Beim ungefährdeten 2:0-Sieg gegen Crusaders FC bekundet der FCB zwei Schönheitsfehler: Den Platzverweis gegen Taulant Xhaka und fehlende Effizienz vor dem Tor.

Die Gäste aus Nordirland spielen zu keiner Zeit auf Augenhöhe mit dem FCB. Auch nicht als der FCB nach 33 Minuten in Unterzahl spielen muss. Dies weil Taulant Xhaka innert Sekunden zwei Mal den gelben Karton zu sehen bekommt. Es ist der erste von zwei Schönheitsfehler an diesem Abend.

Trotz Unterzahl klar besser

Die rote Karte erfreut Cheftrainer Alex Frei natürlich nicht: «Gleichzeitig bin ich aber sehr glücklich, dass man eine Solidarität sehen konnte, dass wir die gelb-rote Karte auffangen wollten». Am Spielstil der Gäste änderte sich aber nach dem Platzverweis nichts.

Zu überlegen zeigen sich die Basler, zu limitiert sind die Nordiren im Spiel mit dem Ball. Und so dominiert der FCB das Spiel auch in Unterzahl. Mit einem Mann weniger spielt der FCB praktisch nur in der gegnerischen Hälfte und kommt durch Dan Ndoye nur wenige Minuten nach dem Platzverweis zur Führung. Ein wichtiges Tor und eine gute Reaktion auf den Platzverweis.

Effizienz im Abschluss

Die Basler kommen auch gut aus der Pause und so trifft Adam Szalai wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff. Einen flach getretenen Eckball von Fabian Frei verwandelt der routinierte Stürmer mit der Hacke. «Gut, dass wir noch in der ersten Halbzeit in Führung gehen konnten und unmittelbar nach der Halbzeit auch das 2:0 gemacht haben. Diese Tore haben das Spiel in die richtigen Bahnen gelenkt», sagt der Cheftrainer nach dem Spiel.

In der Folge kommt der FCB noch zu weiteren guten Möglichkeiten, die er alle nicht zu nutzen weiss. Manchmal liegt es am fehlenden letzten Pass oder auch an der Effizienz im Abschluss. Es ist der zweite Schönheitsfehler, den sich die Spieler vorwerfen lassen müssen. Man verpasst es, das Spiel viel deutlicher zu gewinnen und gewährt den Gästen in der Schlussphase noch zwei gute Möglichkeiten.

«Müssen Gegner nicht besser reden als er ist»

Dies bemängelt natürlich auch Alex Frei: «Meine Gefühlslage wäre selbstverständlich ein wenig besser, wenn wir die eine oder andere Chance zum 3:0 genutzt hätten. Auch für das Rückspiel wäre meine Gefühlslage ein wenig anders. Ich sage nicht, dass alles offen ist, aber 2:0 ist ein gefährliches Resultat». Die Effizienz im Angriff sei bereits seit einiger Zeit ein Thema, sagt Captain Fabian Frei, ist sich aber sicher: «Die Mannschaft kann es besser und wird es in Zukunft auch besser machen».

Insgesamt ist es ein lockerer und ungefährdeter Sieg, aber ein Gradmesser ist dieses Spiel bei weitem nicht. Dennoch holt Alex Frei seinen ersten Sieg in einem Pflichtspiel als Trainer beim FC Basel. Auch wenn das eher knappe Resultat von 2:0 fürs Rückspiel theoretisch alles offen lässt, scheint das Weiterkommen am nächsten Donnerstag nur eine Formsache zu sein.

«Die britische Mannschaften stehen für eine gewisse Heimstärke. Das wird bei ihnen wahrscheinlich schon auch sein. Aber wir müssen den Gegner jetzt auch nicht besser reden als er ist. Alles andere als ein klares Weiterkommen wäre eine herbe Enttäuschung», schaut Fabian Frei bereits voraus. Zuerst ist am Sonntag aber wieder Ligaalltag angesagt. Dann trifft der FCB zuhause im St. Jakob-Park auf Servette Genf.

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