Der FC Basel gewinnt gegen Lugano mit 2:0. Doch das Resultat trügt über den Spielverlauf hinweg. Rotblau war besonders nach der Pause nicht so souverän.

Der FC Basel baut mit dem Sieg gegen Lugano die Tabellenführung aus. Doch das Endresultat täuscht von 2:0. Die Basler taten sich lange schwer gegen starke Tessiner. «Das Resultat trügt ein bisschen. Das war nicht so souverän, wie das meinen könnte», meint Fabian Frei nach dem Spiel.

Selbstkritik bei Rotblau

Die Konsequenz liess Rotblau nach gut einer halben Stunde im Spiel vermissen. «Nachher haben wir angefangen Schickimicki zu machen. Wir haben gemeint, mit ein bisschen weniger geht’s auch. Aber das ist halt nicht so», sagt Frei. Man habe das bereits in der Pause angesprochen. Gebracht hat es nichts. Frei: «Wir haben bereits in der letzten Saison gesehen, dass wenn wir nachlassen, dass es dann nicht mehr reicht.»

Nicht so hart mit der Mannschaft ins Gericht geht der FCB-Trainer Patrick Rahmen: «Wir waren nicht so stilsicher, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber wir müssen auch aufpassen, dass wir nicht zu kritisch werden. Wir haben wieder gewonnen.»

Kasami verschiesst Elfmeter

Zudem habe man mit Heinz Lindner einen Rückhalt im Tor, der aktuell alles von der Linie zu kratzen scheint. Ob den FCB-Goalie das sauer macht? «Nein. Wir sind ein Team. Jeder versucht das Beste zu geben, dass wir kein Gegentor bekommen. Lugano hat auch sehr gut gespielt», so Lindner. Wenn man den Elfmeter gemacht hätte, dann wäre der Deckel schon früher drauf gewesen auf der Partie.

Ein verschossener Elfmeter von Pajtim Kasami der zu reden gibt. Arthur Cabral ist eigentlich der nominelle Schütze und hat seinem Teamkollegen den Penalty überlassen. Das, weil sich laut Trainer Patrick Rahmen Cabral nicht wohl fühlte. «Das kann es geben. Wir haben drei Schützen auf dem Zettel. Pajtim ist einer davon, also ist das okay. Es ist jetzt auch nur ein Diskussionspunkt, weil der Ball nicht reinging.»

Zurück zum Selbstverständnis

Das nervt insbesondere Fabian Frei. Denn die Basler hätten auch nach dem Penalty genug Möglichkeiten gehabt, das Spiel zu entscheiden. «Wir stellen uns in einzelnen Situationen nicht doof, aber unerfahren an. Das müssen wir schleunigst ändern, weil über 36 Spiele können wir nicht immer auf Heinz, den Pfosten oder die Latte hoffen», meint Frei.

Dennoch hatte der Mittelfeldspieler, der das Team an diesem Nachmittag als Kapitän anführte und gleich selber traf, nie das Gefühl, dass man das Spiel noch aus der Hand geben würde. «Das ist ein gutes Zeichen. Das Selbstverständnis ist langsam wieder da. So wie es sein muss.»

Das Selbstverständnis wird der FCB auch brauchen in den kommenden Tagen und Partien. Unter der Woche reist Rotblau zu Étoile Carouge im Cup, bevor man dann zum Spitzenspiel im Letzigrund gegen den FC Zürich antritt.

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