazu 36 Vorlagen. Vier Meistertitel und zwei Cupsiege in den vier Jahren zwischen 2009 und 2013. Dazu kommen noch so «Kleinigkeiten» wie zwei Titel als Torschützenkönig sowie Treffer im Europacup gegen Teams wie Manchester United oder Bayern München.Das andere ist die Einstellung. Denn als die Basler Frei 2009 zurückholen, bekommen sie nicht nur einen Bundesliga-Stürmer, sondern auch einen – wie heisst das so schön? – Mentalitätsspieler. Zusammen mit Marco Streller und Benjamin Huggel ist er einer der drei grossen Anführer. Getrieben von den eigenen Ansprüchen und seinem Ehrgeiz.Frei ist einer der prägendsten Stürmer der Super League – und derjenige mit dem wohl spektakulärsten Abgang: Am 14. April 2013 versenkt er vor 32’328 Zuschauern im Joggeli einen direkten Freistoss gegen den FCZ, wird kurz danach ausgewechselt – und beginnt am nächsten Tag seine Sportchef-Karriere in Luzern.Rang 1: Xherdan ShaqiriEr ist schon einer der Besten, als er von 2010 bis 2012 als Teenager mit dem FC Basel seine ersten drei Meistertitel sowie zweimal den Schweizer Cup gewinnt. Doch sein vierter goldener Pokal, den er am 24. Mai als FCB-Captain in die Höhe stemmt, wird alles überstrahlen – und das nächste Double wohl am 1. Juni folgen.Mit den grössten Trophäen, aber auch mit Zweifeln im Gepäck, ist er Ende August von seiner zwölfjährigen Auslandreise zurückgekehrt. Am 11. Mai 2025 steht er schliesslich auf dem Balkon des Basler Barfüsserplatzes und wird von der Menschenmenge als derjenige gefeiert, der den Erfolg zurückgebracht hat.Mit einem Gin Tonic in der Hand meint er danach nur: «Ich bin nun 33, auch nicht mehr der Jüngste – aber diesen Tag werde ich nie vergessen.» In den Monaten dazwischen, da hat Xherdan Shaqiri die Super League nicht nur verzückt, sondern sie auch gleich so dominiert wie wohl kein anderer vor ihm. Sein Vertrag läuft weiter. Doch alles, was noch kommt, ist Zugabe.Mehr zur Schweizer Super LeagueMehr Inhalte aus der SonntagsZeitung erhalten Sie auch in der aktuellen Ausgabe des E-Papers. 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    Nachwuchs-Campus Basel. – Keine Zuschauer. – SR Sanli. – Tore: 20. Sigua 1:0. 27. Shaqiri 2:0. 60. Kade 3:0.FCB (1. Halbzeit): Salvi; Mendes, Adjetey, van Breemen, Cissé; Baró, Avdullahu; Sigua, Shaqiri, Soticek; Kevin Carlos.FCB (2. Halbzeit). Salvi; Rüegg, Barisic, Vouilloz, Schmid; Kade, Leroy, Xhaka, Traoré; Fink, Ajeti.Schaffhausen (1. Halbzeit): De Nitti; Wetz, Hasani, Schläppi, Hoxha; Isaac Kwabena; Maluvunu, Hegglin, Vogt; de Donno, Appiah.Schaffhausen (2. Halbzeit): Glaus; Wetz (67. Parente), Willimann, Schläppi, Lenjani; Berhane, Seiler; Giger, Bunjaku, Chiappetta (67. Rüeger); Appiah (67. Holenstein).Bemerkungen: FCB ohne Junior Zé (rekonvaleszent), Comas (krank) und Dräger (kein Aufgebot). Schaffhausen ohne Gelmi und Lika (beide verletzt). – 85. Kopfball von Ajeti an die Unterlatte. – 86. Schuss von Vouilloz an den Pfosten.

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