Nach der Trennung von FCB-Trainer Patrick Rahmen übernimmt Guillermo Abascal den Job an der Seitenlinie. Trotz des jungen Alters bringt dieser Erfahrung mit.

Am Dienstag Nachmittag leitet Interimstrainer Guillermo Abascal seine erste Trainingseinheit als Cheftrainer. Engagiert, laut und aktiv. So könnte man das Verhalten des erst 32-Jährigen im ersten Training beschreiben. Trainiert wird das Pressing, aber auch das schnelle Umschalten. Das deutet auf eine offensive Ausrichtung hin, nach der sein Chef David Degen mit der sportlichen Führung strebt.

Wenn man in der Vergangenheit des jungen Spaniers wühlt, findet man seine klare Handschrift. Sei es beim FC Lugano oder auch beim FC Chiasso: Guillermo Abascal lässt offensiv spielen und will mit kurzem Passspiel möglichst schnell den Abschluss suchen.

Nach dem Tessin ins Ausland

Mit dieser Taktik ist er vor fünf Jahren beim FC Chiasso nicht erfolgreich. Von 28 Pflichtspielen gewinnt e nur gerade deren acht. Trotzdem holt ihn der FC Lugano im April 2018 als Cheftrainer. Nach nur 19 Spielen ist das Abenteuer im Tessin aber bereits wieder vorbei.

Nach einem knappen Jahr Pause leitet der Spanier dann die Nachwuchsabteilung eines Clubs aus der zweithöchsten italienischen Liga. Dann zieht es ihn im letzten Sommer nach Griechenland in die höchste Liga zu Volos. Dort gewinnt er aber nur gerade vier von elf Spielen.

Spannende Jugend

Seit dem neuen Jahr steht Guillermo Abascal nun beim FCB unter Vertrag. Viel mehr als seine jüngste Vergangenheit dürfte die sportliche Leitung seiner Jugend überzeugt haben. Als 13-Jähriger wechselt er von Sevilla zu der Juniorenabteilung des grossen FC Barcelona. Nach drei Jahren kehrt der Teenager wieder zurück, wird aber auch als Spieler in Sevilla nicht glücklich. Er beendet früh seine Karriere, studiert an der Universität Sportwissenschaften und steigt nach dem abgeschlossenem Master ins Trainerbusiness ein.

Die Erfahrungen und das Einbinden der heutigen technischen Möglichkeiten, aber auch sein junges Alter und sein Verständnis zum modernen Fussball, dürften die ausschlaggebenden Punkten für die sportliche Leitung sein. Ob Guillermo Abascal aber länger Trainer beim FCB sein wird, als bei den Vereinen in seiner jüngsten Vergangenheit, ist abhängig von den kommenden Resultaten. Am Sonntag im Klassiker gegen den FCZ könnte ein erstes Mal seine Handschrift sichtbar sein.

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