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AboShowdown um Millionen

Für den FCB liegt noch alles drin – aber es wird richtig schwierig

Metinho und Xherdan Shaqiri vom FC Basel beim Champions-League-Playoff-Spiel gegen den FC Kopenhagen in Basel am 20. August 2025.
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In Kürze:

  • Das 1:1-Unentschieden gegen Kopenhagen ist ein ausgeglichenes Spiel.
  • Kopenhagens reife Spielweise überzeugte unter anderem beim Überspielen des Basler Pressings.
  • Die dünne Basler Ersatzbank verschärft sich fürs Rückspiel durch Adjeteys Sperre.
  • Kopenhagens starke Heimbilanz mit sechs Siegen aus acht Spielen erschwert den Champions-League-Traum des FCB.

Von «gemischten Gefühlen» sprach Dominik Schmid nach dem 1:1 des FC Basel gegen Kopenhagen. Und er wird am Mittwochabend nicht die einzige Person gewesen sein, die das Joggeli mit gemischten Gefühlen verlassen hat. Über allem steht die Frage: Wird dieses Unentschieden aus dem Hinspiel der kapitalen Playoffs reichen, um sich für die Ligaphase der Königsklasse zu qualifizieren? 

Klar ist: Wer wider die Vorzeichen davon ausging, dass der FCB seinen Gegner im Joggeli problemlos bodigen würde, wurde eines Besseren belehrt. Zwar gehörten die ersten 30 Minuten des Spiels vornehmlich den Baslern. Doch mit Fortlauf der Partie wurde Kopenhagen besser, und nach 90 Minuten, einer Gelb-Roten Karte gegen Jonas Adjetey und einem wegen knappen Abseits aberkannten Gegentreffer kann sich Rotblau über dieses Unentschieden nicht beschweren. 

Die Statistiken der Teams glichen sich in etwa aus. Beide gaben elf Schüsse ab, der FCB hat mehr Angriffe gefahren und mehr Bälle gewonnen, dafür hat der FCK 55 Prozent Ballbesitz und eine bessere Passquote. Daher kann man durchaus von einem ausgeglichenen Spiel sprechen. Doch damit erfasst man nicht die ganze Wahrheit. 

Denn was von diesem Spiel auch bleibt, ist neben den Statistiken der Eindruck, dass der FC Kopenhagen das etwas reifere und breitere Team hat. 

Das Pressing des FC Basel

Das zeigte sich zum Beispiel in der Art und Weise, wie die Gäste wiederholt das Basler Pressing sauber und kontrolliert zu überspielen vermochten. Gerade das Dreieck um Goalie Dominik Kotarski und die beiden Innenverteidiger machte dabei einen sehr abgeklärten Eindruck.

Aufseiten des FCB kann man damit nicht wirklich mithalten. Adrian Barisic zeigte zwar eine solide Leistung, doch Jonas Adjeteys Auftritt liess mit dem Ballverlust, aus dem schliesslich das 1:1 resultierte, und der Gelb-Roten Karte zu wünschen übrig. Auch Marwin Hitz muss sich beim Gegentreffer einen Vorwurf gefallen lassen. 

Blickt man auf die Flügelspieler der Gäste, so machten auch sie am Mittwoch im Schnitt einen besseren Eindruck als jene der Basler. Philip Otele vermochte zwar ansatzweise sein Können mit Dribblings und Flanken anzudeuten, doch bewegte er sich nicht auf dem Level, das man von ihm aus der Rückrunde der letzten Saison kennt. 

Marin Soticek blieb des Weiteren blass, bis er in der 77. Minute für Koba Koindredi – wohlgemerkt einen zentralen Spieler, der in der Folge rechts aussen agierte – ausgewechselt wurde. Flügelspieler Junior Zé blieb draussen. Womit die nächste Thematik angesprochen wäre. 

Die Millionen der Champions League

Die Basler Bank ist dünn besetzt. Ludovic Magnin musste auf die verletzten Bénie Traoré und Anton Kade verzichten – ein Einsatz im Rückspiel ist bei beiden fraglich, was zu Engpässen auf den Flügeln und der Rechtsverteidigerposition führt. Ohne den verkauften Kevin Carlos wechselte der FCB-Trainer zudem im Sturm für den glücklosen Albian Ajeti Moritz Broschinski ein, der in der Folge blass blieb. FCK-Trainer Jacob Neestrup konnte hingegen Spieler in die Partie bringen, welche das Geschehen merklich belebten. 

Hinzu kommt eben noch, dass die Basler für das Rückspiel in Kopenhagen das Handicap haben, dass Innenverteidiger Jonas Adjetey gesperrt fehlt. Für die zentrale Abwehr bedeutet das, dass Nicolas Vouilloz neben Adrian Barisic spielen wird – als Backup hat Ludovic Magnin dann lediglich noch den 18-jährigen Marvin Akahomen. 

Betrachtet man dann noch die Heimbilanz der Kopenhagener, die besagt, dass der FCK sechs seiner letzten acht Spiele im Parken Stadion gewinnen konnte – darunter jüngst ein 5:0 gegen Malmö in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League –, kann es einem aus Basler Sicht durchaus mulmig werden. 

Doch trotz dieser Vorzeichen, die eher zugunsten des FCK stehen, ist klar, dass für Rotblau noch alles drinliegt. Eine sehr gute – oder auch glückliche – Leistung über 90 Minuten kann reichen, um sich erstmals seit der Saison 2017/18 wieder für die Champions League zu qualifizieren und sich die 17,5 Millionen Franken und die Chance auf weitere Prämien zu sichern. Doch nach dem Hinspiel ist klar: Es muss am 27. August wirklich alles zusammenpassen.

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Den Gang in den zweithöchsten europäischen Wettbewerb mussten die Basler auch 2012 und 2015 antreten, nachdem man in den Playoffs an Cluj und Maccabi Tel Aviv scheiterte.In der Qualifikation für den Uefa-Cup, die Europa League und die Conference League stand der FCB bisher acht Mal in den Playoffs. Das einzige Aus gab es dort 2020 in der Qualifikation der Europa League gegen ZSKA Sofia. Aufgrund der Coronapandemie gab es damals nur eine Begegnung statt Hin- und Rückspiel, welche der FCB 1:3 verlor.Der letzte Gegner, den der FCB in einem europäischen Playoff bezwang, war ebenfalls ZSKA Sofia. Dies in der Qualifikation für die Conference League vor drei Jahren. 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Die drei erfahrenen Grundstützen der Kopenhagener kommen zusammen auf 246 Spiele im Europacup und somit auf mehr als die gesamte FCB-Mannschaft. Sie gehören auch zu jenen sieben Spielern, die seit mindestens zwei Jahren im Verein sind und mit Kopenhagen in jüngster Vergangenheit bereits in der Champions League gespielt haben. Auch Kopenhagen-Trainer Jacob Neestrup kann trotz seines Alters von 37 Jahren bereits auf viel internationale Erfahrung zurückgreifen: Seit September 2022 im Amt, stand Neestrup bereits bei 38 internationalen Spielen des dänischen Clubs an der Seitenlinie und feierte dabei bemerkenswerte Erfolge. Seine persönliche Bilanz aus diesen knapp drei Jahren: 16 Siege, 11 Unentschieden und 11 Niederlagen.Das DurchschnittsalterBetrachtet man einen anderen Aspekt der Erfahrung einer Mannschaft, nämlich das Durchschnittsalter, begegnen sich die beiden Teams auf Augenhöhe. Die Startaufstellung des FC Basel war bisher in dieser Saison im Schnitt 26,9 Jahre alt, dieser Wert liegt beim FC Kopenhagen mit 27,1 Jahren nur leicht darüber.Grösser ist bei den Kopenhagenern jedoch das Gefälle zwischen alten und jungen Kräften. Während der FCB mit Xherdan Shaqiri (33), Marwin Hitz (37) und Mirko Salvi (31) über drei Spieler in seinem Kader verfügt, die 30 Jahre oder älter sind, sind es bei den Dänen deren sieben.Die grössten europäischen Erfolge im Vergleich2023 setzten sich Kopenhagen und Mohamed Elyounoussi in der Gruppenphase der Champions League vor Manchester United durch.Foto: Imago/Gonzales PhotoDer FC Basel kann auf viele magische Nächte im Europacup zurückblicken. In der Champions League qualifizierte sich der FCB in der Vergangenheit dreimal für den Achtelfinal. Zu den grössten Erfolgen zählen aber auch die beiden Halbfinal-Teilnahmen in der Europa League in der Saison 2012/13 und in der Conference League 2022/23. Weiter als in einen europäischen Viertelfinal schaffte es der FC Kopenhagen hingegen nie. In der Saison 2019/20 standen die Dänen zum ersten und bisher einzigen Mal unter den letzten acht in einem Europacup-Wettbewerb. 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