Dieser Artikel wurde von 20 Minuten publiziert.

Das entscheidende Tor im Video.

SRF

Die Szene des Spiels

Am Ende lagen sich die Basler Spieler in den Armen. Ihre Freude: verständlich. Dank des 3:2-Erfolgs nach Verlängerung gegen Lausanne-Sport zogen sie nach einem wilden Cup-Halbfinal in den Final ein, wo die grosse Überraschungsmannschaft Biel wartet. Damit kann Rotblau in dieser Saison weiterhin zwei Titel gewinnen. Den entscheidenden Treffer erzielte Léo Leroy in der 110. Minute. Er versorgte den Ball in der näheren linken Torecke.

Die Schlüsselfigur(en)

Xherdan Shaqiri. Nach dem Tod von Papst Franziskus liessen die FCB-Fans am Sonntagnachmittag im Cup-Halbfinal im Joggeli weissen Rauch aufsteigen. Dazu präsentieren sie ein riesiges Banner mit den Worten: «Habemus Xherdan». Die Basler erwählten also ihren neuen Papst. Den Superstar beflügelte diese Ehre.

Leo Leroy feierte sein Tor zum 3:2.

Marc Schumacher/freshfocus

Nicht nur war er beim 1:1 durch Benié Traoré beteiligt, auch sonst hatte er bei jeder gefährlichen Rotblau-Aktion seine Füsse im Spiel. Kurz: Er zeigte seine grosse Klasse – wieder einmal. Shaqiri war besser als alle anderen Kicker auf dem Feld. Wer hier aber auch zu erwähnen gilt: Lausanne-Keeper Karlo Letica. Immer und immer wieder hielt er seine Farben im Spiel.

Das bessere Team

Der FC Basel konnte gegen Lausanne seit Februar 2022 nicht mehr gewinnen. In den letzten acht Direktduellen gab es in der Super League vier Remis und vier Niederlagen für Basel. Diese Horror-Serie ging nun mit dem Sieg im Cup-Halbfinal zu Ende. Während die Basler weiter vom Double träumen dürfen, müssen die Lausanner die Chance auf den ersten Titel seit 26 Jahren begraben.

Was zu sagen gilt: Der Sieg von Rotblau war nicht gestohlen. Besonders in der zweiten Hälfte drückten die Basler auf den Sieg und schnürten die Lausanner mehr und mehr ein. Hinzu war da ja noch ein Fehlentscheid von Schiri Fedayi San in der ersten Hälfte. Nach einem Schuss von Xherdan Shaqiri sprang der Ball kurz vor dem Strafraum an die Hand von Lausannes Kévin Mouanga. Ein glasklarer Verstoss. Ein Freistoss für den FCB wäre ein Muss gewesen.

Das Tribünen-Gezwitscher

Zuletzt war es beim FC Basel sehr unruhig. So hiess es, dass Trainer Fabio Celestini vor dem Aus stehe – spätestens Ende Saison. Nun äusserte sich FCB-Sportchef Daniel Stucki gegenüber der «Basler Zeitung». «Wir wollen mit Fabio in die nächste Saison gehen», stellte er klar. Ob auch Celestini in Basel bleiben möchte, habe er noch nicht mit dem Coach besprochen, so Stucki.

Weiter gestand er auch Fehler ein. «Ich musste für meinen Teil lernen, dass es in gewissen Kreisen Lecks gibt, bei denen solche Informationen nach aussen dringen können», so Stucki. Und dass Medien diese gestreuten Informationen aufnähmen, sei normal. «Das ist auch ein Learning für mich. Ich bin ein junger Sportdirektor und noch nicht mit allen Wassern gewaschen.»

Die Tore

27’ I 0:1 I Kévin Mouanga schoss die Westschweizer in Front. Die Basler-Defensive übersah den freistehenden Lausanne-Spieler komplett.

46’ I 1:1 I Gerade einmal 45 Sekunden hatte die Lausanner Führung nach Wiederbeginn Bestand, dann traf Benié Traoré für den FC Basel zum Ausgleich.

65’ I 1:2 I Aliou Baldé überwand mit einem entschlossenen Abschluss FCB-Keeper Marwin Hitz.

74’ I 2:2 I Wie bitter ist das denn? Erneut traf Lausanne-Ass Baldé – dieses Mal jedoch ins eigene Tor.

110’ I 3:2 I Die Erlösung für den FC Basel erfolgte kurz vor dem Ende durch Leroy, der zum 3:2 traf.

So gehts weiter

Am 1. Juni steigt im Wankdorf der Cupfinal. Dann heisst es Biel gegen Basel.

Similar Posts

  • Shaqiri auf Salahs Spuren und mit klarer Botschaft an die Nati

    Publiziert22. April 2025, 08:34Super League: Shaqiri auf Salahs Spuren und mit klarer Botschaft an die NatiFCB-Star Xherdan Shaqiri ist in einer Statistik mit Liverpool-Superstar Mo Salah auf einer Stufe. Und äussert sich klar zum Thema Nationalteam.Xherdan Shaqiri lässt gegen Yverdon seine Klasse aufblitzen.SRFDarum gehtsXherdan Shaqiri erzielt in der Super League herausragende Statistiken und wird mit Mo Salah verglichen.Trotz seiner Leistungen schliesst Shaqiri eine Rückkehr zur Nationalmannschaft aus.Der FC Basel ist Tabellenführer und strebt mit Shaqiri den Meistertitel an.Shaqiri könnte den Assist-Rekord von Miroslav Stevanovic brechen.Am Ostermontag ging die reguläre Saison in der Super League zu Ende, der FC Basel geht nach dem 5:0-Heimsieg gegen Yverdon als Tabellenführer in die heisse Phase der Saison. Starke Leistung, wenn man bedenkt, dass der FCB vor einem Jahr noch in der Relegation Group anzutreffen war. Dieser Aufschwung hängt vor allem mit einem Namen zusammen: Xherdan Shaqiri.Der 33-Jährige läuft seit seiner Heimkehr zur Bestform auf und liefert Zahlen, die in ganz Europa ihres Gleichen suchen. In 29 Spielen erzielte Shaqiri 14 Tore und legte weitere 17 auf. In den 17 besten Ligen in ganz Europa kann nur einer mit dieser Ausbeute mithalten. Ex-FCB-Star Mo Salah, mit dem Shaqiri in Liverpool zusammenspielte. Der Ägypter steht mittlerweile nach 33 Spielen bei 27 Toren und 18 Assists.Xherdan Shaqiri: «Nati ist für mich ausgeschlossen»Wer solche Zahlen vorlegt, weckt Begehrlichkeiten. Und so ist es nicht verwunderlich, das zuletzt viele Stimmen laut wurden, die Shaq zurück im Nationalteam sehen möchten. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Nati aus den letzten acht Spielen nur im Testspiel gegen Luxemburg gewinnen konnte. Doch Shaqiri trat im letzten Sommer nach der erfolgreichen EM zurück.Wird der 125-fache Nationalspieler nun schwach und macht es wie Toni Kroos bei Deutschland und tritt von seinem Rücktritt zurück? Nach dem 5:0-Sieg gegen Yverdon druckst Shaqiri auf Nachfrage des SRFs herum: «Momentan bin ich sehr froh wie es ist.» Er fühle sich derzeit sehr wohl, so Shaq.Doch im letzten Satz des Interviews wird der Baselbieter konkret: «Nationalmannschaft ist für mich ausgeschlossen», so der zweifache Champions-League-Sieger. Und so kann er sich mit seinem FCB voll und ganz auf die Mission Meisterschaft fokussieren.Shaqiri greift nach Assist-RekordMan geht mit sechs Punkten Vorsprung in die letzten fünf Runden. «Das ist ein Polster für uns, aber wir nehmen jedes Spiel ernst», so Shaqiri. Aber darauf wolle man sich nicht ausruhen, darum setze man sich neue Ziele. Und auch hier spricht er Klartext: «Unser Ziel ist es ganz klar, Meister zu werden.»Um den ersten Meistertitel seit 2017 zu holen, braucht das Team von Fabio Celestini einen Shaqiri in Topform. Neben dem Meisterpokal und womöglich dem Cup winkt Shaqiri noch ein weiterer Rekord. Zur Assist-Bestmarke von Servette-Flügel Miroslav Stevanovic (20 Vorlagen) fehlen dem FCB-Spielmacher noch deren drei. Dies sollte im Bereich des Möglichen liegen für einen topfitten Xherdan Shaqiri.20 Minuten Fantasy LeagueStell dir vor, du kannst dein eigenes Fussballteam managen und die Topstars auf den Platz schicken – genau das bietet dir die 20 Minuten Fantasy League! Erstelle dein individuelles Dreamteam, zeig dein Gespür für Taktik und erklimme die Rangliste.Deine Spieler punkten basierend auf ihren realen Leistungen: Tore sorgen für Jubel und Extrapunkte, rote Karten können hingegen teuer werden. Strategisches Denken ist gefragt, wenn du der oder die beste Manager*in werden willst.Spannung, Wettbewerb und grossartige Preise erwarten dich jeden Monat. Bist du bereit, die Herausforderung anzunehmen?

  • «Weiss nicht, ob ich so etwas schon mal geschafft habe»

    Publiziert2. März 2025, 04:40Xherdan Shaqiri: «Weiss nicht, ob ich so etwas schon mal geschafft habe»Beim 2:0 des FC Basel gegen Sion gelingt Xherdan Shaqiri der zweite Treffer, obwohl er eigentlich einen Pass spielen wollte.Das Tor von Shaqiri gegen Sion im Video.SRFDarum gehtsXherdan Shaqiri erzielt beim 2:0-Sieg des FC Basel gegen Sion ein kurioses Tor.Der Treffer war eigentlich als Pass gedacht, landete aber direkt im Tor.Dominik Schmid liess den Ball bewusst durch.Der FCB bleibt Tabellenführer und spielt als nächstes gegen den FC Luzern.Schon zum neunten Mal traf Xherdan Shaqiri beim 2:0 gegen den FC Sion in dieser Super-League-Saison für den FC Basel ins Tor. Dabei war es bei der vorentscheidenden Aktion in der 25. Minute gar nicht die Intention des FCB-Captains zu schiessen. Sein Pass landete ohne weitere Berührung direkt im Kasten der Walliser. «Ich weiss nicht, ob ich so etwas schon mal geschafft habe», meint Shaqiri nach dem Spiel bei blue.«Natürlich wollte ich ein Pässli spielen», gibt er dann im Interview bei SRF zu. «Wenn ihn Dome rein gemacht hätte, wäre es natürlich auch ein schöner Pass gewesen», fügt der 33-Jährige an. Mit «Dome» meint Shaqiri seinen Teamkollegen Dominik Schmid, der den Ball in der Szene so durchliess, dass er an Freund und Feind vorbei ins Tor kullerte.Schmid liess den Ball bewusst durch«Ich habe den Ball extra nicht berührt», erklärt Schmid seinen Anteil am Basler Treffer. «Ich merkte, dass Shaqs Pass ziemlich scharf ist und dachte vom Winkel her, könnte er beim zweiten Pfosten noch rein fallen», so der Linksverteidiger. Auch dass er dabei Sion-Goalie Fayulu noch ein wenig irritierte, sei gewollt gewesen.«Schlussendlich ist das nicht so wichtig für mich. Wichtig für mich ist, dass der Ball rein ging und die drei Punkte», betont Shaqiri, der wie in der Vorwoche in St. Gallen in der zweiten Halbzeit beim Stand einer 2:0-Führung für den FCB ausgewechselt wurde. Anders als im Kybunpark blieben die Basler auch ohne den Ex-Nati-Star auf dem Feld das dominante Team und fuhr am Ende die drei Punkte ein.Dank guten Torverhältnis dürfte Rotblau unabhängig der weiteren Partien dieses Spieltages weiter Leader bleiben. Am nächsten Wochenende folgt für den FCB das Auswärtsspiel beim FC Luzern.Folgst du schon 20 Minuten auf Whatsapp?Eine Newsübersicht am Morgen und zum Feierabend, überraschende Storys und Breaking News: Abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten und du bekommst regelmässige Updates mit unseren besten Storys direkt auf dein Handy.

  • FC Basel verleiht Spielmacher an Ligakonkurrent

    Thomas Müller setzt seine grosse Fussball-Karriere mit einem Auslandsabenteuer in Kanada fort. Nachdem der Vertrag in München nicht verlängert worden war, entschied sich der 35-Jährige nach einigen Wochen Bedenkzeit zu einem Wechsel in die nordamerikanische Profiliga Major League Soccer (MLS). Die Vancouver Whitecaps sind Müller neues Team – an der kanadischen Westküste erhält er einen Vertrag bis Ende 2026.«Whitecaps – let’s make history», sagte Müller in einem Video, das er im Internet veröffentlichte. Dazu schrieb er: «Es ist vollbracht.» In einer Mitteilung des neuen Vereins sagte er: «Ich freue mich darauf, nach Vancouver zu kommen und diesem Team zu helfen, die Meisterschaft zu gewinnen.» Er habe viel Gutes über die Stadt gehört, komme in erster Linie aber, um Siege zu feiern.«Thomas ist ein Weltklasse-Spieler – der ultimative Raumdeuter – bekannt für seine herausragende Chancenverwertung, sein unübertroffenes Raumverständnis und seine unermüdlichen Bewegungen ohne Ball», sagte der Whitecaps-Vorstandvorsitzende Axel Schuster in einer Mitteilung. (nih)