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«Es war logisch, dass ich mich in Basel einbürgern lasse»

Die Theatergeste hatte er schon früh drauf: Ivan Ergic bedankt sich 2011 bei den Fans des FC Basel.
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In Kürze:

  • Ivan Ergic über die Verbindungen von Politik und Sport in Serbien.
  • Er sagt über den FC Basel: «Er wurde zu meinem Schicksalsclub.»
  • Einige Nationalspieler Serbiens agieren seiner Meinung nach auf dem Feld aggressiv, um den Fans zu gefallen.

Es sind gerade aufregende Zeiten für Ivan Ergic. In Zagreb ist sein erstes Theaterstück angelaufen, das von einem jungen Fussballer handelt. In Basel hat der einstige FCB-Spieler seinen Einbürgerungstest bestanden. Wenn Serbien am Samstag die Schweiz empfängt, ist das für den 43-Jährigen also neuerdings ein Spiel zwischen zwei Heimatländern. Ergic ist einst selber für Serbiens Nationalteam aufgelaufen. Ein Gespräch über Fussball, korrupte Politiker und Theater.

Wenn die Schweiz in Serbien antritt, schlagen da bereits die berüchtigten zwei Herzen in Ihrer Brust?

Ich versuche immer nüchtern und rational zu bleiben, wenn die Schweiz gegen Serbien spielt. Genauso, wenn Serbien gegen Nationalteams aus Ex-Jugoslawien antritt. Bei solchen Spielen ist es wichtiger, die Emotionen zu dämpfen, als sie zusätzlich zu schüren. Ich hoffe bei diesen Matches immer, dass alles ohne allzu viel Politik, Animosität und Hässliches abläuft.

Den EM-Viertelfinal gegen England haben sie immerhin im Schweizer Leibchen geschaut.

Da habe ich per Zufall ein Trikot der Schweizer Nationalmannschaft in meiner Sammlung gefunden. Ich glaube, das war von damals, als ich mit Jugoslawien in der U-21 gegen die Schweiz gespielt habe. Da habe ich es getauscht. Aber natürlich schaue ich gerne zu, wenn die Schweiz spielt. Nicht nur wegen der Spieler des FC Basel, von denen einige meine Freunde sind. Umso unglücklicher fand ich die ganze Geschichte mit dem Adler an der WM 2018. Es gibt rund 200’000 Schweizer mit serbischer Herkunft. Und ich bin überzeugt, dass viele von ihnen die Schweiz als ihre Nationalmannschaft erleben.

Sie haben sich eben in Basel einbürgern lassen. Warum war Ihnen das wichtig?

Es macht nach 24 Jahren und mit all den Erfahrungen, die ich in Basel und der Schweiz gemacht habe, einfach Sinn. Ich muss meine Verbundenheit nicht erklären. Ich denke, die ist klar ersichtlich. Es ist wirklich eine Seltenheit, dass ein Spieler so lange in einem Club bleibt – und dass er sich mit diesem Club auch identifizieren kann. Der FC Basel ist mein Schicksalsclub geworden. Und damit Basel und die Region logischerweise zu meiner Heimat. Ich habe einmal den Spruch gehört: «Basler muss man sein, Schweizer kann man werden.» Ich bin der festen Überzeugung, dass man auch Basler werden kann.

2018 und 2022 waren die WM-Spiele zwischen der Schweiz und Serbien emotional aufgeladen, weil auf Schweizer Seite Spieler mit albanischen Wurzeln antraten. Zeitweise sah es aus, als werde der Kosovo-Konflikt auf dem Fussballplatz ausgetragen. Derzeit steigen die Spannungen zwischen Kosovo und Serbien wieder. Wird das auf dem Feld zu sehen sein?

Man darf nicht vergessen, dass Kosovo noch immer eine offene Frage ist. Die Spannungen werden von Politikern auf beiden Seiten provoziert. Das kommt zyklisch. Politik und Medien agieren nach den gerade aktuellen politischen Bedürfnissen. Sehr oft ist es reiner Populismus, und der Sport bietet die ideale Bühne. Aber wir dürfen das alles nicht auf eine angeblich ewige Feindschaft reduzieren, wenn wir das grosse Ganze anschauen. Der Balkan ist nicht einfach zu verstehen. Man muss die ganze geschichtliche Entwicklung kennen, um die sehr komplexen zwischenethnischen und geopolitischen Zusammenhänge zu begreifen.

Der Theatermann: Ivan Ergic bei den Proben in Zagreb.

Fussball und Politik scheinen in Serbien viel enger verwoben als in der Schweiz. Warum ist das so?

Das gilt nicht nur für Serbien, sondern für alle wirtschaftlich weniger entwickelten Länder. Schauen Sie nach Südamerika oder andere Gebiete in Südeuropa. Wir könnten das auf die Maxime «Brot und Spiele» reduzieren. Es geht hier um Politik im breiteren Sinne, also um Gesellschaftspolitik. Wenn das Nationalteam spielt, geht es um die Nation und um den Nationalstolz. Erfolge im Sport können vieles kompensieren und eine falsche Vorstellung der Stärke des eigenen Landes schaffen. Das ist für korrupte Politiker natürlich ideal, weil sie ihren Bürgern sonst wenig zu bieten haben.

Der Sport also als Ersatz für wirtschaftlichen Aufschwung einer Nation?

Länder, die zu sehr auf Sport setzen, ähneln mehr einer folkloristischen Gemeinschaft als einer Nation. Ein Land braucht eine politische Führung, die die geopolitischen Realitäten versteht und Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur stärkt. Ich finde es sehr schade, weil die Länder auf dem Balkan viel Potenzial haben. Wir sind nicht zurückgeblieben, wie man das manchmal darstellen will. Schauen Sie, wie viele tolle Künstler wir auch neben Goran Bregovic und Emir Kusturica haben, wie viele begabte Wissenschaftler auf Nikola Tesla gefolgt sind. Wir sind vielleicht einfach politisch ein bisschen weniger talentiert.

Sie kennen aus eigener Erfahrung die Erwartungen, die an serbische Nationalspieler gestellt werden.

Die Erwartungen sind in jedem Land gross. Bei uns in Ex-Jugoslawien sind sie aus den erwähnten Gründen noch etwas grösser. Es kommt ja noch dazu, dass sich seit dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens jede Nation in einem Wiederaufbau befindet. Nicht nur wirtschaftlich und kulturell, sondern auch von der Identität her. Alle wollen sich auf internationaler Ebene präsentieren und behaupten. Als Spieler bekommt man das schon zu spüren. Auch wenn die Frage ist, ob die Spieler überhaupt noch in derselben Realität leben wie ihre Landsleute. Und ob sich Spieler und Bevölkerung überhaupt noch miteinander identifizieren können.

Warum haben Sie sich damals eigentlich für Serbien und Montenegro entschieden?

Für mich war das ein Herzensentscheid. Auch wenn ich manchmal so rüberkomme, bin ich keinesfalls ohne Nationalgefühl. Damals musste ich mich zwischen Australien und Serbien entscheiden. Ich hätte im australischen Team sicher eine bessere Karriere gemacht. Aber ich fand, dass ich etwas für den Wiederaufbau beitragen müsse nach all dem, was Jugoslawien durchgemacht hat. Vielleicht war das auch ein etwas zu romantischer Gedanke.

Im Einsatz für Serbien und Montenegro: Ivan Ergic setzt sich gegen den Argentinier Javier Mascherano durch.

2022 zeigten sich Schweizer Spieler überrascht von der Reaktion der Serben nach Schlusspfiff. Eben war man sich noch an die Gurgel gegangen – und dann war die Aggressivität wie weggeblasen.

Alles andere wäre ja paradox: Wir kennen uns aus unseren Ligen, sind teilweise Teamkollegen. Die Aggressionen kommen von der angesprochenen Erwartungshaltung. Es gibt Spieler, die ihre Rolle als sogenannte Nationalhelden verinnerlichen, andere werden von der Stimmung mitgerissen. Ausserdem entwickeln Spieler mit der Zeit einen Überlebensinstinkt. Sie sind sich bewusst, dass diese kriegerische Attitüde bei den Fans sehr gut ankommt, und passen sich an. Es ist fast wie ein Alibi gegenüber dem Anhang. Aber ich glaube, dass die Spieler langsam genug davon haben. Unser Captain Dusan Tadic hat mich in dieser Hinsicht das letzte Mal positiv überrascht.

Sind der latente Nationalismus und der Lokalpatriotismus Gründe, weswegen Sie sich nach Ihrer Karriere fast ganz vom Fussball verabschiedet haben?

Es ist bekannt, dass ich mit einem gewissen Teil der Fussballwelt immer Mühe gehabt habe. Ich habe den Fussball sehr genossen, aber gegen Ende immer weniger. Ich habe sehr früh aufgehört, weil ich es unfair für Fans und Mitspieler fand, mich einfach mitzuschleppen. Ausserdem habe ich für mich selbst ganz neue Räume eröffnet. Es ist die Vielfalt seiner geistigen Bedürfnisse, die einen Menschen ausmacht. Ein ganzes Leben im Fussball wäre eine zu grosse Einschränkung – egal, wie sehr ich ihn liebe. Auch wenn ich mir bewusst bin, dass er mir die individuelle und materielle Unabhängigkeit ermöglicht hat.

Ganz loslassen konnten Sie nicht. Sie haben ein Theaterstück über einen jungen Fussballer geschrieben, das im September in Zagreb uraufgeführt worden ist.

Ich hatte schon lange die Idee, dass ich eine Komödie oder eine Satire schreiben möchte. Aber ich bin mit meinem Co-Autor schnell zum Schluss gekommen, dass es eine realistische «Dramedy» werden muss, eine Mischung aus Komödie und Drama. Ich habe schon ein paar Stücke geschrieben. Aber für mein erstes habe ich bewusst etwas ausgewählt, das ich gut kenne.

Dann ist es also von Ihren eigenen Erfahrungen geprägt?

Es gibt sicher Stoff, der sich an meine Karriere anlehnt. Aber auch Erlebnisse anderer Kollegen und aus dem Fussball allgemein. Was interessant ist: Ich kann als Serbe problemlos ein Stück für ein kroatisches Theater schreiben, ohne eine Seite wählen zu müssen. Sie könnten als Journalist gleichzeitig für deutsche, türkische und schweizerische Zeitungen schreiben. Nur im Fussball muss man sich für eine Nation entscheiden. Das ist für mich eine seiner Ähnlichkeiten mit dem Krieg.

Wo sind die grösseren Diven zu Hause: auf dem Fussballfeld oder im Theater?

(lacht) Jede populäre Industrie hat ihre Diven. In Ex-Jugoslawien hatten wir immer gutes Theater und eine starke Filmindustrie, die Schauspieler haben immer Kultstatus genossen. Einige sind eitel und schwierig, aber meine Erfahrung mit dem ZKM Zagreb Ansambel ist sehr positiv. Unser Stück ist sehr intensiv, vor allem die Sportchoreografien, und es dauert zweieinhalb Stunden. Das heisst, die Proben waren für das Ensemble hartes Training.

Und wie kommt das Stück an?

Nach vier Aufführungen in Zagreb darf ich sagen: Das Publikum ist begeistert.

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Ein Fauxpas, der ihn bei den FCB-Fans so rasch nicht in Vergessenheit geraten lässt.Liga: 1 Einsatz, 14 Minuten. | Cup: –. | Vertrag: Bis 2026 bei Braunschweig. | BaZ-Note: –.14 Minuten Einsatzzeit reichen Mohamed Dräger für ein Eigentor.Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Emmanuel EssiamMit dem FC Aarau, an den Emmanuel Essiam für die Rückrunde verliehen wurde, verpasste der Ghanaer den Aufstieg in die Super League. Spielpraxis konnte der 21-Jährige gleichwohl sammeln. In den 15 letzten Spielen stand er siebenmal in der Startformation und wurde fünfmal eingewechselt. Ob er in der kommenden Saison im FCB-Kader steht, ist offen. Liga: 1 Einsatz, 19 Minuten. | Cup: –. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,5.Fabian FreiMit dem Ligaerhalt des FC Winterthur ging die lange Karriere von Fabian Frei zu Ende. Im September wechselt der 36-Jährige zu den Eulachstädtern. Seinen Legendenstatus in Basel verliert er deswegen nicht – mit 543 Partien in Rotblau ist er Rekordspieler.Liga: 6 Einsätze, 177 Minuten. | Cup: 1 Einsatz, 32 Minuten. | Vertrag: Karriereende. | BaZ-Note: 4.Joe MendesJoe Mendes hat in dieser Saison nicht viel falsch gemacht. Er war über weite Strecken ein solider Rückhalt für Rotblau dort hinten rechts. Dennoch wird der FC Basel die im Leihvertrag enthaltene Kaufoption nicht ziehen. Mendes kehrt zum SC Braga zurück.Liga: 29 Einsätze, 2’046 Minuten, 1 Tor, 1 Assist, 7 Gelbe. | Cup: 4 Einsätze, 284 Minuten. | Vertrag: Bis 2028 bei Braga. | BaZ-Note: 4,2.Kevin RüeggIm Sommer 2024 hat der FCB Kevin Rüegg von Hellas Verona übernommen. Ausgezahlt hat sich das bisher nur bedingt – der Rechtsverteidiger bestritt in dieser Saison wettbewerbsübergreifend nur acht Spiele. Wie so oft in seiner Karriere kamen ihm Verletzungen in die Quere.Liga: 7 Einsätze, 432 Minuten, 1 Assist. | Cup: 1 Einsatz, 73 Minuten. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 3,9.Dominik SchmidMit seiner Maske im Cupfinal erinnert er an Marco Streller. Wegen einer Fraktur im Gesicht verpasst er die letzten zwei Liga-Spiele. Im September kann er wegen einer Knieverletzung nicht zur Nationalmannschaft reisen. Im März wird er gar nicht mehr nominiert. Ob er als Doublegewinner für Murat Yakin irgendwann wieder zum Thema wird?Liga: 35 Einsätze, 2’922 Minuten, 4 Tore, 6 Assists, 6 Gelbe. | Cup: 5 Einsätze, 450 Minuten, 1 Assist, 1 Gelbe. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 4,5.Nicolas VouillozVon Dezember bis Ende März spielt Nicolas Vouilloz in den Planungen keine Rolle mehr. Doch dann muss er kurzfristig für den verletzten Van Breemen einspringen und ist fortan Stammkraft. 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Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosAlbian Ajeti183 Tage bleibt Albian Ajeti ohne Torerfolg. Dann erzielt er am 4. Mai gegen Servette seine Ligatreffer sechs und sieben. Am Ende hat er in der Super League zehnmal getroffen und ist im Endspurt nicht nur wegen seiner Gelb-Roten Karte in Lugano, die den Startschuss für den Basler Torrausch gibt, ein wichtiges Element der Meistermannschaft.Liga: 30 Einsätze, 1’422 Minuten, 10 Tore, 6 Assists, 1 Gelbe, 1 Gelb-Rote, 1 Rote. | Cup: 6 Einsätze, 457 Minuten, 2 Tore, 3 Assists, 1 Gelbe. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,3.Romario BaroDer FCB wird die Kaufoption für Romario Baro nicht einlösen. Was vom 25-Jährigen in Basel in Erinnerung bleibt: mit Sicherheit seine auffällige Frisur und die Gelb-Rote Karte, die sich der Portugiese gleich bei seinem FCB-Debüt holte. Liga: 20 Einsätze, 832 Minuten, 1 Tor, 1 Gelb-Rote. | Cup: 4 Einsätze, 98 Minuten. | Vertrag: Bis 2026 bei Porto. | BaZ-Note: 4,2.Thierno BarryThierno Barry lässt auf seinen richtig guten Saisonstart mit dem FCB eine richtig gute erste Saison bei Villarreal folgen. Mit elf Treffern und vier Assists erzielt er die drittmeisten Skorerpunkte seines Teams, das sich dank eines fünften Rangs in der spanischen Liga direkt für die Champions League qualifiziert. Das hält den Franzosen aber nicht davon ab, dem FCB beim 5:1-Sieg gegen Servette im Mai einen Besuch abzustatten. Liga: 3 Einsätze, 238 Minuten, 5 Tore. | Cup: 1 Einsatz, 45 Minuten, 3 Tore. | Vertrag: Bis 2029 bei Villarreal. | BaZ-Note: 5,3.Roméo BeneyNachdem Roméo Beney in der Hinrunde mit dem FCB gerade mal auf wettbewerbsübergreifend fünf Einsätze kam, wird er im Januar zu Stade Lausanne-Ouchy verliehen. Dort gelingen ihm in 17 Einsätzen fünf Tore und acht Assists. Denkbar, dass die Basler für den 20-Jährigen im Sommer einen Platz im Kader finden.Liga: 3 Einsätze, 56 Minuten, 1 Gelbe. | Cup: 2 Einsätze, 78 Minuten, 1 Assist. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 3,7.Kevin CarlosMit Albian Ajeti und Kevin Carlos hat der FC Basel zwei klassische Stürmer in den eigenen Reihen, die eine zweistellige Anzahl an Toren erzielt haben. Das kann kein anderes Team der Liga von sich behaupten. Gut möglich, dass der künftige FCB-Trainer auch in der kommenden Saison die Qual der Wahl zwischen Ajeti und Carlos haben wird. Liga: 32 Einsätze, 1’851 Minuten, 12 Tore, 2 Assists, 5 Gelbe. | Cup: 4 Einsätze, 223 Minuten, 2 Tore. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,2.Bradley FinkGerade mal 21 Minuten lang steht Bradley Fink in dieser Rückrunde für den FC Basel auf dem Feld. Ein Skorerpunkt gelingt ihm dabei nicht. Es fragt sich daher sowohl aus Sicht des Spielers als auch aus jener des Clubs, ob ein weiteres Engagement des Offensivspielers in Basel Sinn macht.Liga: 16 Einsätze, 311 Minuten, 1 Tor, 1 Assist, 1 Gelbe. | Cup: 3 Einsätze, 120 Minuten, 1 Tor. | Vertrag: Bis 2026 beim FCB. | BaZ-Note: 4,2.Juan GautoBei La Coruña hat Juan Gauto in 16 Einsätzen kein Tor und keinen Assist erzielt. Die Spanier ziehen daher die Kaufoption für den 21-jährigen Argentinier mit dem Spitznamen Gautito nicht. Dass der FC Basel für ihn künftig ein Plätzchen im Kader finden wird, ist unwahrscheinlich, und so wird es spannend zu sehen sein, wie es mit der Karriere des einstigen Juwels weitergeht.Liga: 1 Einsatz, 24 Minuten. | Cup: –. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,5.Anton KadeVon allen Spielern, die in dieser Saison für den FC Basel auf dem Feld standen, haben nur vier in ihrer Karriere öfter für Rotblau gespielt als Anton Kade mit seinen 103 Einsätzen: Marwin Hitz (126), Albian Ajeti (138), Xherdan Shaqiri (169) und natürlich Taulant Xhaka (407). Wird der Deutsche diesen Wert noch ausbauen, oder zieht er im Sommer weiter? Stand jetzt ist beides vorstellbar.Liga: 36 Einsätze, 2’340 Minuten, 4 Tore, 4 Assists, 5 Gelbe. | Cup: 6 Einsätze, 391 Minuten, 1 Tor. | Vertrag: Bis 2026 beim FCB. | BaZ-Note: 4,2.Hat mittlerweile über 100 Einsätze für den FCB: Anton Kade.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Benjamin KololliIm einen Winter gekommen, ist er im nächsten wieder gegangen. Dazwischen wars mal gut, als er YB abschoss. Und wurde es zu Beginn dieser Saison rasch schlecht, nachdem er mit anderen in der Balz zum Tanz gebeten hatte. Ob es mehr an dem darauf folgenden Missverständnis mit Daniel Stucki und seiner zwischenzeitlichen Suspendierung oder an der neuen Konkurrenz auf den Flügeln lag, dass seine Party künftig überwiegend auf der Tribüne stattfand? Egal, denn er tanzt seit Januar im Wallis.Liga: 4 Einsätze, 155 Minuten, 1 Tor. | Cup: 2 Einsätze, 255 Minuten, 1 Tor, 1 Assist. | Vertrag: Bis 2026 bei Sion. | BaZ-Note: 4,1.Léo LeroyXherdan Shaqiri ist ja nach dieser Saison so etwas wie der König von Basel. Dabei wäre Léo Leroy eigentlich für diese Rolle prädestiniert. Als «Löwe, der König» lässt sich sein Name übersetzen. Dass der Löwe dabei als König der Tiere gesehen wird, macht den FCB-Spieler zum doppelten König. Das passt wiederum zum Double-Gewinn. Liga: 36 Einsätze, 2’185 Minuten, 3 Tore, 3 Assists, 7 Gelbe. | Cup: 6 Einsätze, 376 Minuten, 1 Assist, 1 Tor. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,4.MetinhoMetinhos eigentlicher Name lautet Abemly Meto Silu. Da sich das nicht sehr brasilianisch anhört, der Mittelfeldspieler aber bald nach seiner Geburt in der Demokratischen Republik Kongo im südamerikanischen Land lebte und auch den entsprechenden Pass besitzt, hat er sich Metinho als Übernamen ausgesucht. Da der FC Basel keine Kaufoption für den Leihspieler besitzt, ist offen, ob der Brasilianer bleibt. Liga: 12 Einsätze, 716 Minuten, 2 Assists, 2 Gelbe. | Cup: 2 Einsätze, 133 Minuten. | Vertrag: Bis 2026 bei Troyes. | BaZ-Note: 4,3.Philip OteleBei Al-Wahda in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo Philip Otele vor seiner Zeit beim FCB spielte, soll der Nigerianer jährlich 1,5 Millionen Euro verdient haben. Einen solchen Lohn gibt es beim FC Basel nicht. Dafür aber genug Spielzeit für neun Tore und vier Assists, zwei Titel und die Chance auf die Champions League. Der FCB hat die Kaufoption für Otele gezogen. Ob dieser auch über den Sommer hinaus in Basel bleiben wird, steht in einem anderen Buch. Liga: 18 Einsätze, 1’020 Minuten, 9 Tore, 4 Assists, 1 Gelbe. | Cup: 3 Einsätze, 253 Minuten. | Vertrag: Bis 2028 bei Al-Wahda. | BaZ-Note: 4,7.Xherdan ShaqiriXherdan Shaqiri hat in seiner Rückkehr-Saison beim FCB fast alles erreicht, was er erreichen konnte. Aber eben nur fast alles. Der Rekord für die meisten Skorerpunkte in einer Super-League-Spielzeit gehört immer noch Stéphane Chapuisat. Dieser sammelte in der Saison 2003/04 43 Zähler, Shaqiri erreichte jüngst 39. Aber: Da Shaqiri erst Mitte August zum FCB stiess, verpasste er die ersten vier Saisonspiele. Wird es ihm in der kommenden Saison gelingen, Chapuisat zu überholen?Liga: 34 Einsätze, 2’618 Minuten, 18 Tore, 21 Assists, 3 Gelbe. | Cup: 5 Einsätze, 461 Minuten, 3 Tore, 1 Assist. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 4,9.Gabriel SiguaDie ersten 13 Super-League-Runden verpasst Gabriel Sigua aufgrund zweier gerissener Bänder im Sprunggelenk. Als er danach zu Teileinsätzen kommt, kann der 19-jährige Georgier selten überzeugen. Es ist natürlich auch keine einfache Aufgabe, wenn man meist auf jener Position ins Spiel kommt, auf der davor Xherdan Shaqiri agierte. Liga: 16 Einsätze, 280 Minuten, 1 Gelbe. | Cup: 1 Einsatz, 17 Minuten, 1 Tor. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,1.Marin SoticekIn der 76. Minute wird Marin Soticek im Cupfinal gegen Biel eingewechselt. In der 78. Minute erzielt er das 3:1 und sorgt für die Entscheidung. Es ist dies wettbewerbsübergreifend die zehnte Torbeteiligung des 20-jährigen Kroaten. Gut möglich, dass er in der kommenden Saison mehr Spielzeit bekommt, denn sein Talent ist zweifelsohne ersichtlich. Liga: 28 Einsätze, 868 Minuten, 4 Tore, 2 Assists, 1 Gelbe. | Cup: 4 Einsätze, 164 Minuten, 2 Tore, 2 Assists. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,1.Bénie TraoréEinst hatte Bénie Traoré seine Liebe zum Fussball verloren, sagte der Flügel des FC Basel in einem Interview mit der BaZ. Es war in der Saison 2023/24, also gar nicht so lange her. Damals gelang ihm bei Sheffield und Nantes in einer Spielzeit gerade mal ein Assist. In Basel sieht das völlig anders aus: Wettbewerbsübergreifend vierzehn Tore und zehn Assists machen Traoré zum Leistungsträger.Liga: 36 Einsätze, 2’412 Minuten, 13 Tore, 8 Assists, 3 Gelbe, 1 Rote. | Cup: 5 Einsätze, 322 Minuten, 1 Tor, 2 Assists. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,3.Fabio Celestini verlässt den FC BaselDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Neuer Mittelstürmer bei Rotblau: Der FC Basel verpflichtet Moritz Broschinski

    Neuer Mittelstürmer bei Rotblau – Der FC Basel verpflichtet Moritz BroschinskiDer 24-jährige Deutsche kommt vom VfL Bochum und unterschreibt beim FCB einen Vertrag bis 2029.Publiziert: 11.08.2025, 17:59Aktualisiert vor 16 StundenMoritz Broschinski läuft künftig für den FC Basel auf.Foto: Imago, Sven SimonJetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkNur einen Tag nach dem Auftauchen der ersten Gerüchte ist der Transfer perfekt: Moritz Broschinski wechselt vom Bundesliga-Absteiger VfL Bochum zum FC Basel unterschreibt beim Schweizer Meister einen Vierjahresvertrag. Der FCB soll laut dem deutschen Medium «WAZ» eine Ablösesumme in der Höhe von 2,5 Millionen Euro inklusive Boni überwiesen haben, bei Bochum hätte Broschinski noch ein Jahr Restvertrag gehabt. Der 1,90 Meter grosse Angreifer absolvierte in der vergangenen Saison 33 Spiele in der Bundesliga, erzielte dabei jedoch nur ein Tor. In der 2. Bundesliga traf er vor eineinhalb Wochen beim 1:4 gegen Darmstadt erstmals in dieser Spielzeit. Vor seinem Wechsel nach Bochum im Januar 2023 spielte Broschinski während zweieinhalb Jahren in der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund.«Ein Profil, das uns im Sturm noch fehlte»Sportchef Daniel Stucki zeigt sich in der Mitteilung des FCB erfreut über den Transfer: «Er ist grossgewachsen, extrem schnell und sehr dynamisch – hat also ein Profil, das uns im Sturm noch fehlte. Ausserdem bringt er eine Top-Mentalität mit, wir haben gespürt, dass er unbedingt zu uns wollte. Und obwohl er nicht mehr ganz jung ist, befindet er sich noch in einer Entwicklung und wir glauben fest daran, dass er bei uns richtig ‚aufmacht‘ und sein volles Potenzial ausschöpfen kann.»An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosMit der Verpflichtung Broschinskis reagiert der FCB auf seine anhaltenden Probleme im Sturmzentrum. Nach vier Spielen in der Super League konnten weder Albian Ajeti noch Kevin Carlos genügend Argumente liefern, um sich als gesetzte Spitze unter Trainer Ludovic Magnin zu etablieren. Beide trafen bislang je einmal.Mit Broschinski, Albian Ajeti, Kevin Carlos und Kaio Eduardo hat der FCB nun vier nominelle Mittelstürmer in seinem Kader. Deshalb ist auch denkbar, dass einer von den drei Letztgenannten den Club noch in diesem Sommer verlassen wird.Der FCB in LuganoDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenSimon Tribelhorn ist freier Mitarbeiter im Ressort Sport bei der Basler Zeitung. Er berichtet regelmässig über den FC Basel, den EHC Basel und den RTV.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.37 Kommentare