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AboFCB: Finanzbericht

Der FC Basel hat beim Calafiori-Streit den Worst Case auf der Rechnung

Rene Heiniger, Direktor für Finanzen und Buchhaltung, spricht bei der Pressekonferenz von FC Basel in Basel am 14. April 2025.
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Ein neues Gesicht beim FC Basel: Friedrich Dietz

Um die Ausführungen zur Jahresrechnung des FC Basel kümmern sich am Montag René Heiniger und Friedrich Dietz. Heiniger ist seit bald 25 Jahren in der Finanzabteilung des FCB tätig, seit dem Abgang von Mirko Brudermann als Director Finance & Accounting. Friedrich Dietz hingegen ist ein eher neueres Gesicht. Seit 2023 arbeitet der Deutsche mit Schweizer Staatsbürgerschaft in beratender Funktion für den FC Basel, wobei ein Mandatsverhältnis besteht. 

Mit Brudermanns Abgang erhöhte sich sein Pensum auf 65 Prozent, zudem gehört er bei der FC Basel 1893 AG zu den zeichnungsberechtigten Personen. Neben seiner Beratungsfunktion kümmert er sich auch um temporäre Grossprojekte wie die Women’s Euro und den ESC und ist in Stadionfragen involviert. Er gilt als Vertrauter von FCB-Präsident David Degen, den er beim Aufbau der Spieleragentur SBE unterstützte, aus der er 2021 ausschied.

Friedrich Dietz präsentiert bei der Bilanzpressekonferenz des FC Basel am 14. April 2025 in Basel einen Bildschirm mit Finanzdaten im Hintergrund.

Finanzielle Gesamtsituation

Das erste Halbjahr 2024 mit dem Kampf um den Klassenerhalt und dem Verpassen des Europacups wirkte sich sowohl auf die Einnahmen als auch auf die Ausgaben aus – allerdings nicht in demselben Masse: Während der Ertrag mit 97,3 Millionen Franken (2023: 101,4) sich in der Sphäre des Vorjahres bewegte, wo man die Halbfinals der Conference League erreicht hatte, ist der Aufwand von 95 auf 79,8 Millionen Franken gesunken.

Diese Verminderung um 16 Prozent ist auf einen Mix zurückzuführen. Einerseits hatten die Basler ohne Europacup weniger Heimspiele zu organisieren, andererseits vermochten sie in diesem Bereich auch aktiv die Ausgaben zu senken.

Dass die Einnahmen auf derart hohem Niveau blieben, hat einen einfachen Grund: Auch ohne europäisches Schaufenster florierte das Transfergeschäft abermals. 57 Millionen Franken hat der FCB in diesem Bereich eingenommen und dabei einen Transfer-Nettogewinn von 34,1 Millionen Franken erzielt. Unter dem Strich bleibt damit für die FC Basel 1893 AG ein satter Gewinn von 15,568 Millionen Franken. 

Dass es nicht noch mehr ist, zeigt aber, dass der FCB auch in jenes Geschäftsjahr mit einem signifikanten strukturellen Defizit ging. Dietz verortet es bei «etwas über zehn Millionen Franken». Ziel des AG-Verwaltungsrats um Präsident David Degen ist, dieses Delta nochmals zu halbieren. So eben, dass der FCB ein strukturelles Defizit von «nur» noch fünf Millionen aufweist.

Aus Gewinn wird Eigenkapital

Anders als in anderen wirtschaftlich erfolgreichen Jahren verzichtet man darauf, den Gewinn durch die Abschreibung der Spielerwerte oder Rückstellungen zur Ersatzbeschaffung zu mindern. Auch, weil der FCB vom Verlustvortrag aus dem Vorjahr profitiert und den Gewinn kaum versteuern muss.

Genutzt wird das Geld, um das Eigenkapital der AG markant zu erhöhen – von 1,6 auf 17,2 Millionen Franken. Es ist ein Schritt hin zu einem gesünderen Unternehmen, aber auch ein Schritt in Richtung der neuen Uefa-Regularien, die diesbezüglich strenger geworden sind.

Die Causa Calafiori

Welche Spieler den Baslern die 57 Millionen an Transfer-Einnahmen bescherten, ist bekannt: Im Sommer verliessen sie mit Thierno Barry, Renato Veiga, Liam Millar, Sayfallah Ltaief und Nasser Djiga fünf Profis gegen eine Ablösesumme, wobei Barry (für rund 15 Millionen zu Villarreal) und Veiga (für rund 14 Millionen zu Chelsea) die Top-Seller waren.

Von grossem Gewicht war überdies der Wechsel Riccardo Calafioris von Bologna zu Arsenal, wobei der FC Basel noch immer zu 50 Prozent an der Ablösesumme beteiligt war. Rund 20 Millionen Franken dürfte dabei auf der Ertragsseite in die Rechnung geflossen sein.

Riccardo Calafiori von Arsenal feiert sein Tor während des UEFA Champions League Achtelfinales gegen PSV im PSV Stadion, Eindhoven am 4. März 2025.

Das ist aber nicht alles: Wie berichtet stellt sich mit der AS Roma Calafioris früherer Club auf den Standpunkt, zu 40 Prozent an allen Transfer-Einnahmen beteiligt zu sein, die der FCB mit dem Verteidiger direkt oder indirekt erzielt. Da der FCB dies anders sieht, beschritten die Römer den Rechtsweg und wird der Fall gemäss Heiniger vom internationalen Sportgerichtshof in Lausanne (CAS) behandelt. 

Ein Ergebnis könne noch in diesem Jahr erwartet werden. Das mögliche Geld, das der FCB an die Roma zahlen müsste, ist aber bereits in der Jahresrechnung 2024 auf der Ausgabenseite enthalten. Der Worst Case für den FCB wäre, wenn er am Ende rund acht Millionen nach Rom überweisen müsste.

Die Liquidität des FCB

Die liquiden Mittel seien beim FC Basel weiterhin ein grosses Thema, bestätigen Heiniger und Dietz. Man sei noch lange nicht dort, wo man hinwolle. In der Jahresrechnung 2024 stehen rund 5,9 Millionen Franken flüssige Mittel zu Buche. Diesen Wert wolle man steigern. 

Dass die Liquidität gegen Ende einer Saison zum Problem wird, kommt im Fussball oft vor, da ein Grossteil der Einnahmen im Sommer (Saisonkarten, Transfers, Sponsoring-Beiträge) erzielt werden. In jüngerer Vergangenheit waren beim FCB verschiedene Massnahmen zur Liquiditätssicherung nötig. Allein die Besitzerschaft (Degen, Ursula und Andreas Rey-Krayer, Dan Holzmann) schoss via Darlehen insgesamt elf Millionen Franken ein. Ausserdem floss auch Geld von der Intain AG in den Club – einer Gesellschaft, die gemäss den FCB-Verwaltungsräten Basler Personen gehört, die den FCB im Stillen unterstützen.  

Besagte Darlehen stehen auch in der Bilanz 2024. Aufseiten der Passiven sind unter dem Punkt Darlehen FC Basel Holding AG 12,7 Millionen Franken aufgeführt und unter dem Punkt Darlehen FC Basel Community AG rund 2,9 Millionen Franken. 

Diese Beträge wolle man zum gegebenen Zeitpunkt zurückzahlen, zumal auf diese Darlehen auch Zinsen anfallen. Dass die FC Basel 1893 AG aber im Jahr 2025 auf weitere Darlehen angewiesen sein sollte, ist nicht abzusehen.

Der Ausblick

Dank seiner Transferstrategie hat sich der FC Basel in den vergangenen Jahren erst über Wasser gehalten und schliesslich stabilisiert. Gerade in den letzten zwei Jahren bewegte man sich allerdings auf einem sehr hohen Niveau, von dem sich bereits mit Blick auf das aktuelle Kader sagen lässt, dass man es kaum wird halten können. 

Dafür stehen die Chancen gut, dass in diesem Jahr ein anderer Faktor zum Tragen kommt: der Europacup. Sollte man die Meisterschaft auf dem ersten Platz beenden, wäre eine Teilnahme an der Europa League sicher. Der Jackpot bestünde aber in einer Qualifikation für die Ligaphase der Champions League. Allein für die Teilnahme gäbe es rund 19 Millionen Euro. 

Vorher gilt es für den FC Basel aber, sich den Titel zu sichern. Damit wären weitere positive Aspekte verbunden. Zwar reichen die TV-Prämien gerade mal, um die Meisterprämien der Spieler zu decken. Aber die erhöhte Aufmerksamkeit um den Club würde dazu führen, dass sowohl Ticket- und Trikotverkäufe als auch Sponsoring-Einnahmen tendenziell höher ausfallen werden.

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Dennoch bin ich zufrieden.Setzt man sich nun für die Europa League neue Ziele?Auch die Europa League ist für den FC Basel ein sehr guter Wettbewerb – zumal wir länger nicht mehr daran teilnahmen und zuletzt in der Conference League spielten. Die Teams, die sich zum jetzigen Zeitpunkt (Stand Donnerstagmorgen, Anm. d. Red.) bereits für die Europa League qualifiziert haben, sind auch nicht schwächer als Kopenhagen. Dennoch wird es möglich sein, dass wir Spiele gewinnen. Das Ziel ist es sicher, nicht mit null Punkten aus den acht Spielen zu kommen, sondern einen Schritt weiter zu gehen.Hat Xherdan Shaqiri Ihrer Ansicht nach die Leistungen gebracht, die er bringen muss?Er hat Verantwortung übernommen beim Penalty, er war meistens mit dem Fuss dabei, wenn es gefährlich wurde. Gestern war er sehr mannschaftsdienlich und hat alles gegeben. Daher bin ich mit ihm zufrieden, wie mit allen anderen, die am Mittwoch gespielt haben. Man hat aber auch gesehen, dass das Spiel auf einem sehr hohen Niveau war. Es ist unrealistisch, zu glauben, dass ein Spieler in der Champions League die Partien allein gewinnen kann.Shaqiri äusserte wiederholt den Wunsch nach mehr Erfahrung im Kader. Nach dem Hinspiel sagte er zudem, dass er an Ludovic Magnins Stelle vielleicht anders gewechselt hätte. Sind das nicht Äusserungen, die seinen Zuständigkeits­bereich überschreiten?In den Emotionen passieren Dinge, die vielleicht nicht zu hundert Prozent so gemeint sind, wie sie rüberkommen. Neutral betrachtet waren wir im Hinspiel älter als der Gegner. Klar haben wir nicht noch einen routinierten Spieler im Herzen des Teams, der alles organisieren kann. Aber wir haben sehr spannende und sehr, sehr gute Spieler, bei denen man am Mittwoch gesehen hat, dass sie auf diesem Niveau bestehen können. Fehler gibt es immer. Es haben auch erfahrene Spieler Fehler gemacht, beim Gegner und bei uns. Daher sehe ich das nicht als allzu grosse Problematik.Aber sind das nicht Äusserungen, bei denen Sie sich im ersten Moment denken, dass es sie eigentlich nicht braucht.Wir gehen alle zusammen in eine Richtung, sprechen viel zusammen, und Shaqiri wird – wie andere erfahrene Spieler auch – in gewisse Prozesse miteinbezogen. Shaq darf sich dabei auch etwas mehr erlauben als die anderen. Man muss jedoch differenzieren, was geschrieben wurde und was er wirklich gesagt hat. Grundsätzlich gilt, dass Fussballer da sind, um Fussball zu spielen. Natürlich hat man auch als Spieler gewisse Bedürfnisse, doch kennt man die Hintergründe ja nicht. Ich würde auch gerne nur Spieler haben, die fünf Millionen im Jahr verdienen. Dann werden wir sicher Meister und kommen vielleicht auch in die Champions League. Aber das ist weder die Realität noch unsere Strategie.Xherdan Shaqiri ist es nicht gelungen, den FC Basel in die Champions League zu führen.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Hätte man proaktiver Spieler verpflichten müssen, damit man für den nun vorhandenen personellen Engpass besser gewappnet gewesen wäre – auch wenn sie früher in der Transferphase mehr Geld gekostet hätten?Ist man dann wirklich gewappnet?Das weiss man nicht mit Sicherheit.Die Strategie des FC Basel ist fix. Wir haben viele junge Spieler, weil wir das wollen. Kopenhagen auf der anderen Seite hat für das Rückspiel ihre Jungen auf dem Flügel und im Zentrum durch erfahrene Spieler ersetzt. Damit haben sie schlicht die europäische Erfahrung, die wir nicht haben. Das gehört für uns einfach dazu – auch in der Super League. Dennoch haben wir in der letzten Saison gezeigt, dass unsere Strategie am Schluss zu einer guten Platzierung führen kann – auch wenn wir am Anfang überschaubar gespielt haben und zwischendurch eine Baisse drin war. Wir müssen unsere Strategie nicht für zwei Spiele ändern, denn der Horizont reicht ja über mehrere Jahre. Damit es für den FC Basel wieder in die Champions League reicht, muss einfach alles zusammenpassen.Die Offensive läuft noch nicht heiss, es stehen weitere Transfers bevor: Steht für den FCB nun eine weitere Findungsphase an?Das ist immer so. Gegen Ende des Transferfensters wird es für uns interessant. Bei jenen Spielern, die ihren Wunschtransfer nicht tätigen konnten, sind wir an zweiter Position bereit. Es werden sicher noch zwei, drei Wechsel passieren – das war vor einem Jahr ja ähnlich. Aber die Struktur bleibt bestehen, es wird nicht die ganze Mannschaft durchgeschüttelt. Das ist der Vorteil in dieser Saison.Weder Marin Soticek noch Junior Zé konnten bisher überzeugen. Besteht Ihrer Meinung nach auf den Flügel­positionen Handlungs­bedarf?Es ist ein Irrglaube, wenn man denkt, dass wir vier Flügel haben können, die in der Champions League Paroli bieten können. Das ist unrealistisch für den FC Basel. Wir können vielleicht zwei oder drei Top-Spieler auf Schweizer Niveau haben, die auch international mithalten können. Hinten dran wollen wir Junge. Es ist klar, dass das für Marin Soticek und Junior Zé die erste grosse Erfahrung war. Aber wegen zweier Spiele Leute zu bewerten … wir denken da anders. Wir sehen das Potenzial und wollen dieses entwickeln. Das haben wir in den letzten Jahren bei vielen Spielern so gemacht. Teilweise wurden sie von aussen schlecht bewertet und kosten mittlerweile 40 Millionen. Da gehört es auch mal dazu, dass man manchmal einen besseren Match hat und dann wieder einen schlechteren.Wo besteht denn nun konkret Handlungs­bedarf?In der Innenverteidigung gibt es aufgrund der Verletzung von Finn Van Breemen und des jungen Alters von Marvin Akahomen sicher noch Potenzial. Da sind wir nicht abgeneigt, noch etwas zu machen. Auch offensiv wird sich sicherlich noch etwas tun.Hat man mit Jeremy Agbonifo einen allfälligen Abgang von Philip Otele bereits aufgefangen?Otele spielt bei uns auf der linken Seite – Agbonifo ist aber ein rechter Flügel.Wie wahrscheinlich ist es, dass Otele den FCB verlässt?Es kann in alle Richtungen gehen. Er hat keinen Druck, wegzugehen. Wenn aber ein super Angebot aus der Premier League kommt, dann werden wir ihn sicher nicht blockieren.Sind Sie zufrieden mit dem Mittelsturm?Zufrieden wäre ich, wenn alle Stürmer schon fünfmal getroffen hätten. Aber es war letzte Saison auch so: Albian Ajeti hat gut angefangen, dann eine Baisse gehabt, und am Schluss hat er viele Tore geschossen, die wir zum Meistertitel brauchten. Wir haben mit Kaio Eduardo einen ganz jungen Spieler, und wir haben Moritz Broschinski, der frisch dazukam. Da muss man immer etwas abwarten. Ich resümiere jeweils nicht so schnell wie andere Leute und würde sagen: Vor allem für die Schweizer Liga haben wir einen sehr guten Sturm.Wenn Sie also von offensiven Verstärkungen reden, meinen Sie vor allem auf den Flügeln.Oder auch im Sturm …Der FCB verliert gegen Kopenhagen:Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

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Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr Infos11 TitelTaulant Xhaka (2. v. r.) feiert im Mai 2011 mit seinem Bruder und Aleksandar Dragovic den Basler Meistertitel.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Seinen ersten Titel im Profifussball holte Taulant Xhaka in der Saison 2010/11, in welcher er allerdings auf lediglich fünf Ligaeinsätze kam. Unter Trainer Thorsten Fink und unter anderem mit Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri in der Mannschaft wurde der FCB mit nur einem Punkt Vorsprung auf den FC Zürich Schweizer Meister. Es folgte im Jahr darauf das erste Double mit dem FCB, dann ein Cup-Titel mit GC und nach seiner Rückkehr nach Basel fünf weitere Meistertitel und zwei Cuptitel inklusive eines zweiten Doubles. Die Chancen stehen nun nicht schlecht, dass sich diese Liste am 1. Juni beim Cupfinal gegen den FC Biel um eine Trophäe erweitert.14 Trainer14 Trainer erlebt Taulant Xhaka in seiner Karriere. In chronologischer Reihenfolge: Thorsten Fink, Heiko Vogel, Ciriaco Sforza und Uli Forte bei GC, Murat Yakin, Paulo Sousa, Urs Fischer, Raphael Wicky, Alex Frei, Marcel Koller, noch mal Ciriaco Sforza, Patrick Rahmen, Guillermo Abascal, noch mal Alex Frei, noch mal Heiko Vogel, Timo Schultz, zum dritten Mal Heiko Vogel und Fabio Celestini. Die meisten Einsätze hat er unter Marcel Koller bestritten: 81 Partien.34 – die RückennummerSeit eh und je trägt Taulant – wie sein Bruder Granit – die Nummer 34 auf dem Rücken. Der Grund dafür ist simpel: Sie fahren zu Beginn ihrer Zeit im FCB-Nachwuchs mit dem 34er-Bus ins Training. Seit dem letzten Saisonspiel gegen Luzern ist offiziell, dass diese Nummer beim FCB nicht mehr vergeben wird – wie das bereits bei der 2 von Massimo Ceccaroni, der 20 von Fabian Frei und der 12, die für die Muttenzerkurve steht, der Fall ist. Eine mögliche Ausnahme von der Regel könnte es allerdings geben, sollte Bruder Granit zum FCB zurückkehren.230 Spiele mit Fabian FreiFabian Frei und Taulant Xhaka: 230 gemeinsame Spiele.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Von den 450 Profispielen, die Taulant Xhaka in seiner Karriere absolviert hat, bestritt er 230 mit Fabian Frei. Frei ist damit derjenige Spieler, der am häufigsten in der gleichen Partie wie Xhaka eingesetzt wurde. Gefolgt wird er von Michael Lang mit 218 gemeinsamen Spielen.407 Spiele für den FCB407 Spiele für einen Club, das ist eine gewaltige Zahl. Xhaka hat ein bisschen Pech, dass er in der gleichen Ära gespielt hat wie Rekordspieler Fabian Frei, der mit 543 Einsätzen uneinholbar vorne liegt, sonst wöge dieser Wert noch mehr. In seinem letzten Spiel hat Xhaka Erni Maissen überholt und liegt nun auf dem siebten Rang in der ewigen Rangliste, was Einsätze in Rotblau angeht. Zwischen ihm und Fabian Frei liegen Karli Odermatt (411), Valentin Stocker (416), Jörg Stohler (425), Otto Demarmels (446) und Massimo Ceccaroni (452).2027 – der Vertrag wäre noch zwei Jahre gelaufenSeinen ersten Profivertrag beim FC Basel hat Taulant Xhaka in der Winterpause der Saison 2009/10 unterschrieben – bis 2012 mit Option auf eine weitere Saison. Es ist sein erstes Arbeitspapier bei den Baslern, fünf weitere folgen. 2012 verlängert Xhaka bis 2015 und wechselt leihweise nach Zürich. Im Januar 2015 verlängert er bis 2018. Im Juli 2016 unterschreibt er einen Vertrag bis 2021. Im September 2020, mitten in den Unruhen rund um die Basler Vereinsführung von Präsident Bernhard Burgener, verlängert er bis 2024. Und zuletzt wurde sein Arbeitspapier bis 2027 erweitert, um die gewaltige Lohnsumme, die Xhaka sich ausgehandelt hatte, immerhin auf mehrere Jahre verteilen zu können. Im vergangenen Herbst sagte der 33-Jährige: «Ich habe noch drei Jahre Vertrag, und wenn der Zeitpunkt kommt, an dem ich merke, dass ich körperlich nicht mehr mag oder es sportlich keinen Sinn mehr ergibt, dann höre ich auf». Nur wenige Monate nach dieser Aussage gibt Taulant Xhaka sein Karriereende bekannt.4056 – die Postleitzahl des St. JohannDas erste Mal gegen einen Ball tritt Taulant Xhaka im St.-Johann-Quartier, wo er mit seiner Familie aufwächst. Und irgendwann, als er alt genug ist, spielt er mit seinem Bruder und anderen Kindern aus der Nachbarschaft jeden Tag im Park gleich neben dem Rhein. Später verlassen die Xhakas das Quartier zwar und ziehen um. «Erst nach Birsfelden, dann nach Biel-Benken, dann nach Binningen», wie Xhaka mal erzählt hat. Der Region ist er aber immer treu geblieben – und wird es wohl auch ewig sein.29’879 MinutenWas die Einsatzminuten angeht, steht Xhaka nicht in den clubinternen Top 10. Mit 29’879 Minuten liegt er auf dem 13. Rang. Walter Mundschin (12. Rang mit 30’047 Minuten), Peter Ramseier (11./31’316) und Bruno Michaud (10./31’870) sind unmittelbar vor ihm platziert.307’000 Follower auf InstagramTaulant Xhaka hat in seiner Karriere schon für ein paar kleine und mittelgrosse Skandale gesorgt. Wenn es dabei um Unruhen beim FC Basel geht, ist oft sein Instagram-Profil involviert. Zuletzt war dies im März 2024 der Fall, im Nachgang zur 1:5-Niederlage des FC Basel bei YB und zum darauffolgenden Tamedia-Podcast «Dritte Halbzeit» mit dem Titel «Was denkt sich wohl Taulant Xhaka?». Xhaka schrieb auf Instagram: «(…) Jetzt kommt auch noch die BaZ? (…) Versucht nichts, denn es lohnt sich nicht.» Aber ein Instagram-Profil kann auch für positive Dinge verwendet werden. 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