Während des Matchs FCB vs. Lausanne verliess die Muttenzerkurve bereits in der ersten Spielhälfte das Stadion – als Protest gegen personalisierte Tickets.

Die Muttenzerkurve setzte während des Matches vom Sonntag, 5. Dezember, ein deutliches Zeichen gegen die geplanten personalisierten Tickets. Noch in der ersten Spielhälfte, als Rotblau im Joggeli auf Lausanne traf, zog die Fankurve ein Transparent mit der Aufschrift «Nein zu personalisierten Tickets» über die ganze Sitzreihe der Kurve. Danach (circa in der 40. Spielminute) verliessen die Fans das Stadion, ganz nach dem Motto: «Bei personalisierten Tickets bleibe die Kurve dem Stadion fern».

Grund für die Aktion sind personalisierte Tickets im Basler Stadion sowie die damit verbundene ID-Kontrolle. Aufgrund der Ausschreitungen im Letzigrund Stadion Ende Oktober sah die Regierungsrätin Stephanie Eymann nun Handlungsbedarf, wie sie auch gegenüber Telebasel im Talk erwähnte. Es sei schlichtweg nicht mehr zeitgemäss, dass sich solche Chaoten im Schatten der Anonymität bleiben können.

Auf ihrer Website hat die Muttenzerkurve bereits am 3. Dezember Stellung zu den personalisierten Tickets bezogen. «Nach jedem grösseren gewalttätigen Ereignis im Schweizer Fussball werden aus Teilen der Politik, der Behörden, der Clubs und auch der Fans Stimmen laut, dass ’sowas nie mehr passieren dürfe› und dass man jetzt ‹Nulltoleranz› fordere. Dabei zeigt der Blick auf die Vergangenheit und Gegenwart im In- und Ausland, dass es unabhängig von den jeweilig geltenden Gesetzen und Massnahmen – zwar in unregelmässigen Abständen, aber doch immer wieder – zu grösseren Ereignissen kommt», so die Fankurve in ihrer Mitteilung.

Ob die personalisierten Tickets schliesslich im St. Jakob-Park eigeführt werden und dies dazu führen werde, dass die Muttenzerkurve ihrem geliebten FCB den Rücken kehren wird und zukünftig keine Spiele mehr im Stadion begleiten wird, wird sich erst noch zeigen.

Die ID-Kontrolle im Joggeli Stadion ist auch Thema im Sonntags-Talk vom 5. Dezember um 19:15 Uhr auf Telebasel.

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