Knapp einen Monat liegt der letzte Ernstkampf des FC Basel zurück. Nun müssen die Basler zu St. Gallen – zu einem Team, das noch kein Spiel verpasst hat.

Ziemlich genau vier Wochen ist es her: Der FC Basel siegt gegen den FC Luzern und bestreitet damit bis heute seinen letzten Ernstkampf der Saison. Über den Formstand der Basler gibt es Gerüchte. Niemand vermag nach der Quarantäne-Pause jedoch eine Einschätzung abzugeben. Antworten wird es erst am Sonntag, 1. November, geben. Dann, wenn der FCB auswärts beim FC St. Gallen antreten wird. Bei einem Team, das in dieser Spielzeit noch keine Partie verpasst hat.

Verpufftes Momentum

Es ist ein Duell der Gegensätze. Die Ostschweizer sind eines der wenigen Teams, das Spielverschiebungen aufgrund von Corona-Fällen aus dem Weg gehen konnte. Ob der FC Basel in der Ostschweiz also nach der langen Wettkampf-Unterbrechung auf Temperatur kommen wird? «Du brauchst Spiele, damit du wieder gut reinkommst. In den zehn Tagen Quarantäne konntest du nicht gleich trainieren wie auf dem Trainingsplatz. Das fehlt dir einfach», so FCB-Trainer Ciriaco Sforza.

Bitter aus Basler Sicht: Die Pause hat Rotblau jegliches Momentum gekostet. Die Parolen zum Angriff auf die Meisterschaft scheinen verpufft, die Euphorie der Neuverpflichtungen verflogen. Nach dem Sieg gegen Luzern spürte man eine regelrechte Aufbruchstimmung bei den Baslern. Nun muss Rotblau der Konkurrenz wie ein überrundeter Sprinter hinterherrennen.

«Vor dem Spiel in Zürich hatten wir eine sehr gute Woche. Wir haben das Luzern-Spiel gut abgeschlossen. Wir waren in der neuen Woche äusserst konzentriert. Ich habe eine Mannschaft gespürt, die sich entwickelt. Jetzt musst du alles wieder aufholen. Den Rhythmus. Die Meisterschaftsspiele. Die zehn Tage Quarantäne, die nicht spurlos vorüber gegangen sind. Und jetzt kommt gleich ein Gegner, der jedes Wochenende auf höchstem Level spielen konnte. Das ist der grosse Unterschied, der am Sonntag auf uns wartet», so Sforza.

Aus Vorfreude wird Unsicherheit

Auch mental hinterlässt die aktuelle Situation Spuren: Aus Vorfreude auf das nächste Spiel ist beim FCB Unsicherheit geworden – wie sie momentan aufgrund der Corona-Pandemie im gesamten Profisport herrscht. Denn bis wenige Stunden vor dem Anpfiff weiss kein Athlet, ob man überhaupt antreten können wird oder nicht. Eine Situation, die auch den FCB-Trainer Sforza belastet: «Ich habe Mühe damit. Du weisst nie, ob du am Sonntag spielen kannst. Wir haben das gegen Zürich erlebt. Du hattest eine komplette Vorbereitung. Ein Team, das voll motiviert ist. Eine Mannschaft, die in Schuss ist. Und dann  wird das Spiel drei Stunden vor dem Anpfiff abgesagt».

Stand jetzt findet die Partie gegen St. Gallen statt. Und das als einziges Spiel überhaupt an diesem Wochenende in der Raiffeisen Super League. Nicht dabei sein werden weiterhin die Verletzten Luca Zuffi, Taulant Xhaka, Yannick Marchand und Elis Isufi. Heinz Lindner leidet an einer Angina. Timm Klose befindet sich weiterhin in Isolation.

Das Spiel des FC Basel in St. Gallen vom Sonntag, 1. November 2020, können Sie ab 16 Uhr im Live-Ticker auf telebasel.ch und in der App verfolgen.

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