Der FC Basel trifft im Cupfinal auf den BSC Young Boys. Das Duell der beiden Teams ist eine Premiere im 95. Schweizer Cupfinal. Favorit sind klar die Berner.

Der 95. Schweizer Cupfinal vom Sonntag im Wankdorf ist gleichzeitig eine Premiere. Noch nie sind der FC Basel und der BSC Young Boys in den knapp hundert Jahren im nationalen Final aufeinander getroffen. Zugleich markiert der Cupfinal den Abschluss der verlängerten Saison – sowie den Abschied von FCB-Trainer Marcel Koller.

Rundumschlag gegen Führung

Dieser äussert sich im Vorfeld der Partie kritisch zur Vorstellung seines Nachfolger und des designierten FCB-Trainers Ciriaco Sforza. Als wären die Unruhen an sich beim FC Basel nicht schon genug, holt der abtretende Trainer zum Rundumschlag aus. «Wie kann man eine solche Pressekonferenz vor so einem wichtigen Spiel abhalten? Aus meiner Sicht, hätte man bis nächste Woche noch warten können, bis die Saison zu Ende ist», so Koller.

Generell ist Koller der Meinung, dass das was in den letzten Monaten seiner Amtszeit abgegangen ist bei Rotblau jenseits von Gute und Böse war: «Man müsste uns eigentlich einen Orden verleihen, was wir alles geleistet haben und was wir über uns ergehen lassen mussten», so Koller. Lieber würde Marcel Koller aber einen Pokal zum Ende seiner Amtszeit nochmals in die Höhe stemmen. Ein Sieg im Cup würde für die Strapazen der vergangenen Monate entlohnen.

Die Favoritenrolle schiebt der FCB-Trainer dem Meister aus Bern zu. Zwar konnte Rotblau in dieser Spielzeit die Berner zweimal im heimischen St. Jakob-Park bezwingen. Im Wankdorf allerdings auf dem Plastik von Bern setzte es neben einem Unentschieden auch noch eine Niederlage ab. Generell hat der BSC Young Boys in dieser Saison keines seiner Heimspiele verloren. «Sie sind Meister. Sie haben eine gute Saison gespielt. Sie spielen Zuhause und auf Kunstrasen. Demnach gelten sie als Favorit», so Koller.

Ohne Xhaka und Co.

Nicht mithelfen im Kampf um die Titelverteidigung können die verletzten Luca Zuffi und Taulant Xhaka. Arthur Cabral, Eric Ramires und Eray Cömert konnten nach ihrer Corona-Infektion bislang nicht mittrainieren. Samuele Campo ist zwar nach bestandener Quarantäne wieder im Mannschaftstrainner, ist aber aufgrund des Trainingsrückstands fraglich für die Partie.

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