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Der FC Basel gewinnt zu null dank Pfosten, Latte und Hitz

Marwin Hitz zeigt im Basler Tor eine sehr gute Leistung.

Vor dem Spiel

Nachdem der FCB zuletzt eine englische Woche mit einem Unentschieden gegen SLO, einem Sieg gegen Lugano und einer Niederlage gegen GC bestritten hatte, ist die laufende Woche weniger intensiv. Trainer Celestini genehmigte seiner Mannschaft am Montag wie auch am Donnerstag einen freien Tag.

Im Hinblick auf das Spiel gegen Luzern ist schon vor der Verkündigung der Mannschaftsaufstellungen klar: Celestini wird eine Elf auf den Platz stellen, die so noch nie zusammen ein Spiel begonnen hat. Denn die Liste der Abwesenden ist lang. Gesperrt sind Veiga und Xhaka, wodurch Avdullahu zu seinem dritten Startelfeinsatz in der Liga kommt. Weitere Abwesende sind Augustin, Comas, Demir, Dräger, Hunziker, Lopez, Malone, Sigua, Zé und Rüegg. Zudem ist Lang, der ansonsten wohl zum Einsatz gekommen wäre, krank.

Die erste Hälfte

Der FCB startet trotz der vielen Absenzen wie unter Celestini üblich in der Defensive in einem 4-4-2. Offensiv entspricht die Formation dann eher einem 4-2-3-1. Die Innenverteidigung bilden dabei Barisic und Van Breemen, während Frei und Avdullahu im Mittelfeldzentrum spielen.

Das Spiel beginnt ereignisarm. In den ersten 20 Minuten schiesst einzig Fabian Frei aufs Tor. Dazu dribbelt Kade einmal gefährlich in den gegnerischen Sechzehner hinein, spielt dann den Pass aber zu ungenau. Luzern hat auf der anderen Seite zwei Eckbälle zu verzeichnen.

Dann muss das Spiel von der 18. bis in die 21. Minute unterbrochen werden. Grund dafür sind die beiden Fankurven, die unter dem Motto «auf kollektive Strafen folgen kollektive Antworten» den Platz in weissen Pyrorauch hüllen. Mit dieser Aktion nehmen sie Bezug auf die Strafe, welche nach dem Ausschreitungen beim Spiel zwischen Lausanne-Sport und Servette verhängt wurde. Diese müssen je ein Spiel vor leeren Heimkurven bestreiten.

Nach der Unterbrechung und bis zur Pause ist Luzern das bessere Team. Doch die Schüsse gehen entweder am Tor vorbei, oder werden von Hitz gehalten. Auf der Seite der Basler hat Kade einen Schuss, der geblockt wird und Schmid stösst einmal verheissungsvoll in den gegnerischen Sechzehner vor, doch auch hier misslingt der letzte Pass. So steht es zur Pause 0:0.

Die zweite Hälfte

Für die zweite Halbzeit wechselt Celestini Beney für Gauto ein. Luzern erwischt aber den deutlich besseren Start. Noch in der 46. Minute trifft Ottiger mit einem Lupfer über Hitz aus ziemlich spitzem Winkel den Pfosten. In der darauffolgenden Minute bringt Chader den Basler Goalie dazu, seine wohl bisher beste Parade der Saison zu zeigen. Und wieder nur kurze Zeit später köpfelt Simani nach einem Eckball aus nur fünf Metern Hitz in die Hände. Die Spielanteile allein würden zu diesem Zeitpunkt auf eine Luzerner Führung schliessen lassen.

Danach kann sich der FCB aber etwas fangen. Durch Jovanovic und Schmid kommt er zu zwei Abschlüssen, die aber ungefährlich bleiben. Luzern hat danach mehr vom Spiel, doch so gefährlich wie zu Beginn der zweiten Halbzeit werden die Gastgeber nicht.

So ist es dann entgegen dem Spielverlauf der FC Basel, der nach 66 Minuten in Führung geht. Dubasin spielt zu Jovanovic, dieser über FCL-Verteidiger Jaquez zurück zu Dubasin und der Spanier schliesst unten rechts direkt ins Tor ab. Kurz darauf verlässt der Torschütze für Barry das Feld.

Der FCL ist auch in Rückstand das bessere Team. Die beste Chance auf den Ausgleich hat er durch Okou in der 83. Minute. Dieser trifft von ausserhalb des Strafraums die Latte. Da die Basler aber solidarisch Verteidigen und sich immer wieder mit Kontern, die aber nicht konsequent zu Ende gespielt werden, entlasten können, bleibt es bei diesem 1:0 aus Sicht des FCB.

Der Knackpunkt

Das Spielentscheidende in dieser Partie gegen den FC Luzern ist, dass die Basler zum zweiten Mal in dieser Super-League-Saison zu null gespielt haben. Denn aufgrund der nicht optimalen Zielstrebigkeit und Chancenauswertung in der Offensive, wäre man bei einem Gegentreffer möglicherweise nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Gründe dafür, dass der FCB kein Gegentor bekommt, gibt es mehrere. Allen voran zu nennen ist Hitz, der nach zuletzt zwei verpassten Partien wieder im Tor stand und eine sehr gute Leistung zeigte. Aber natürlich muss man sich aus Basler Sicht auch bewusst sein, dass dieses Spiel mit einem Pfosten- und einem Lattentreffer der Luzerner ohne das nötige Glück auch anders hätte ausgehen können.

Die Unparteiischen

Schiedsrichter Alessandro Dudic und sein Team zeigen in der Swissporarena eine solide, wenn auch nicht fehlerfreie Leistung. Richtig ist sicher, dass Dudic das Spiel in der 18. Minute unterbricht. Falsch ist dann, dass es in der 70. keinen Eckball für die Basler gibt, da Jaques als letzter am Ball ist. Auch gibt es vor dem Lattenschuss von Okou zwei Aktionen, in es nicht falsch gewesen wäre, den Baslern einen Freistoss zuzusprechen. Erst das vermeintliche Handspiel von Klidjé, dann das Foul von Frydek an Beney.

Der O-Ton

Er glaube nicht an Glück, sagt Celestini nach der Partie. «Wenn die Jungs nicht gekämpft hätten, hätten wir dieses Spiel verloren.» Denn Luzern ist laut FCB-Trainer die bessere Mannschaft gewesen. Man hätte schon vor der Partie gewusst, dass es aufgrund der 13 Absenzen im Kader kompliziert werden würde. Zusammenfassend für seine bisherige Arbeit beim FC Basel sagt Celestini: «Die Bilanz fällt sehr gut aus. Wir holten 13 Punkte aus sieben Spielen. Und im Pokal sind wir im Viertelfinal.»

Die Folge

Mit diesem 1:0-Sieg gegen Luzern beschliesst der FCB das Jahr 2023. Er steht noch immer auf dem zweitletzten Platz in der Tabelle. Allerdings konnte er Stade Lausanne-Ouchy auf sieben Punkte distanzieren. Zu Platz sechs, wo der FC Luzern steht, und damit zur Championship Group sind es nach dem Sieg ebenfalls sieben Punkte.

Nach einem gemeinsamen Abschlussessen am Sonntagabend geht es für die Basler Spieler in die Winterpause. Nach den medizinischen Checks am 2. Januar nehmen sie am 3. Januar das Training wieder auf.

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Doch ich konnte keine Anrufe entgegennehmen, das waren zu viele Emotionen für mich. Ich spürte aber auch sofort, wie befreit ich nach diesem Entscheid bin. Es fühlt sich an, als hätte ich 20 Kilogramm an Gewicht verloren.Wie hat die Mannschaft die Botschaft aufgenommen?Xhaka: Daniel Stucki hat am Mittwoch die Mannschaft in der Kabine in einer sehr emotionalen Rede informiert. Da brauchte es von meiner Seite nicht mehr viel. Ich hielt mich kurz und sagte: Lasst uns nochmals einen Pokal in die Höhe stemmen!Was war der Auslöser, trotz Vertrags bis 2027 bereits in diesem Sommer einen Schlussstrich zu ziehen?Xhaka: Ich habe mich schon länger mit dem Gedanken befasst, im Sommer kürzerzutreten. Ich führte mit meiner Frau einige Gespräche und bin schliesslich vor zwei, drei Wochen auf den FCB zugegangen. Dani (Stucki, die Red.) war schliesslich schon immer sehr offen und ehrlich mit mir. 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Und klar ist auch_ Die Tür beim FC Basel ist für ihn nach der Karriere offen – auch wenn er selbst vorerst gar keine Anschlusslösung wünschte.Taulant Xhaka, nun ist auch klar, dass Sie nicht mehr mit Ihrem Bruder Granit zusammenspielen werden.Xhaka: Das ist so und das macht mich traurig, weil das ein erklärtes Ziel von mir war. Vielleicht aber trainieren wir mal eine Mannschaft gemeinsam; er als Chef und ich als Assistent. Ich möchte jetzt ja den Trainerschein machen.Haben Sie weitere Pläne?Xhaka: Erst mal möchte ich vom Fussball etwas Abstand nehmen und das Familienleben ohne den Leistungssport geniessen. Langweilig wird mir bestimmt nicht, im Sommer wird mein Haus in Muttenz fertig gebaut sein. Dort gibt es übrigens eine kleine Lounge mit all meinen FCB-Trikos sowie dem Leibchen von Cristiano Ronaldo, das ich nach dem Champions-League-Spiel in Madrid erhielt.Einige Ex-Profis gehen den Weg in den Amateurfussball. Ist das auch für Sie denkbar?Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich habe zwar einige Kollegen beim VfR Kleinhüningen; just for fun dort mitzuspielen, das wäre vielleicht was.Trägt nur noch bis im Juni Rotblau: Taulant Xhaka.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Sie haben bislang 406 Partien für den FCB bestritten. Welches war die besonderste?Xhaka: Da muss ich ganz klar ein Spiel hervorheben: Es war schlicht geil, als wir 2014 in Liverpool ein 1:1 erreichten und in den Champions-League-Achtefinal einzogen.Bis auf eine kurze Leihe zu GC verbrachten Sie Ihre ganze Karriere im FC Basel. Weshalb?Xhaka: Ich bin hier geboren worden, ging hier zur Schule und macht hier die Lehre. Ich gehöre einfach in die Region Basel. Ich kann mir nicht vorstellen, woanders zu wohnen. Selbst wenn ich in den Ferien bin, kommt nach spätestens zehn Tagen der Drang, wieder heimzugehen. Und als ich bei GC spielte, hatte ich zwar eine Wohnung in Dielsdorf, ging aber dennoch meistens heim nach Basel schlafen. Ich bin dieser Typ Mensch, der das Beständige mag. Granit ist da ganz anders, er ist viel offener.Daniel Stucki, mit Xhaka verliert der FCB eine Identifikationsfigur. Kann man ihn ersetzen?Stucki: Das ist gar nicht möglich. Einer, der 15 Jahre lang beim FCB Profi ist, kann man nicht ersetzen. Und wir wollen das auch nicht. Wir möchten Rückkehrer im Team haben – wie das nun mit Shaqiri, Ajeti oder Schmid der Fall ist. Sie verleihen uns die Basler DNA.Mit Xhaka geht ein nächster «Grosser». Was darf man bei seinem Abschied erwarten?Stucki: Es ist zu früh, darüber zu sprechen. Da die Vertragsauflösung bereits jetzt kommuniziert ist, können wir ihn aber auf eine spezielle Art und Weise verabschieden; so, wie er sich das wünscht. 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Mehr InfosOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

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