Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
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AboDer FCB-Ersatzgoalie im Interview – «Ich bin beim FC Basel ein Führungsspieler»Mirko Salvi (31) spricht über seine Rolle als Nummer 2 hinter Marwin Hitz, sein Ego – und über geheime Zukunftspläne.Publiziert heute um 10:13 UhrKönnte sich vorstellen, in Italien zu spielen: FCB-Ersatzkeeper Mirko Salvi.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMirko Salvi, Sie beherrschen einige Sprachen. Gibt es eigentlich jemanden im Team, mit dem Sie sich nicht unterhalten können?(überlegt kurz) Nein, ich kann eigentlich mit allen reden. Sei es Französisch, Italienisch, Englisch oder Deutsch, auch Spanisch verstehe ich ein wenig.Also auch mit Neuzugang Keigo Tsunemoto?Japanisch kann ich natürlich nicht. (lacht) Aber da er Englisch spricht, funktioniert auch das.Sie vernetzen andere sprachlich – spiegelt dies Ihre Rolle in diesem FCB-Team, wenn es um die Kabine geht?Ich bin ein offener Typ, jemand, der andere zusammenbringt. In dem Sinne ja, diese Rolle nehme ich auch innerhalb des Teams wahr.Sie haben viele Jugendmannschaften des FC Basel durchlaufen, kennen den Verein gut. Als Nummer 2 im Tor stehen Sie aber selten wirklich auf dem Platz. Hindert Sie das daran, eine Führungsfigur zu sein?Ich bin beim FCB ein Führungsspieler. Auch wenn meine Rolle als Ersatzkeeper dafür nicht typisch ist. Dafür spricht meine Erfahrung. Ich pushe meine Teamkameraden, damit wir unsere Ziele erreichen können.Sie sprechen Ihre Rolle als Ersatzkeeper an. Die grosse Aufmerksamkeit ist in der Regel auf Marwin Hitz gerichtet. Meiden Sie das Rampenlicht als Nummer 2 im Tor etwa bewusst?Überhaupt nicht, natürlich will ich lieber die Nummer 1 sein als die Nummer 2. (lacht) Jeder Spitzensportler möchte spielen und seine Qualitäten öffentlich präsentieren. Im Rampenlicht zu stehen, würde auch mir bis zu einem gewissen Grad gefallen. Aber ich akzeptiere meine Rolle: Ich unterstütze Marwin so gut wie möglich, ich pushe das Team. Dafür schiebe ich mein Ego zur Seite.Das Ego zur Seite zu schieben – kann man das lernen?Ja klar, das kommt auch mit der Erfahrung. Man muss lernen, seine Emotionen zu kontrollieren. Das Ego stelle ich hinten an und mache einen Schritt zurück, um meiner Mannschaft zu helfen. Nur so sind wir erfolgreich. Ich denke, das ist die richtige Art, um mit dieser Situation umzugehen.Das klingt nach einem inneren Konflikt: Auf der einen Seite möchten Sie unbedingt spielen. Auf der anderen wissen Sie aber, dass Sie das in der aktuellen Rolle nicht können, Sie sich in den Dienst der Mannschaft stellen müssen. Wie schaffen Sie das?Ich denke, dieses Zusammenspiel hat auch viel mit den Charakteren der Torhüter zu tun. Marwin und ich passen sehr gut zusammen. Er ist eher der ruhige Typ, ich rede eher etwas mehr. Das passt gut, so können wir uns gegenseitig auch pushen.Läuft denn ein Konkurrenzkampf zwischen Ihnen?In gewissem Sinne schon. Eine gesunde Konkurrenz ist wichtig, damit der, der spielt, eine gute Leistung bringen kann. Aber eben, die Konkurrenz muss gesund und positiv sein.Wie meinen Sie das?Damit meine ich, präsent zu sein, obwohl man weiss, dass der andere spielt – denn so ist die Hierarchie. Damit unterstütze ich die Nummer 1 darin, ihre Leistung zu bringen. Eine negative Konkurrenz wäre zum Beispiel, heimlich schlecht über den ersten Torhüter zu reden, wenn er Fehler macht. Doch Fehler passieren uns allen.Wobei Fehler beim Goalie natürlich besonders sind …Ja, weil jeder sie sofort sieht!Umso schwieriger ist es, sich vorzustellen, ohne Rhythmus genau auf den Punkt bereit sein zu müssen.Das ist eigentlich das Schwierigste an meiner Rolle: die Leistung genau dann zu bringen, wenn es sie braucht. Während der Stammtorhüter sein Vertrauen dabei aus seinen Ernstkämpfen zieht, nehme ich es aus dem Training. Deshalb muss ich mich da auch besonders fokussieren. Ich bereite mich so vor, als würde ich spielen.Verlangen diese unterschiedlichen Ausgangslagen auch eine andere Art von Training zwischen Ihnen und Marwin Hitz?Nein, wir machen genau das Gleiche.Warum sind Sie eigentlich in Basel die Nummer 2 statt anderswo die Nummer 1?Gute Frage. Ich liebe diesen Verein, es ist mein Herzensverein. In einem anderen Club würde ich das nicht tun.Hätten Sie denn Lust, sich anderswo wieder als Nummer 1 zu versuchen?Im Fussball muss man immer offen für alles sein.Der Satz ist im Fussball geläufig …Nun ja, man kann nie wissen, was passiert, das Geschäft geht so schnell. Es ist einfach so.Aber kommen denn beispielsweise andere Super-League-Clubs auf Sie zu? Schliesslich hätten Sie wohl die Qualität, um dort die Nummer 1 zu sein …Ja klar. Aber ich habe mich entschieden, hier in Basel zu bleiben.Nie mehr von Basel weggehen zu wollen, würden Sie aber nicht behaupten.Ich lasse das offen. In diesem Geschäft muss man das so machen. Sonst heisst es ein Jahr später dann, man habe ja damals etwas ganz anderes gesagt.Könnten Sie sich denn auch vorstellen, in einem anderen Land als der Schweiz zu spielen?Ja.Zum Beispiel Italien?Ja, Italien. Schliesslich bin ich Italiener, deshalb habe ich da immer ein spezielles Auge darauf geworfen.Nun sind Sie bereits 31-jährig. Wissen Sie denn schon, wie lange Sie überhaupt noch aktiv bleiben wollen?Solange ich gesund bleibe, möchte ich spielen. Ich denke, das werden schon noch ein paar Jahre sein.Dennoch wird unweigerlich eine Zeit nach dem Fussball folgen. Sehen Sie sich als künftigen Goalie-Trainer?Als Goalie-Trainer eher nicht, doch auch das möchte ich mir offenlassen. Gedanken dazu habe ich mir jedenfalls schon gemacht.Sie könnten sich also auch ein Engagement neben dem Fussball vorstellen.Ja.In welcher Richtung wäre das?Das behalte ich noch für mich.Sie haben eine Idee im Kopf, wollen sie aber nicht sagen.Genau.Nicht einmal einen kleinen Tipp? Wir sind ja unter uns. Geht es eher in Richtung Banker, eher in Richtung Gärtner …(überlegt kurz) Lieber nicht. Wenn ich mir bei einer Idee noch nicht sicher bin, verrate ich lieber noch nichts.Schade. Doch zurück ins Jetzt: Wie blicken Sie denn der kommenden FCB-Saison entgegen?Natürlich freue ich mich! Wir haben schöne Ziele zu erreichen, sind europäisch wieder dabei – das ist grossartig.Der FC Basel in der Saison-VorbereitungDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
AboAlles zum FCB-Spiel – Sieben Wechsel in der Startelf für den ersten Sieg als MeisterNach dem 3:2-Sieg gegen Lausanne-Sport zeigt sich Fabio Celestini zufrieden. Für die grössten Aufreger sorgten zwei Lausanner.Publiziert heute um 23:55 UhrDie Spieler des FC Basel feiern den achten Ligasieg in Serie.Foto: Pascal Müller (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDie AusgangslageMan weiss nicht so recht, was man von dieser Partie erwarten darf. Einerseits hat FCB-Trainer Fabio Celestini am Dienstag angekündigt, dass man die verbleibenden drei Ligaspiele mit voller Ernsthaftigkeit angehen wolle, natürlich vor allem mit dem darauffolgenden Cupfinal im Hinterkopf. Andererseits geht es in diesen Partien für den FCB um nichts mehr und die Vorbereitung verlief aufgrund der Meisterfeierlichkeiten nicht wie gewohnt. Für den FC Lausanne-Sport, gegen den der FCB zuletzt im Cup im Penaltyschiessen gewinnen konnte, aber in der Liga seit dem 4. Februar 2021 ohne Auswärtssieg ist, geht es hingegen um einiges. Das Team von Trainer Ludovic Magnin befindet sich vor der Partie auf Platz 6, doch beträgt der Abstand auf das zweitplatzierte Servette nur fünf Punkte.Das SpielGegen Ende der Partie wird es dann doch noch richtig spannend. In der 78. Minute verkürzt Kaly Sène auf 2:3 und Lausanne drängt in der Folge auf den Punktegewinn. Ein Foul von Jonas Adjetey in der fünften Minute der Nachspielzeit nahe der Basler Strafraumgrenze bietet den Waadtländern dann nochmals eine grosse Chance auf den Ausgleich. Doch der Schuss wird geblockt und auch der darauffolgende Eckball, bei dem Goalie Thomas Castella mit vorne ist, bringt kein Tor. So gewinnt Basel ein ausgeglichenes Spiel, das durchaus auf beide Seiten hätte kippen können. Denn Lausanne-Sport ging bereits in der 13. Minute durch Jamie Roach in Führung. Mit einem der ersten Basler Torschüsse gelang nur kurz darauf Kevin Carlos das 1:1. Es war dann auch der Spanier, der die Basler nach 30 Minuten in Führung brachte. Die zweite Halbzeit startete fulminant mit einem Lattentreffer von Teddy Okou und dem sehenswerten 3:1 durch Bénie Traoré. Danach aber verlor das Spiel bis zum Anschlusstreffer Kaly Sènes etwas an Fahrt.Stade de la Tuilière. – 9494 Zuschauer. – SR Sandro Schärer.Tore: Tore: 12. Roche 1:0 (Diabaté). 19. Kevin Carlos 1:1.30. Kevin Carlos 1:2 (Traoré). 55. Traoré 1:3. 78. Sène 2:3. LS (4-3-3): Castella; Giger (79. NDiaye), Mouanga, Sow, Poaty (86. Oviedo); Koinderdi, Roche, Custodio (46. Lekoueiry); Okou, Sène, Diabaté (46. de la Fuente). FCB (4-2-3-1): Salvi; Mendes, Barisic (62. Adjetey), Vouilloz, Cissé (78. Schmid); Avdullahu, Leroy (71. Baro); Kade, Sigua (71. Shaqiri), Traoré (62. Soticek); Carlos. Bemerkungen: LS ohne Letica (gesperrt), Dussenne, Fofana, Sanches, Senaya (alle verletzt). FCB ohne Ajeti (gesperrt), Van Breemen (verletzt), Hitz, Spycher, Rüegg, Asiedu, Akahomen, Xhaka, Otele (alle kein Aufgebot) . – Ersatzbank FCB: Pfeiffer; Metinho, Fink, Zé. – Verwarnung: Keine. – 100. Spiel von Anton Kade für den FCB. – 49. Okou trifft die Latte.Die TaktikJetzt, da der Meistertitel Tatsache ist, nimmt Fabio Celestini im Vergleich zum letzten Spiel gegen Lugano sieben Änderungen in der Startelf vor. Nur Nicolas Vouilloz, Bénie Traoré, Léo Leroy und Anton Kade sind erneut von Anfang an auf dem Feld. An der Basler Spielausrichtung verändert das nicht viel. Der FCB greift in einem 4-2-3-1 an und verteidigt in einem 4-4-2 mit Kevin Carlos und Gabriel Sigua ganz vorne. Diese laufen Lausanne im Aufbauspiel wie gewohnt hoch an, wobei das Basler Pressing nicht ganz so konsequent und eingespielt wirkt wie in anderen Partien. Nichts als logisch ist auch, dass sich die anfängliche Absenz Xherdan Shaqiris bemerkbar macht. Da ist etwas weniger Spielwitz und Kreativität, vor allem aber kann der FCB den Ballbesitz nicht so gut in der gegnerischen Hälfte halten wie mit dem Captain.Der AufregerKurz vor der Pause schaltet sich der VAR ein, um ein potenziell strafbares Handspiel im Strafraum der Lausanner zu überprüfen. Dass es dadurch nicht zu einem Penalty kommt, ist aus Sicht der Gastgeber glücklich. Denn während Koba Koindredi seinen Arm beim Block von Anton Kades Schuss eng am Körper hatte und damit keine Regelwidrigkeit beging, ereignete sich die brenzligere Szene zuvor. Im Kopfballduell mit Anton Kade war Kaly Sènes Unterarm nämlich klar vom Körper abgespreizt, als er den Ball berührte. Für vergleichbare Aktionen gab es auch schon einen Penalty. Ebenfalls in die Kategorie Aufreger gehört der Lattentreffer von Teddy Okou. In der 49. Minute wird er im Basler Strafraum flach angespielt und kann aus fünf Metern unbedrängt abschliessen. Doch der Lausanner vollbringt es, den Ball, statt ins leere Tor an die Latte zu schiessen. Eine Aktion mit grossem Seltenheitswert. Kein Aufreger, aber eine schöne Geste gab es zudem vor der Partie. Die Lausanne-Spieler schritten etwas früher aus dem Kabinentrakt, um dem FCB Spalier zu stehen und zum Meistertitel zu gratulieren. Das Heimpublikum applaudierte. Das muss besser werdenNach einem Sieg nach der Meisterfeier erscheint es nicht angebracht, ernsthaft Kritik zu üben. Stattdessen sei hier aufgelistet, was gut war: Moussa Cissé zeigt in seinem zweiten Startelfeinsatz für den FCB einen engagierten und furchtlosen Auftritt. Kevin Carlos trifft nach langer Torflaute gleich doppelt und somit hat der FCB vor dem Cupfinal zwei Stürmer, die im Flow zu sein scheinen. Die Basler haben immer wieder sehenswerte Kombinationen im Spiel nach vorne. Und: Die Unterstützung der Muttenzerkurve ist in Lausanne einmal mehr gross und lautstark.Das sagt der TrainerDie Leistung seiner Mannschaft sei «sehr gut» gewesen, sagt Fabio Celestini nach der Partie. Insbesondere wenn man sie in den Kontext der besonderen Vorbereitung stelle. Zudem sei Lausanne immer sehr schwierig zu bespielen. Die Waadtländer hätte die wohl am besten organisierte Defensive der Liga – hinzu komme der Kunstrasen. Für Celestini als Lausanner sei es durchaus speziell, als Meistertrainer hierhin zurückzukehren. «Es ist eine Freude, all die bekannten Leute wiederzusehen.»So geht es weiterNach diesem 3:2-Sieg gegen Lausanne-Sport steht der FCB bei 70 Punkten. Es ist der achte Ligasieg in Folge. Ihre nächste Partie bestreiten die Basler am kommenden Sonntag. Dann sind sie um 14.15 Uhr für das zweitletzte Spiel der Super-League-Saison bei YB zu Gast. Gegen die Berner wartet Rotblau nach wie vor seit dem 22. Mai 2016 auf einen Auswärtssieg.Der FC Basel ist Schweizer MeisterDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
FC Basel: Abgang – Germano Vailati kehrt heim13 Jahre lang war der Tessiner beim FC Basel als Goalie und Torhütertrainer angestellt. Nun schliesst er sich dem FC Lugano an.Publiziert heute um 08:42 UhrAdieu FCB: Germano Vailati war viele Jahre dem FC Basel treu.Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkNach 13 Jahren beim FC Basel verlässt Germano Vailati Rotblau und wird per sofort Torhütertrainer bei der 1. Mannschaft des FC Lugano.Im Sommer 2012 stiess Vailati als Spieler vom FC St.Gallen zum FCB. In der Folge war er während sechs Jahren stets ein zuverlässiger zweiter Torhüter – zunächst hinter Yann Sommer und danach hinter Tomas Vaclik. Als solcher wurde er in Basel fünfmal Meister, einmal Cupsieger und er gehörte zum Team, das im Jahr 2013 bis in die Halbfinals der Europa League vorstiess. Mit drei Einsätzen in der Gruppenphase desselben Wettbewerbs im Jahr 2015 hatte er auch grossen Anteil am ersten Gruppensieg des FCB im Europacup. Insgesamt hütete Vailati das FCB-Tor in 37 Ernstkämpfen der 1. Mannschaft.Nach seiner Aktivkarriere blieb Vailati Rotblau treu und amtete während den letzten sieben Jahren als Torhütertrainer in der Nachwuchsabteilung. Nun kehrt der 44-jährige Tessiner in seine Heimatstadt zurück. Zu jenem Verein, bei dem er im Juli 1999, gegen den FCB, in der höchsten Schweizer Spielklasse debütierte – und wird Torhütertrainer bei der 1. Mannschaft des FC Lugano.Mehr zum FC Basel:Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
Der zuletzt lange verletzte Verteidiger des FC Basel könnte am Sonntag gegen den Grasshopper Club Zürich gar in der Startelf stehen.
AboAlles zum Spiel gegen Lugano – Fabio Celestini macht alles richtig und ist am Ende der grosse SiegerEin Dreifach-Wechsel gibt dem FC Basel den entscheidenden Impuls, um den FC Lugano 2:0 zu besiegen und sich als Leader abzusetzen.Publiziert heute um 20:32 UhrGlücklicher Trainer: Fabio Celestini kann sich mit seinem Team nach dem Sieg gegen Lugano freuen.Urs Lindt/freshfocusJetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDie Ausgangslage des FC BaselDer FC Basel ist Tabellenführer und hat die Gelegenheit, sich mit einem Sieg gegen den FC Lugano um mindestens vier Punkte von der Konkurrenz abzusetzen. Dies, weil der BSC Young Boys (1:1 gegen Yverdon) am Samstag sowie Servette (0:1 in St. Gallen) am frühen Sonntag Nachmittag Punkte haben liegen lassen.Diese Ausgangslage ist erfreulich. Weniger erfreulich ist, dass just in dieser Phase der Trainer zum öffentlichen Thema geworden ist, weil nach aussen drang, dass sich die FCB-Sportkommission in der Länderspiel-Pause nach zuvor nur sechs Punkten aus sechs Ligapartien Gedanken um eine kurz- und mittelfristige Zukunft mit oder eben auch ohne Fabio Celestini gemacht hat, der einen gültigen Vertrag bis Sommer 2026 hat.Schon am Donnerstag vor der Partie gegen GC (2:1) hatte sich Sportdirektor Daniel Stucki auf SRF dazu geäussert und die Gespräche bestätigt, um in der Folge einiges offen zu lassen. Nun steht er vor dem Anpfiff bei Blue vor der Kamera und äussert sich nach zuletzt zwei Siegen etwas dezidierter. Er sagt Celestini mache einen «Top-Job» und habe die Rückendeckung seiner Vorgesetzten. Am Samstag habe man sich lange mit dem Trainer unterhalten und bekräftigt, dass man zu ihm stehe.Dann allerdings beantwortet er die Frage, ob man folglich mit Fabio Celestini bis zum Saisonende weitermache, so: «Das ist absolut der Plan. Es wäre komisch, wenn wir etwas ändern. Aber wir brauchen Punkte und wir wollen um den Meistertitel spielen.» Raum zur Interpretation bleibt auch hier.Das SpielDa ist eine erste Halbzeit mit ganz viel Rasenschach. Da sind zwei Mannschaften, die sich zwar intensiv beharken, aber zu keinem nennenswerten Torabschluss kommen. Und da sind drei Verwarnungen gegen den FC Basel, wobei Albian Ajeti bei seinem Foul gegen Anto Grgic sich an der Grenze bewegt: Schiedsrichter Johannes von Mandach gibt Gelb – und man wird nie herausfinden, ob sich der VAR gemeldet hätte, würde er stattdessen Rot zücken.Nach der Pause ändert sich das Bild primär, weil der FC Basel nun den Führungstreffer sucht und mehr riskiert. Fündig werden die Basler schliesslich in der 63. Minute: Xherdan Shaqiri öffnet mit einem Pass auf Anton Kade die Situation, dessen Querpass nutzt Bénie Traoré zum Schlenzer – und dann steht wiederum Shaqiri bereit, um den von Lugano-Goalie Amir Saipi abgewehrten Ball zum 1:0 im Netz unterzubringen.Nun muss Lugano mehr unternehmen. Die Tessiner haben dabei ihre beste Chance durch Cimigniani, dessen Schuss von Dominik Schmid auf der Torlinie abgewehrt wird. Den Baslern bieten sich gleichzeitig Räume an, die sie zunächst nicht zu nutzen verstehen. Um schliesslich doch zum 2:0 zu kommen und sich den Sieg zu sichern, brauchen sie keinen Konter, sondern einen langen Ball von ihrem Goalie Marwin Hitz: Kevin Carlos verlängert per Kopf auf Kade, der abermals so querlegt, so dass der hereinsprintende Marin Soticek den Ball über die Torlinie bugsieren kann.Der Rest ist das Warten auf den Schlusspfiff vor euphorischer Basler Kulisse im St. Jakob-Park.Stadion: St. Jakob-Park. – Zuschauer: 26’662.– SR: von Mandach.Tore: 63. Shaqiri (Traorè) 1:0. 82. Soticek (Kade) 2:0.FC Basel (4-2-3-1): Hitz; Mendes, Adjetey, Vouilloz, Schmid; Avdullahu, Metinho (56. Leroy); Otele (56. Kade), Shaqiri (88. Sigua), Traoré (75. Soticek), Ajeti (56. Carlos). – Ersatz: Salvi; Baro, Cissé, Akahomen.Lugano (3-4-3): Saipi; Papadopoulos, Mai (69. Cimignani), Hajdari, Zanotti, Bislimi, Grgic (82. Bottani), Valenzuela (32. Marques); Steffen, Koutsias (82. Przybylko), Macek (69. Vladi).Verwarnungen: 12. Shaqiri (Reklamieren). 32. Ajeti (Foul an Grgic). 39. Metinho (Foul an Macek). 45.+2 Mai (Foul an Ajeti). 88. Bislimi (Foul an Avdullahu).Bemerkungen: Basel ohne Van Breemen (Operation am Meniskus), Barisic (Muskelfaserriss an der Oberschenkelrückseite), Rüegg (muskuläre Probleme) und Fink (angeschlagen) sowie Pfeiffer, Spycher, Asiedu, Xhaka (alle ohne Aufgebot). – Lugano ohne Aliseda, Dos Santos, Mahmoud, Mahou (alle verletzt).Die TaktikFabio Celestini nominiert etwas überraschend für sein 4-2-3-1-System dieselben elf Spieler, die bereits am Donnerstag gegen den Grasshopper Club Zürich die Startelf gebildet haben. Lugano-Trainer Mattia Croci-Torti setzt unerwartet auf eine Dreier-Fünfer-Abwehrkette. Was fortan auffällt: Bis zur Pause dominiert «Safety First» und neutralisieren sich die Mannschaften weitesgehend – wohl auch, weil die Basler durch das 3-4-3 des Gegners überrascht werden und ihre Aussenverteidiger entsprechend absichernd agieren.Ein Basler Dreifach-Wechsel in der 56. Minute steht dann am Ursprung des FCB-Erfolgs: Mit der Hereinnahme Leo Leroys, Anton Kades und Kevin Carlos’ gelingt es Celestini, seiner Mannschaft einen Energieschub zu verpassen, der schliesslich zu den Toren führt.Der FC Lugano hingegen sucht die Offensive erst von der 69. Minute an: Croci-Torti bringt da mit Stürmer Vladi und Flügel Cimigniani zwei Offensiv-Kräfte für Innenverteidiger Mai und Aussenspieler Macek. Fortan agieren die Tessiner in einem 4-4-2. Früchte trägt das keine mehr.Und dann ist Xherdan Shaqiri da und trifft: Das 1:0 für den FC Basel – und das elfte Saisontor in der Liga für den Basler Captain.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Der AufregerLetztlich ist es das 1:0. Der Ball zirkuliert dabei über mehrere Stationen, bevor Shaqiri mit seinem öffnenden Pass auf Kade die entscheidende Idee hat – und dann an den richtigen Ort läuft, um den Abpraller zu verwerten.Wie wichtig dieser Führungstreffer für den FC Basel ist, bemisst sich auch daran, dass der Torschütze danach jubelnd über die Bande und in Richtung Muttenzerkurve springt. Dass er dabei anhängt, fällt und sich beim Auffangen des Sturzes leicht am Finger verletzt, rundet diese 63. Minute auf besondere Art ab.Das muss besser werdenJa, die erste Halbzeit ist mässig unterhaltsam gewesen. Aber wenn es insgesamt immer so läuft, wie beim 2:0 gegen Lugano, dann ist man versucht zu sagen: nichts.Das sagt der Trainer«Es stand 0:0 zur Pause, aber ich war sehr optimistisch für die zweite Halbzeit. Ich dachte mir, dass wir nun von der Ersatzbank viel Energie bringen können.» So erzählt das Fabio Celestini nach einer Partie, in der er tatsächlich mit seinen Auswechslungen für die Entscheidung zugunsten des FC Basel gesorgt hat.So geht es weiterErster Sieg als Leader. Nun vier Punkte vor Servette und fünf Punkte vor dem BSC Young Boys. Und all das nach einer englischen Woche, die resultatmässig mit drei Siegen perfekt gewesen ist. Muss man da – bei nur noch sieben ausstehenden Runden –überhaupt noch sagen, dass die Basler ab sofort erster Anwärter auf den Meistertitel sind?Wahrscheinlich nicht. Jetzt gerade ist man top – und hat mehr Vorsprung in der Tabelle, als irgendein Leader zuvor in dieser so lange so engen Saison gehabt hat.Was ist nun mit Fabio Celestini? Er hat zum Abschluss alles richtig gemacht und ist der grosse Sieger dieser unruhigen Woche. Dass es in Basel vor dem Saisonende zu einem Trainerwechsel kommt, darf man nach den jüngsten Resultaten ausschliessen.Das Spiel des FC Basel gegen LuganoDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Zudem ist er regelmässiger Diskussionsgast im Fussball-Podcast «Dritte Halbzeit».Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Albian Ajetis Hackentor ist einer der wenigen Lichtblicke an diesem tristen FCB-NachmittagGut ist beim FC Basel bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Lugano nur einer.Publiziert heute um 19:05 UhrXherdan Shaqiri und Co. waren gegen den FC Lugano stets einen Schritt zu spät.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 4Stark, wie Marwin Hitz in der 60. Minute den Schuss von Daniel Dos Santos um den Pfosten lenkt. Zu diesem Zeitpunkt ist der FC Lugano allerdings bereits mit 2:0 Toren in Führung. Zuvor kann sich Hitz kaum auszeichnen, bei den Gegentreffern ist er machtlos.Keigo Tsunemoto: 3In den ersten drei Spielen war Keigo Tsunemoto einer der Aktivposten bei Rotblau. Gegen Lugano bleibt der Japaner weit hinter den Erwartungen. Deshalb erscheint er auch nicht mehr zur zweiten Hälfte.Jonas Adjetey: 3,5In der 56. Minute erscheint Jonas Adjetey weit vorne und wagt einen Abschluss. Ansonsten aber ist der Ghanaer mit Verteidigen beschäftigt. In der ersten Hälfte wirkt er nicht sehr sicher, danach steigert er sich. Ist Ursprung des zweiten Tessiner Tors, als er einen Hands-Freistoss verursacht.Adrian Barisic: 2,5Sein Startelf-Debüt hat sich Adrian Barisic mit Sicherheit anders vorgestellt. Er strahlt nicht jene Sicherheit aus, die es gegen Lugano gebraucht hätte. Und als Antonios Papadopoulos nach 31 Minuten per Kopf auf 2:0 stellt, ist der Bosnier zu wenig konsequent am Griechen dran. Muss zur Pause verletzt raus.Dominik Schmid: 3Im heissen Tessin ist es auch nicht Partie von Dominik Schmid. Zwar tänzelt er mal nach dem Seitenwechsel durch den Lugano-Strafraum, kommt aber nicht zum Abschluss. Und defensiv offenbart er vor allem in der ersten Halbzeit Schwächen und gewährt Renato Steffen zu viel Raum.Metinho: 3,5Wie Tsunemoto ist auch Metinho einer der Aktiven in den letzten Spielen gewesen. Doch gegen Lugano will dem Mittelfeldspieler nur wenig gelingen. Weshalb sein Arbeitstag nach 67 Minuten beendet ist.Léo Leroy: 3,513 Minuten sind im Cornaredo gespielt, als Mirel Turkes Léo Leroy zu sich bittet. Eben hat der Basler Mittelfeldspieler Uran Bislimi gefoult und der Schiedsrichter ermahnt den Franzosen, dies nicht nochmals zu tun, ansonsten er Gelb gezeigt bekommt. Gut, dass Leroy diese Worte befolgt. Bei einer weiteren Verwarnung wäre er im nächsten Liga-Spiel gegen Sion gesperrt gewesen.Anton Kade: 4Der Deutsche rückt für Bénie Traoré in die Startelf. Er hat zwar ein, zwei gute Vorstösse über rechts, aber offensiv geht von ihm anfangs wenig Gefahr aus. In der zweiten Halbzeit wird er aus taktischen Gründen eine Reihe nach hinten versetzt und agiert als Aussenverteidiger. Trifft in der Nachspielzeit spektakulär die Querlatte.Xherdan Shaqiri: 3Auch von Xherdan Shaqiri kommt in den ersten 45 Minuten so gut wie nichts. Bezeichnend dafür ist eine Szene just vor dem Pausenpfiff, als sich der Captain von Anto Grgic einen Ball abluchsen lässt. Ein Zweikampf, den der Basler Spielmacher in der Regel nie verliert. Ist dann aber Ausgangspunkt des Anschlusstreffers und etwas besser im Spiel. Kassiert in der Nachspielzeit Gelb wegen Reklamierens.Philip Otele: 3,5Ludovic Magnin hat in den letzten Spielen die defensive Arbeit von Offensivspieler Philip Otele gelobt. Doch diesmal geht der Nigerianer einen Zacken zu engagiert im eigenen Strafraum in einen Zweikampf. Der nachfolgende Elfmeter bringt die Tessiner Führung. Offensiv bringt er sich nur als Assistgeber beim 1:2 ein.Kevin Carlos: 3Kevin Carlos darf erstmals in dieser Saison von Beginn an spielen. Allerdings bringt der Stossstürmer nicht den erhofften Schwung – auch wenn er sich die einzige Basler Halbchance in Halbzeit eins notieren lassen darf (17.). Zur Pause ist für ihn Schluss.Albian Ajeti: 5Erst muss Albian Ajeti auf der Bank Platz nehmen, dann kommt er rein und erzielt seinen ersten Saisontreffer kunstvoll per Hacke. Damit sendet er ein Signal an den Staff, um im nächsten Spiel wieder von Anfang spielen zu dürfen.Marin Soticek: 4Der FCB liegt zur Pause 0:2 hinten, also bringt Ludovic Magnin Marin Soticek anstelle von Keigo Tsnunemoto. An Einsatz mangelt es dem Kroaten nicht. Und mit ein wenig mehr Fortune wäre ihm in der 86. Minute beinahe das 2:2 geglückt.Nicolas Vouilloz: 4,5In den zweiten 45 Minuten darf Nicolas Vouilloz für Adrian Barisic ran. Defensiv zeigt er sich stabil und beim Basler Anschlusstreffer durch Albian Ajeti ist er mitbeteiligt.Koba Koindredi: 2,5Koba Koindredi kommt in der 67. Minute für Metinho. Schwach sein Verhalten in der Nachspielzeit. Kommt nach einem abgewehrten FCB-Eckball als hinterster Basler an den Ball – und hält diesen so lange, bis er ihm von den Luganesi abgeluchst wird. Danach fällt das 3:1.Zu kurz im Einsatz für eine Note:Eduardo Caio kommt in der 82. Minute für Léo Leroy ins Spiel – und somit zu seinem Super-League-Debüt.Der FC Basel im August 2025:Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Zudem ist er regelmässiger Diskussionsgast im Fussball-Podcast «Dritte Halbzeit».Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare