Bernhard Burgener ist vor die Medien getreten. Zu den Besitzerverhältnissen wollte er nichts sagen. Im Zentrum standen die rotblauen Zahlen.

Wer gehofft hat, dass der FCB heute endlich Neuigkeiten zum Showdown zwischen Bernhard Burgener und David Degen preisgeben würde, wurde enttäuscht. Der aktuelle FCB-Besitzer bemerkte einzig: «Ich werde keine Interna erzählen. Ich mag auch Gerüchte, lese sie jeden Tag. Doch ich werde nichts sagen. Es wird sicherlich in den nächsten Tagen Neuigkeiten geben.» Mehr wollte sich Burgener nicht entlocken lassen.

Die Medienkonferenz zum vergangenen Geschäftsjahr beginnt mit einem Dank an die Fans und alle Spielerinnen und Spieler des Klubs. Danach wagt Bernhard Burgener einen kurzen Rückblick zum vergangenen Jahr und hebt nochmals hervor, wie gut der FCB im internationalen Vergleich dastünde. Rotblau steht momentan auf Rang 29 von Europa und ist damit weiterhin der beste Schweizer Klub im Ranking.

Der FCB steht gesund da

Durch die Corona-Pandemie und die damit ausbleibenden Zuschauer in den Stadien muss Rotblau einen Einnahmeverlust an Tickets von über 10 Mio. Franken verzeichnen. Trotz des schwierigen Jahres hat der Klub momentan aber keine finanziellen Probleme erklärt Burgener: «Der FCB steht momentan sehr gesund das. Wir haben keine Schulden. Sämtliche Spielereinkäufe sind abgeschrieben.» Dafür konnte der FCB im vergangenen Jahr bei den Löhnen ganze 13 Mio. Franken einsparen. Wie der FCB-Verwaltungsratspräsident aber anfügt, seien dies keine Folgen von Entlassungen.

Der Sparstrumpf von Bernhard Burgener ist in den Zahl klar ersichtlich. 2016 betrug der totale Aufwand noch fast 129 Millionen Franken. 2020 sind es nur noch um die 65 Millionen, also knapp die Hälfte. Auch dank der Hilfe von Bundesgeldern wird der FCB in den nächsten Jahren keine grossen finanziellen Einbussen haben: «Wir haben nach wie vor die Möglichkeit, dass wir beim Bund innerhalb von drei Jahren bis zu 16 Millionen Franken als Kredit aufnehmen können,.»

Ein anderes Ziel vom Burgener war eine Kaderreduktion sowie das «Verbaslern» des Kaders. Von nur drei Spielern im Jahr 2016 sind es mittlerweile ganze 14 Spieler mit Basler Hintergrund.

Keine Fans mehr in dieser Saison

Je länger die Pandemie anhält desto düsterer sehen die Aussichten für die Fans aus, endlich wieder ein Spiel live zu sehen. Das bestätigt auch Burgener: «Diese Saison wird es keine Zuschauer mehr in den Stadien geben. Ich hoffe aber, dass dies ab August wieder möglich ist.» Dazu sagt er, dass man im stetigen Dialog mit den Fans sei. Auch was die Preispolitik bei den Tickets angeht. Denn die Fans seien extrem wichtig: «Die Fans haben uns so sehr unterstützt in den letzten Jahren.»

Während neben dem Platz die Zahlen zu stimmen scheinen, dümpelt der FCB in der Schweizer Liga weiterhin vor sich her. Mit den sportlichen Zielen für diese Saison ist Bernhard Burgener nicht zufrieden: «Sportlich ist diese Saison nicht erfreulich. Die Rückrunde ist alles andere als nach unseren Vorstellungen verlaufen. Da gibt es definitiv noch Handelsbedarf.» Deshalb wird der FCB sich auch frühzeitig Gedanken über weitere Verstärkungen im Sommer machen. Trainer Ciriaco Sforza sei aber weiterhin keine Diskussion.

Burgener: «Ich konnte mich nie verteidigen»

Auf die aktuelle Fan-Proteste rund um seine Person gibt sich der umstrittene FCB-Besitzer brüskiert. Wir erinnern uns: Beim Luzern-Spiel protestierten tausende FCB-Fans vor dem Stadion. Er bringe zwar Verständnis für die Fans auf. Jedoch: «Schade finde ich, dass ich mich nie verteidigen konnte. Ich tue alles für den Verein. Ich hoffe, dass die Fans an die nächsten GV kommen können und sie nicht mehr digital stattfindet.»

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