Gegen GC wurde Fabian Frei offiziell als FCB-Rekordspieler geehrt. Der Auftritt danach war einmal mehr magere Kost. Im FCB Total diskutieren wir darüber.

Am vergangenen Donnerstag spielte Rotblau gegen GC zum insgesamt 16. Mal in dieser Saison unentschieden. Positiv war an diesem Abend nur die Ehrung von Fabian Frei für seinen Rekord: «Ich will den Auftritt nicht als beschämend betiteln, aber es ist einfach schade, vor allem für Fabian Frei. Spätestens nach dem Lausanne-Spiel hatte ich eine Reaktion erwartet, aber es war ja fast noch schlechter als gegen Lausanne. Ich verstehe es nicht», wird FCB-Experte Erni Maissen deutlich.

Nach vorne geht zu wenig

Die Luft in der Mannschaft sei noch nicht raus, sagt Fabian Frei. Die momentane Misere in der Offensive erklärt der Neo-Rekordspieler wie folgt: «Die Laufwege passen momentan nicht, wir machen zu viele einfache Fehler und vor dem Sechzehner fehlt die letzte Entschlossenheit. In der Defensive machen wir nicht viel falsch, gegen GC war das ein Sonntagsschuss und gegen Lausanne haben wir zu Null gespielt. Vorne bringen wir das einfach nicht mehr so auf den Platz, wie wir das gerne hätten.»

Für Maissen zeigen die Resultate der letzten Woche, dass Rotblau momentan keine Einheit ist: «Die Mannschaft ist in drei Klassen aufgeteilt. Das wird auch schwierig sein, dass man das wieder reparieren kann, damit das eine Einheit wird. Da ist halt vor allem auch der Trainer gefragt, aber ich bin nach wie vorher der Überzeugung, dass Abascal das Team nicht erreicht.»

Nicht alle geben 100 Prozent

Bei einigen Spielern hat man teilweise das Gefühl, dass sie nicht ihre volle Leistung abrufen. Das merkt auch Frei. Es sei auch nicht einfach für ihn, mit dieser Situation umzugehen: «Wenn es einer nicht will oder auch nicht lernt nach einem Jahr, dann kann auch ich als Führungsspieler diesem Spieler nicht weiterhelfen. Ich war auch einmal nach St. Gallen ausgeliehen. Mir war es aber genau so wichtig, dass ich meine Leistung bringe. Das ist etwas, dass viele junge Spieler noch lernen müssen. Es gibt einen Grund, wieso sie bei uns sind und nicht bei Liverpool oder sonst einer Top-Mannschaft spielen. Man kann nur besser werden, wenn man bereit ist, zu lernen.»

Die 20 wird nicht mehr vergeben

Nun ist Frei alleiniger Rekordspieler von Rotblau. Der FCB hat mitgeteilt, dass er deshalb die Rückennummer 20 in Zukunft nicht mehr vergeben werde. Eine grosse Ehre für Frei: «Es war eine grosse Überraschung. Auf das habe ich natürlich nicht hingearbeitet, aber das ist etwas, dass auch nach meiner Karriere bleibt. Auch wenn meine Kinder vielleicht einmal beim FCB spielen, die 20 können sie nie haben», schmunzelt er.

Debüt gegen den FCZ

In der Saison 2007/08 kam Fabian Frei zu seinem Debüt am ersten Spieltag der Super League-Saison gegen den FC Zürich. Der FCB konnte durch Rückkehrer Marco Streller mit 1:0 gewinnen. Für Frei ein Spiel, das er niemals vergessen wird: «Da habe ich noch rechts im Mittelfeld gespielt und musste sehr viel defensiv arbeiten. Reto Zanni hat hinter mir gespielt und der hat mir immer zugerufen, dass ich ihm helfen soll. Ich habe einfach versucht, das Ganze aufzusaugen vor allem auch noch gegen den FCZ, der in der vorherigen Saison Meister wurde, und am Schluss haben wir gewonnen. Einen schöneren Einstand hätte ich mir nicht vorstellen können.»

Fabian Frei und der FCB, das hat von Beginn weg gepasst, weiss auch Erni Maissen: «Er hat von Anfang an gewusst, was es bedeutet, dass er da mitspielen darf. Und er wusste auch, was man dafür machen muss. Genau das ist wichtig als junger Spieler. Wenn man da überheblich ist, scheitert man.»

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