Der FCB kassiert die erste Liga-Niederlage. Er verliert das Heimspiel gegen Lugano mit 0:2, obwohl er das Spiel dominierte und zahlreiche Chancen hatte.

Der Saisonstart des FC Basel in die Super League ist um einen Tiefpunkt reicher. Trotz einer Vielzahl von Chancen und nach drei Schüssen an die Torumrandung verliert der FCB am Sonntag daheim gegen das zuvor enttäuschende Lugano 0:2. Beide Tore, erzielt von den eingewechselten Boris Babic und Hadj Mahmoud, fielen in der Nachspielzeit.

Die Hochstimmung, die die Basler am Donnerstag mit dem Weiterkommen in der Conference-League-Qualifikation ausgelöst hatten, erfüllte auch im Match gegen Lugano den St. Jakob-Park. Die Mannschaft von Trainer Alex Frei spielte auf jeden Fall so gut, dass es für einen ungefährdeten Sieg hätte reichen müssen.

Genervter Alex Frei

Aber der Match nahm einen ähnlichen Verlauf wie das Heimspiel gegen Servette (1:1). Die Basler waren längere Zeit stark überlegen, ohne sich die grossen Möglichkeiten zu erarbeiten. Als diese dann besonders in der zweiten Halbzeit scharenweise daher kamen, waren die Rotblauen aus verschiedenen Gründen nicht imstande, diese zu verwerten.

Cheftrainer Alex Frei war nach dem Spiel sichtlich genervt: «Am Ende des Tages bringt es nicht wahnsinnig viel immer zu sagen, dass man gut spielt und das Spiel dominiert, wenn man keine Punkte hat. Das funktioniert so nicht im Fussball. Aber wir glauben an diese Mannschaft und irgendwann muss es klappen. Es wäre aber langsam die Zeit, dass es schneller geht und nicht länger.»

Aluminium statt Tore

Einer der Gründe war das Pech. Sayfallah Ltaief schoss den Ball an den Pfosten, Andy Diouf und – Sekunden nach seiner Einwechslung – Darian Males trafen aus der Distanz die Latte. Der Youngster Diouf hatte das exakt gleiche Pech schon in der Verlängerung der Partie gegen Bröndby Kopenhagen gehabt.

«Es ist klar, dass wenn du zwei Lattenschüsse und einen Pfostenschuss hast, es relativ schwierig ist zu akzeptieren, dass du keinen Punkt holst», beklagt sich Alex Frei nach dem Spiel.

In der Meisterschaft wird die Geduld der Basler schwer geprüft. Es war aber trotz der ersten Saisonniederlage nach drei Unentschieden zu erkennen, dass das Team und die Spieler alle Voraussetzungen mitbringen, um in der Meisterschaft Partien am Laufmeter zu gewinnen.

«Wir müssen härter trainieren»

«Es gibt viele Sachen, die zufriedenstellend sind. Es gibt aber auch einzelne Sachen, die überhaupt nicht zufriedenstellend sind. Und das müssen wir schleunigst regeln, weil es sonst wirklich schwierig wird», resümiert der Cheftrainer.

Taulant Xhaka, der gegen Lugano als Captain auflief ist überzeugt, dass wenn der FCB so weiterspielt, die Belohnung folgen wird. Nun muss man aber auf jeden Fall weiterarbeiten: «Jeder muss im Training besser werden und versuchen das umzusetzen, was wir momentan nicht so gut machen. Wir müssen härter trainieren und daran glauben.»

Viel Zeit für das Training hat der FCB aber nicht. Bereits am Donnerstag steht das wichtige Hinspiel der Conference League-Playoffs in Sofia auf dem Programm.

Telegramm

Basel – Lugano 0:2 (0:0)

19’888 Zuschauer. – SR Dudic. – Tore: 91. Babic (Haile-Selassie) 0:1. 94. Mahmoud (Doumbia) 0:2.

Basel: Hitz; Lopez, Adams Nuhu, Pelmard, Katterbach; Xhaka (63. Frei), Diouf (86. Szalai); Ndoye (63. Millar), Amdouni (81. Males), Ltaief; Zeqiri (63. Burger).

Lugano: Saipi; Arigoni, Daprelà, Ziegler, Valenzuela; Mahou, Bislimi (60. Mahmoud), Doumbia, Sabbatini; Bottani (83. Babic); Celar (71. Haile-Selassie).

Bemerkungen: Basel ohne Augustin, Essiam und Sène (alle verletzt). Lugano ohne Aliseda, Amoura, Facchinetti und Hajrizi (alle verletzt). 60. Pfostenschuss Ltaief. 73. Lattenschuss Diouf. 82. Lattenschuss Males. Verwarnungen: 4. Arigoni (Foul), 32. Xhaka (Foul), 42. Daprelà (Reklamieren), 87. Valenzuela (Foul), 92. Saipi (Spielverzögerung).

Super League – Resultate und Tabelle

Samstag:
Sion – Grasshoppers 2:2 (1:0)
St. Gallen – Luzern 4:1 (1:0)
Sonntag:
Winterthur – Zürich 1:1 (0:0)
Basel – Lugano 0:2 (0:0)
Young Boys – Servette 3:0 (1:0)
1. Young Boys 5 3 2 0 11 : 1 11

2. St. Gallen 5 3 0 2 10 : 5 9
3. Grasshoppers 5 2 3 0 9 : 7 9

4. Sion 5 2 2 1 8 : 7 8
5. Servette 5 2 2 1 3 : 4 8
6. Lugano 5 2 0 3 10 : 8 6
7. Luzern 4 1 2 1 4 : 6 5
8. Basel 4 0 3 1 2 : 4 3
9. Winterthur 5 0 2 3 3 : 9 2

10. Zürich 5 0 2 3 1 : 10 2

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