Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.

Die Frage nach dem FCB-Spiel

Hätte Albian Ajeti Rot sehen müssen?

Albian Ajeti von Basel im Duell mit Anto Grgic von Lugano während eines Super League-Spiels im St. Jakob Park, Basel.
Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.

BotTalk

Der FC Basel gewinnt am Sonntagnachmittag gegen Lugano mit 2:0 dank zwei Toren in der zweiten Halbzeit. Doch zu reden gibt vor allem eine Aktion aus Durchgang eins, die den ganzen Spielverlauf hätte verändern können.

In der 32. Minute nimmt Albian Ajeti im Mittelfeld den Ball mit der Brust an, tut dies aber etwas unsauber und findet sich im Zweikampf mit Gegenspieler Anto Grgic wieder. Ajeti rutscht, spielt den Ball zur Seite auf Xherdan Shaqiri und trifft nach dem Ballkontakt den Gegenspieler mit offener Sohle am Knie.

An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.

Schiedsrichter Johannes von Mandach hat freie Sicht auf die Aktion, entscheidet auf Foul von Ajeti und zeigt dem Basler die Gelbe Karte. Der VAR bleibt stumm. Das gibt auf dem Feld und im Nachgang zu diskutieren. Ist das nicht eine klare Rote Karte?

Ein Fehler zugunsten des FC Basel?

Auf der Pro-Seite liesse sich argumentieren, dass Ajetis Einsteigen gefährlich und das Verletzungsrisiko hoch ist. Eine offene Sohle am Knie kann schlimme Folgen für die inneren Strukturen und letztlich für die Karriere eines Spielers haben. Ajeti winkelt zwar sein Bein nach dem gespielten Ball etwas an, doch er verpasst es, den Fuss zu senken und so aus der gefährlichsten Zone zu nehmen.

Stephan Klossner, Schiedsrichterexperte bei Blue, sagt zur Aktion: «Eine Gelbe ist akzeptabel, aber Rot wäre für mich korrekt gewesen. Die Verletzungsgefahr ist gross.»

Wie kommt es also auf der anderen Seite dazu, dass der VAR nicht eingreift?

Ajetis Fokus liegt auf dem Ball. Die Absicht, Shaqiri anzuspielen, ist klar erkennbar, und letztlich spielt der Basler den Ball auch deutlich, bevor er den Gegenspieler trifft. Am Anwinkeln des Beins ist zu erkennen, dass keine Absicht besteht, den Gegenspieler zu treffen, auch wenn ein Absenken angebrachter gewesen wäre. Lugano-Captain und Ex-Basler Renato Steffen sagt dann auch in der Halbzeitpause, dass eine Rote Karte in dieser Aktion «nicht im Sinne des Fussballs» gewesen wäre.

Ist es also richtig, dass Ajeti auf dem Platz bleiben durfte? Oder hat das Schiedsrichterteam mit dieser Entscheidung einen möglicherweise spielentscheidenden Fehler zugunsten des FC Basel begangen? Entscheiden Sie.

Newsletter

Rotblau aktuell

Erhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.

Weitere Newsletter

Similar Posts

  • FC Basel: Thierno Barry und Benjamin Kololli sind gegen GC mit dabei

    Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – Thierno Barry und Benjamin Kololli sind gegen GC mit dabei Vor dem Auswärtsspiel am Samstag erklärt FCB-Trainer Fabio Celestini, warum die beiden Offensivspieler nach abgesessener Strafe wieder im Kader stehen werden. Publiziert heute um 14:24 Uhr Benjamin Kololli beim Saison-Auftrakt gegen Lausanne-Sport. Foto: Claudio Thoma (Freshfocus) Jetzt abonnieren…

  • FCB leiht Angreifer aus: Andrin Hunziker bleibt – und geht zum KSC

    Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – Andrin Hunziker bleibt – und geht zum KSC Der 21-Jährige verlängert seinen Kontrakt beim FC Basel bis Sommer 2027 und wird in der nächsten Saison für den Karlsruher SC stürmen. Publiziert heute um 17:27 Uhr Vor zwei Wochen nahm Andrin Hunziker das Training mit dem FC Basel auf….

  • Michael Lang bricht sein Schweigen: «Das war für mich eine unfassbar brutale Saison»

    Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – «Das war für mich eine unfassbar brutale Saison» Neun Monate lang hat er keine Rolle gespielt, dann steht er gegen Yverdon in der Startelf. Danach redet Michael Lang über die jüngere Vergangenheit und Zukunft. Publiziert heute um 00:17 Uhr Michael Lang: «Dass ich so lange auf eine Chance…

  • Sportliche Schnitzelbänke in Basel: «Dr Shaqiri lacht, lacht und lacht und lacht»

    AboSportliche Schnitzelbänke in Basel – «Dr Shaqiri lacht, lacht und lacht und lacht»Wenn die Fasnächtler ihre Schnitzelbängg singen, darf natürlich der FC Basel nicht fehlen. Auch andere Sportgrössen bekommen ihr Fett weg.Publiziert heute um 12:00 UhrD Giftspritzi ist belesen und erinnert sich an sportliche Höhepunkte des vergangenen Jahres.Foto: Lucia Hunziker (Archiv)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Basel ist wieder Euphorie. Nach einer Saison zum Vergessen spielt der FC Basel in diesem Jahr vorne mit und hat noch immer gute Chancen, am Schluss Meister zu werden. Mit ein Grund ist die Rückkehr von Xherdan Shaqiri. Der Nati-Star hat die Begeisterung ins Joggeli zurückgebracht und bereits in manchen Matches für den Unterschied gesorgt. Und nicht nur dort, wie die Schnitzelbänkler Bajass & Omega beobachtet haben.Letschti han yych – dr Shaqiri – in dr Rio-Bar aatroffe Mues zue gää – nüm niechtern – sondern scho e bizli bsoffe Völlig usem Hüsli het – är mir e Umarmig gschänggtÄr häig grad bim schiffe – s’Bälleli im Goal versänggtDie Rückkehr von Altstars war in den vergangenen Monaten im Weltsport ganz generell ein Thema – mit unterschiedlichem Erfolg. Dazu haben sich die Schnapsbagge Gedanken gemacht. Und sie präsentieren Insider-Wissen zum FCB.Die 40-jährigi Lindsey Vonn git e Comeback uff Schii und wird aapöbletDr 60-jährigi Mike Tyson boxt gege e Youtuberund wird vo däm vermöbletIn dr Japan-Profiliga schuttet e 58-Jährigeund ych ha erfahre, was ych ni hätt erfahre sotte: Dr Fabio Celestini häb fir dr näggscht Matchdr Karli Odermatt uffbotte.Die Rückkehr von Ehemaligen sei aber keine Blaupause für alle Bereiche, weiss der Blagèèri und meint dabei insbesondere die Politik und einen ehemaligen SP-Regierungsrat, der früher im Mittelpunkt vieler Bängg war.Dr Shaqiri isch zrugg uff Basel kooJetze kas jo nume no nach oobe gooMir hoffe dass das nit yberall gootSusch wird dr Wessels nomol RegierigsrootSo fantasievoll Shaqiris Spielweise ist, so ideenlos und uninspiriert geben sich erstaunlich viele Bängg zu diesem Thema. Die zu kurz geratene Pointe ist bei vielen schlicht: Hahaha, Shaqiri ist halt sehr klein. Stellvertretend für die Fraktion Bodyshaming hier ein Vers von den Laggaffe.Dr Shaqiri lacht, lacht und lacht und lacht,Het bim FCB, Goal und Vorlag gmacht,Dass är grinst, ligt nit nur an däm,Dr Rase kützlet, au unter sine Ärm.… OK, einen noch – vom Heiri:Friener biin y total schüüch vo Buckte uf Basel gschliche.Spöter han y mii sogar mit em Federer vergliche.Hüt verglyych y my mit em andere, nid dass y besser schutti:Dr Heiri wohnt bim Groosi, dr Shaqiri wohnt bim Mutti.Heiri aus Buckten sucht sich seine grossen Vorbilder offenbar im Bereich des Sports.Foto: Dominik PlüssDer grüne Rasen bewegt an der Fasnacht auch abseits des FC Basel. Schliesslich findet in diesem Jahr auch noch eine Europameisterschaft im Joggeli statt. Was wäre, wenn statt der Profi-Fussballerinnen unsere Politikerinnen aufs Feld geschickt würden, hat sich s Dameryschli gefragt. Und ist zu einigen witzigen Antworten gelangt.Wenn an dr Fraue-EM nur Politikerinne derfte spiileWär würdi denn für d Schwiz uff em Blatz verwiile?D Baume-Schneider het kai Zyt und isch drum nit drbyySii hinggt no mit dr AHV-Berächnig hindedryy9 Fraue uff em Blatz düen dr Käller-Sutter längeWill 11 Spielerinne würde s Budget komplett sprängeMit dr Eymann uff em Fäld, wärs uns nit so woolWill die schiesst zwüscheduure no gärn e AigegoalFür d Ineichen Anina hets nur uff s Bänggli glänggtDr Stammblatz het me drum em Esthi Käller gschänggtD Martullo loot nyt duure goo – die würd das Goal verschliesse Und d Ameti glaar im Sturm will die scharf duet schiesse.Bei der allgemeinen Vorfreude auf die Frauen-EM schlagen die Brunzguttere auch kritische Töne an. Worauf freuen wir uns eigentlich bei diesem Event?Alli freue sich uff d EM vo de Fraue!Sii goht als Zäiche, är muess mit, sunscht wird er ghaue.Sii wäg de Lesbe, är für s Bier und wäg de Gläine.Goht wäg em Schutte, bitte, au no irgendäine?Für einige Menschen – das wissen wir allzu gut – geht es beim Fussball allerdings zur Hauptsache ums liebe Geld. Einer, der das schon längst durchschaut hat, ist naturgemäss Hansli Bargäld. Er liefert denn auch einen bestechenden Vorschlag, wie das Baselbiet seine marode Staatskasse sanieren könnte.In Muttenz darfsch nimm spugge,D’Buess koschtet hundert Stai!D Gmaind hett das beschlosse:«S’isch klar, dass mir das wei!»Bi däm, was hitt ains gschpeuzt wird,doo goot’s grad ains, zwai, drei,Biessisch in dr Muttenzerkurve:Baselland wär schuldefrei.Apropos Geld: Dass unser allseits beliebter Baselbieter Tennisstar Roger Federer einiges davon auf der Kante hat, ist bekannt. Dass er mit seinem Gesicht trotzdem so manches Produkt aufwerten hilft, sorgt beim Schmelzpunggt offenbar für Irritationen.In dr Migros bim Poschte bi de Bio RiebliUnd au no bi de Sunnegrääme fir glaini BiebliFinde mir zwai Artiggel – aber sicher kaini achtFir die dr Roger Federer no kai Wäärbig macht.Für die Wyybuure ist die Kritik am Weltstar schon alter Wein in neuen Schläuchen. Sie haben stattdessen für Federer ein neues mögliches Werbeprodukt entdeckt.S git bald kai Wäärbig oni Roger Federer, es isch eso.Das liggt iim seer will är au hinter allem guet ka stoo.Jetz miesst är nur no als Daune-Federer, das wär no digg,E Wärbig mache fyr: «d Fischer Bettwarefabrik!»Zurück zum Fussball: Ebenfalls mit der EM, allerdings mit jener, die im letzten Jahr stattgefunden hat, beschäftigt sich d Giftspritzi. Sie lässt nochmals die Viertelfinalniederlage von Gastgeber Deutschland Revue passieren, bei der den Spaniern in der 119. Minute das Siegtor gelang.Bim EM-Out dehaim dien d SchwoobeHeftig gääge Schiiri toobe:Es syg e Bschiss, e glaare FallDr Spanier haig sy Hand am BallAlli hässig, ussert d AFD:E gstreggte Arm wird deert gäärn gsee!D Rätschbääse befassen sich mit einem doppelten Doppelolympiasieger, dessen beste Zeiten bereits einige Jahre zurückliegen.Dr Simon Ammann isch scho alt, d Karriere gly verbyy.Jetzt haisst s by iim statt «Fliiiiieg» maischtens nur no «Fli».Und drotzdem kämpft är wyter, är wiird vo allne gliebt,wenn äh sy Rollatoor iber d Schanzekante schiebt.Während die Auszeichnungen von Skispringer Ammann weitgehend unbestritten sind, gab es im Boxsport an den vergangenen Olympischen Spielen reichlich Aufregung um eine Goldmedaille. Der Nachtschwärmer hat dafür ganz und gar kein Verständnis.An dr Olympiade, i glaub, I spinnGit’s e Gstürm wäg eme Boxer-INI ka das Ganze nid verstooI froog mi Mami, dää weiss das scho.So ist die Fasnacht in Basel 2025NewsletterDer AbendErhalten Sie zum Feierabend die wichtigsten News und Geschichten der Basler Zeitung.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare