Der FCB kann die geforderte Reaktion auf dem Platz nicht zeigen. Der mangelnde Einsatz der Mannschaft und der endlose Machtkampf bereiten Erni Maissen Sorgen.

Bernhard Burgener kündigte es an seiner Pressekonferenz an: Am Ostermontag soll der FCB auf dem Platz eine Reaktion zeigen. Doch der Aufsteiger aus Liechtenstein machte Rotblau einen Strich durch die Rechnung. Bei der 1:2-Heimniederlage gegen Vaduz sorgte nicht nur der Startelfeinsatz von Valentin Stocker für Schlagzeilen.

Ist Stocker damit wieder rehabilitiert? «Er spielte jetzt wieder einmal von Anfang an. Er war auch massgeblich am ersten Tor beteiligt. Er hat gekämpft und sein Bestes gegeben. Das ist jetzt ein Kapitel, bei dem man sagen kann, es ist jetzt mehr oder weniger abgeschlossen», sagt FCB-Legende Erni Maissen zum Comeback von Valentin Stocker.

Machtkampf bringt Unsicherheit

Ein ganz anderer Fall ist der aktuelle Machtkampf an der FCB-Spitze und seine Auswirkungen auf das Team. Befreit aufgespielt hat der FCB gegen Vaduz nicht. «Man sah, in dieser Mannschaft ist eine riesige Unsicherheit vorhanden. Keiner traut sich, etwas Spezielles zu machen. Jeder schaut, dass er den Ball ja nicht verliert. Auch in den Zweikämpfen und der Aufgabenverteilung habe ich nicht das Gefühl, dass jeder das Letzte herausholen will, damit es kein Tor gibt», so Maissen zum Basler Spiel. Bemerkbar machte sich das bei beiden Gegentoren, als jeweils ein Spieler des FC Vaduz mutterseelenallein nach einem Eckball zum Kopfball kam.

Der tobende Machtkampf beschäftigt die Spieler privat, da ist sich Erni Maissen sicher. Aber im Training und dem Spiel darf das laut der FCB-Legende kein Thema sein: «Man darf erwarten, dass die Spieler wenigstens vom Einsatz und vom Kampfgeist her alles geben. Doch das machen sie nicht.» Dass sich mehrere Spieler zusammengetan haben und nun gegen den Trainer spielen, glaubt Erni Maissen jedoch nicht. Ein Trainerwechsel scheint aber fast, die einzige Lösung zu sein, um sportlich wieder auf die richtige Bahn zu kommen.

Sorgen bei Erni Maissen

Für den Experten gibt es im Machtkampf rund um Rotblau aber vor allem ein Problem. Bei beiden Parteien gibt es zu viele Nebendarsteller, die sich einmischen. «Da hat es sehr viele Personen, die involviert sind. Alle sprechen immer vom rotblauen Herzen. Vom FCB, meinem FCB. Ich glaube da geht es jetzt leider nicht mehr um den FCB, sondern um andere Sachen und das finde ich schade. Man muss jetzt wirklich aufpassen und etwas Angst um den FCB haben», meint Erni Maissen.

Der 63-Jährige spricht sich weder für David Degen noch gegen Bernhard Burgener aus. Laut Erni Maissen hat Burgener auf sportlicher Ebene und Degen durch seinen Gang an die Öffentlichkeit versagt. Aufgrund der vielen undurchsichtigen Geschichten ist es für ihn schwierig zu beurteilen, wer denn nun der bessere Chef für den FCB ist. Erni Maissen sorgt sich in erster Linie um den FCB und glaubt nicht, dass die Protagonisten im Machtkampf mit vollem rotblauen Herzen dabei sind.

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