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Dezimierte Defensive vs. beste Offensive der Liga: Wer gewinnt den Klassiker?

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    AboBaZ kürt FCB-Bestleistungen 2024 – Und der Shaqiri des Jahres geht an …Das schönste Tor, der emotionalste Abschied, der spektakulärste Flug. Lassen Sie das FCB-Jahr Revue passieren und stimmen Sie ab!Publiziert heute um 06:50 UhrB3? Shaqiris Leistungen beim FCB waren bisher eher im Bereicht 1A.Foto: Valentin Flauraud (Keystone) Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDer Spieler des JahresMarwin HitzSteht seit einem Auftritt David Degens nicht mehr sonderlich auf Podcasts und ist auf der Tanzfläche auch noch kein John Travolta. Versteht sich dafür aber ziemlich gut auf den Immobilienhandel – und noch etwas besser auf Hand- und Fussarbeit. Ist Goalie des FC Basel und hat sich dabei im vergangenen Jahr so gut zwischen den Pfosten bewegt, dass die (Podcast-)Stimmen verstummt sind, die ihn demnächst im Ruhestand sehen. Stattdessen wird die Vertragsverlängerung erwartet.Collage: BaZThierno BarryAls der junge Franzose in das Kalenderjahr startet, steht er für drei Dinge: Pleiten. Pech. Und Pannen. Als er danach durchstartet, trifft er plötzlich regelmässiger ins Tor als jeder andere in der Liga. Als er schliesslich am 21. August für rund 14 Millionen Euro Ablöse zu Villarreal wechselt, führt er mit fünf Treffern aus vier Partien die Torschützenliste der Super League an – und bleibt dort noch bis Oktober an der Spitze stehen.Xherdan ShaqiriDie Jury verzichtet an dieser Stelle auf eine lobende Beschreibung dieses Spielers, um die Chancen der beiden anderen Kandidaten in dieser Abstimmung nicht zu minimieren.Das Tor des JahresSolo des BarryEineinhalb Wochen zuvor schoss Thierno Barry in Winterthur seine ersten beiden Super-League-Tore überhaupt. Dann erhält er am 11. Februar von Finn van Breemen diesen hohen Befreiungsschlag zugespielt. Nach perfekter Ballannahme an der Mittellinie umkurvt er Albert Vallci, um dann an der Strafraumgrenze den Ball an Lawrence Ati Zigi vorbei zu schlenzen. Ein brillantes Tor in Unterzahl, das zugleich exemplarisch für die Art und Weise steht, wie sich der FCB im Frühjahr über Einsatz und Leidenschaft zum Klassenerhalt kämpft.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosEckball des ShaqiriJa, ja, wenn man es als Goalie vorher weiss, wäre es ein Leichtes, diesen Ball abzuwehren. Aber bei einem Corner auf einen Direktschuss zu spekulieren, ist halt eben auch nicht, was das Torhüter-Lehrbuch vorschreibt. Nur: Shaqiri ist nicht Lehrbuch. Sondern Instinkt, Improvisation und Imposanz. Also findet sein direkt geschossener Eckball beim 6:1 auswärts gegen den FC Winterthur den Weg über die Linie und rein in die Auswahl zum Tor des Jahres. Einfach spektakulär – auch, weil man es zunächst offiziell (und völlig zu Unrecht) als Eigentor wertet, um es einen Tag später vonseiten der Liga zu korrigieren.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosEigentor des DrägerEinen einzigen Einsatz bestreitet Mohamed Dräger in dieser Saison. Auswärts gegen YB. Nur wäre es wohl sogar dem Aussenverteidiger selbst lieber, hätte ihn Fabio Celestini dort auch nicht eingesetzt. Denn mit seinem bestens platzierten Volley-Eigentor zum 1:2 läutet er die Basler Niederlage ein. Eine Story, wie man sie sich fast nicht ausdenken kann.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosDas Spiel des JahresCollage: BaZBayern kommen!Neuer, Kane, Müller. Die Stars des FC Bayern geben sich am 6. Januar im Joggeli vor 36’000 Zuschauenden die Ehre. Dank dem Tor durch Juan Gauto haben die Heimfans beim 1:1 dann auch etwas zu feiern. Und entgegen den Erwartungen vieler, dauert es gar nicht mehr so lang, bis das Joggeli erneut ausverkauft ist. Schon beim Heimspiel gegen den FC Zürich im September sind wieder 36’000 im Stadion.Berner verlieren!Benjamin Kololli, der erst am letzten Freitag den FCB verlassen hat, sorgt im Januar für eines der grossen Highlights dieses Jahres. Mit seinem Lupfer-Tor zum 1:0-Endstand beschert er dem FCB kurz nach seiner Verpflichtung den ersten Sieg über YB seit dem 11. Juli 2020. Celestini ist bei diesem Spiel übrigens gesperrt. An der Seitenlinie steht Martin Rueda.Basler wirbeln!Der Start in die Saison 2023/24 ist dem FCB mit zwei Niederlagen gründlich misslungen, dem darauf folgenden Sieg beim Grasshopper Club wird bestenfalls die Bedeutung eines ersten Schritts in die richtige Richtung beigemessen. Dann reist der FCB zum bis dahin überzeugenden Servette FC nach Genf, der inklusive Vorhol-Partie gegen YB bereits neun Zähler aus vier Partien gewonnen hat – und spielt sich Rotblau nach zähem Beginn in einen Rausch, fegt den Gegner mit 6:0 aus dessen Stadion. Plötzlich ist der FC Basel wieder wer, macht sich in der Anhängerschaft ein Gefühl der Hoffnung auf eine erfreuliche Saison breit.Der Ort des JahresCollage: BaZCentralbahnstrasse 7, 4051 BaselAn dieser Adresse findet man auch das Büro für Bauökonomie und ein Physiozentrum. In Bezug auf den FC Basel von Belang ist allerdings, dass die Horizon2026 domiziliert ist – eine Aktiengesellschaft, die von der FCB-Besitzerschaft gegründet wurde, um via Holding im Verborgenen Geld fliessen zu lassen. Unter Druck geraten, gestehen die Besitzer die Existenz dieser Gesellschaft im April ebenso wie jene der Intein AG. Holding- und AG-Verwaltungsrat Dan Holzmann sagt, man habe auf diesem Weg bereits elf Millionen Franken aus dem eigenen Sack in den FCB gepumpt. Als Grund, warum all das heimlich geschehen war, gibt Verwaltungsrätin Ursula Rey-Krayer an: «Wir wollten nicht, dass man weiss, dass wir im Notfall Geld geben, weil das die Chancen auf dringend benötigte Unterstützung auf verschiedenen Ebenen mindert.»Balz-ClubSind es am Ende gar die glorreichen Sieben, die da in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli im Basler Balz-Club einreiten? Nun, sollte im Mai ein Titel stehen, wird man womöglich auf diese Idee kommen. Daniel Stucki wird es freilich kaum je so sehen. Sondern bestenfalls als Ausgangs-Episode mit Konsequenzen, die dazu führt, dass zumindest für den Rest des Jahres jeder Spieler begriffen zu haben scheint, was der neue Sportdirektor des FC Basel unter «Professionalismus» versteht.Love Shaq«Love Shack» nennt sich ein angestaubter Song der B 52’s, wobei der Titel übersetzt «Liebesnest» bedeutet. Nun, ein Liebesnest ist mutmasslich nicht, was in Kaiseraugst seit Ende August zu einem Publikumsmagneten geworden ist. Sondern nur eine von zwei Wohnungen in Xherdan Shaqiris Elternhaus. Doch seit der Starspieler zurück in Basel ist und vis-à-vis seiner Eltern wohnt, klingelt es dort in hoher Kadenz an der Türe …Die Kopie des JahresCollage: BaZShaqiri-Chip zum Traoré-VolleyBénie Traoré und Xherdan Shaqiri. Das ist mit jeweils mehr als zehn Skorerpunkten das neue Dynamic Duo beim FCB. Besonders dynamisch: Die Kombination Chip-Pass Shaqiri – Volley-Tor Traoré. Diese konnten die FCB-Fans in dieser Saison bereits zweimal bestaunen. Erst auswärts in Winterthur, dann in Yverdon. Und beide Male zum 2:0.Kade aus der FerneDass der FC Basel noch im Cup ist, hat er zu einem sehr grossen Teil Anton Kade zu verdanken. Mit einem Traum-Weitschuss aus über 20 Metern, der in der 86. Minute via Latte ins Tor fliegt, rettet der Deutsche seine Mannschaft im Achtelfinal gegen den FC Sion in die Verlängerung. Und weil es so schön war, hängt er vier Tage später in St. Gallen aus der beinahe gleichen Position nochmals einen ins Tor. Dann ist es allerdings die 85. Minute.Der späte Barry bringt den WurmGegen Lugano spielen? Das scheint Thierno Barry nicht zu mögen. Denn zweimal leistet sich der Franzose in diesem Jahr vor einem Spiel gegen die Tessiner eine Undiszipliniertheit – und wird bestraft. Erst im Februar im Cup, als er und Renato Veiga am Spieltag zu spät ins Training kommen und erst zur Pause eingewechselt werden. Dann im Juli in der Meisterschaft, als Barry – im Nachgang an einen Ausgang mit mehreren Teamkollegen – erneut zu spät kommt. Beide Male ist der Wurm drin – und verliert der FCB.Der Shaqiri des JahresCollage: BaZFünf in WinterthurEckball-Vorlage auf Carlos, Chip-Vorlage auf Traoré, Schlenzer-Tor zum 3:0, Pass-Vorlage auf Baro und zum Schluss noch ein direktes Eckball-Tor zum 5:0. Gegen Winterthur am 26. Oktober zeigte Shaqiri eine Leistung sondergleichen. Der letzte Spieler, der beim FC Basel zuvor letztmals fünf Skorerpunkte in einer Partie zeigte, war der vielleicht einzige Rückkehrer von vergleichbarem Format: Alex Frei, im September 2011.Drei gegen ServetteZugegeben, der schönste aller Hattricks war es nicht. Beim Freistoss half die Mauer mit, beim Penalty braucht es den Nachschuss und beim 3:0 sieht Servette-Goalie Jeremy Frick nicht wirklich gut aus. Doch drei Tore bei einem 3:1-Sieg – verbunden mit dem Sprung an die Tabellenspitze – sprechen für sich. Da fragt im Nachhinein keiner mehr, wie die Treffer gefallen sind.Einer auf dem BalkonWeit oben über der Plattform steht er. Unter ihm sind sie zu Tausenden, jubeln ihm zu, zünden Pyros. Und es dauert nicht lange, bis der frisch in Basel angekommene Shaqiri vom Meistertitel spricht, den er dem Club und dessen Anhängerschaft bringen will. Ein memorabler erster Auftritt nach der Rückkehr, wie ihn vor ihm noch kein Vertreter des FC Basel zelebriert hat.Das Zitat des JahresCollage: BaZCelestini denkt an RahmenFabio Celestini lieferte im Laufe dieses Jahres ein paar unterhaltsame Zitate. Über Rote Karten, missverstandene Journalisten-Fragen oder Innenverteidiger, die sich besonders aufopferungsbereit geben. Eines hebt sich aber aufgrund seiner Ernsthaftigkeit und Klarheit von den anderen ab. Es bezieht sich auf 1:0 der Basler gegen YB im Oktober, auf den Druck, der damals nach zwei Niederlagen auf Celestini wirkte und auf die Entlassung Patrick Rahmens: «Hätte Sandro Lauper den Penalty bekommen und keine Rote Karte, wäre ich vielleicht weg und Patrick Rahmen wäre top.» Celestini bringt damit zum Ausdruck, wie eng es im Fussball zuweilen ist – und dass man sich beim FCB als Trainer nicht allzu fest im Sattel wähnen darf.Degen erinnert sich ans HonorarIm April stellt sich der Verwaltungsrat der EHC Basel Holding AG diversen Medien zum Gespräch. Themen sind dabei die finanziellen Verhältnisse, aber auch die Geschäftspraktiken hinter den Kulissen. Dabei gesteht die Führungsriege Diverses. Auch, dass David Degen für seine Arbeit in Form eines Mandatsvertrags ordentlich entlöhnt wird. Zuvor war irreführend stets nur von Spesenentschädigung die Rede gewesen. Nun sagt Degen selbst: «Ja, vielleicht war es ein Fehler, dass ich es nicht von Anfang an als Honorar bezeichnet hatte.» Vielleicht?Adjetey spricht von VaterfigurMag vorangegangene Episode keine Sympathie-Punkte gebracht haben, so zeichnet ein Spieler des FC Basel schliesslich Mitte September ein weit positiveres Bild von David Degen und wählt dabei Worte, die man so im Zusammenhang mit dem FCB-Präsidenten nun wirklich noch nie gehört hat: «David Degen ist wie ein Vater für mich», sagt Jonas Adjetey im ersten grossen Interview, das er schliesslich dieser Zeitung gibt. Wir sind gespannt, wie der nächste Spieler heisst, für den Degen eine vergleichbare Bedeutung hat.Der Abschied des JahresCollage: BaZFrei vor dem MatchEr hat sich eine würdige Affiche ausgesucht, um eine Ehrenrunde im Joggeli zu drehen. Den Klassiker gegen den FC Zürich. Vor diesem Spiel betritt Fabian Frei noch einmal den Rasen und richtet emotionale Worte an die Anwesenden. Der Abschied als Ganzes war der Basler Legende aber nicht würdig. Zu schnell ging alles. Zu viele Diskussionen gab es im Vorfeld.Lang zwischen dem MatchEs war der erste der emotionalen Basler Abschiede in diesem Sommer. Michael Lang wird beim 1:2 gegen den FC Lugano tschüss gesagt. Aber nicht vor dem Spiel – sondern in der Pause. Das wirkt ein bisschen knapp. Doch umso sympathischer ist es, dass der baldige Sportchef des FC Wil nach seiner Ehrenrunde über den Zaun in die Muttenzerkurve klettert.Barry nach dem MatchEine richtige Ehrenrunde mit Blumen und so erhält Thierno Barry bei seinem Wechsel zu Villarreal nicht. Doch seine Abschiedsnachricht an den FCB geht manchen Fans unter die Haut. Sie handelt von der schwierigen Anfangszeit, Rassismus, der Liebe zum FCB, von den Barry-Sprechchören beim Testspiel gegen die Bayern. Als Barry dann beim 5:0 gegen Winterthur im Stadion ist, ist die Freude gross.Das Trikot des JahresCollage: BaZFasnachtstrikot schwarz-weissIst sie zu viel? Ist sie lächerlich? Ist sie genial? Bei der Trikot-Flut des FC Basel gehen die Meinungen der Fans auseinander. Ein Hingucker ist das Fasnachtstrikot 2024 aber so oder so. Man darf gespannt sein, was sich die FCB-Designer für den kommenden März ausdenken.Flammentrikot rot-blauNach wie vor haben die polarisierenden Flammentrikots die Chance, Kult zu werden. Dann nämlich, wenn der FCB in ihnen den ersten Titel seit der Saison 2018/19 holt. Sollte das nicht passieren, bleiben die Leibchen halt irgendwo im Spannungsfeld zwischen brandheisse Innovation auf der einen Seite und hässlicher Fehltritt auf der anderen.Geburtstagstrikot goldIm November fliegt der Basilisk über Basel und versteckt seine goldenen Eier. Wer sie findet, erhält eines der neuen Basler Gold-Trikots. Trikot-Flut hin oder her: Diese Aktion hat sich der FCB schön ausgedacht. Und gerechnet hat es sich auch: Beim Verkaufsstart standen die Menschen teilweise stundenlang an. Online ist das limitierte Trikot in den Erwachsenen-Grössen ausverkauft.Die Verletzung des JahresCollage: BaZDer künstliche ZahnAls die TV-Kamera beim Spiel im Februar gegen GC auf das Gesicht von Thierno Barry zoomt, muss man zweimal hinschauen. Da ist doch was anders, oder? Genau! Beim Aufwärmen kam es zwischen dem Franzosen und einem Mitspieler zu einem Zusammenprall, dass Barry gleich zwei Schneidezähne verlor. Dennoch spielte Barry – weil er keine Schmerzen hatte und es nicht blutete. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um ein Implantat handelte, das Barry in dieser Szene weggebrochen ist …Der Kopf, das Auge, der echte ZahnDominik Schmid ist hart im Nehmen. Im Tessin prallt er gegen Lugano in eine Werbebande und holt sich eine Hirnerschütterung, die gut zwei Wochen später gegen Luzern durch die Faust von Marwin Hitz auf Schmids Auge aufgefrischt wird. Gegen Zürich schliesslich sorgt Ballets Ellbogen für einen abgebrochenen Schneidezahn. In dieser Partie spielt er trotzdem durch – und führt schliesslich bis tief im Dezember unbeirrt seine Zweikämpfe mit der notwendigen Intensität.Der Zé, ähm … ZehArlet Junior Zé ist in diesem Jahr vor allem eines: verletzt. Seine Leidensgeschichte beginnt im November 2023, als er sich gegen St. Gallen den grossen linken Zeh bricht. Es folgt eine Operation und Komplikationen, die im August dieses Jahres einen nächsten Eingriff erfordern. Der grosse Zeh bereitet dem 18-jährigen Zé so grosse Sorgen, dass er im Jahr 2024 nur zu ganz wenigen Teileinsätzen kommt. Was schon sicher ist: Dank Nachnamen und verletztem Körperteil ist Junior Zés Zeh der Titel für das Wortspiel des Jahres sicher …Der Captain des JahresCollage: BaZFabian Frei, von BordEr geht als Captain ins Kalenderjahr. Er geht als Captain in die neue Saison und führt die Mannschaft in das Auftaktspiel gegen Lausanne-Sport. Und er geht als Captain am Transfer-Deadline-Day von Bord, nachdem er die Mannschaft nach dem Lausanne-Spiel nicht mehr als Captain in eine Liga-Partie hat führen dürfen. In Winterthur ist er seither vieles. Aber weder Rekord-Spieler noch Captain.Dominik Schmid, in VertretungOffiziell ist er noch gar nie Captain des FC Basel gewesen. Aber man müsste nun ganz genau schauen, ob er die Captain-Binde in diesem Kalenderjahr nicht mehr getragen hat als jeder andere offizielle Captain des FC Basel. Sicher ist: In der bisherigen Saison ist er der Bindenträger Nummer 1.Taulant Xhaka, von der BankMan kann sich an keinen Captain des FC Basel erinnern, der so wenig mit der Captainbinde auflief, wie das Taulant Xhaka bisher getan hat. Und wenn das bis zu seinem Vertragsende 2027 so weitergeht, dann wird er zum aussergewöhnlichsten Captain der Fussball-Geschichte.Das Papier des JahresCollage: BaZStaunen mit Renato VeigaGut möglich, dass sich Renato Veiga im Nachhinein als Schnäppchen erweist. Denn er hat in seinem ersten Halbjahr für Chelsea bereits 17 Pflichtspiele absolviert und in der portugiesischen A-Nationalmannschaft debütiert. Allein: Dass der FC Basel für ihn im Sommer rund 15 Millionen Euro Ablöse aushandelte, erstaunt ausser seinem grossen Fürsprecher David Degen noch immer so ziemlich jeden Beobachter. Denn in der einen Saison für Rotblau wäre der Club beinahe abgestiegen und hat Veiga weniger oft überzeugt, als dass er durch sein fragwürdiges Verhalten aufgefallen ist. So gesehen ist das Ablöse-Papier auch dann Gold wert, wenn der Marktwert des Portugiesen demnächst durch die Decke schiessen sollte.Zuschauen bei Ricardo Calafiori15 Millionen Euro per «Direktverkauf»? Ist doch ein Klacks, wenn man locker 20 Millionen Euro machen kann, ohne dass man dabei auch nur den Hintern an einen Verhandlungstisch bewegen muss: Im Sommer davor haben die Basler zwar «nur» rund neun Millionen für den Transfer von Riccardo Calafiori nach Bologna erhalten, sich aber im Gegenzug eine Weitertransfer-Beteiligung in der Höhe von rund 50 Prozent ausgehandelt. Und der Spieler? Der startet in seiner italienischen Heimat durch, reist auf den letzten Drücker mit der «Squadra Azzurra» an die EM und ist dort so etwas wie die Entdeckung des Turniers. So eben, dass Arsenal sich seine Dienste für rund 50 Millionen Euro Ablöse sichert – und der FCB an einem Weitertransfer partizipiert wie noch nie zuvor.Abwarten mit der UefaJüngste Recherchen haben ergeben: Fast ist sie nun drauf, die Unterschrift auf diesem Papier, das die Konditionen zwischen dem FCB als Vermieter und der Uefa als Mieter regelt, wenn es um den St.-Jakob-Park und die Europameisterschaft der Frauen geht. Allein: Irgendwie unterscheidet sich diese Wasserstandsmeldung unwesentlich von den vorangegangenen Zwischenberichten. Aber hey! Basel ist als Austragungsort des Eröffnungs- und Finalspiels ja nur der wichtigste Austragungsort der EM – und bis Anfang Juli ist noch viel Zeit!Der Messias des JahresCollage: BaZThierno Barry, Tor-GarantDer FC Basel stabilisiert unter Fabio Celestini rasch die Abwehr. Tore schiessen kann die Mannschaft aber nicht. Oder fast nicht. Denn es gibt im Frühjahr 2024 die eine grosse, entscheidende Ausnahme, die zuvor so ziemlich alles versemmelt hatte, was ihr vor die Füsse gekommen war: Thierno Barry trifft insgesamt neunmal und wird schon früh zum Heilsbringer, der schliesslich mit seinen Treffern massgeblich zum Basler Klassenerhalt beiträgt.Xherdan Shaqiri, Traum-FabrikantMit seiner Ankunft feiert der FC Basel bei seinem Anhang eine Art Auferstehung. Cupsieg? Im Vorbeigehen! Meistertitel? Müsste drinliegen. Champions League? Achtung, die Basler kommen!Fabian Frei, Migros-MessiasEr muss 35 Jahre alt werden und nach Winterthur wechseln, um eine komplett neue Erfahrung zu machen. Die Rede ist nicht vom Migros-Restaurant, in dem er seither zu Mittag isst. Sondern davon, wie er beim Abstiegskandidaten Nummer 1 als Heilsbringer empfangen wird. Der Methusalem ist plötzlich Messias. Nun fehlt nur noch das Wunder …Der Bankdrücker des JahresCollage: BaZTaulant XhakaVon Fussballern und anderen Menschen heisst es zuweilen, dass sie ihre restliche Zeit bei einem Arbeitgeber absitzen. Bei Taulant Xhaka ist das Gegenteil der Fall: Von der Ersatzbank aus spornt er seine Teamkameraden an, ärgert sich über Schiedsrichter-Entscheide und jubelt überschwänglich, wenn der FC Basel gerade ohne ihn ein Tor erzielt hat. Damit ist er um einiges aktiver als jeder Torhüter in diesem Sport – und auch als der eine oder andere Feldspieler – und verleiht dem Wort Edelreservist eine neue Dimension.Albian AjetiNachdem am 23. August Kevin Carlos’ Transfer nach Basel öffentlich wurde, stand Albian Ajeti in der Liga noch genau vier Mal in der Basler Startformation. Dann musste er seinen Posten für den Neuankömmling räumen. Ob das reicht, damit sich Ajetis Verlängerungsklausel aktiviert?Jose BlesaSo oft wie er drückt beim FCB keiner die Bank. Das sieht man schon von weitem an der breiten Brust. Jose Blesa (962148815641), ehemaliger Ernährungsberater von Cristiano Ronaldo, ist seit der Sommer-Vorbereitung beim FCB für Speis und Trank der Profis zuständig. Und stand auch schon bei Body Building Wettbewerben auf der Bühne.Der Flug des JahresCollage: BaZAnflug des JapankäfersHauptflugsaison. Das ist so ein Wort, das in diesem Sommer in der Stadt Basel immer wieder auftaucht. Fadenwürmer ist auch eines. Oder Bewässerungsverbot. Und Schuld an all dem ist der Japankäfer. Derzeit hört man nichts mehr vom Schädling aus Asien. Aber abwarten. Noch sind nicht alle Fragen um das abgetragene Trainingsfeld 20 geklärt. Und irgendwo in der Erde schlummern ja noch die Larven.Ausflug der NachtschwärmerKein Schwarm Japankäfer, aber ein Schwarm FCB-Spieler flog in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli in das Basler Nachtleben aus. Besonders ungünstig ist das, weil es kurz vor dem Saisonauftakt gegen Lausanne-Sport ist und weil der FC Basel dieses Spiel verliert. Gepaart mit den Unruhen um Captain Fabian Frei und weiterführenden disziplinarischen Massnahmen gegen Thierno Barry und Benjamin Kololli, sorgte das für einen unruhigen Basler Saisonstart.Abflug des FlügelsBénie Traoré ist der Lukas Görtler des FC Basel. Nicht von der Spielweise her. Auch nicht von den Verdiensten für den Club. Aber beide Spieler sehen in diesem Jahr eine Rote Karte, die für viel Kritik an der Regelauslegung sorgt. Beide spielen in der Aktion zuerst einen Pass und treffen danach ihren Gegenspieler mit der Sohle oberhalb des Knöchels. Etwas Linderung aus Basler Sicht: Die beiden Spielsperren, die Traoré für seinen Abflug durch Rot erhielt, wurden durch die SFL nachträglich auf eine Sperre reduziert.Der Horizont des JahresCollage: BaZDer nächste MaiEs ist gar nicht mehr so lange hin, bis am 24. Mai 2025 die letzte Runde der Championship Group, also der Meisterrunde der Super League, stattfindet. Ein Zeithorizont, der bei einigen FCB-Fans hoffnungsvolle Glücksgefühle auslösen dürfte. Denn derzeit scheint es nicht unmöglich, dass der Barfüsserplatz an diesem Abend rappelvoll und rotblau werden könnte.Xhakas VertragsendeTaulant Xhaka hat einen Vertrag beim FC Basel bis zum Sommer 2027. Das ist allen klar – ausser vielleicht der «Person X», die laut Bruder Granit im März versucht hat, Taulant vom FCB wegzubringen. Item. Es stellt sich im Hinblick auf die nur 196 bisherigen Einsatzminuten aber die Frage, ob der Basler Captain überhaupt Lust darauf hat, bis 2027 Teil dieser Mannschaft zu sein, sollte es denn im gleichen Stil weitergehen.Horizon2026 AGBisher wurde viel zu wenig darüber spekuliert, warum die Horizon2026 AG überhaupt auf das Jahr 2026 datiert ist. Wird der FCB in diesem Jahr erstmals wieder Meister? Doublesieger? Verkauft man dann alle Spieler aufs Mal und holt sich 35 neue? Oder ist es das Jahr, in dem Yann Sommer, Granit Xhaka und Mohamed Salah gemeinsam zum FC Basel zurückkehren? Fragen über Fragen.Der FCB in der WinterpauseDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • FC Basel: Vorverlegung des Cupspiels in Carouge

    FC Basel – Vorverlegung des Cupspiels in CarougeDie Viertelfinalpartie des Schweizer Cups zwischen dem FC Basel und Étoile Carouge wurde um eine Stunde vorverlegt.Publiziert heute um 16:14 UhrAm 26. Februar trifft der FC Basel auswärts auf Étoile Carouge.Foto: FC BaselJetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDer FC Basel trifft im Viertelfinal des Schweizer Cups am Mittwoch, den 26. Februar, im Stade de la Fontenette auf Étoile Carouge. Wie der FCB am Freitag mitteilt, wurde die Partie um eine Stunde vorverlegt und startet neu um 19.30 Uhr.Der FCB gewinnt gegen LuzernDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».Linus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

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    Drei Ausfälle – Die mögliche FCB-Aufstellung gegen den BSC Young BoysFabio Celestini muss im letzten Liga-Auswärtsspiel der Saison auf Dominik Schmid, Taulant Xhaka und Finn van Breemen verzichten.Publiziert heute um 16:21 UhrDominik Schmid erlitt am Mittwoch in der Nachspielzeit in Lausanne eine Gehirnerschütterung.Foto; Pascal Muller (Freshfocus)Acht Mal hat der FC Basel in der Super League zuletzt gewonnen. Das ist meisterlich! Nun führt die Reise am Sonntag den FCB nach Bern zum BSC Young Boys (14.15 Uhr, BaZ-Liveticker).Stadion: Wankdorf. – Schiedsrichter: Schnyder.FC BaselVoraussichtliche Aufstellung (4-2-3-1): Hitz; Mendes, Adjetey, Vouillouz, Cissé; Avdullahu, Metinho; Kade, Shaqiri, Otele; Ajeti.Ersatz: Salvi, Pfeiffer; Barisic, Rüegg, Akahomen, Baro, Sigua, Leroy, Traoré, Fink, Soticek, Zé, Carlos.Verletzt: Van Breemen (Knie), Schmid (Gehirnerschütterung).Gesperrt: Xhaka (Meisterfeier-Sperre).

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    AboWiedersehen mit Rotblau – Kololli: «Ich sage: FC Basel, du bist schuld»Nun bei Sion unter Vertrag, spricht Benjamin Kololli über die «tote» FCB-Mannschaft, zu der er stiess, und sagt, wo er die wahren Schuldigen einer verhängnisvollen Nacht im Ausgang sieht.Publiziert heute um 11:43 Uhr«Der FC Basel hat mir die Schuld in die Schuhe geschoben», sagt der ehemalige FCB-Akteur Benjamin Kololli.Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkBenjamin Kololli, kürzlich sagten Sie, die Rückkehr vom FC Basel zum FC Sion sei eine der besten Entscheidungen Ihrer Karriere gewesen. Wie meinen Sie das?Für mich ist es einfach super hier. Ein Hauptgrund ist die Nähe zur Familie. Ich habe zwei Töchter, die jüngere ist acht Monate alt, und lebe mit meiner Frau hier im Wallis inmitten von Leuten, die ich kenne. Meine Eltern, mein Bruder, mein Geburtsort – das alles ist nun sehr nah zusammen. Ausserdem sind die sportlichen Leistungen, die ich hier gezeigt habe, wohl mit die besten überhaupt in meiner Karriere.Wollen Sie damit sagen, andere Karriereschritte waren weniger glücklich – zum Beispiel der Wechsel zum FC Basel im Dezember 2023?Nein, überhaupt nicht. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, für den FC Basel spielen, ist das eigentlich immer die beste Entscheidung, die man treffen kann.Ihre Ankunft in Basel war jedoch von Zweifeln begleitet. Nicht nur werweisste man über Ihre Form, spielten Sie zuvor doch in der zweiten japanischen Liga. Auch wurden Vorwürfe zu homophoben Aussagen in Ihrer Vergangenheit medial aufgegriffen. Wie erlebten Sie diese Phase?Persönlich genommen habe ich das nicht. Ich nahm mir einfach vor, zu beweisen, dass es anders ist, als die Kritiker denken. Erstens, dass ich kein homophober Mensch bin, und zweitens, dass ich das Niveau habe, das es für die Schweiz braucht. Zu Zweiterem muss man sagen: Die japanische Liga ist wirklich sehr gut. Wäre sie in Europa, würde sie in meinen Augen zu den Top-5-Ligen zählen …Das meinen Sie ernst?Ja! Hier in der Schweiz ist das Niveau fern gelegener Länder nicht so bekannt. Aber glauben Sie mir, die erste japanische Liga – dort habe ich ja angefangen zu spielen, bevor wir abgestiegen sind – ist mit Abstand besser als die Schweizer Super League. Mit Abstand.Dennoch standen da noch die Vorwürfe wegen Homophobie im Raum. Wurden die beim Wechsel zum FC Sion eigentlich in ähnlichem Ausmass diskutiert wie in Basel?Überhaupt nicht, das war hier kein Thema. Auch als ich vor einigen Jahren zum FC Zürich wechselte, hat niemand etwas zu diesem Video gesagt. Mein Berater meinte deswegen auch zu mir: Benji, das passiert nur beim FC Basel.Und warum denken Sie, dass dem so ist?Keine Ahnung. In Basel wird alles angeschaut, was hinter einem liegt, weil es irgendwie interessiert. Doch am Ende haben mich die Leute ja geliebt und gesehen, dass ich kein Homophober bin. Und wenn man dieses Video schaut und gut Französisch spricht, merkt man ja, dass ich gar nichts Homophobes gesagt habe.Sie bereuen Ihre Worte also nicht, sondern sehen das Ganze eher als ein grosses Missverständnis.Ja, ganz klar.Im Januar 2024 schoss Kololli den FC Basel im St.-Jakob-Park zum 1:0-Sieg über YB.Foto: Toto Marti (Freshfocus)Beim FC Basel waren Sie jedenfalls ein stabilisierendes Element, in Erinnerung bleibt beispielsweise Ihr Siegtreffer beim 1:0-Heimsieg gegen die Young Boys. Hatten Sie den Eindruck, dass Ihre Leistungen ausreichend gewürdigt wurden?Ja, dieses Gefühl habe ich schon. Mein Job war es, dem Team zu helfen, aus dieser Scheisssituation herauszufinden, und das haben wir geschafft. Gleich bei meiner Ankunft sagte mir Fabio Celestini ja, dass die Mannschaft tot sei und dass es meine Aufgabe sei, zu …Moment. «Tot»?Ja sicher, zumindest in der Garderobe war sie tot. Niemand hat geredet, alle waren am Handy. Eine der Massnahmen von Celestini war dann, die Handys aus der Garderobe zu verbannen. Er hat die Mannschaft gut gespürt. Meine Rolle war es jedenfalls, als erfahrener Spieler in der Garderobe etwas zu bewirken, die Leute zusammenzubringen.Die Frage nach der Anerkennung Ihrer Leistungen stellt sich ja auch deshalb, weil Sie in der Saison darauf sehr schnell auf dem Abstellgleis gelandet sind. Fanden Sie dieses Vorgehen fair?Fair … (lacht) Klar ist das unfair, aber als Fussballer muss man das akzeptieren. Jeder Verein hat Ziele, und wenn man als Spieler nicht mehr in dieses Konzept passt, dann muss man weg.Das haben Sie für sich so beschlossen?Ja. Es gibt Situationen, in denen man den Trainer noch von sich überzeugen kann. Beim FCB war das aber nicht möglich. Ich war alt, Shaqiri war da, und der Club wollte auf die jungen Spieler setzen. Natürlich war das eine harte Erkenntnis: Ich wurde gebraucht, als die Situation schlecht war – doch als man mit den Erlösen aus den Transfers von Thierno Barry und Renato Veiga plötzlich 30 Millionen mehr in der Kasse hatte, sah die Welt mir gegenüber dann natürlich anders aus. Doch das muss man akzeptieren.Für Aufsehen sorgte zuvor jedoch jene Nacht, in der Sie und andere Spieler wenige Tage vor Saisonstart im Ausgang gesichtet wurden. Kurz darauf verlor der FCB in Lausanne mit 2:3. Nun mit etwas Abstand betrachtet: Hat dieser Vorfall den Anfang vom Ende Ihrer Zeit in Basel eingeläutet?So würde ich das nicht sagen. Thierno Barry beispielsweise war an diesem Abend ja auch dabei und wurde dennoch erfolgreich verkauft. Meiner Ansicht nach wäre meine Zeit in Basel ohne diesen Vorfall gleich verlaufen.Dann bereuen Sie diesen Ausgang nicht?Nein, überhaupt nicht. Denn aus meiner Sicht hat der FC Basel da etwas falsch gemacht.Wie bitte?Das Ganze begann ja an einem Mannschaftsabend, den der FC Basel organisiert hatte, und zwar drei Tage vor Saisonbeginn. Da muss man doch damit rechnen, dass die Spieler später weiterziehen. Für den Club ist es im Nachhinein natürlich einfach zu sagen: Ihr Spieler, die da weitergegangen seid, seid an allem schuld. Ich finde: Nein, FC Basel, du bist schuld, weil du zuerst diesen Abend organisiert hast! Das würde keine andere Mannschaft im Profibereich zu diesem Zeitpunkt machen.Tatsächlich standen Sie dann im Zentrum einer Aufmerksamkeit, die negativ geprägt war. Sie sehen es aber eher so, dass der Club Ihnen die Schuld in die Schuhe geschoben hat?Genau! Klar, gegen Lausanne haben wir verloren, wir waren nicht bereit. Darauf hiess es dann, wir – als die sechs bis sieben Spieler, die an jenem Abend dabei waren, darunter ich und Thierno Barry – seien die Ursache aller Übel. Allerdings: Barry hat in diesem Spiel zwei Tore erzielt. Kann man dann wirklich sagen, die Schuld liegt bei ihm? Ich möchte hier keine Ausreden suchen, wirklich nicht. Aber für mich ist der erste Schuldige der FC Basel. Er hat das organisiert.Der FC Basel hat das Teamfest zu Beginn des Abends organisiert, nicht den Ausgang …Ja, aber damit hätte er rechnen müssen. Wir waren in der Sandoase bei einem Barbecue. Als es später wurde, vielleicht 21 Uhr, war doch klar, dass ein paar Spieler noch weitergehen würden. Meiner Ansicht nach ist es für die Stimmung innerhalb eines Teams sogar gut, wenn gemeinsam etwas unternommen wird. Wenn ich Trainer wäre und nach einem Mannschaftsabend sehen würde, wie alle auf direktem Weg nach Hause gehen, würde ich denken: Da läuft etwas falsch in meinem Team. Und damit meine ich überhaupt nicht die Art von Ausgang, bei der man sich bis um 5 Uhr morgens volllaufen lässt. Wir hatten ein, zwei Getränke und gingen um knapp 1 Uhr wieder nach Hause. Die Aussagen, dass wir die ganze Nacht gefeiert hätten, stimmen nicht. Aber ja, der FC Basel hatte dann seinen Schuldigen ja bereits gefunden …Nämlich Sie.Das fand ich sehr egoistisch vom FCB. Eigentlich müsste man seine Spieler schützen. Da ist es für mich zu einfach, nur den anderen die Schuld zu überlassen. Ich sage, FC Basel, du bist schuld, weil du dieses Fest zu jenem Zeitpunkt organisiert hast.Geht man denn in Sion anders mit solchen Situationen um?Ja, schon. Was man am Mittwochabend gemacht hat, interessiert die Leute hier nicht.Nun sind Sie mit dem FC Sion bei einem Club, der für Menschen aus der Deutschschweiz zuweilen schwer zu greifen ist. Sie aber kennen beide Seiten, sind in Aigle geboren, spielten nun aber auch für Städte wie Zürich, Basel und Bern. Was macht den FC Sion aus?Der FC Sion ist ein leidenschaftlicher Familienclub. Und ja, unser Präsident prägt uns natürlich auch. Alle kennen ihn, und er tut alles für die Mannschaft. Wir sind alle wie Söhne unseres Präsidenten. Das ist von aussen schwierig zu verstehen. Er ist da für uns, wie ein Vater von uns allen.Das klingt ja schon speziell. Kaum jemand würde in Basel sagen, David Degen ist wie eine Vaterfigur für die Spieler …Ja, absolut, und mir ist bewusst, dass das irgendwie komisch und lustig klingt. Aber doch ist es irgendwie so. Man darf das nicht schlecht aufnehmen. CC (Christian Constantin, Präsident des FC Sion, Anm. d. Red) ist einfach CC. (lacht)Nun gibt es Stimmen, die dem FC Sion in dieser Saison zutrauen, für eine Überraschung zu sorgen. Wie sehen Sie das?Das sehe ich genauso. Wir haben eine gute Mannschaft, zudem ist unser Präsident ruhiger geworden. Wir möchten es in die Top 6 schaffen, ein besseres Resultat nehmen wir natürlich auch. Wir ziehen hier alle am gleichen Strang, das macht uns stark.Und sollten Sie nun am Samstag gegen den FCB drei Tore schiessen, wie jubeln Sie dann?Nicht so wie gegen andere Teams, denn ich bin dankbar für meine Basler Zeit. Vielleicht juble ich auch gar nicht. Ich freue mich darauf, einige Kollegen vom FCB wiederzusehen. Für Samstag gilt aus meiner Sicht: Möge der Bessere gewinnen.Der FC Basel verpasst die Champions LeagueNewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Transfer beim FC Basel: Die Leidenszeit von Arnau Comas beim FCB ist vorerst vorbei

    Transfer beim FC Basel – Die Leidenszeit von Arnau Comas beim FCB ist vorerst vorbeiDer Innenverteidiger verlässt Basel und wechselt leihweise mit Kaufoption zu SD Eibar in die zweite spanische Liga.Publiziert heute um 17:18 UhrNach zweieinhalb Jahren ist vorerst Schluss: Arnau Comas verlässt den FC Basel in Richtung Spanien.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkEs kommt nicht überraschend, was der FC Basel am Freitag kommuniziert. Angesichts der mangelnden Spielzeit der letzten Monate – ja, sogar Jahre – war damit zu rechnen. Auch aufgrund der Gerüchte, die es sowohl diesen Winter als auch im vergangenen Sommer gab. Arnau Comas verlässt den FC Basel nach 43 Pflichtspieleinsätzen. Der 24-Jährige tut das per Leihe bis Ende Saison mit Kaufoption zum spanischen Zweitligisten SD Eibar, der sich momentan auf Meisterschaftsplatz elf befindet.Für den FC Basel bedeutet das bereits den zweiten Abgang eines Innenverteidigers in diesem Winter. Nachdem der 17-jährige Marvin Akahomen den Club per Leihe bis Sommer 2026 in Richtung FC Wil verliess, ist nun auch Comas auf Leihbasis weg. Sein Vertrag in Basel läuft derzeit noch bis zum Sommer 2026.Damit verfügt Fabio Celestini mit Jonas Adjetey, Adrian Barisic, Nicolas Vouilloz und Finn Van Breemen noch über vier Innenverteidiger. Das ist grundsätzlich ausreichend für die defensive Viererkette, die Celestini derzeit spielen lässt. Ausschliessen kann man gleichwohl nicht, dass der FCB die Augen auf dem Transfermarkt offen hält. Entsprechende Gerüchte kursieren derzeit keine.Comas’ Zeit beim FC Basel nahm im Sommer 2022 ihren Anfang, als er von der B-Mannschaft des FC Barcelona zu Rotblau wechselte. Schnell wurde der Katalane zum festen Bestandteil der Basler Innenverteidigung und überzeugte durch seine Abgeklärtheit und die hohe Qualität in der Arbeit gegen den Ball. Doch Verletzungen sollten sich ihm schon bald in den Weg stellen.Im Trainingslager vom Januar 2023 zog er sich eine Muskelverletzung zu. Nach anfänglicher Besserung folgte im April die Nachricht, der Innenverteidiger würde voraussichtlich bis Ende Saison ausfallen. So war es dann auch.Erst der Meniskus, dann die SchulterAuf die Saison 2023/24 hin war Comas wieder fit, verpasste nur zwischenzeitlich zwei Spiele aufgrund von Problemen am Oberschenkel. Doch im Oktober verletzte er sich gegen Servette nach nur vier Minuten am linken Aussenmeniskus und musste operiert werden. Erneut fiel er für mehrere Monate aus. Gegen Ende der Spielzeit konnte er zwar noch zwei Einsätze bestreiten, doch an sein anfängliches Niveau sollte er nur ansatzweise wieder herankommen.Die Saison 2024/25 begann für Comas hoffnungsvoll. In den ersten beiden Spielen stand er sogleich in der Startelf. Doch beide gingen verloren und Fabio Celestini tauschte Comas für die darauffolgenden Partien durch Finn Van Breemen aus. Drei Mal war Comas auf der Bank, einmal nicht im Aufgebot, bevor er gegen den FC Zürich wieder eine Chance erhält. Es sollte sein vorerst letztes Spiel für den FC Basel sein.Bei der 0:2-Niederlage renkte sich Comas, erneut in der Startphase, die rechte Schulter aus. Die Regenerierung dauerte Wochen. Vier Mal steht Comas danach noch im Aufgebot. Einmal fehlt er noch aufgrund von Beschwerden im Oberschenkel. Zu einem Einsatz für den FCB kommt er nicht mehr. Nun verlässt er den Club nach zweieinhalb Jahren geprägt von Verletzungen.Der FC Basel vor dem KlassikerDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare