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Ajeti und Dräger sorgen für ein ruhiges Basler Saisonende

Das erste Tor von Albian Ajeti nach dessen Rückkehr zum FCB leitet den Basler Sieg gegen Lausanne-Ouchy ein.

Passender hätte die Szene für diesen Basler Auftritt nicht sein können: Finn van Breemen flankt, Albian Ajeti will volley abschliessen. Doch der Stürmer, der erst fünf Minuten auf dem Rasen des St.-Jakob-Parks ist, schlägt im Strafraum erst über den Ball, ehe er im zweiten Versuch das Spielobjekt mit viel Gefühl über Lausanne-Ouchy-Goalie Jérémy Vachoux lupft.

Es ist dies nach einer guten Stunde nicht nur das erste Tor der Partie. Es ist auch der erste Treffer des 27-jährigen Angreifers nach dessen Rückkehr zu seinem Stammverein. Und: Es ist vor allem das Tor, das dem FC Basel das Tor zu den drei Punkten öffnet, die mathematisch dafür sorgen, dass Rotblau auch in der nächsten Saison in der höchsten Spielklasse vertreten sein wird. Und dass Rotblau einen ruhigen Saisonendspurt vor sich hat. Unabhängig davon, wie die beiden ausstehenden Basler Partien gegen den Grasshopper Club und Yverdon ausgehen.

Mini-Kulisse im Joggeli

Die Tore von Ajeti und in der Nachspielzeit von Mohamed Dräger bedeuten auch, dass der FC Stade Lausanne-Ouchy nach nur einer Spielzeit in der Super League künftig wieder eine Liga tiefer kickern wird. Aber das ist am Ende dieses drittletzten Spieltags nur eine Randnotiz. Vielmehr wird die Heimelf von den Fans gefeiert.

Ebenfalls eine Randnotiz: Offiziell sollen 17’319 Zuschauer im Joggeli gewesen sein. Tatsächlich haben sich an diesem Dienstag wohl aber ein paar Tausend Menschen weniger in der Brüglinger Ebene aufgehalten. Angesichts der Wichtigkeit dieser Partie für den FCB ist diese Mini-Kulisse enttäuschend.

Diejenigen, die da sind, sehen einen FC Basel, dessen Leistung über weite Strecken ein Spiegelbild vieler Spiele in dieser Saison ist. Zwar verschläft Basel diesmal die erste Halbzeit nicht. Im Gegenteil: Es ist klar zu erkennen, was Fabio Celestini von seiner Mannschaft gegen den Tabellenletzten sehen will: Dass sie diesen früh im Spielaufbau stört.

Das gelingt. Doch auf den letzten dreissig Metern, in denen die Basler die Bälle Mal für Mal erobern, passiert viel zu wenig. Entweder steht der früh eingewechselte Ersatzgoalie Vachoux im Weg, ein Basler im Abseits oder korrigiert der VAR zu recht einen von Schiedsrichter Johannes von Mandach gepfiffenen Handspenalty.

Xhakas Emotionen

Richtig emotional wird es erst, als der Unparteiische zur Pause bittet. Der Applaus von Lausannes Vachoux in Richtung Muttenzerkurve reicht, damit Taulant Xhaka wieder mal im Graubereich läuft und dem Torhüter aufgebracht mit einem – im Spiel nie gesehenen – Sprint in Richtung Garderobe folgt.

Heisssporn: Ersatzgoalie Mirko Salvi muss Taulant Xhaka (links) in der Pause beruhigen, da sich dieser von Lausannes Jérémy Vachoux provoziert fühlt.

Weitaus friedlicher ist es nach dem Abpfiff. Die erleichterten Fans singen: «Nie meh Nati B.» Wie damals vor 30 Jahren, als der FC Basel die Nationalliga B verlassen hat. Seither ist er ununterbrochen in der höchsten Spielklasse vertreten. Und wird es auch in der nächsten Saison sein.

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Dann fangen sich beide und spielen die Partie sicher runter. Erhält aber die bessere Note als Adjetey, weil er seit jenem 4. Dezember keinen einzigen Ernstkampf mehr bestritten hat.Dominik Schmid: 4,5Es ist jetzt nicht so, dass er auf der Schützenwiese ein Feuerwerk an offensiven Aktionen abgebrannt hat. Aber er macht seine Wege. Und er ist gegen den Ball auf seinem Posten.Leon Avdullahu: 5Gibt den gewohnten Ballverteiler im defensiven Mittelfeld. Sein gutes Auge für das Spiel ist allerdings auch dafür mitverantwortlich, dass die – gewiss bescheidenen – Winterthurer mit dem Ball gar nicht erst bis in die Basler Gefahrenzone vorstossen. Schliesst im defensiven Mittelfeld viele Lücken, bevor die Mit- und Gegenspieler überhaupt wissen, dass diese entstehen würden.Metinho: 4,5Erhält vor Leroy und Baro den Vorzug als Nebenmann des stets gesetzten Avdullahu im defensiven Basler Mittelfeld und gibt damit sein Startelf-Debüt für den FCB. 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    AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Erst fliegt Marwin Hitz am Ball vorbei, dann Jonas Adjetey vom PlatzGegen Kopenhagen überzeugt das Basler Zentrum, während die Offensivabteilung blass bleibt. Innenverteidiger Adjetey zieht einen unglücklichen Abend ein.Publiziert heute um 00:12 UhrFCB-Innenverteidiger Jonas Adjetey macht beim 1:1 gegen Kopenhagen keine gute Figur.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 3.5Im regnerischen St.Jakob-Park muss Marwin Hitz lange warten, bis er erstmals eingreifen muss. In der 45. Minute ist er voll auf der Höhe des Geschehens, als ein Freistoss von Lopez in Richtung Lattenkreuz geflogen kommt. In der direkten Anschlussszene ist dies dann nicht mehr der Fall: Hitz verschätzt sich bei Lopez’ Flanke kapital und lässt Gabriel Pereira locker einköpfen. Ein Fehler, der zur Folge hat, dass der FCB seine erarbeitete Führung kurz vor Pausenpfiff schmerzlich hergeben muss. Nach 88. 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Doch nicht nur bringt Adjetey sein Team damit in den Schlussminuten endgültig in Schwierigkeiten, sondern stellt Ludovic Magnin auch hinsichtlich des Rückspiels vor Probleme.Dominik Schmid: 4Ein engagierter Auftritt, wie man ihn von der Basler Identifikationsfigur kennt. Seine Offensivqualitäten zeigt er nach 19 Zeigerumdrehungen: Einem ersten sauberen Kontakt folgt von eine gelungene Flanke, die jedoch keinen Abnehmer findet. Defensiv engagiert, fehlen aber die ansonsten energischen Akzente nach vorne. Umso wichtiger ist sein Block in der Nachspielzeit.Leo Leroy: 4.5Ein gelungener Auftakt des Franzosen. Insbesondere im ersten Durchgang bildet er im Duo mit Metinho ein robustes FCB-Zentrum. Zweimal (11. und 33.) darf er sich zudem beim Schiessen versuchen – zweimal jedoch ist Koparski zur Stelle. Anschaulich ist auch sein Vorstoss in Minute 58, der ebenfalls pariert wird. Nachdem er in der 45. 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Genügend ist dieser Auftritt so nicht.Xherdan Shaqiri: 4.5Der St.-Jakob-Park bebt ein erstes Mal auf, als Shaqiri mit einer Grätsche in Minute 7. seinen Willen unter Beweis stellen zu wollen scheint. Fünf Minuten später schlägt er die scharfe Ecke, die zum Elfmeter führt, und verwandelt diesen standesgemäss. So geht die Basler Führung, die den St.-Jakob-Park lange in Atem hält, zu grossen Teilen auf seine Kappe. Auch wenn in der Folge einige gelungene Zuspiele folgen – in Minute 65. kommt der 33-Jährige gar zu einem eigenen Abschluss – gelingt es Shaqiri in der Folge aber nicht mehr, diesem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Philip Otele: 3.5Dass er antrittsschnell und dribbelstark ist, lässt der Nigerianer gegen Kopenhagen in Ansätzen aufblitzen. Punktgenau ist ausserdem seine Flanke auf den Kopf von Albian Ajeti in der 50. Minute. Um wirkliche Torgefahr anzuzetteln, stehen Otele aber oft zu viele Gegenspieler im Weg. So steht nach Abpfiff kein Skorerpunkt zu Buche. Und keine genügende BaZ-Note.Albian Ajeti: 3.5Nach 3. Minuten tritt der Basler Stürmer ein erstes Mal in Erscheinung: Von Shaqiri lanciert, zwingt er Kopenhagen-Keeper Dominik Kotarski zur Parade. Neun Minuten später bewegt er sich beim Eckball Shaqiris so auf den zweiten Pfosten zu, dass er nur regelwidrig zurückgehalten werden kann, woraus der Basler Elfmeter folgt. Weil er in der 50. einen hochkarätigen Kopfball nicht auf den Kasten bringt und auch sonst Teil einer weitgehend ungefährlichen Basler Offensivabteilung bleibt, reicht der Auftritt nicht für eine genügende Bewertung.Moritz Broschinski: 3.5Kommt in der 68. Minute für Ajeti, so darf der Basler Neuzuzug zum ersten Mal an einer internationalen Partie teilnehmen. Mehrfach tritt der Deutsche im Kopenhagener Strafraum zwar in Erscheinung, bringt aber keinen Ball gefährlich aufs Tor. Lässt das Stadion in der 85. Minute mit einem Lauf aufbrausen, doch verliert den Ball. Für eine genügende BaZ-Note reicht sein Auftritt knapp nicht.Zu kurz im Einsatz für eine BaZ-Note:Koba Koindredi kommt in der 77. Minute für Marin Soticek, Nicolas Vouilloz in der 84. für Leo Leroy. Sie sind damit zu kurz im Einsatz für eine BaZ-Note.Spieler16: XXXFC Basel gegen KopenhagenDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Shaqiri wie Panenka und Pirlo – Mirko Salvi besser als Marwin Hitz

    AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Shaqiri wie Panenka und Pirlo – Mirko Salvi besser als Marwin HitzBeim 2:1-Heimsieg über den FC Luzern richtet es Xherdan Shaqiri vom Elfmeterpunkt und holt sich damit die beste Note ab.Publiziert heute um 23:11 UhrHaben Grund zum Synchron-Jubel: Xherdan Shaqiri (links vorne) und Mirko Salvi (rechts daneben)Foto: Marc Schumacher (Feshfocus).Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 4,5Kann dem Ball nach lediglich 34 Sekunden nur noch hinterherschauen, nachdem ein Winkler-Schuss so von Barisic abgelenkt wird, dass er den Basler Torhüter auf dem falschen Fuss erwischt und zum 0:1 über die Linie hoppelt. Hat dann nur Routine-Arbeit zu verrichten, verletzt sich dabei aber (Hüfte?) und macht in der Pause Platz für Backup-Keeper Mirko Salvi. Diagnose: ausstehend.Joe Mendes: 3,5Der Rechtsverteidiger hatte schon stringentere Auftritte als an diesem Abend, wo er sich kurz vor der Pause in rascher Folge zwei Fehlpässe leistet, die leicht ins Auge gehen könnten. Holt sich kurz vor Schluss dann auch noch mit einer Grätsche gegen Ciganiks in der gegnerischen Hälfte Gelb und fehlt deshalb nun am Sonntag in Genf gesperrt.Adrian Barisic: 4,5Ist nicht ohne Wackler, spielt aber insgesamt den solideren Part in der Basler Innenverteidigung. Dass er den Winkler-Schuss unhaltbar zum 0:1 ablenkt, ist Pech.Jonas Adjetey: 4Da ist natürlich viel an gewonnenen Duellen. Da ist aber auch der eine oder andere fahrige Moment. Insgesamt ein genügender Auftritt des Innenverteidigers.Moussa Cissé: 4Weil Dominik Schmid gesperrt fehlt, darf er erstmals in einem Pflichtspiel von Beginn an ran. Zeigt dabei eine Leistung, die nicht fehlerfrei ist, aber in Ordnung geht. Wird in der 82. durch Van Breemen ersetzt.Leon Avdullahu: 5Das ist ein über weite Strecken robuster und umsichtiger Auftritt, den der Solothurner im doppelt besetzten defensiven Mittelfeld-Zentrum des FC Basel zeigt. Trägt nach Shaqiris Auswechslung erstmals die Captain-Binde.Léo Leroy: 4,5Das ist ein über weite Strecken robuster und umsichtiger Auftritt, den der Franzose im doppelt besetzten defensiven Mittelfeld-Zentrum des FC Basel zeigt. Baut in der zweiten Hälfte leicht ab.Anton Kade: 3,5Darf für sich in Anspruch nehmen, dass er gleich nach dem 0:1 Carlos so im Strafraum findet, dass es zum Elfmeterpfiff und schliesslich zum Ausgleich kommt. Ist in der Folge gewohnt lauffreudig, aber wenig stringent. Wird in der 76. ausgewechselt.Xherdan Shaqiri: 5,5Antonin Panenka und Andrea Pirlo lassen grüssen, als er den Ball beim Elfmeter per Chip zentral zum 1:1 unter die Latte segeln lässt. 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