Der FC Basel sinkt tiefer als man es jemals zuvor hätte denken können. Es gibt keine einfachen Lösungen mehr für das Problem von Rotblau.

Kann man tiefer sinken als auf den Tiefpunkt? Kann etwas Kaputtes noch mehr kaputt gehen? Eigentlich unmöglich, ausser beim FC Basel. Ohne Leidenschaft. Ohne Idee. Ohne Erfolg. Der FC Basel blamiert sich nicht nur gegen den Zweitligisten aus Winterthur. Er verspielt damit auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf einen Titel in dieser Saison. Und das auf eine nie zuvor gesehen Art und Weise.

Blamage mit Ansage

Es ist eine Blamage mit Ansage. Schieres Potenzial, dass nicht mal im Ansatz ausgeschöpft wird. Es herrscht Ratlosigkeit auf und neben dem Platz. Ein Konzept, dass bereits seit Monaten in Trümmern liegt. Die rotblaue Abwärtsspirale, sie dreht sich weiter und weiter. Der einst grosse FC Basel steuert ungebremst auf eine sportliche Katastrophe zu.

Weder Spieler noch Trainer kennen die Lösung. Es gibt anscheinend keine. Ein Armutszeugnis. Man ist an einem Punkt angekommen, an dem positive Floskeln nur noch wie Schall und Rauch wirken. Wie konnte es soweit kommen? Und vor allem: Wie macht man aus Basler Sicht nach so einem Abend weiter?

Sforza wird bleiben

Nein. FCB-Trainer Ciriaco Sforza wird auch nach diesem Spiel seinen Hut weder nehmen, noch nehmen müssen. Im Gegenteil: Es würde nicht dem Handlungskonstrukt der Basler Chefetage entsprechen, wenn man den Mann an der Seitenlinie nun im Affekt einfach feuern würde. Auch wenn das so vehement von den Fans und teils auch von den Medien gefordert wird.

Denn auch ein Trainerwechsel würde in der momentanen Situation, in der sich das Team und der ganze Verein befindet, nichts verändern. Innerhalb der Mannschaft liegt zu viel im Argen, als dass ein neuer Trainer, die ganze Negativität in diesem Klub ausmerzen könnte. Schon Marcel Koller scheiterte daran. Zuvor Raphael Wicky. Nun auch Ciriaco Sforza.

Durch das Tal der Tränen

Nein. Es wird keine Veränderung zum Guten geben. Die Fans werden auch in naher Zukunft das Tal der Tränen durchschreiten müssen. Da kann man noch so viele Supertalente aus Argentinien holen und weiterhin Qualität ins Kader buttern. Panikreaktionen. Nicht mehr. Auch diese Spieler werden kurzfristig vom negativen Sog erfasst und verschlungen werden. Am Ende steht da ein Ensemble aus Individualisten. Individualisten, welche einzelne Spiele zwar entscheiden können. Aber mehr nicht. Und nicht oft genug, als das man zurück zum Erfolg finden würde.

Der grosse FC Basel, er war einmal. Wer das noch nicht realisiert hat, ist ein Träumer. Ein Träumer, der sich die wunderbaren Europacup-Abende gegen die Grössten der Grössten und Meisterfeiern auf dem Barfüsserplatz zurückersehnt. Der an Titel glaubt. An Erfolg. Die Realität ist: Rotblau wird lange Zeit benötigen sich aus diesem Loch herauszuwinden. Es wird ein schwieriger und langwieriger Prozess. Einfache Lösungen gibt es nicht mehr.

Der Beitrag Ein rotblaues Armutszeugnis erschien zuerst auf Telebasel.

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