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AboFCB mit neuem Captain

Xherdan Shaqiri ist nun ein Leader mit «Bändeli»

Jan Bamert vom FC Thun im Zweikampf gegen Xherdan Shaqiri vom FC Basel während eines Testspiels im Fussballstadion in Basel.
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In Kürze:

  • Der FC Basel schlägt Thun dank zweier später Tore.
  • Xherdan Shaqiri übernimmt das Captain-Amt von Taulant Xhaka.
  • FCB-Sportdirektor Daniel Stucki schliesst Verpflichtung Giotto Morandis aus.
  • Der Rasen im St.-Jakob-Park wird möglicherweise bald ersetzt.

Fabio Celestini wird den Fussball des FC Basel mit Blick auf den Wiederbeginn nicht neu erfinden. Oder anders gesagt: Wenn der FCB am Sonntag, 19. Januar in Lugano (16.30 Uhr) wieder in die Meisterschaft einsteigt, dann dürfte er es ungefähr mit jener Startelf und mit jenem System tun, das ihn auf dem zweiten Tabellenplatz hat überwintern lassen.

So, wie es bisher gelaufen ist, gibt es für den Trainer des FC Basel ja auch keinen Grund zur Veränderung. Und so, wie sich der FCB an diesem Samstag beim 2:0 im Testspiel gegen den FC Thun präsentiert hat, wird das auch unterstrichen: Die Basler beginnen in einem 4-2-3-1, wobei einzig der wiedergenesene Rechtsverteidiger Kevin Rüegg und Mittelstürmer Albian Ajeti nicht jene Namen sind, die man sich im alten Kalenderjahr als Starter gewohnt gewesen ist.

Überraschender und damit bemerkenswerter ist, was der FC Basel bereits vor der Begegnung vermeldet und dann auch auf dem Spielfeld ersichtlich ist: Kein halbes Jahr, nachdem Taulant Xhaka die Nachfolge des zu Winterthur gewechselten Fabian Frei angetreten hat, ist er das Amt des Captains wieder los – und ist Xherdan Shaqiri nun nicht mehr ein Leader ohne, sondern mit «Bändeli». Der Starspieler führt die Mannschaft gegen Thun mit der Binde am Arm aufs Feld, obwohl auch Dominik Schmid spielt, der im vergangenen Halbjahr den meist auf der Ersatzbank schmorenden Xhaka als Chef auf dem Platz vertrat.

Celestini begründet die Rochade nach der Partie gegen Thun, indem er von einem logischen Vorgang spricht: «Shaqiri ist unser Leader und derjenige, der schon vorher am meisten mit dem Schiedsrichter sprach», sagt der FCB-Trainer, um mit einem Schmunzeln zu ergänzen: «Dass er dafür nicht laufend Gelb sah, liegt wohl nur daran, dass er Shaqiri ist.»

Hinzu komme, dass er in zentralerer Position agiere als Linksverteidiger Schmid, der Xhaka meist vertrat. Und schliesslich sei es auch so: «Die Idee war immer, Shaqiri zum Captain zu machen. Aber als er Ende August zu uns stiess, wollte ich nicht alles aufs mal ändern.»

Klar ist damit auch, dass die neue Captain-Konstellation – Shaqiri vor Xhaka vor Schmid – der Wunsch des Trainers war. Die Mannschaft wählt bei Celestini zwar das Captain-Team, nicht aber den Spielführer selbst.

Dass Xhaka damit auf dem Platz nicht wichtiger wird als zuletzt, muss angenommen werden. Vielmehr stellt sich unverändert die Frage, ob der 33-Jährige seinen bis Sommer 2027 laufenden Vertrag als Spieler des FC Basel tatsächlich erfüllen wird.

Keinen Vertrag mit dem FC Basel wird Giotto Morandi unterschreiben. Das sagt FCB-Sportdirektor Daniel Stucki nach dem Thun-Test in aller Klarheit und entgegen aller Gerüchte, die den Angreifer des Zürcher Grasshopper Club bereits kurz vor Unterschrift wissen wollen: «Wir hatten keinerlei Kontakt zum Spieler oder dessen Umfeld. Giotto Morandi wird nicht beim FC Basel spielen.»

Dies, obwohl man nach den definitiven oder leihweisen Abgängen von Benjamin Kololli und Roméo Beney durchaus noch ein bisschen Platz im Kader hätte und auch tatsächlich noch die Augen offen hält, wenn es um die Offensive geht. Alles andere ist davon abhängig, ob es im jetzigen Kader noch zu Abgängen kommt, die nicht vom FCB forciert werden. «Bislang sieht es nicht danach aus», sagt Stucki und gibt an, dass er noch daran arbeite, für Mohamed Dräger eine Lösung an anderem Orte zu finden.

Lösungen auf dem Platz hat der FC Basel gegen Thun zuvor erst gegen Schluss so gefunden, dass daraus Tore resultierten, wobei Bradley Fink in der 86. Minute und Kevin Carlos in der Nachspielzeit getroffen haben. Was überdies noch aufgefallen ist: Der Zustand des Rasens lässt einmal mehr zu wünschen übrig. Und zwar so, dass der FCB womöglich noch vor dem ersten Heimspiel gegen Sion (26. Januar) die Spielunterlage auswechselt.

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Der Favorit wird mit einer Quote von 1,26 gehandelt.Die AnreiseEin Fanmarsch an einem Cupfinal in Bern ist nichts Neues für die Anhänger in Rotblau – hier im April 2014.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Das Wankdorf ist mit 32’000 Besuchern ausverkauft. Dabei werden Anhänger des FC Basel wie des FC Biel für einen würdigen Rahmen sorgen. Die beiden Finalisten haben je 12’500 Tickets erhalten, um diese unter die Fans zu bringen. Zudem waren bis vor kurzem Tickets über den öffentlichen Verkauf erwerbbar. Das Besondere an den Cupfinal-Eintrittskarten: Die An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr ist im Ticketpreis inkludiert. Es empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise. Kurz nach 8 Uhr verlässt der erste Extrazug Basel in Richtung der Bundesstadt. Zahlreiche weitere folgen über den Morgen verteilt. Auch aus dem Seeland reisen die Supporter mit Extrazügen an, der erste wird Biel um 8.33 Uhr verlassen. Schliesslich sind in Bern Fanmärsche ins Wankdorf geplant: Die Basler Anhänger starten ihren Marsch um 11.15 Uhr in der Aarbergergasse. Die Bieler laufen um 10.45 Uhr vom Kornhausplatz los. Das Stadion öffnet um 12 Uhr.Das SpielBeendet nach dem Cupfinal im Wankdorf seine Karriere: Schiedsrichter Stefan Horisberger.Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)Anpfiff in Bern ist um 14 Uhr. Geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Stefan Horisberger. Der Auftritt im Wankdorf, sein 26. in einem Cupspiel, wird zugleich die Derniere des 36-Jährigen sein. Anfang Jahr hat sich der Berner Oberländer entschieden, per Ende Saison 2024/25 seine Karriere als Spitzenschiedsrichter zu beenden.Nach dem Abpfiff findet die Pokalübergabe im Stadion statt. Begleitet wird der 100. Cupfinal ausführlich im Schweizer Fernsehen. SRF 2 sendet ab 13.30 Uhr live aus dem Wankdorf. 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