Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.

AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik

Erst fliegt Marwin Hitz am Ball vorbei, dann Jonas Adjetey vom Platz

Jonas Adjetey vom FC Basel wirkt enttäuscht nach einer gelb-roten Karte während des Champions-League-Qualifikationsspiels gegen F.C. Kopenhagen.
Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.

BotTalk

Marwin Hitz: 3.5

Im regnerischen St.Jakob-Park muss Marwin Hitz lange warten, bis er erstmals eingreifen muss. In der 45. Minute ist er voll auf der Höhe des Geschehens, als ein Freistoss von Lopez in Richtung Lattenkreuz geflogen kommt. In der direkten Anschlussszene ist dies dann nicht mehr der Fall: Hitz verschätzt sich bei Lopez’ Flanke kapital und lässt Gabriel Pereira locker einköpfen. Ein Fehler, der zur Folge hat, dass der FCB seine erarbeitete Führung kurz vor Pausenpfiff schmerzlich hergeben muss. Nach 88. Minuten ist der Basler Keeper ein zweites Mal bezwungen. Doch der VAR erlöst – er hat eine Offside-Position von Cornelius entdeckt.

Keigo Tsunemoto: 5

Einen Fouleinwurf wie denjenigen, den Keigo Tsunemoto in der 21. Minute produziert, sieht man auf diesem Niveau selten. Ansonsten zeigt sich der Japaner in der ersten Halbzeit von formidabler Seite. Sein Block in der 36. Minute rettet den FCB vor einem ersten Gegentreffer. Er erobert Bälle, grätscht und stellt dank seiner Laufbereitschaft auf der rechten Seite einen offensiven Aktivposten und Flankengeber dar. Mit Gelbbelastung (28.) und schwindenden Kräften nimmt die Qualität der Leistung nach einer Stunde ab.

Adrian Barisic: 4

Tritt in der ersten Halbzeit stabiler auf als Jonas Adjetey und strahlt jene Ruhe aus, die sein Pendant allzu oft vermissen lässt. Nicht über jeden Zweifel erhaben ist er beim vermeintlichen 2:1 durch Kopenhagen-Stürmer Cornelius in der 87. Minute. In der 90. Minute nimmt Barisic dann ein Quäntchen Glück in Anspruch, als ihm nach einem Tritt in die Bauchregion von Cornelius lediglich die Gelbe Karte entgegengestreckt wird.

Jonas Adjetey: 2

Bekommt in den ersten 30 Minuten wenig zu tun und erledigt die wenigen Aufgaben, die sich ihm stellen, gewissenhaft. Ein Spiel zum Vergessen wird es dennoch: Erst kann er in der 43. Minute den schnellen Roberts nur so stoppen, dass er Gelb sieht. Dann, kurz vor Pausenpfiff, vertändelt er den Ball ohne jeglichen Zwang auf Höhe der Mittellinie – die Situation steht am Anfang einer Kette, die schliesslich zum Gegentor führt. Und schliesslich, in der 82. Minute, unterbindet Adjetey einen Gegenstoss so, dass er die Gelbe Karte erneut betrachten muss – gefolgt von Rot. Streng ist der zweite Pfiff zwar, und ja, da waren zuvor auch einige gelungene Aktionen. Doch nicht nur bringt Adjetey sein Team damit in den Schlussminuten endgültig in Schwierigkeiten, sondern stellt Ludovic Magnin auch hinsichtlich des Rückspiels vor Probleme.

Dominik Schmid: 4

Ein engagierter Auftritt, wie man ihn von der Basler Identifikationsfigur kennt. Seine Offensivqualitäten zeigt er nach 19 Zeigerumdrehungen: Einem ersten sauberen Kontakt folgt von eine gelungene Flanke, die jedoch keinen Abnehmer findet. Defensiv engagiert, fehlen aber die ansonsten energischen Akzente nach vorne. Umso wichtiger ist sein Block in der Nachspielzeit.

Leo Leroy: 4.5

Ein gelungener Auftakt des Franzosen. Insbesondere im ersten Durchgang bildet er im Duo mit Metinho ein robustes FCB-Zentrum. Zweimal (11. und 33.) darf er sich zudem beim Schiessen versuchen – zweimal jedoch ist Koparski zur Stelle. Anschaulich ist auch sein Vorstoss in Minute 58, der ebenfalls pariert wird. Nachdem er in der 45. Minute eine Gelbe Karte auf sich nehmen muss, um Adjeteys Ballverlust vorerst zu entschärfen, beginnt sein Einfluss zunehmend zu schwinden.

Metinho: 5

Als er in der 11. Minute einen Querpass vor dem eigenen Strafraum nicht entgegennimmt, kommen die Dänen zu ihrem ersten Abschluss der Partie. Ansonsten zeigt der 22-Jährige eine gute Partie. Nicht nur ist er essentieller Teil eines gut funktionierenden Basler Zentrums, welches das Basler Spiel stabilisiert und leitet. Auch bringt er Emotionalität ins Spiel, sucht nach gelungenen Aktionen den Kontakt zum Publikum. Wie das gesamte Basler Ensemble baut jedoch auch er in Hälfte zwei deutlich ab.

Marin Soticek: 3

Weil sowohl Bénie Traoré wie Anton Kade verletzt fehlen, darf Marin Soticek erstmals in dieser Saison von Beginn weg ran. Zwar arbeitet der Kroate auf der linken Defensivseite artig mit, bleibt abgesehen von einer gelungenen Spielverlagerung in Minute 67. aber ohne sichtbaren Offensivdrang. Genügend ist dieser Auftritt so nicht.

Xherdan Shaqiri: 4.5

Der St.-Jakob-Park bebt ein erstes Mal auf, als Shaqiri mit einer Grätsche in Minute 7. seinen Willen unter Beweis stellen zu wollen scheint. Fünf Minuten später schlägt er die scharfe Ecke, die zum Elfmeter führt, und verwandelt diesen standesgemäss. So geht die Basler Führung, die den St.-Jakob-Park lange in Atem hält, zu grossen Teilen auf seine Kappe. Auch wenn in der Folge einige gelungene Zuspiele folgen – in Minute 65. kommt der 33-Jährige gar zu einem eigenen Abschluss – gelingt es Shaqiri in der Folge aber nicht mehr, diesem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. 

Philip Otele: 3.5

Dass er antrittsschnell und dribbelstark ist, lässt der Nigerianer gegen Kopenhagen in Ansätzen aufblitzen. Punktgenau ist ausserdem seine Flanke auf den Kopf von Albian Ajeti in der 50. Minute. Um wirkliche Torgefahr anzuzetteln, stehen Otele aber oft zu viele Gegenspieler im Weg. So steht nach Abpfiff kein Skorerpunkt zu Buche. Und keine genügende BaZ-Note.

Albian Ajeti: 3.5

Nach 3. Minuten tritt der Basler Stürmer ein erstes Mal in Erscheinung: Von Shaqiri lanciert, zwingt er Kopenhagen-Keeper Dominik Kotarski zur Parade. Neun Minuten später bewegt er sich beim Eckball Shaqiris so auf den zweiten Pfosten zu, dass er nur regelwidrig zurückgehalten werden kann, woraus der Basler Elfmeter folgt. Weil er in der 50. einen hochkarätigen Kopfball nicht auf den Kasten bringt und auch sonst Teil einer weitgehend ungefährlichen Basler Offensivabteilung bleibt, reicht der Auftritt nicht für eine genügende Bewertung.

Moritz Broschinski: 3.5

Kommt in der 68. Minute für Ajeti, so darf der Basler Neuzuzug zum ersten Mal an einer internationalen Partie teilnehmen. Mehrfach tritt der Deutsche im Kopenhagener Strafraum zwar in Erscheinung, bringt aber keinen Ball gefährlich aufs Tor. Lässt das Stadion in der 85. Minute mit einem Lauf aufbrausen, doch verliert den Ball. Für eine genügende BaZ-Note reicht sein Auftritt knapp nicht.

Zu kurz im Einsatz für eine BaZ-Note:

Koba Koindredi kommt in der 77. Minute für Marin Soticek, Nicolas Vouilloz in der 84. für Leo Leroy. Sie sind damit zu kurz im Einsatz für eine BaZ-Note.

Spieler16: XXX

Newsletter

Rotblau aktuell

Erhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.

Weitere Newsletter

Similar Posts

  • Die Frage nach dem FCB-Spiel: Stellt der FCB Ende Saison den Topskorer und den Torschützenkönig?

    Die Frage nach dem FCB-Spiel – Stellt der FCB Ende Saison den Topskorer und den Torschützenkönig?Auf dem geteilten ersten Platz der Skorerwertung finden sich gleich drei FCB-Spieler – und dahinter lauert Kevin Carlos.Publiziert heute um 12:13 UhrLasst uns froh und lustig sein – und Tore schiessen: Xherdan Shaqiri und Kevin Carlos.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)..Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkAuch ein 4:1 in Yverdon ist ein hoher Sieg. Und weil dem FC Basel so ein hoher Sieg in dieser Saison nicht zum ersten, sondern nun bereits zum vierten Mal gelungen ist, sieht nicht nur die Tabellensituation in der Super League vielversprechend aus, sondern lohnt sich auch ein Blick auf die Skorer- und Torschützenliste. Denn dort hinterlässt die rotblaue Offensive derzeit tiefe Spuren.Geht es um die Addition von Toren und Assists, dann ist die Zwischenbilanz auf den ersten Blick noch ausgeglichener als es derzeit die Liga ist: Neun Skorerpunkte ist der Spitzenwert, den gleich sechs Super-League-Akteure vorweisen. Allerdings stellt der FC Basel mit Bénie Traoré (6 Tore/3 Assists), Xherdan Shaqiri (2/7) und Albian Ajeti (5/4) die Hälfte dieses Spitzen-Sextetts, das durch die Servettiens Dereck Kutesa und Miroslav Stevanovic sowie Lugano-Angreifer Ignacio Aliseda komplettiert wird.Keiner dieser drei Basler hat alle Ligaspiele absolviert. So, wie das auch für Kevin Carlos gilt, der sich mit insgesamt sechs Toren in Lauerstellung befindet.Daraus ergeben sich gleich vier Anwärter auf zwei Titel: Gut möglich, dass der FC Basel am Ende der Saison sowohl den besten Skorer als auch den besten Torschützen der Liga stellt – in ein und derselben Person oder aber in Form von zwei Spielern.Was ausser der Ausgangslage dafür spricht? Nun, mit 2,5 Toren pro Partie stellt der FC Basel nach 14 Runden die mit Abstand produktivste Offensive der Liga. Und seit diese Offensive einen Shaqiri hat, an diesen angepasst wurde und ins Rollen gekommen ist, da ist sie besser denn je: Nach der überwundenen, schwachen Findungsphase im September ist es nämlich so: In den vergangenen sechs Partien hat der FC Basel 20 Tore erzielt – er kommt seit Oktober also auf den sagenhaften Schnitt von 3,33 Treffern pro Spiel.Und was spricht dagegen? Sicher, dass 15 dieser 20 Tore in drei Partien gegen schwächer einzuschätzende Gegner erzielt wurden, man zweimal Winterthur und nun Yverdon hoch geschlagen hat. Sprich: Das Timing stimmt gerade für diese starke Zwischenbilanz, aber mit den stärkeren Gegnern, die nun folgen, wird sich alles wieder normalisieren. Und schliesslich ist es auch so: Die vergangenen Jahre führen zum Gedanken, dass auch dieser FCB noch nicht über die nötige Konstanz verfügen wird, um einfach im jüngsten Stil weiterzumachen.Und schliesslich ist es inzwischen auch so, dass man denken kann: Xherdan Shaqiri muss gesund bleiben, damit die Offensive funktioniert, so stark, wie diese auf ihn zugeschnitten worden ist.Yverdon gegen den FC BaselAbonnieren Sie den Podcast über Apple Podcasts, Spotify oder jede gängige Podcast-App.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Auslosung: Der FCB trifft auf dem Weg in die Champions League auf Malmö oder Kopenhagen

    Auslosung – Der FCB trifft auf dem Weg in die Champions League auf Malmö oder KopenhagenSchwieriges Los für den FC Basel auf dem Weg in die Königsklasse.Publiziert heute um 12:21 UhrMögliches Wiedersehen: Ex-FCB-Akteur Mohamed Elyounoussi spielt heute für den FC Kopenhagen.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkNun ist klar, auf wen der FC Basel in den Playoffs zur Champions League trifft: Entweder auf Malmö aus Schweden oder den FC Kopenhagen aus Dänemark. Diese beiden Landesmeister spielen in der 3. Qualifikationsrunde zur Königsklasse gegeneinander, ehe der Sieger dieses Duells dem FCB gegenübersteht.Die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin tritt erst am 19./20. August im St.-Jakob-Park an, ehe die Basler Reise für das Rückspiel vom 26./27. August in den Norden führt.Ausführlicher Bericht zu den beiden Gegnern folgt….Der FC Basel im August 2025:Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • FC Basel: Neuzugang Otele spielberechtigt

    FC Basel – Neuzugang Otele spielberechtigtFür das Spitzenspiel gegen Lugano am Sonntag (16.30 Uhr) ist Philip Otele spielberechtigt. Mehr als ein Kurzeinsatz ist unwahrscheinlich.Publiziert heute um 18:17 UhrKommt Philip Otele bereits am Sonntag zum Debüt für den FC Basel?Foto: Aleksandar Djorovic (Imago)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkAuf die Frage, wie ihm Neuzugang Philip Otele bisher gefallen habe, antwortete Fabio Celestini am Freitag mit einem Schmunzeln: «Das ist gar nicht so einfach zu sagen, nach den 20 Minuten, die ich ihn erst auf dem Trainingsplatz gesehen habe.»Celestini fügt sogleich an: «Natürlich habe ich Videomaterial von ihm gesehen. Philip ist 25 und damit ein erfahrener Spieler. Er gibt uns Stabilität und verschiedene Möglichkeiten, kann er doch auf beiden Flügeln und im Sturm spielen. Zudem hat er eine gute Physis, ist schnell und liebt das Eins gegen Eins.»Für das Spiel gegen Lugano am Sonntag (16.30 Uhr, Cornaredo) ist Otele bereits spielberechtigt. Da sein Transfer zum FCB aber erst am Mittwochabend bekanntgegeben wurde, dürfte für ihn maximal ein Teileinsatz vorgesehen sein. Rückrundenstart beim FC BaselDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».Linus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Jonas Adjeteys erstes Interview: «David Degen ist wie ein Vater für mich»

    Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – «David Degen ist wie ein Vater für mich» Jonas Adjetey (20) ist seit April nicht mehr aus der Abwehr des FC Basel wegzudenken. Warum er ein Künstler ist – und weshalb ihn der FCB schockiert hat. Publiziert heute um 19:03 Uhr Ist der Mittelpunkt der Basler Dreier-Fünfer-Abwehrkette: Jonas…

  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Shaqiri macht, was Shaqiri macht und Traoré zaubert ohne Wirkung

    AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Shaqiri macht, was Shaqiri macht und Traoré zaubert ohne WirkungBei der 1:2-Niederlage gegen YB sticht kein Basler heraus. Ungenügende Leistungen gibt es mehrere.Publiziert heute um 19:20 UhrBénie Traoré ist gegen YB lange ein Aktivposten im Basler Spiel.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 4,5Marwin Hitz erwischt einen undankbaren Nachmittag. Neun mal schiesst YB laut den Statistiken aufs Tor. Den grössten Teil dieser Versuche kann der Basler Goalie halten. Darunter sind auch richtig gute Paraden. Beispielsweise jene in der 31. Minute nach einem Fehler von Finn Van Breemen und jene gegen Jaouen Hadjam, als sich Hitz lang macht, um den Ball mit den Fingerspitzen noch zu berühren. Aber da sind eben auch diese beiden Gegentore. Beim ersten kommt Hitz keine Schuld zu. Beim zweiten ist es suboptimal, wie er den Ball direkt vor die Füsse von Christian Fassnacht pariert. Solche Situationen hat er auch schon besser gelöst.Kevin Rüegg: 4Beim 0:1 der Berner sehen Kevin Rüegg und Adrian Barisic nicht gut aus. Sie unterlaufen beide einen langen Ball aus der YB-Abwehr und ermöglichen es den Bernern so, in die gefährliche Zone zu kommen. Danach wagt sich Rüegg immer wieder nach vorne und zeigt, bis er in der 64. Minute ausgewechselt wird, eine Leistung, die in Ordnung geht.Adrian Barisic: 4Wie Kevin Rüegg sieht auch Adrian Barisic vor dem 0:1 nicht gut aus. Kann dann aber nichts dafür, dass er den Ball unmittelbar vor dem ersten Tor von Christian Fassnacht noch abfälscht. Danach spielt Barisic sein Spiel allerdings wie gewohnt sicher runter.Finn Van Breemen: 3Finn Van Breemen wirkt unsicher. Gegen den Ball. Im Aufbau. Es ist nicht der Nachmittag des 22-Jährigen – auch wenn er sich in der zweiten Halbzeit fängt. Der Tiefpunkt seines Einsatzes ereignet sich in der 15. Minute: Van Breemen kommt zu spät ins Kopfballduell mit Ebrima Colley und stösst ihn heftig in den Rücken. Colley muss mit der Trage abtransportiert werden. Neben den vereinzelt guten langen Bällen ist für den Niederländer erfreulich, dass aus keinem seiner Fehler ein Gegentor entsteht.Dominik Schmid: 4,5Das Zusammenspiel zwischen Dominik Schmid und Van Breemen, das Fabio Celestini an der Medienkonferenz vor dem Spiel noch gelobt hat, kommt am Sonntag kaum zum Tragen. Das liegt aber nicht an Dominik Schmid. Dieser schaltet sich immer wieder in den Angriff ein, steht hoch und scheint mit Bénie Traoré gut zu harmonieren. Glück hat er aber, als er einen Berner Eckball direkt an Chris Bedias Fuss köpft, worauf Marwin Hitz eingreifen muss.Leon Avdullahu: 5Im Spielaufbau lässt sich Leon Avdullahu zwischen die Innenverteidiger fallen und kann so das Basler Spiel aufziehen. Gut, sein Steilpass auf Carlos, der dem Stürmer seine Chance in der 26. Minute ermöglicht. Gut auch seine Grätsche nach dem Fehler von Finn Van Breemen in der 31. Minute, als erst seine Grätsche die Intervention von Marwin Hitz ermöglicht. Er ist einer der besten Basler.Léo Leroy: 4Die Leistung von Léo Leroy ist solide. Hat zwar die eine oder andere gute Aktion in Form von Ballgewinnen oder einem gefährlichen Abschluss. Doch dafür, dass er von den beiden Sechsern den offensiveren Part übernehmen müsste, kommt von ihm zu wenig. Verlässt in der 83. Minute für Albian Ajeti das Feld.Anton Kade: 3,5In den 64 Minuten, in denen Anton Kade auf dem Feld ist, gibt er sich kämpferisch und weiss dadurch durchaus zu gefallen. Doch Torgefahr geht vom Deutschen zu wenig aus, als dass es für eine genügende Note reichen würde.Xherdan Shaqiri: 4,5Xherdan Shaqiri macht keine sonderlich gute Partie, hat gerade zu Beginn zu wenig Zugriff aufs Geschehen und auch seine genialen Pässe in die Tiefe erzielen gegen YB nicht die gewünschte Wirkung. Aber Xherdan Shaqiri macht auch gegen YB das, was Xherdan Shaqiri eben in dieser Saison macht. Skorerpunkte sammeln. Sein Doppelpass mit Philip Otele vor dem 1:1 sieht im ersten Moment möglicherweise etwas glücklich aus, aber wie Shaqiri den Ball ablegt und gleichzeitig abschirmt, ist stark.Bénie Traoré: 4,5Bénie Traoré ist ein Aktivposten im Basler Spiel. Er sucht immer wieder Eins-gegen-Eins-Situationen und kann sich auch oft durchsetzen. Zudem sorgt er mit seinem Steilpass auf Joe Mendes, den er hinter seinem Standbein durch spielt, für ein kleines Highlight. Der grösste Kritikpunkt bei ihm ist die Chancenauswertung. Aus den Möglichkeiten, die Traroé sich erarbeitet, hätte durchaus der Basler Ausgleich entstehen können. Nach der Einwechslung von Philip Otele wechselt er auf die rechte Seite und weisst danach etwas weniger Drang nach vorne auf.Kevin Carlos: 3Über die gesamten 90 Minuten ist von der Basler Nummer 9 wenig zu sehen. Einzig in der Mitte der ersten Halbzeit hat Kevin Carlos zwei kurz aufeinanderfolgende Chancen. Bei der ersten trifft er mit verdrehtem Körper den Ball nicht richtig, bei der zweiten scheitert er aus guter Position an Marvin Keller. Eine weitere nennenswerte Möglichkeit hat er in der 61. Minute, als er übers Tor köpfelt. Zu wenig.Philip Otele: 5Kommt in der 64. Minute für Anton Kade. Spielt dann auf dem linken Flügel und wird nur drei Minuten nach seiner Einwechslung zum Torschützen. Nach einem Doppelpass mit Xherdan Shaqiri vollbringt er, was seine Teamkameraden über eine Stunde lang nicht geschafft haben – und überwindet Marvin Keller.Joe Mendes: 4Kommt in der 64. Minute für Kevin Rüegg. Kann sich danach immer wieder in den Basler Angriff einschalten, wobei er in der hitzigen Schlussphase nicht immer die richtige Entscheidung trifft. Ein Auftritt, der in Ordnung geht.Albian Ajeti: –Kommt in der 83. Minute für Léo Leroy und ist damit zu kurz im Spiel für eine Note.Marin Soticek: –Kommt in der 83. Minute für Bénie Traoré und ist damit zu kurz im Spiel für eine Note. Wirkt in der Unübersichtlichkeit der Schlussphase teilweise etwas überfordert. Bradley Fink: –Kommt in der 90. Minute für Finn Van Breemen und ist damit zu kurz in der Partie für eine Note. Der FCB verliert gegen YBDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Rotblau im Hoch: FCB: Männer und Frauen auf Platz eins

    Rotblau im Hoch – FCB: Männer und Frauen auf Platz einsDer Blick auf die Tabelle lässt die Herzen der FC-Basel-Fans höherschlagen.Publiziert heute um 11:40 UhrLéo Leroy (links) und Anton Kade haben mit dem FCB den Sprung an die Tabellenspitze geschafft.Foto Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkEs läuft im FC Basel aktuell rund. Das widerspiegelt zumindest der Blick auf die Tabellen der Super League und der Women’s Super League. Nach dem 2:1-Erfolg über den FC Luzern hat das Team von Trainer Fabio Celestini am Donnerstag die Tabellenspitze übernommen.Gleiches gelang den rotblauen Frauen am vergangenen Wochenende, als sie die Nachholpartie gegen Thun auf den Campus-Kunstrasen deutlich mit 5:0 für sich entschieden.Während die Basler Männer am Sonntag in Genf die Tabellenführung behaupten wollen, reist die Equipe von Trainerin Kim Kulig am Samstag nach Zürich zum FCZ (16 Uhr, Heerenschürli).Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».Dominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare