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Gegen die drei Kellerkinder hat der FCB nur einen Punkt geholt

Taulant Xhaka stand beim 1:2 gegen Lausanne-Sport man wieder in der Startelf, konnte die Niederlage des FC Basel aber auch nicht verhindern.

Vor dem Spiel

Dieses Mal muss Fabio Celestini – davon gehen wir jetzt mal aus – seine Startelf nicht wegen gewissen Undiszipliniertheiten umstellen. Im Vergleich zum Cup-Spiel gegen Lugano nimmt er fünf Wechsel vor: Thierno Barry und Renato Veiga kehren pünktlich auf ihre angestammten Plätze zurück, Roméo Beney, Juan Gauto und auch Taulant Xhaka werden ebenfalls ins Team rotiert.

Die Qualität des Rasens hat sich im Vergleich zum Mittwoch nicht grundlegend verbessert. Darum führt der Weg einiger FCB-Spieler bei der Besichtigung zum «Ort des Geschehens». Auch Fabian Frei inspiziert jenen Ort, an dem er im Cup im ungünstigsten aller Momente ausgerutscht ist.

Die erste Hälfte

Es ist überhaupt kein guter Start für den FC Basel, mal wieder. Schon nach vier Minuten könnte es 1:0 für die Gäste stehen, weil Adrian Barisic ein Duell am eigenen Strafraum verliert. Fünf Minuten später passiert aber dann genau das: Lausanne geht in Führung – und das nach einem Eckball der Basler. Innerhalb von wenigen Sekunden kann Kaly Sène alleine auf Marwin Hitz zulaufen und Antoine Bernede verwertet den Nachschuss.

Die Basler haben in der Folge Möglichkeiten auf den Ausgleich, die beste durch Roméo Beney in der 21. Minute, doch sein Schuss fliegt weit über das Tor. Und somit geschieht das, was in dieser Saison schon acht Mal geschehen ist: Die Basler nehmen einen Rückstand mit in die Kabine.

Die zweite Hälfte

In der Pause nimmt Celestini eine Änderung vor und wechselt damit auch das Spielsystem: Djordje Jovanovic kommt für Juan Gauto und die Basler agieren von da an in einem 3-4-3 mit Beney, Barry und Jovanovic in der vordersten Reihe. Auf den Flügeln agieren Dominik Schmid und Anton Kade und der FCB kommt in der Folge zu mehr offensiven Aktionen.

In der 48. Minute steht Barry bei seinem Treffer im Abseits, in der 64. Minute fliegt ein abgefälschter Schuss des eingewechselten Maurice Malone nur wenige Meter neben das Tor – und dann kommt die grosse Zeit von Lausanne-Goalie Karlo Letica. Erst wehrt er einen Kopfball von Jovanovic spektakulär ab (69.) und kurz darauf ist er gegen Barry wieder zur Stelle (77.).

Mit seinen Paraden legt er den Grundstein für das 2:0 der Gäste in der 88. Minute. Der Anschlusstreffer für den FCB durch Schmid in der Nachspielzeit kommt zu spät.

Der Knackpunkt

Man könnte natürlich die erste Halbzeit nennen, die – wieder mal – keine gute ist vom FCB. Aber einen anderen Knackpunkt gibt es auch nach der Pause: In der 69. Minute kommt Djordje Jovanovic zu einem Kopfball im Strafraum der Gäste und eigentlich macht er alles richtig: Er trifft den Ball wuchtig mit dem Kopf und platziert ihn eigentlich ganz gut, vielleicht ein bisschen zu zentral. Erst im letzten Moment lenkt Goalie Letica den Abschluss um den Pfosten.

Es ist am Ende zwar müssig, darüber zu diskutieren, was bei einem 1:1 in dieser Szene passiert wäre, ob dann alles anders gekommen wäre. Aber es ist sicher ein Moment, in dem diese Partie für die Basler noch in die richtigen Bahnen hätte gelenkt werden können. So aber bleiben sie in Rückstand – und kassieren kurz vor dem Ende das zweite Gegentor, was das eine zu viel ist.

Die Unparteiischen

Am Ende wird Schiedsrichter Sven Wolfensberger zwar mit Pfiffen aus der Muttenzerkurve verabschiedet, aber viel hat er an diesem Abend nicht falsch gemacht. Es gibt ein, zwei kleine Situation, in denen man auch anders hätte entscheiden können. Aber nach Sichtung der TV-Bilder entscheidet er bei allen zentralen Szenen regelgemäss.

Der O-Ton

Von den Basler Spielern will sich im Anschluss an die Partie niemand in der Interview-Zone äussern. Dominik Schmid ist der einzige, der sich vor den TV-Kameras stellt. Und als es darum geht, dass der FCB gegen die drei Kellerkinder GC, Lausanne-Ouchy und Lausanne-Sport in acht Partien nur einen Punkt geholt hat, sagt er: «Das ist unerklärlich, das wird dem FCB nicht gerecht» – und dann sagt er noch, dass man jetzt unbedingt den Finger aus einem gewissen Körperteil entfernen müsse.

Die Folge

Nach der Niederlage gegen einen der direkten Konkurrenten im unteren Teil der Tabelle geht es für die Basler am nächsten Wochenende zum Leader. Gegen die Young Boys konnten die Basler im Januar zwar mit 1:0 gewinnen, der letzte FCB-Sieg im Wankdorf liegt allerdings schon eine kleine Ewigkeit zurück. Am 22. Mai 2016 gewannen die Basler dort ein ziemlich bedeutungsloses Spiel in der 35. Runde mit 3:2. Die Treffer erzielten – daran merkt man, wie lange das her ist – Matias Delgado und Jean-Paul Boëtius (2).

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