Die Initianten der Aktion «Yystoo für e FCB» machen ihrem Unmut Luft. Sie wollen Bernhard Burgener im Oktober an der GV entmachten.

«Yystoo für e FCB»: Das der Titel der jüngsten FCB-Fan-Aktion, der den Unmut rund um die Führung des FC Basel auf ein neues Level hievt. Mehr als 7’500 Personen haben bis Dienstagabend die Online-Petition unterschrieben. Darunter auch bekannte Namen aus der Basler Kultur und Politik.

Hoffnung statt Frust

Die Forderungen der Initianten sind deutlich: FCB-Präsident Bernhard Burgener soll als Vereinsvorstand abgewählt werden und durch jemand Unabhängiges ersetzt werden. Mit der Aktion will man das Unbehagen der FCB-Fans sichtbar machen. «Wir wollen jede Stimme dazu verwenden, damit man beim FC Basel merkt, dass sich etwas ändern muss», meint Mitinitiant Patrick Fassbind.

Die jüngsten Entwicklungen bei Rotblau haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Es geht um die Identifikation mit dem FCB. Um die jüngsten Geschehnisse auf personeller Ebene beim Verein. Die Initiative soll den Fans wieder Hoffnung machen.

Die Eigentumsverhältnisse am FCB stossen den Fans sauer auf. (Grafik: Telebasel)

Die Möglichkeiten der Initianten der aktuellen FCB-Führung einen Riegel vorzuschieben, sind begrenzt. Für den Profispiel-Betrieb ist nämlich die FC Basel AG zuständig. Bernhard Burgener ist mit der FCB-Holding AG Mehrheitsaktionär der AG. Der Verein selber mit den Fans ist nur Minderheitsaktionär. Man will aber nicht, dass Bernhard Burgener zusätzlich dort auch noch den Vorsitz hat.

Den Verein im Fokus

Die letzte Hoffnung stellt die Generalversammlung vom FC Basel im Oktober dar. Dort ist das Ziel der Initianten Bernhard Burgener als Präsidenten abzuwählen. Abwählen kann man Burgener nur aus dem Verein – nicht aber aus der AG. Da fragt man sich: Was bringt die Aktion denn überhaupt? Patrick Fassbind ordnet ein: «Uns geht es um den Verein. Wir wollen als breite Fanmasse im Verein etwas verändern und dort Einfluss nehmen. Es geht nicht um den Profi-Fussball. Es geht um den Verein, den es seit 1893 gibt. Mit welchem man sich identifiziert». Künftig sollen andere Ansprechpersonen das Sagen haben. «Personen, die gegenüber Roland Heri und Bernhard Burgener auch kritisch sind und sich auch kritisch einbringen», so Fassbind weiter.

Die Unruhe rund um den FC Basel – sie wird noch bis zur Generalversammlung in rund einem Monat bleiben. Erst dann wird man bezüglich Zukunft der Vereins Gewissheit haben. Ob die Fans am Ende bekommen, was sie verlangen. Oder ob es weiterhin im gleichen Stil und Trott auf höchster rotblauer Ebene weitergeht.

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