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AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik

Die «Riesekischte» von Otele und der Schubser von Celestini

Philip Otele vom FC Basel jubelt nach seinem Tor zum 2:0 gegen Grasshopper Club Zürich im Super League Spiel in Basel.
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Marwin Hitz: 4,5

Es gibt Spiele, da braucht es die Fähigkeiten der Basler Nummer 1. Es gibt aber auch Spiele, da braucht es sie gar nicht, weil seine Vorderleute den Gegner erst gar nicht in den Strafraum kommen lassen – so, wie in der ersten Halbzeit gegen den Grasshopper Club aus Zürich. Nach dem Seitenwechsel wird der Routinier aktiver ins Spiel eingebunden. Beim Penalty von Morandi ahnt er zwar die Ecke, kommt aber an den präzise geschossenen Elfmeter nicht ran.

Joe Mendes: 4,5

Weil es Rüegg wegen Wadenproblemen nicht aufs Matchblatt schafft, ist klar, dass der Schwede auf rechts nach vielen Wochen auf der Reservebank beginnen darf. Und der 22-Jährige gibt ein Empfehlungsschreiben für eine nächste Startelfnomination ab: Beeindruckend und wichtig seine Grätsche als letzter Mann gegen Irankunda (30.), eher er kurz darauf wunderbar auf Ajetis Kopf flankt. Daraus ergibt sich allerdings nichts – dafür, nachdem er von Bettkober gefoult wird. Der anschliessende Freistoss führt zum 2:0 (40.). Abzug gibts einzig für den Elfmeter, den er nach einem Foul Kittel verursacht.

Jonas Adjetey: 4,5

Zwei Szenen zeichnen den Ghanaer in diesem Heimspiel aus: Bei der Basler Führung durch Schmid zieht er geschickt zwei GC-Akteure auf sich, sodass genug Platz für seinen Mitspieler ist. Und: Als der Gast in der Nachspielzeit den letzten Eckball tritt und gar Goalie Hammel mit im Strafraum ist, steigt Adjetey am höchsten und klärt diesen gefährlichen Ball.

Nicolas Vouilloz: 5

Am Sonntag erfährt er erst kurz vor dem Winterthur-Spiel, dass er in der Innenverteidigung für den verletzten Van Breemen beginnen darf. Diesmal liess Celestini weit vor der Partie durchblicken, dass er im GC-Spiel mit derselben zentralen Abwehr wie auf der Schützenwiese beginnen werde. So kommt der zuletzt oft überzählige Vouilloz erneut zu einem Startelf-Einsatz. Wirkt gefestigt und agiert fehlerlos. Einfach gut, nachdem er wochenlang keine Rolle mehr spielte.

Dominik Schmid von FC Basel schiesst ein Tor gegen Ayumu Seko und Maksim Paskotsi von Grasshopper Club Zürich während des Super League-Spiels.

Dominik Schmid: 5,5

Das vierte Saisontor des Aussenverteidigers ist ein besonders schönes: 16 Minuten sind gespielt, da zirkelt Shaqiri einen Freistoss auf den Kopf des frei stehenden Schmid, der gegen seinen Ex-Club das 1:0 für Rotblau markiert. Es ist aber nicht nur dieses Tor, das Schmid beinahe die Höchstnote beschert. Da ist ganz viel Energie und Leidenschaft in diesen 90 Minuten.

Leon Avdullahu: 5

63 Minuten sind vorüber, da Avdullahu von Trainer Celestini zurück aufs Spielfeld geschubst wird. Was ist geschehen? Nach einem Pass ins Niemandsland hadert der Captain der Schweizer U-21 Nationalmannschaft mit diesem Fehlzuspiel. Doch dafür bleibt keine Zeit, Celestini fordert: Weiterspielen, weiterkämpfen. Das tut Avdullahu über weite Strecken der Partie. Ein nächster mannschaftsdienlicher Auftritt des Solothurners.

Metinho: 4,5

Wieder erhält der Brasilianer im defensiven Mittelfeld den Vorzug gegenüber Leroy. Der Südamerikaner ist der schwächere der zwei Defensiven im Zentrum, aber immer noch gut.

Xherdan Shaqiri: 5

Sein erster Freistoss führt zum 1:o und wird als Assist gewertet. Sein zweiter Freistoss führt zum 2:0, wird aber nicht als Assist gewertet. Einmal mehr: Bei stehenden Bällen ist der Rückkehrer schlicht eine Klasse für sich in dieser Liga. Und auch sein Versuch aus der Distanz (71.) ist sehenswert, doch Hammels Hand ist noch dazwischen.

Philip Otele: 5,5

Als «Riesekischte» bezeichnet der Stadionspeaker im St.-Jakob-Park das Basler 2:0. Und in der Tat: Otele setzt zu höchster Akrobatik an und erhöht vor der Pause per Seitfallzieher auf 2:0. Einen solchen Treffer hat man im Joggeli lange nicht mehr gesehen. Der Nigerianer ist vor allem in den ersten 45 Minuten ein Aktivposten. Seine Positionswechsel in der letzten Zone bringen viel Schwung ins Basler Angriffsspiel. Belohnen tut er sich eben mit dieser «Riesekischte».

Albian Ajeti: 3,5

Beim letzten Heimsieg über Sion stand der Angreifer letztmals in der Basler Startelf. Nun bekommt er eine nächste Chance und hat nach neun Minuten bereits die riesengrosse Möglichkeit zur frühen Führung. Doch sein Abschluss aus kurzer Distanz wird von Hammel sensationell abgewehrt. Auch weitere Chancen aus aussichtsreicher Position lässt er aus. Da muss mehr kommen.

Bénie Traoré: 3,5

Licht und Schatten wechseln sich beim Ivorer in dieser Saison ab. Gegen GC kann er seine Schnelligkeit nicht ausspielen. Zudem erlaubt er sich Fehlpässe, die es den Zürchern ermöglichen, aus dem Nichts in die Offensivzone vorzustossen.

Anton Kade: 4

Der Deutsche kommt nach 74 Minuten für Otele ins Spiel. Kann in der Schlussviertelstunde keine Akzente setzen.

Kevin Carlos: 4

Wie Kade darf der Spanier für die letzten rund 15 Minuten aufs holprige Joggeli-Terrain. Ist aber mehr mit Verteidigen als mit Angreifen beschäftigt und holt sich noch eine Gelbe Karte ab.

Romario Baro: –

Der Portugiese ersetzt in der 88. Minute Metinho. Zu kurz im Spiel für eine Benotung.

Léo Leroy: –

Der Franzose wird in der 88. Minute für Traoré eingewechselt. Diese paar Zeigerumdrehungen im St.-Jakob-Park reichen nicht für eine BaZ-Note.

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    AboAlles zum Sieg gegen GC – Der FC Basel ist wieder Leader dank einem Traumtor à la ShaqiriPhilip Otele und Dominik Schmid sind die Basler Torschützen beim 2:1 gegen GC. Der FCB steht nun mit Sicherheit in der Meisterrunde.Publiziert heute um 00:29 UhrTrugen alle ihren Teil zum Sieg des FC Basel bei: Dominik Schmid (links), Philipp Otele und Xherdan Shaqiri.Foto: Thomas Hess (Imago/Eibner)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDie AusgangslageFür den FC Basel hat es zweierlei Folgen, dass YB am Dienstag gegen Servette verlor. Einerseits bietet es ihm die Möglichkeit, am Donnerstagabend gegen GC erneut Leader der Super League zu werden. Auf der anderen Seite heisst es, dass YB – vor dem Spiel am Donnerstagabend – punktgleich mit den Baslern und somit wieder ganz vorne mit dabei ist. Die Partie gegen GC steht aus FCB-Sicht unter schwierigen Vorzeichen. Da ist die Statistik: Aus den letzten zehn Partien gab es sechs Niederlagen, zuletzt eine im Joggeli am 14. Dezember. Und da ist die Personalsituation. Mit Adrian Barisic, Finn Van Breemen und Kevin Rüegg fehlen Fabio Celestini drei Verteidiger, die vor ihrer Verletzung in der Startelf standen. Während sich Barisic eine Oberschenkelverletzung zuzog und Van Breemen am Donnerstag am linken Innenmeniskus operiert wurde und voraussichtlich mindestens ein halbes Jahr ausfällt, fehlt Rüegg wegen Beschwerden an der Wade.Das SpielDer FC Basel zeigt eine starke erste Halbzeit. Klares Chancenplus, deutlich mehr Ballbesitz und daraus resultiert eine verdiente 2:0-Pausenführung. Die Tore erzielen Dominik Schmid per Kopf nach einer Freistoss-Flanke von Xherdan Shaqiri und Philip Otele per Seitfallzieher. Davor und dazwischen ist es Albian Ajeti, der zwei hochwertige Chancen auf seinen ersten Treffer seit Anfang November hat, die beide von GC-Goalie Justin Hammel pariert werden. In Halbzeit zwei lässt der FCB nach, sowohl defensiv als auch offensiv. GC kommt besser ins Spiel und nach einem Foul von Joe Mendes auch zum Anschlusstreffer per Penalty in der 70. Minute. In den anschliessenden 20 Minuten konzentrieren sich die Basler aufs Verteidigen, lassen GC dabei aber wiederholt in den eigenen Strafraum kommen. Doch wirklich gefährlich werden die Gäste nicht mehr und so geht der FCB als Sieger vom Platz, was den Spielanteilen durchaus entspricht.Stadion: St. Jakob-Park. – Zuschauer: 21’705.– SR: San.Tore: 16. Schmid 1:0 (Shaqiri). 40. Otele 2:0. 70. Morandi 2:1 (Foulpenalty). FC Basel (4-2-4): Hitz; Mendes, Adjetey, Vouilloz, Schmid; Avdullahu, Metinho (88. Baró); Shaqiri, Otele (74. Kade), Ajeti (74. Kevin Carlos), Traoré (88. Leroy). – Ersatz: Salvi; Sigua, Cissé, Zé, Akahomen. GC (4-1-4-1): Hammel; Bettkober (83. Schürpf), Seko, Paskotsi, Abels; Hassane (83. Verón Lupi); Irankunda (46. Bojang), Morandi, Meyer, Kittel (72. Choinière); Lee (46. Muci).Verwarnungen: 50. Paskotsi (Foul). (50. Oral (Bank GC, Reklamieren). 57. Hassane (Foul). 69. Otele (Foul). 82. Vouilloz (Foul). 86. Kevin Carlos (Foul). 90. Hammel (Unsportlichkeit). Bemerkungen: Basel ohne Van Breemen (Operation am Meniskus), Barisic (Muskelverletzung an der Oberschenkelrückseite), Rüegg (angeschlagen) sowie Pfeiffer, Spycher; Asiedu, Xhaka, Fink, Soticek (alle ohne Aufgebot). – GC ohne Schmitz (gesperrt), Decarli und Turhan (beide verletzt).Die TaktikDer FC Basel hat vor allem in Halbzeit eins viel Ballbesitz. Er läuft GC im Spielaufbau mit den vier Offensiven hoch an und erobert viele Bälle. Im Ballbesitz behalten die Basler die 4-2-4-Formation grundsätzlich bei, wobei die offensive Viererkette sehr flexibel agiert, die Positionen immer wieder wechselt und sich im Mittelfeld anbietet. Ab Halbzeit zwei wechselt Fabio Celestini in der Offensive auf ein 4-2-3-1 mit Shaqiri im zentralen offensiven Mittelfeld. Defensiv entscheidet man sich dazu, etwas weniger hoch anzulaufen und bewegt sich damit eher in einem 4-4-2. Das hat gepaart mit einer weniger hohen Intensität zur Folge, dass GC im Spielaufbau mehr Platz hat und mit gezielten Bällen hinter die defensive Viererkette im Ansatz gefährlich wird. In der Offensive kommt es zu ein paar Basler Konter, die aber kaum sauber zu Ende gespielt werden.Der AufregerDiese Partie hat ein Highlight, das über allen steht. In der 40. Minute schlägt Xherdan Shaqiri einen Freistoss zur Mitte. Der Ball fliegt Knapp über zwei Basler Köpfe hinweg, bevor er von Justin Hammels Hand hoch in die Strafraummitte gelenkt wird. Dort steht Philip Otele, der aufspringt, die Beine kreuzt und den Ball per Seitfallzieher ins GC-Tor schiesst. Ein absoluter Traumtreffer.Und ein Treffer, der in seiner Ausführung an Xherdan Shaqiri erinnert. Der aktuelle Basler Captain traf bekanntermassen gegen Polen an der Europameisterschaft 2016 ebenfalls per Seitfallzieher. Aber auch vier Jahre zuvor, am 7. April 2012, gelang Shaqiri ein vergleichbares Tor. Beim damaligen 1:1 gegen den FC Luzern lieferte David Abraham die Vorlage für Shaqiris Kunststück.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosDas muss besser werdenDem FCB gelingt es gegen GC abermals nicht, über 90 Minuten eine konstante Leistung abzurufen. Während Halbzeit eins ausserordentlich gut war, liess man im zweiten Durchgang nach. Das betrifft unter anderem die individuellen Fehler, das konsequente Zu-Ende-Spielen von Angriffen und die generelle Spannung im Spiel.Das sagt der TrainerFabio Celestini zeigt sich sehr zufrieden mit der Anfangsphase und glücklich über das Erreichen des Ziels «Meisterrunde». Nach dem 2:0 habe man aber mit «weniger Intensität und Konzentration» gespielt. Zur generellen Tabellensituation sagt der FCB-Trainer: «Wir sind, wo wir sind und wir wollen träumen.»So geht es weiterDank dem 2:1 gegen GC steht der FCB mit Sicherheit in der Meisterrunde der Super League und neu auch wieder auf dem ersten Platz. Das nächste Spiel gegen den FC Lugano steht bereits am Sonntag an. 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