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Alle Spieler, die Fabio Celestini für das Double mit dem FC Basel gebraucht hat

Spieler des FC Basel feiern mit dem Super-League-Pokal im Stadion, umgeben von Konfetti und jubelnden Fans, Basel 2025.
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Marwin Hitz

Noch ein FCB-Jahr hat Marwin Hitz vor sich. Doch wer hütet ab dann das Tor des FC Basel? Jemand aus dem rotblauen Nachwuchs? Oder gar jemand aus dem Hitzschen Nachwuchs? Gut möglich, dass der Thurgauer auf Letzteres hinarbeitet, nimmt er seine Kinder doch regelmässig mit auf das Feld, in die Interview-Zone und gar auf den Barfi-Balkon.

Super League: 36 Einsätze, 3’195 Minuten, 1 Gelbe. | Schweizer Cup: 4 Einsätze, 450 Minuten. | Vertrag: Bis 2026 beim FCB. | BaZ-Note (wettbewerbsübergreifender Durchschnitt): 4,8.

Mirko Salvi

Man muss ein wenig suchen, bis man sie gefunden hat: die Statistik, in der Mirko Salvi Marwin Hitz übertrifft. Aber es gibt sie dann doch. In den zwei Cupspielen, in denen Salvi auf dem Platz stand, kassierte der FCB nur ein Gegentor. Bei Hitz waren es in vier Cuppartien fünf. Ob das für Salvi reicht, um in der kommenden Saison die Nummer 1 zu werden?

Liga: 3 Einsätze, 225 Minuten. | Cup: 2 Einsätze, 180 Minuten. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 4,6.

Jonas Adjetey

Jonas Adjetey hat durchaus auch auf dem Platz gute Leistungen gezeigt, aber zu Höchstform lief er insbesondere bei den Feierlichkeiten auf. Es begann in Lugano, als er sich einen Stapel gelber Trainingshütchen auf den Kopf setzte. Es ging weiter mit Tänzchen im Bus, Fan-Liedern auf dem Barfi-Balkon und Purzelbäumen vor der Kurve bei der Saisonderniere gegen Luzern. Adjetey wurde zum Liebling des Basler Publikums.

Liga: 32 Einsätze, 2’599 Minuten, 2 Gelbe. | Cup: 6 Einsätze, 539 Minuten, 1 Gelbe. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,1.

Marvin Akahomen

Der 17-jährige Marvin Akahomen erhielt in dieser Saison zwei Einsätze beim FC Basel. Sieben Minuten spielte er beim 5:0-Sieg gegen Winterthur und weitere 18 beim 4:0 gegen den FCZ. Ein persönliches Torverhältnis von 9:0. Nicht schlecht.

Liga: 2 Einsätze, 25 Minuten, 1 Gelbe. | Cup: –. | Vertrag: Bis Ende 2026 beim FCB. | BaZ-Note: 4,5.

Leon Avdullahu

Vielleicht vermag ja die Aussicht auf die Champions-League-Sterne Leon Avdullahu in Basel zu halten. Mit dem Jugendclub in der Königsklasse zu spielen, wäre nichts Alltägliches. Bei Wolfsburg, Mönchengladbach und der Fiorentina, die in den letzten Monaten Interesse am ehemaligen Novartis-Lehrling bekundet haben sollen, bestünde diese Möglichkeit nicht. Ob das für einen Verbleib beim FC Basel reicht?

Liga: 35 Einsätze, 2’986 Minuten, 1 Tor, 9 Gelbe, 1 Gelb-Rote. | Cup: 4 Einsätze, 417 Minuten, 1 Gelb-Rote. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,5.

Adrian Barisic

Auf den ersten Blick sieht es unschön aus. Nein, das blaue Auge, das Adrian Barisic im Frühjahr mit sich herumträgt, ist hier nicht gemeint. Vielmehr geht es darum, dass der FCB genau ab dem Moment, in dem sich Barisic verletzt, nur noch gewinnt. Fünf Spiele fällt der Bosnier aus, der FCB holt 15 Punkte mit einer Tordifferenz von 15:1. Da einen kausalen Zusammenhang finden zu wollen, wäre aber verfehlt. Barisic war ein verlässlicher Rückhalt in der FCB-Verteidigung.

Liga: 30 Einsätze, 2’424 Minuten, 1 Tor, 5 Gelbe. | Cup: 2 Einsätze, 134 Minuten. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 4,4.

Adrian Barisic im Trikot des FC Basel während eines Super League-Spiels gegen BSC Young Boys im St. Jakob Park, Basel.

Finn Van Breemen

In einem Interview mit der BaZ sagte Finn Van Breemen Anfang März: «Meine Philosophie ist es, einen Verein nicht zu verlassen, bevor man das Gefühl hat, sein maximales Potenzial erreicht zu haben.» Mit neun Startelfeinsätzen in dieser Saison ist da sicher noch Luft nach oben. Sollte es sich bei Van Breemen um einen wahren Philosophen handeln, dürfen sich die FCB-Fans also noch eine weitere Saison seiner Locken erfreuen.

Liga: 15 Einsätze, 735 Minuten, 2 Gelbe. | Cup: 2 Einsätze, 180 Minuten, 1 Assist. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 4,3.

Moussa Cissé

Im Schatten von Dominik Schmid reicht es für Moussa Cissé in dieser Saison lediglich für zehn Einsätze. Doch in diesen lässt der 22-jährige französisch-malische Doppelbürger immer wieder aufblitzen, dass da durchaus Potenzial ist. Und: Er erzielt das letzte Basler Tor dieser Saison, das gleichzeitig sein erstes in Rotblau ist.

Liga: 8 Einsätze, 451 Minuten, 1 Gelbe. | Cup: 3 Einsätze, 90 Minuten, 1 Tor. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,1.

Arnau Comas

Ja, auch Arnau Comas hat in dieser Saison für den FCB gespielt. Der Spanier ist sogar noch immer beim FC Basel unter Vertrag. Dass er ins FCB-Kader zurückkehren wird, ist aber nicht anzunehmen. Viel wahrscheinlicher ist, dass man Comas nach seiner Leihe bei Eibar in der kommenden Saison erneut in Spanien sehen wird.

Liga: 3 Einsätze, 121 Minuten, 1 Gelbe. | Cup: 2 Einsätze, 152 Minuten. | Vertrag: Bis 2026 beim FCB. | BaZ-Note: 4.

Mohamed Dräger

Einzigartig, wie Mohamed Dräger bei seinem einzigen Einsatz gegen die Young Boys den Ball in die eigenen Maschen hämmert. Ein Fauxpas, der ihn bei den FCB-Fans so rasch nicht in Vergessenheit geraten lässt.

Liga: 1 Einsatz, 14 Minuten. | Cup: –. | Vertrag: Bis 2026 bei Braunschweig. | BaZ-Note: –.

Torhüter Marwin Hitz und Mohamed Draeger vom FC Basel im Spiel gegen die BSC Young Boys, nachdem Drägers Eigentor fiel.

Emmanuel Essiam

Mit dem FC Aarau, an den Emmanuel Essiam für die Rückrunde verliehen wurde, verpasste der Ghanaer den Aufstieg in die Super League. Spielpraxis konnte der 21-Jährige gleichwohl sammeln. In den 15 letzten Spielen stand er siebenmal in der Startformation und wurde fünfmal eingewechselt. Ob er in der kommenden Saison im FCB-Kader steht, ist offen. 

Liga: 1 Einsatz, 19 Minuten. | Cup: –. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,5.

Fabian Frei

Mit dem Ligaerhalt des FC Winterthur ging die lange Karriere von Fabian Frei zu Ende. Im September wechselt der 36-Jährige zu den Eulachstädtern. Seinen Legendenstatus in Basel verliert er deswegen nicht – mit 543 Partien in Rotblau ist er Rekordspieler.

Liga: 6 Einsätze, 177 Minuten. | Cup: 1 Einsatz, 32 Minuten. | Vertrag: Karriereende. | BaZ-Note: 4.

Joe Mendes

Joe Mendes hat in dieser Saison nicht viel falsch gemacht. Er war über weite Strecken ein solider Rückhalt für Rotblau dort hinten rechts. Dennoch wird der FC Basel die im Leihvertrag enthaltene Kaufoption nicht ziehen. Mendes kehrt zum SC Braga zurück.

Liga: 29 Einsätze, 2’046 Minuten, 1 Tor, 1 Assist, 7 Gelbe. | Cup: 4 Einsätze, 284 Minuten. | Vertrag: Bis 2028 bei Braga. | BaZ-Note: 4,2.

Kevin Rüegg

Im Sommer 2024 hat der FCB Kevin Rüegg von Hellas Verona übernommen. Ausgezahlt hat sich das bisher nur bedingt – der Rechtsverteidiger bestritt in dieser Saison wettbewerbsübergreifend nur acht Spiele. Wie so oft in seiner Karriere kamen ihm Verletzungen in die Quere.

Liga: 7 Einsätze, 432 Minuten, 1 Assist. | Cup: 1 Einsatz, 73 Minuten. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 3,9.

Dominik Schmid

Mit seiner Maske im Cupfinal erinnert er an Marco Streller. Wegen einer Fraktur im Gesicht verpasst er die letzten zwei Liga-Spiele. Im September kann er wegen einer Knieverletzung nicht zur Nationalmannschaft reisen. Im März wird er gar nicht mehr nominiert. Ob er als Doublegewinner für Murat Yakin irgendwann wieder zum Thema wird?

Liga: 35 Einsätze, 2’922 Minuten, 4 Tore, 6 Assists, 6 Gelbe. | Cup: 5 Einsätze, 450 Minuten, 1 Assist, 1 Gelbe. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 4,5.

Nicolas Vouilloz

Von Dezember bis Ende März spielt Nicolas Vouilloz in den Planungen keine Rolle mehr. Doch dann muss er kurzfristig für den verletzten Van Breemen einspringen und ist fortan Stammkraft. Zeigt im letzten Saisonviertel, weshalb ihn der FC Basel im Januar 2024 von Genf geholt hat.

Liga: 20 Einsätze, 1’625 Minuten, 1 Tor, 6 Gelbe. | Cup: 5 Einsätze, 458 Minuten, 1 Gelbe. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,4.

Taulant Xhaka

34 Minuten Spielzeit bekommt Taulant Xhaka bei der Super-League-Derniere gegen Luzern noch. Danach ist seine Karriere beendet. Seine Zeit in Basel hört mit Nebengeräuschen auf. Wie er sich an der inoffiziellen Meisterfeier verhält, ist alles andere als eines FCB-Aushängeschilds würdig. Ein Grossteil der Fans wird es ihm verzeihen.

Liga: 10 Einsätze, 231 Minuten, 1 Gelbe. | Cup: 3 Einsätze, 197 Minuten, 1 Gelbe. | Vertrag: Karriereende. | BaZ-Note: 4,5.

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Albian Ajeti

183 Tage bleibt Albian Ajeti ohne Torerfolg. Dann erzielt er am 4. Mai gegen Servette seine Ligatreffer sechs und sieben. Am Ende hat er in der Super League zehnmal getroffen und ist im Endspurt nicht nur wegen seiner Gelb-Roten Karte in Lugano, die den Startschuss für den Basler Torrausch gibt, ein wichtiges Element der Meistermannschaft.

Liga: 30 Einsätze, 1’422 Minuten, 10 Tore, 6 Assists, 1 Gelbe, 1 Gelb-Rote, 1 Rote. | Cup: 6 Einsätze, 457 Minuten, 2 Tore, 3 Assists, 1 Gelbe. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,3.

Romario Baro

Der FCB wird die Kaufoption für Romario Baro nicht einlösen. Was vom 25-Jährigen in Basel in Erinnerung bleibt: mit Sicherheit seine auffällige Frisur und die Gelb-Rote Karte, die sich der Portugiese gleich bei seinem FCB-Debüt holte. 

Liga: 20 Einsätze, 832 Minuten, 1 Tor, 1 Gelb-Rote. | Cup: 4 Einsätze, 98 Minuten. | Vertrag: Bis 2026 bei Porto. | BaZ-Note: 4,2.

Thierno Barry

Thierno Barry lässt auf seinen richtig guten Saisonstart mit dem FCB eine richtig gute erste Saison bei Villarreal folgen. Mit elf Treffern und vier Assists erzielt er die drittmeisten Skorerpunkte seines Teams, das sich dank eines fünften Rangs in der spanischen Liga direkt für die Champions League qualifiziert. Das hält den Franzosen aber nicht davon ab, dem FCB beim 5:1-Sieg gegen Servette im Mai einen Besuch abzustatten. 

Liga: 3 Einsätze, 238 Minuten, 5 Tore. | Cup: 1 Einsatz, 45 Minuten, 3 Tore. | Vertrag: Bis 2029 bei Villarreal. | BaZ-Note: 5,3.

Roméo Beney

Nachdem Roméo Beney in der Hinrunde mit dem FCB gerade mal auf wettbewerbsübergreifend fünf Einsätze kam, wird er im Januar zu Stade Lausanne-Ouchy verliehen. Dort gelingen ihm in 17 Einsätzen fünf Tore und acht Assists. Denkbar, dass die Basler für den 20-Jährigen im Sommer einen Platz im Kader finden.

Liga: 3 Einsätze, 56 Minuten, 1 Gelbe. | Cup: 2 Einsätze, 78 Minuten, 1 Assist. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 3,7.

Kevin Carlos

Mit Albian Ajeti und Kevin Carlos hat der FC Basel zwei klassische Stürmer in den eigenen Reihen, die eine zweistellige Anzahl an Toren erzielt haben. Das kann kein anderes Team der Liga von sich behaupten. Gut möglich, dass der künftige FCB-Trainer auch in der kommenden Saison die Qual der Wahl zwischen Ajeti und Carlos haben wird. 

Liga: 32 Einsätze, 1’851 Minuten, 12 Tore, 2 Assists, 5 Gelbe. | Cup: 4 Einsätze, 223 Minuten, 2 Tore. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,2.

Bradley Fink

Gerade mal 21 Minuten lang steht Bradley Fink in dieser Rückrunde für den FC Basel auf dem Feld. Ein Skorerpunkt gelingt ihm dabei nicht. Es fragt sich daher sowohl aus Sicht des Spielers als auch aus jener des Clubs, ob ein weiteres Engagement des Offensivspielers in Basel Sinn macht.

Liga: 16 Einsätze, 311 Minuten, 1 Tor, 1 Assist, 1 Gelbe. | Cup: 3 Einsätze, 120 Minuten, 1 Tor. | Vertrag: Bis 2026 beim FCB. | BaZ-Note: 4,2.

Juan Gauto

Bei La Coruña hat Juan Gauto in 16 Einsätzen kein Tor und keinen Assist erzielt. Die Spanier ziehen daher die Kaufoption für den 21-jährigen Argentinier mit dem Spitznamen Gautito nicht. Dass der FC Basel für ihn künftig ein Plätzchen im Kader finden wird, ist unwahrscheinlich, und so wird es spannend zu sehen sein, wie es mit der Karriere des einstigen Juwels weitergeht.

Liga: 1 Einsatz, 24 Minuten. | Cup: –. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,5.

Anton Kade

Von allen Spielern, die in dieser Saison für den FC Basel auf dem Feld standen, haben nur vier in ihrer Karriere öfter für Rotblau gespielt als Anton Kade mit seinen 103 Einsätzen: Marwin Hitz (126), Albian Ajeti (138), Xherdan Shaqiri (169) und natürlich Taulant Xhaka (407). Wird der Deutsche diesen Wert noch ausbauen, oder zieht er im Sommer weiter? Stand jetzt ist beides vorstellbar.

Liga: 36 Einsätze, 2’340 Minuten, 4 Tore, 4 Assists, 5 Gelbe. | Cup: 6 Einsätze, 391 Minuten, 1 Tor. | Vertrag: Bis 2026 beim FCB. | BaZ-Note: 4,2.

Anton Kade und Xherdan Shaqiri vom FC Basel jubeln über das Tor zum 3:0 gegen den FC Luzern in einem Super League Spiel in Basel.

Benjamin Kololli

Im einen Winter gekommen, ist er im nächsten wieder gegangen. Dazwischen wars mal gut, als er YB abschoss. Und wurde es zu Beginn dieser Saison rasch schlecht, nachdem er mit anderen in der Balz zum Tanz gebeten hatte. Ob es mehr an dem darauf folgenden Missverständnis mit Daniel Stucki und seiner zwischenzeitlichen Suspendierung oder an der neuen Konkurrenz auf den Flügeln lag, dass seine Party künftig überwiegend auf der Tribüne stattfand? Egal, denn er tanzt seit Januar im Wallis.

Liga: 4 Einsätze, 155 Minuten, 1 Tor. | Cup: 2 Einsätze, 255 Minuten, 1 Tor, 1 Assist. | Vertrag: Bis 2026 bei Sion. | BaZ-Note: 4,1.

Léo Leroy

Xherdan Shaqiri ist ja nach dieser Saison so etwas wie der König von Basel. Dabei wäre Léo Leroy eigentlich für diese Rolle prädestiniert. Als «Löwe, der König» lässt sich sein Name übersetzen. Dass der Löwe dabei als König der Tiere gesehen wird, macht den FCB-Spieler zum doppelten König. Das passt wiederum zum Double-Gewinn. 

Liga: 36 Einsätze, 2’185 Minuten, 3 Tore, 3 Assists, 7 Gelbe. | Cup: 6 Einsätze, 376 Minuten, 1 Assist, 1 Tor. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,4.

Metinho

Metinhos eigentlicher Name lautet Abemly Meto Silu. Da sich das nicht sehr brasilianisch anhört, der Mittelfeldspieler aber bald nach seiner Geburt in der Demokratischen Republik Kongo im südamerikanischen Land lebte und auch den entsprechenden Pass besitzt, hat er sich Metinho als Übernamen ausgesucht. Da der FC Basel keine Kaufoption für den Leihspieler besitzt, ist offen, ob der Brasilianer bleibt. 

Liga: 12 Einsätze, 716 Minuten, 2 Assists, 2 Gelbe. | Cup: 2 Einsätze, 133 Minuten. | Vertrag: Bis 2026 bei Troyes. | BaZ-Note: 4,3.

Philip Otele

Bei Al-Wahda in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo Philip Otele vor seiner Zeit beim FCB spielte, soll der Nigerianer jährlich 1,5 Millionen Euro verdient haben. Einen solchen Lohn gibt es beim FC Basel nicht. Dafür aber genug Spielzeit für neun Tore und vier Assists, zwei Titel und die Chance auf die Champions League. Der FCB hat die Kaufoption für Otele gezogen. Ob dieser auch über den Sommer hinaus in Basel bleiben wird, steht in einem anderen Buch. 

Liga: 18 Einsätze, 1’020 Minuten, 9 Tore, 4 Assists, 1 Gelbe. | Cup: 3 Einsätze, 253 Minuten. | Vertrag: Bis 2028 bei Al-Wahda. | BaZ-Note: 4,7.

Xherdan Shaqiri

Xherdan Shaqiri hat in seiner Rückkehr-Saison beim FCB fast alles erreicht, was er erreichen konnte. Aber eben nur fast alles. Der Rekord für die meisten Skorerpunkte in einer Super-League-Spielzeit gehört immer noch Stéphane Chapuisat. Dieser sammelte in der Saison 2003/04 43 Zähler, Shaqiri erreichte jüngst 39. Aber: Da Shaqiri erst Mitte August zum FCB stiess, verpasste er die ersten vier Saisonspiele. Wird es ihm in der kommenden Saison gelingen, Chapuisat zu überholen?

Liga: 34 Einsätze, 2’618 Minuten, 18 Tore, 21 Assists, 3 Gelbe. | Cup: 5 Einsätze, 461 Minuten, 3 Tore, 1 Assist. | Vertrag: Bis 2027 beim FCB. | BaZ-Note: 4,9.

Gabriel Sigua

Die ersten 13 Super-League-Runden verpasst Gabriel Sigua aufgrund zweier gerissener Bänder im Sprunggelenk. Als er danach zu Teileinsätzen kommt, kann der 19-jährige Georgier selten überzeugen. Es ist natürlich auch keine einfache Aufgabe, wenn man meist auf jener Position ins Spiel kommt, auf der davor Xherdan Shaqiri agierte. 

Liga: 16 Einsätze, 280 Minuten, 1 Gelbe. | Cup: 1 Einsatz, 17 Minuten, 1 Tor. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,1.

Marin Soticek

In der 76. Minute wird Marin Soticek im Cupfinal gegen Biel eingewechselt. In der 78. Minute erzielt er das 3:1 und sorgt für die Entscheidung. Es ist dies wettbewerbsübergreifend die zehnte Torbeteiligung des 20-jährigen Kroaten. Gut möglich, dass er in der kommenden Saison mehr Spielzeit bekommt, denn sein Talent ist zweifelsohne ersichtlich. 

Liga: 28 Einsätze, 868 Minuten, 4 Tore, 2 Assists, 1 Gelbe. | Cup: 4 Einsätze, 164 Minuten, 2 Tore, 2 Assists. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,1.

Bénie Traoré

Einst hatte Bénie Traoré seine Liebe zum Fussball verloren, sagte der Flügel des FC Basel in einem Interview mit der BaZ. Es war in der Saison 2023/24, also gar nicht so lange her. Damals gelang ihm bei Sheffield und Nantes in einer Spielzeit gerade mal ein Assist. In Basel sieht das völlig anders aus: Wettbewerbsübergreifend vierzehn Tore und zehn Assists machen Traoré zum Leistungsträger.

Liga: 36 Einsätze, 2’412 Minuten, 13 Tore, 8 Assists, 3 Gelbe, 1 Rote. | Cup: 5 Einsätze, 322 Minuten, 1 Tor, 2 Assists. | Vertrag: Bis 2028 beim FCB. | BaZ-Note: 4,3.

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Von den Spielern, die mindestens drei Ligaeinsätze hatten sind in dieser Kategorie nur Metinho (2,33 Punkte pro Spiel) und Taulant Xhaka (2,4) besser.Dominik Schmid, der Rückkehrer, der falschlagDie Captainbinde trägt er kaum noch, dafür ist er jetzt Meister: Dominik Schmid.Foto: Philipp Kresnik (Imago, Sports Press Photo)Es gab diesen Punkt in Dominik Schmids Karriere, an dem er sich fragte: «Lohnt es sich überhaupt noch?» Das Fussballspielen meinte er damit. Schmid war gerade für die Saison 2019/20 vom FC Basel an den FC Wil ausgeliehen worden, nachdem er eine Saison lang in Lausanne spielte. Verbunden war diese Frage mit der Einsicht, dass er wohl nicht mehr zu seinem Jugendclub nach Basel zurückkehren würde. Das sei hart zu akzeptieren gewesen. Nun weiss man: Schmid lag falsch. Denn er sollte zu seinem Jugendclub zurückkehren. Und es sollte sich lohnen.Mit 27 Jahren ist Schmid zum zweiten Mal Schweizer Meister. Und im Gegensatz zur Saison 2016/17, als er nur 64 Minuten gespielt hat, war er in dieser Spielzeit absoluter Leistungs- und zwischenzeitlicher Bindenträger. Nur ein einziges Spiel hat Schmid verpasst, bevor der Meistertitel feststand – wegen einer Gelbsperre. In allen anderen 34 Partien stand er in der Startformation. Und: Sein persönliches Ziel von zehn Skorerpunkten hat Schmid auch erreicht.Leon Avdullahu, der UndercoveragentLeon Avdullahu beim Testspiel gegen den FC Schaffhausen im Januar.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Wird er bleiben? Wird er gehen? Die Zukunft von Leon Avdullahu ist ungewiss. Interesse aus den grossen Ligen besteht. Es sind Namen wie Wolfsburg, Mönchengladbach und Fiorentina zu vernehmen. Sein Abgang, ob er nun früher oder später kommt, wird für den FCB einen grossen Verlust darstellen. Denn Avdullahu ist einer dieser Fussballer, die ein Spiel prägen können. Er ist nicht der auffällige Offensivspieler, der mit Tricks und Toren die Fans verzaubert. Vielmehr ist er so etwas wie ein Undercoveragent. Aus dem verborgenen, zentral defensiven Mittelfeld heraus leitet er die Geschicke, lenkt das Spiel in die von ihm gewünschten Bahnen und dirigiert seine Mitspieler. Bedeckt hält sich Avdullahu überdies auch in seinen öffentlichen Auftritten. Er ist kein Mann der grossen Worte. Doch das muss er auch gar nicht sein. Denn er ist einer, der es geschafft hat. Ein eigener Junger, der in Basel ausgebildet wurde, zum Leistungsträger in der ersten Mannschaft avancierte und trotz vermeintlich unscheinbaren Auftretens viel Identität stiftet. In jedem einzelnen Ligaspiel, zu dem er spielberechtigt war, stand Avdullahu in der Startelf und spielte dabei in den allermeisten Fällen sein Spiel derart souverän runter, dass man nur schwerlich glauben kann, dass er erst im Februar 21 wurde.Taulant Xhaka, die Legende mit den NebengeräuschenTaulant Xhaka (rechts) und Albian Ajeti bei der Meisterfeier des FC Basel.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Lange sah es danach aus, als würde Taulant Xhakas Abschied beim FC Basel reibungslos über die Bühne gehen – trotz der Sprengkraft, die aufgrund der mangelnden Einsatzzeit und nach den überhasteten Abschieden von Fabian Frei und Michael Lang zu Beginn der Saison gross schien. Da war eine saubere Pressekonferenz, ein Ausbleiben von Nebengeräuschen und ein nach aussen zufrieden wirkender Xhaka. Er sagte Mitte Februar, er fühle sich erleichtert, dass der Entscheid nun gefallen sei und dass da kein Druck vonseiten des FCB war. Doch ganz ohne Nebengeräusche geht es dann scheinbar gleichwohl nicht. Denn an der spontanen Meisterfeier leistet sich Xhaka gleich mehrere Aussetzer. Im Rausch des Erreichens seines grossen Ziels, eines Meistertitels in der letzten Saison, zündet er eine Pyrofackel und verschmäht den FCZ, GC und die Polizei. Am Ansehen Xhakas wird das wenig ändern. Jene, die ihn ohnehin schon auf dem Kieker hatten, fühlen sich in ihrer Meinung bestätigt. Seine Anhängerschaft wird den gleichen Effekt verspüren – das konnte man bei seiner grossen Verabschiedung im Joggeli erkennen. Denn es war schon immer Xhakas Identität, anzuecken. Das ist ein grosser Teil dessen, was ihn bei vielen FCB-Fans so beliebt macht. Und was ihn auch nach seinen Verfehlungen eine FCB-Legende bleiben lässt, die mit ihrem Charakter und der Identität, die sie stiftet, auch mit wenig Einsätzen einen wesentlichen Anteil an diesem Meistertitel hat.Xherdan Shaqiri, der SchlüsselmacherDas ging schnell: Nicht mal ein Jahr nach seiner Rückkehr hat Xherdan Shaqiri seine Meistermedaille.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Die Nachricht zog wie ein Sturm über Basel und die Region. Am 16. August 2024 verkündete der FCB die Rückkehr Xherdan Shaqiris zu seinem Jugendclub. Das Donnern war gewaltig, einige erschraken, die meisten aber freuten sich über das, was da heraufbeschworen wurde. Zu Recht, wie sich in den Folgemonaten herausstellen sollte. Von allen Schlüsselspielern des FC Basel ist Shaqiri derjenige mit dem Master-Key. Viel mehr noch: Er ist der Schlüsselmacher, der seinen Teamkameraden erst die Schlüssel schmiedet und dann in die Hände drückt. Denn ohne ihn hätte diese Mannschaft nicht jene Entwicklung durchgemacht, die zum fulminanten Schlussspurt und letztlich zum Meistertitel führte. «Habemus Xherdan» stand beim Cup-Halbfinal auf einem Spruchband der Muttenzerkurve. Und ja, Shaqiri ist das Oberhaupt der Fussballkirche Joggeli. Mehr noch ist er aber der Erlöser, der nach acht langen Jahren des Wartens den Titel zurück nach Basel gebracht hat.Bénie Traoré, das MysteriumFlink und trickreich trotz tief sitzender Hose: FCB-Flügelspieler Bénie Traoré.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Wie macht er das nur? Ist das physikalisch überhaupt möglich? Bénie Traoré zeigt auf dem Fussballplatz Dinge, die kein anderer Spieler des FC Basel hinbekommt, ja, von denen möglicherweise niemand auch nur in der Theorie weiss, wie sie gehen. Eines der Mysterien: Wie gelingt es Traoré nur mit zeitweise so tief sitzenden Hosen fussballzuspielen? Und das noch so erfolgreich.Der Ivorer ist der FCB-Spieler, der mit 13 Toren und acht Assists nach Shaqiri die meisten Skorerpunkte sammeln konnte. Und dabei die Fans begeisterte. Als er ein Kind war, sei Ronaldinho sein Vorbild gewesen, sagte Bénie Traoré einst im Interview mit dieser Zeitung. Irgendwann sagte er sich dann, er brauche kein Vorbild mehr, er wolle einfach so spielen wie Bénie Traoré. Was das bedeutet, weiss Basel heute. Bénie Traoré steht für Unbeschwertheit, Unberechenbarkeit, schnelle Richtungswechsel, für Tempo und wuseliges, trickreiches Spiel. Eine Bereicherung für diese FCB-Saison auf allen Ebenen.Philip Otele, der Läufer ohne AnlaufzeitPhilipp Otele nach dem Sieg gegen Luzern.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)«Ich sehe keinen Handlungsbedarf», sagte FCB-Sportchef Daniel Stucki im Dezember 2024 in Bezug auf mögliche Winterzugänge. Ganz akkurat war diese Aussage nicht. Zum Glück, muss man aus Sicht des FCB retrospektiv sagen.Denn Flügelläufer Philip Otele ist, neben Metinho, einer der Winterzugänge, die sich komplett ausgezahlt haben. Bereits in seinem ersten Einsatz beim FCB erzielte er sein erstes Tor. Mittlerweile sind es neun Treffer und vier Assists in 18 Einsätzen. Dabei vermag Otele immer wieder mit unberechenbaren, zuweilen auch ungewöhnlich anmutenden Bewegungen zu überraschen. Der Flügelläufer genoss keine Fussballer-Ausbildung im herkömmlichen Sinn. Erst im Alter von 20 Jahren wechselte er zu einem Profiverein. Bei Otele schimmert so immer wieder die Rohheit eines Strassenfussballers durch.Dass man den 26-Jährigen, der auf Leihbasis mit Kaufoption von Al-Wahda verpflichtet wurde, beim FCB übernehmen will, liegt auf der Hand. Die Fragen, wie viel man für ihn bereit ist zu zahlen, und ob man in der Lage ist, ihn in der Folge zu halten, gilt es in den kommenden Wochen zu klären.Albian Ajeti, der angekommene IrrfahrerEineinhalb Jahre nach seiner Rückkehr zum FCB ist Albian Ajeti zum vierten Mal Schweizer Meister.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Es scheint, als habe sie ein Ende gefunden, die Irrfahrt des schweizerisch-albanischen Odysseus Albian Ajeti. Sie führte über Basel, Augsburg, St. Gallen, erneut Basel, London, Glasgow, Graz und Gaziantep. Wirklich angekommen ist Ajeti an keinem dieser Orte. Im Februar 2024 folgt dann die zweite Rückkehr zum FCB.Doch kommt das Irren nicht sofort zu einem Ende. Denn auch im zumindest teilweise bekannten Umfeld braucht Ajeti Anlaufzeit. Im Frühjahr 2024 zieht er sich einen Muskelfaserriss zu, zu Beginn der darauffolgenden Saison spielt er kurz, wird dann aber nach einer weiteren Verletzung von Kevin Carlos auf die Bank verdrängt, ehe ihm eine Rote Karte einen weiteren Rückschlag versetzt. Doch gegen Ende der Saison, als der FCB zum Meistersprint ansetzt, ist Ajeti da. Erst mit guten, mannschaftsdienlichen Leistungen, dann mit der Beendigung seiner langen Torflaute. Und so scheint es nun, als sei er endlich angekommen. Die Vertragsverlängerung bis 2028 wurde beim letzten Saisonspiel im Joggeli bekanntgegeben.Fabio Celestini, der ErlösteFabio Celestini bei den Meisterfeierlichkeiten im Joggeli nach dem 4:0 gegen Luzern.Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)Man sieht es ihm an, als er auf den Balkon tritt. Die Hände emporgestreckt, schreit Fabio Celestini über den Barfüsserplatz. Da ist so viel Anspannung und auch einstiger Frust, die sich in pure Genugtuung und Freude gewandelt haben. Fabio Celestini ist möglicherweise jene Schlüsselfigur beim FC Basel, die das schwerste Päckchen zu tragen hatte. Man muss es sich in aller Eindeutigkeit noch einmal vor Augen führen, was der FCB-Trainer in den letzten gut eineinhalb Jahren erlebt hat, um das wirklich zu verstehen. Fabio Celestini übernahm den Cheftrainerposten beim FCB Ende Oktober 2023. Der FC Basel befand sich mit fünf Punkten Rückstand am Tabellenende. Achtzehneinhalb Monate später, nach multiplen Neuerfindungen des Spielsystems und dem Überwinden sämtlicher Hürden, steht Celestini mit seinem Team drei Runden vor Schluss als Meister fest. Doch selbst dieser unglaubliche Aufstieg konnte nicht verhindern, dass Celestini sich mehr als einmal mit ganz existenziellen Fragen zu seiner Tätigkeit als FCB-Trainer auseinandersetzen muss – zuletzt im März dieses Jahres. Momentan dürfte ihm das egal sein. Er, der einst in einem Moment der Frust sagte, er würde nie einen Club wie den FCB trainieren können, ist Schweizer Meister mit Rotblau.Daniel Stucki, das fehlende PuzzleteilFCB-Sportchef Daniel Stucki bei der spontanen Meisterfeier des FCB.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Nein, es war nicht nur ruhig im und um den FC Basel, seit Daniel Stucki als Sportdirektor übernahm. Da waren einige Nebengeräusche. Die Gespräche mit Fabian Frei vor seinem Abgang, die Ausgangsepisode einiger Spieler, die Diskussionen um den Trainer sind jene, die in Erinnerung bleiben werden.Und dennoch kann man feststellen: Daniel Stucki hat diesem FCB sehr gutgetan. Als er Mitte Mai 2024 die Gesamtverantwortung für das Sportliche übernahm, erhielt der FCB ein Teil, das im grossen Puzzle noch gefehlt zu haben schien. Stucki macht den FCB ruhiger. Er hat eine klare Linie, gibt insbesondere den Spielern vor, was geht und was nicht geht, und steht – den Zusammenhang mit seiner ehemaligen Beschäftigung als Polizist kann man hier wohl nur schwer von der Hand weisen – für strikte Professionalität.David Degen, der MeisterpräsidentDavid Degen vor dem letzten Saisonspiel gegen den FC Luzern.Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)Was musste sich David Degen nicht alles anhören, seit er im Mai 2021 den FC Basel als Präsident übernahm. Für die grosse Mehrheit anfänglich der Retter, verspielte er sich diesen Bonus bei einigen bald wieder. Transferstrategie, Kommunikation und verheimlichte Geschäfte sorgten für kritische Stimmen, die an der Mitgliederversammlung 2024 in einem Zustimmungswert für Degen als Präsident von nur 76,1 Prozent gipfelten. All diese Stimmen verstummen im Gebrüll der Menge auf dem Barfüsserplatz. David Degen hat gerade nur eine Rolle: Meisterpräsident. Dass Degen auf dem Balkon nicht derjenige ist, der sich gross inszeniert, und sich eher drinnen aufhält, ist in gewissem Masse sinnbildlich für die gesamte Saison. Denn der Präsident konnte – vor allem dank Daniel Stucki – heuer deutlich bedeckter bleiben als in den Spielzeiten zuvor. Das tut dem Club und damit auch Degen sichtlich gut. Denn an der diesjährigen Mitgliederversammlung stimmen abgesehen von der einen Gegenstimme und der einen Enthaltung alle Anwesenden für David Degen als Präsident des FC Basel.FC Basel Schweizer MeisterDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. 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