Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
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Die FCB-Spieler in der Einzelkritik – Bei Carlos läufts – doch von Traoré muss er sich belehren lassenBeim 6:1 des FC Basel in Winterthur ist kein Basler ungenügend. Doch einer überragt sie alle.Publiziert heute um 20:45 UhrBénie Traoré (rechts) erzielt in Winterthur das sehenswerte 2:0.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 5Ein erstes Mal kann sich Marwin Hitz in der 29. Minute auszeichnen, als Matteo Di Giustos Schuss in Richtung des langen Ecks fliegt und der Basler Goalie ihn noch mit den Fingerspitzen übers Tor lenken kann. Darüber hinaus ist gut, wie Hitz vor Romario Baros Tor dem Portugiesen einen Ball über knapp 30 Meter in die Füsse spielt und vor Marin Soticeks Treffer das Spiel mit einem Auswurf zu Anton Kade schnell macht. Auf der Linie hat er, abgesehen von Nishan Burkarts Schuss in der 53. Minute, kaum mehr etwas zu halten. Bei Randy Schneiders Ehrentreffer ist Hitz ohne Abwehrchance.Joe Mendes: 4,5Die erste Aktion des Spiels missglückt Joe Mendes, denn seine Flanke landet direkt im Toraus. Doch danach findet der Rechtsverteidiger besser ins Spiel, schaltet sich in den Angriff mit ein und fordert Gegenspieler Tobias Schättin immer wieder zum Tänzchen auf. Allerdings muss man nicht nur bei der Torchance in der 74. Minute festhalten: Es fehlt dem Schweden oft an der letzten Präzision.Adrian Barisic: 5Gegen Winterthur weiss Adrian Barisic mit seiner Aggressivität im Spiel gegen den Ball zu überzeugen, auch wenn Winterthur offensiv nicht besonders viel anzubieten weiss. Auch mit dem Ball am Fuss ist Barisic ohne nennenswerte Fehler. Der einzige negative Punkt: Kurz vor der Halbzeit sieht er Gelb für ein Foul an Labinot Bajrami.Nicolas Vouilloz: 5Nicolas Vouilloz rutscht aufgrund der Verletzung von Jonas Adjetey in die Basler Startaufstellung. Und nachdem der Verteidiger zuletzt ein paar durchwachsene Leistungen zeigte, macht er seine Sache gegen Winterthur gut. Aber: In der 38. Minute hat er Glück, dass Josias Lukembila die gute Flanke von Fabian Frei nicht verwerten kann, denn in dieser Situation steht der Basler zu weit von seinem Gegenspieler weg.Dominik Schmid: 4,5Der Basler Captain Dominik Schmid ist auf der linken Seite wie gewohnt sowohl vorne als auch hinten anzutreffen. Er macht seine Sache unaufgeregt und weitestgehend fehlerfrei, wenn auch er etwas unauffälliger agiert als sein Pendant auf der rechten Seite. Schmid verlässt die Partie in der 76. Minute.Léo Leroy: 5Léo Leroy ist am Basler 1:0 beteiligt, indem er noch vor dem Eckball eine gute Flanke auf Bénie Traoré bringt, der per Kopf den ersten Basler Torschuss zustande bringt. Während des ganzen Spiels profitiert er vom harmlosen Defensivverhalten der Winterthurer, hat im Zentrum oft viel Platz, um die Bälle zu verteilen und nutzt das überlegt aus. Eine gute Leistung des Franzosen.Leon Avdullahu: 5Fabio Celestini betonte in den letzten Wochen mehrfach, dass er mit Leon Avdullahus derzeitiger Form zufrieden ist. Entsprechend spielt der 20-Jährige gegen Winterthur zum dritten Mal in Folge im Zentrum der Mittelfeld-Dreierkette – als Sechser, der vor der Viererkette aufräumen soll. Das macht er gut und auch im Spiel nach vorne fällt er als Motor des Basler Aufbauspiels positiv auf.Romario Baro: 5Wie seinen beiden Mitstreiter im Mittelfeld geniesst auch Romario Baro oft viele Freiheiten. Er ist derjenige der dreien mit dem meisten Drang nach vorne und tut dem Basler Spiel damit gut. Seine gute Leistung krönt er in der 48. Minute mit einem sehenswerten Treffer oben rechts. Baros erstes Tor für den FCB.Xherdan Shaqiri: 6Wo soll man bei Xherdan Shaqiri nur anfangen? Beim Eckball, der direkt an die Latte fliegt? Oder beim Eckball, der nur von FCW-Goalie Stefanos Kapino abgefälscht mehr oder minder direkt ins Tor fliegt – von der Liga jedoch als Eigentor gewertet wird? Egal, von welcher Seite man die Sache angeht, Shaqiri überragt an diesem Samstag alle. Er bereitet – exklusive Kapinos Eigentor – drei Treffer vor, erzielt sein Debüttor in der Liga und ist auch sonst der spielbestimmende Mann bei den Baslern.Kevin Carlos: 5Wenns läuft, dann läufts. Nach den beiden Treffern gegen St. Gallen braucht Kevin Carlos gegen Winterthur nur genau acht Minuten, um per Kopf Saisontreffer Nummer vier zu erzielen – einer davon gelang ihm noch bei Yverdon. Das sind nicht nur Thierno-Barry-ähnliche Zahlen. Auch die Art und Weise, wie der FCB Carlos in sein Spiel einbindet, erinnert zuweilen an Barry. Besonders in der ersten Halbzeit suchen die Basler den Stürmer immer wieder mit hohen Bällen, die dieser gut abdecken und weiterleiten kann. Carlos ist in dieser Hinsicht auf dem Weg, den Abgang Barrys mehr und mehr in Vergessenheit geraten zu lassen.Bénie Traoré: 5Bénie Traoré hat nach acht Minuten die erste gute Torchance des FC Basel per Kopf, doch FCW-Goalie Stefanos Kapino lenkt den Ball ins Toraus. Aus dem nachfolgenden Eckball entsteht das Basler 1:0. Überragend ist dann in der 25. Minute Traorés Tor. Wie schon Minuten zuvor, als Carlos von Shaqiri einen hohen Steilpass erhält, allerdings am Ball vorbeitritt, wird auch Traoré hoch von Shaqiri lanciert. Doch anders als Carlos trifft dieser den Ball perfekt und erzielt das sehenswerte 2:0.Taulant Xhaka: 4,5Kommt in der 62. Minute für Bénie Traoré. Danach hat er viele Bälle am Fuss und zieht mit Leon Avdullahu zusammen das Basler Aufbauspiel auf. Auffällige Aktionen hat Xhaka allerdings kaum.Marin Soticek: 5Kommt in der 62. Minute für Léo Leroy. Nur zehn Minuten später erzielt er das 6:0 mit einem sehenswerten Schlenzer ins rechte obere Eck. Für Soticek der zweite Liga-Treffer im Shirt des FC Basel.Anton Kade: 4,5Kommt in der 70. für Xherdan Shaqiri und bereitet danach mit einem Lauf auf der rechten Seite das Tor von Marin Soticek vor. Ansonsten ist der Deutsche meist unauffällig.Albian Ajeti: 4Albian Ajeti kommt in der 71. Minute für Romario Baro. Wenige Augenblicke vor Ende der Partie hat Ajeti die Chance auf das 7:1, doch sein Schuss wird pariert.Moussa Cissé: –Moussa Cissé kommt in der 76. Minute für Dominik Schmid und ist damit zu kurz im Einsatz für eine Note. Das ist gut für ihn, denn der Ehrentreffer des FCW ist auf seinen Ballverlust zurückzuführen.Der FC Basel im Oktober 2024:Abonnieren Sie den Podcast über Apple Podcasts, Spotify oder jede gängige Podcast-App.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
Der FC Basel hat mit dem 2:0 gegen Stuttgart einen ersten Sieg in der Europa League eingefahren. Nun geht’s zu Lyon, das Spiel im Liveticker.
– Geht es für den FCB jetzt nur noch um den Klassenerhalt?Die Basler stehen weiterhin vor der Frage, ob man sich noch Hoffnungen auf die Top 6 machen darf – oder alle Kräfte in den Barrage-Kampf investiert werden sollen. Publiziert heute um 14:42 UhrFabio Celestini befindet sich mit dem FC Basel zwischen Barrage und dem Gedanken an die obere Tabellenhälfte.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Dieses 1:2 gegen den FC Lausanne-Sport ist ein weiterer Rückschlag für den FC Basel. Der Rückstand auf die obere Tabellenhälfte konnte nicht verringert werden, und den Baslern bleiben nur noch sieben Runden, um sich für die Championship Round zu qualifizieren. Gleichzeitig beträgt der Vorsprung auf den Barrage-Platz nach der Niederlage nur noch bedrohliche zwei Punkte.Da kann man sich schon fragen: Können es sich die Basler überhaupt erlauben, auf die obersten sechs Plätze zu schielen? Oder müsste die Frage bis zum Ende der Saison nicht lauten: Geht es für den FCB nur noch um den Klassenerhalt?Fabio Celestini spricht nach dem Spiel am Samstag von «Verantwortung», er sagt: «Es ist unsere Verantwortung, diese Saison noch zu retten.» Für ihn ist klar: Er ist damals verpflichtet worden, um den FCB aus einer dramatischen Situation zu befreien von den Abstiegsplätzen zu entfernen. Gleichzeitig sagt Celestini über die Top 6: «Solange es mathematisch möglich ist, werde ich auch darüber sprechen. Das ist unsere Ambition als FC Basel.»Klar, in sieben Runden sind noch 21 Punkte zu verteilen, und der sechste Platz ist auch nach den Spielen am Sonntag maximal sieben Punkte entfernt. Da ist theoretisch alles noch möglich für die Basler, um die Saison nicht nur zu retten, sondern nach 33 Runden auch unter den sechs besten Clubs zu landen. Dem entgegen steht allerdings die Leistung gegen Lausanne-Sport und die Tatsache, dass man in acht Spielen gegen GC, Lausanne-Sport und Lausanne-Ouchy nur einen Punkt geholt hat. Das spricht eher dafür, dass der FCB sich voll auf den Barrage-Kampf einstellt und keine Gedanken an die Championship Round verschwendet.Alles zur Niederlage gegen Lausanne-Sport«Dritte Halbzeit» – der Fussball-PodcastAn dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosTilman Pauls arbeitet seit über zehn Jahren für die Sportredaktion der Basler Zeitung und beschäftigt sich seit 2013 intensiv mit dem FC Basel.Mehr Infos@tilman_pFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
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Erstes Heimspiel – Der FC Basel bekommt einen Hybridrasen, der Fan einen Kübel BierAm Samstag spielt der Schweizer Meister im St.-Jakob-Park gegen die Grasshoppers. In dieser Saison ist einiges neu im Joggeli.Publiziert heute um 12:37 UhrDer Joggeli-Rasen – hier vor dem letzten Heimspiel der vergangenen Saison gegen Luzern – wird mit künstlichen Fasern aufgewertet.Foto: ImagoJetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkWie viele Fans werden am Samstag im St.-Jakob-Park anwesend sein? Trotz Schulferien darf mit einem gut gefüllten St.-Jakob-Park gerechnet werden. Die Saisonkartenbesitzer machen dabei den grössten Teil der Besucher aus. Bislang sind 18’500 Saisonkarten abgesetzt worden. Das sind rund 2000 mehr als zum Ende der vergangenen Spielzeit. Noch immer ist es möglich, Saisonkarten zu kaufen. Gut möglich, dass nach der Auslosung der Champions-League-Playoffs vom Montag sowie nach den Playoffs Ende August weitere Saisonabos verkauft werden. Schliesslich haben deren Inhaber ein Vorkaufsrecht für die europäischen FCB-Heimspiele. Wie ist der Zustand des Rasens? Der im Januar neu verlegte Rasen befindet sich in einem absoluten Top-Zustand, heisst es vonseiten des FCB. Das ist nach dem ESC und der Women’s Euro eine gute Botschaft aus der Brüglinger Ebene. Bereits nach dem ESC-Public-Viewing vom Mai im Joggeli musste das Grün nur an gewissen Flächen nachgebessert werden. Aber die Greenkeeper des FC Basel haben auch während der Frauen-EM beste Arbeit geleistet. Dabei waren sie unter strengster Beobachtung der Uefa. Der Rasen wurde täglich gründlich überprüft – etwa auf die Rutschfestigkeit. Wird dieser Rasen den kommenden Belastungen standhalten?Der FC Basel ist in den nächsten Wochen häufiger im Einsatz als in der Saison zuvor: Meisterschafts-, Cup- und auch Europacupspiele werden im Joggeli stattfinden. Zudem wird Anfang September die Schweizer Männer-Nationalmannschaft in Basel gegen Kosovo und Slowenien antreten. Deshalb wird zwischen dem YB-Heimspiel vom 6. August und dem Biel-Cupspiel vom 16. August im St.-Jakob-Park genäht. Der FC Basel erhält einen Hybridrasen. Das heisst, es werden in den Naturrasen etwa alle zwei Zentimeter Kunstfasern circa 12 Zentimeter tief in den Boden eingenäht. Dadurch sollen die Vorteile beider Systeme kombiniert werden. Beim FCB ist man davon überzeugt, dass mit dieser kompakten Unterlage die kommenden Belastungen zu meistern seien und der Rasen jeweils gut zu bespielen sei.Dieser Rasen soll bald noch kompakter daherkommen.Foto: ImagnoWas sind die Neuerungen beim Catering? Punktuelle Neuerungen sind im Bereich des Stadion-Caterings geplant. In der Rotblau-Bar können Gäste ab sofort an allen Tischen (drinnen und draussen) via QR-Code bestellen und bezahlen. Das Essens- und Getränkesortiment bleibt bis auf wenige Anpassungen weitgehend unverändert – neu wird beispielsweise in je einem Stand im Sektor B und D ein Bier-Pitcher (ca. 2 Liter) eingeführt.Noch nicht für die ersten Heimspiele umgesetzt, aber künftig angedacht sind zwei Container (Snacks & Getränke) auf der Ebene zwischen den Sektoren C und G, um das Angebot zu erweitern und zusätzliche Kassenplätze zu schaffen. Moderate Preisänderungen betreffen einzelne Speisen aufgrund von Kostensteigerungen. Erfreulich ist, dass die Getränkepreise im ganzen Stadion unverändert bleiben.Gibt es eine zusätzliche Werbebande? Nach der Frauen-EM wurden die neuen LED-Banden, die bereits während dieses Uefa-Turniers das Joggeli zierten, noch um eine zweite LED-Banden-Reihe im Sektor C-Parkett ergänzt. Diese zweite LED-Bande nimmt den Platz der untersten Reihen im C ein, die in den vergangenen Jahren jeweils abgedeckt/gesperrt waren. Damit hat der St.-Jakob-Park im Sektor C-Parkett nun eine «Doppel-LED-Bande» und auch die Balustrade C-Balkon ist digital ausgerüstet. In den kommenden Wochen wird die Balustrade im Sektor A mit LED-Elementen versehen. All diese Banden ermöglichen dem FCB im Bereich der digitalen Werbung während einer Partie mehr Möglichkeiten.Warum fällt bei den Medienplätzen eine Reihe weg? Ein Teil der Presse-Arbeitsplätze ist entfernt worden, weil an dortiger Stelle sogenannte Premium-Seats installiert werden. Dabei handelt es sich um Sofas, auf denen bis zu sechs Leute Platz haben. Diese Premium-Seats können von Firmen wie Privaten gebucht werden. Allerdings werden die Sofas erst in rund einem Monat geliefert. Neu ist auf die kommende Saison auch, dass auf dem Balkon der Haupttribüne die VIPs auf neuen Stühlen die Spiele verfolgen sollen. Diese bequemeren Modelle sollten – im Gegensatz zu den Sofas – bereits beim GC-Heimspiel vom Samstag bezugsbereit sein.Macht der FCB vor den Spielen nun eine Lichtshow? Der Verwaltungsrat des FC Basel hat in einem Mitglieder-Hearing durchblicken lassen, dass er solchen Shows grundsätzlich nicht abgeneigt sei. Mit den neuen Scheinwerfern wären Lichtshows nun möglich. Aber, so heisst es seitens FCB, sei aktuell nichts Konkretes geplant. Das dürfte vor allem die Tradionalisten unter den FCB-Fans freuen, bei denen solche Elemente rund um ein Fussballspiel wohl nicht nur auf positive Resonanz stossen würden.Wie steht es um das Projekt Stadion Plus? Spätestens seit der Generalversammlung der Genossenschaft Stadion St.-Jakob-Park im Juni ist bekannt, dass das 2022 initiierte Stadion-Plus-Projekt eingestellt ist. Das Projekt konnte nie richtig lanciert werden, auch weil die Stadion-Visionäre von den SBB und deren Plänen ausgebremst worden sind. Inzwischen schwelt auch ein Streit zwischen der Genossenschaft und dem FC Basel. Der Hauptmieter hatte im Juni 2025 Ausstände von 3,6 Millionen Franken bei der Eigentümerin. Eine Mediation soll nun dazu beitragen, dass sich die beiden Parteien künftig wieder annähern – ohne auf dem Rechtsweg eine Lösung zu erwirken. Gleichzeitig möchte die Genossenschaft das Stadion weiter fit für die Zukunft machen. «Mee Joggeli für alli» heisst die neuste Vision. Ein kleiner Kreis an Genossenschaftern und externen kreativen Köpfen soll sich im Herbst über die Zukunft des bald 25-jährigen Basler Fussballstadions austauschen.Ist bei den Uefa-Spielen die Muttenzerkurve auch gestuhlt? Ja. Der FC Basel muss die Stehplätze durch Sitzplätze ersetzen. Das ist eine Auflage der Uefa; egal, ob Champions oder Europa League. Ändern wird sich die Kapazität dadurch nicht. Im St.-Jakob-Park haben mit oder ohne Stehplätze jeweils 36’000 Menschen Platz. Werden die FCB-Frauen in dieser Saison häufiger im St.-Jakob-Park spielen als zuletzt?Der FC Basel sagt, dass dies grundsätzlich wünschenswert sei. Im Moment sei aber noch nichts konkret definiert. Auch weil erst einige Partien der Women’s Super League fix angesetzt sind. Fest steht aber, dass die Equipe von Trainerin Kim Kulig am 23. August mit einem Heimspiel gegen Aarau in die Saison startet. An jenem Wochenende haben die FCB-Männer wegen den Champions-League-Playoffs spielfrei. Es wäre für Rotblau also eine erste Möglichkeit, die Basler Frauen bei der Saison-Ouvertüre im Joggeli und nicht im Leichtathletik-Stadion St. Jakob auflaufen zu lassen.Alles rund um den St.-Jakob-Park:Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
AboAlles zum FCB-Spiel gegen Lausanne – Léo Leroy verwandelt das Joggeli in ein TollhausÜber 33’071 Zuschauer sorgen beim Sieg des FC Basel im Cup-Halbfinal gegen Lausanne für eine unvergessliche Atmosphäre.Publiziert heute um 19:47 UhrLéo Leroy schiesst den FC Basel gegen Lausanne in der 110. Minute zum Sieg.Foto: Priscila Bütler (Imago, Sports Press Photo)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDie Ausgangslage des FC BaselMit einem Sieg im Heimspiel gegen Lausanne-Sport würde der FCB seinen insgesamt 24. Cupfinal-Einzug der Vereinsgeschichte realisieren und die Chancen hochhalten, am Ende der Saison mindestens einen Pokal in die Höhe stemmen zu dürfen. Um dies zu schaffen, müssen die Basler allerdings eine Negativserie brechen: Seit über drei Jahren konnte der FCB gegen die Waadtländer kein Spiel mehr gewinnen.Für den FCB spricht aber die Formstärke von zuletzt fünf Siegen in Serie in der Super League. Die Kulisse an diesem Sonntagnachmittag ist einem Halbfinal auf jeden Fall würdig: 33’071 Zuschauer haben den Weg in den St.-Jakob-Park gefunden. Das ist ein Rekord, denn noch nie waren so viele Zuschauer bei einem Cup-Halbfinal im neuen Joggeli.Das SpielDie Gäste erwischen den besseren Start in die Partie und haben in der Startphase mehr Spielanteile. In der 27. Minute steigt Kévin Mouanga bei einem Lausanner Eckball am höchsten und bringt die Gäste per Kopf 1:0 in Führung. Danach erhöht der FCB den Druck; weil die Zuspiele im Schlussdrittel aber zu ungenau sind, schaut weiterhin wenig Zählbares heraus. Die grössten Chancen für den FCB in der ersten Halbzeit haben in der 41. Minute Philip Otele, der seinen Schlenzer knapp am rechten Pfosten vorbeiziehen sieht, und Metinho, der allein vor Lausanne-Goalie Letica scheitert.Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn gelingt dem FCB dann aber der Ausgleich. Der bis dahin blasse Bénie Traoré trifft nach einem Eckball in der 46. Minute zum Ausgleich. Der FCB ist nun definitiv im Spiel angekommen, nur wenige Minuten später vergibt der Ivorer eine Grosschance zum 2:1. Das rächt sich in der 65. Minute mit dem neuerlichen Führungstreffer durch Aliou Baldé. Doch eben dieser Baldé bringt den FCB zehn Minuten später mit einem Kopfball ins eigene Tor wieder in die Partie. In der 82. Minute vergibt Kevin Carlos allein vor Letica die Chance auf die Entscheidung, und so kommt es zur Verlängerung.In dieser greift nur noch der FC Basel an, Lausanne steht tief. Doch die Basler vergeben einige Topchancen: Léo Leroy schiesst aus bester Position am Tor vorbei (100.), Kevin Carlos sieht seinen Kopfball von Letica aus der Ecke gekratzt (104.). In der 110. Minute macht es Leroy dann besser und sorgt durch sein Tor zum 3:2 für die Entscheidung. Lausanne kann nicht mehr reagieren, und der FCB zieht in den Cupfinal ein.Stadion: St.-Jakob-Park. – 33’071 Zuschauende. – Schiedsrichter: San.Tore: 27. Mouanga 0:1 (Custodio). 46. Traoré 1:1 (Ajeti). 65. Baldé 1:2 (Letica). 75. Shaqiri 2:2. 111. Leroy 3:2.FC Basel (4-2-3-1): Hitz; Mendes (72. Kade), Adjetey, Vouilloz, Schmid; Avdulahu, Metinho (72. Kevin Carlos); Traoré (91. Soticek), Shaqiri, Otele (114, Baró); Ajeti (91. Leroy).Lausanne (4-3-3): Letica; Giger, Mouanga, Dussenne, Poaty (96. Fofana); Koindredi (63. Sow), Roche, Custodio (114. Oviedo); Okou (96. de la Fuente), Sène (76. Ajdini), Diabaté (63. Baldé).Bemerkungen: FCB ohne van Breemen (verletzt), Barisic, Cissé und Rüegg (alle im Aufbau). Lausanne ohne Bruchez, Sanches und Senaya (alle verletzt). – Ersatzbank FCB: Salvi, Fink, Sigua, Akahomen. – Verwarnungen: 84. Roche (Foul). 92. Ajeti (Foul). 107. Schmid (Foul). 116. Dussenne (Reklamieren).Die TaktikFabio Celestini lässt gegen Lausanne zum fünften Mal in Folge dieselbe Startelf auflaufen. Auch das 4-2-3-1-System mit und das 4-4-2 ohne Ballbesitz behalten die Basler bei. Lausanne schafft es aber in der ersten Halbzeit, mit seinem Dreiermittelfeld die Passwege im Zentrum zuzustellen und so die Basler zu vielen Fehlzuspielen zu zwingen. Dadurch kann der FCB nur selten Angriffe lancieren.In der zweiten Halbzeit stellt Celestini mit den Einwechslungen von Anton Kade und Kevin Carlos in der 72. Minute dann auf eine Raute im Mittelfeld und einen Doppelsturm um. Ab diesem Zeitpunkt ist der FCB deutlich überlegen. In der Verlängerung bringt er aber Léo Leroy für Ajeti und geht damit wieder auf ein 4-2-3-1 zurück.Der AufregerNach Leroys entscheidendem Tor in der Verlängerung wird der St.-Jakob-Park zum Tollhaus. So laut wie in den Schlussminuten war es im Joggeli lange nicht mehr. Für Lausanne hingegen bedeutete die nun ungebremste Euphorie den K.-o.-Schlag. Dominik Schmid sagt nach dem Spiel über die Stadionlautsprecher an die Fans gerichtet: «Zusammen mit euch im Rücken sind wir im Moment unaufhaltbar. Ihr habt uns in den Cupfinal gepusht, und jetzt gehen wir zusammen nach Bern!» Auch Lausanne-Trainer Ludovic Magnin zeigt sich beeindruckt von der Atmosphäre: «Unglaublich, was heute in Basel los war.»Das muss besser werdenBeim Führungstreffer der Waadtländer können im Basler Strafraum weder Metinho noch Jonas Adjetey Torschütze Mouanga am Kopfball hindern. Und auch beim zweiten Gästetreffer durch Baldé in der zweiten Halbzeit sieht die Basler Hintermannschaft nicht gut aus. Joe Mendes lässt sich ausdribbeln, Adjetey kommt zuvor nicht ins Kopfballduell. Danach steht die FCB-Defensive aber solide und lässt kaum noch Torchancen zu. Dennoch hat der FCB in den vergangenen Spielen solche Situationen besser lösen können.Das sagt der TrainerFabio Celestini jubelt nach dem Abpfiff ausgiebig vor der Muttenzerkurve, bevor er Richtung Kabine verschwindet. «Ich musste 120 Minuten lang mein Temperament zurückhalten. Die Mannschaft braucht während des Spiels einen ruhigen Trainer, auch wenn mir das nicht immer leichtfällt. Nach dem Schlusspfiff bin ich explodiert», erklärt er diese Szene.Zum Spiel sagt der FCB-Trainer: «Die ersten 30 Minuten waren schwierig, wir hatten viele Ballverluste. Man hat gesehen, dass der Druck in einem Halbfinal ein anderer ist als in einem normalen Ligaspiel. Ich wusste aber, dass Lausanne nicht über das gesamte Spiel so pressen kann wie in der ersten Halbzeit. Deshalb habe ich in der Halbzeit zur Mannschaft gesagt: Wir müssen einfach glauben, glauben, glauben.»So geht es weiterAm 1. Juni trifft der FC Basel nun auf den FC Biel, der am Vorabend überraschend YB aus dem Wettbewerb eliminierte. Doch zuvor steht für den FC Basel bereits ein anderes «Finalspiel» an, wie es Dominik Schmid jüngst bezeichnete. Am nächsten Sonntag empfangen die Basler im St.-Jakob-Park Servette Genf zum Spitzenspiel der Super League. Mit einem Sieg könnte der FCB seinen Vorsprung an der Spitze auf mindestens acht Punkte erhöhen.Erfreuliche Nachrichten gibt es für diejenigen, die für diese Partie bisher noch kein Ticket kaufen konnten und auf das Bundle-Angebot, in dem auch das letzte Saisonspiel gegen Luzern inbegriffen ist, verzichten wollen. Der FCB kündigte vor dem Spiel gegen Lausanne nämlich an, dass er auf den geplanten Einzelticketzuschlag verzichten werde. «Aufgrund der starken Kritik betreffend den 30-Prozent-Zuschlag auf die Einzeltickets für die letzten beiden Heimspiele wird auf die Preiserhöhung verzichtet. Die Einzeltickets werden ab Montag zu den regulären Preisen verfügbar sein», teilt der Verein auf seiner Website mit.Mehr zum Sieg des FC Basel gegen LausanneDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenSimon Tribelhorn ist freier Mitarbeiter im Ressort Sport bei der Basler Zeitung. Er berichtet regelmässig über den FC Basel, den EHC Basel und den RTV.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare