Der FC Basel ist auch sportlich weiterhin neben der Spur. Die Spieler nehmen sich an der eigenen Nase und lassen keine Diskussion um den Trainer zu.

Der FC Basel kann nach den Unruhen im Verein neben dem Platz, auch auf dem Rasen erneut nicht überzeugen. Gegen den Aufsteiger aus Vaduz resultiert eine Niederlage im heimischen Joggeli – und das in letzter Sekunde.

Der rote Faden

«Es ist ein Nackenschlag, der sehr weh tut. Ich bin ehrlich gesagt gerade etwas sprachlos», so Amir Abrashi nach dem Spiel. Mehr Worte findet Fabian Frei: «Eine Niederlage jetzt positiv zu reden, ist Mist. Ich hatte in der zweiten Hälfte ein gutes Gefühl auf dem Platz. Wir hatten Chancen und haben Druck gemacht für ein weiteres Tor». Das Gefühl hatte eigentlich auch sein Mitspieler Abrashi: «Nach dem Ausgleich musst du eigentlich mehr machen. Die Kraft und die Euphorie mitnehmen. Am Schluss haben wir das Gegenteil gemacht».

Dass am Ende erneut eine Niederlage statt eines Siegs gegen Vaduz resultierte, macht Fabian Frei an der aktuellen Negativspirale fest: «Am Ende zieht es sich wie ein roter Faden durch die Saison». Die Devise nach der neuerlichen Schlappe sei klar: «Wir müssen uns endlich in den Hintern zwicken, um vorwärts zu kommen», so Frei.

Die Diskussion um den Trainer

Besonders ärgerlich aus Basler Sicht: Beide Gegentore entstanden aus gegnerischen Eckbällen. Das bringt FCB-Trainer Ciriaco Sforza auf die Palme: «Wir haben über zwei stehende Bälle verloren. Das enttäuscht mich und macht mich sauer». Den Einsatz seiner Truppe bemängelt der FCB-Trainer zwar nicht. «Aber zwei solche Gegentore zu kassieren, kann ich nicht akzeptieren», meint der FCB-Trainer, der nun weiter in den Fokus rückt.

Bereits nach dem Ausscheiden im Cup gegen Winterthur, wackelte sein Trainerstuhl gewaltig. Die Bilanz des FCB unter Ciriaco Sforza ist ernüchternd. Die Stimmen, die auf einen Trainerwechsel pochen, werden nach der neuerlichen Niederlage gegen Vaduz nicht leiser werden. Sforza bleibt aber die Ruhe selbst: «Ich gebe mein Bestes. Ich bin mit Herz dabei und kann mich selber am Morgen im Spiegel anschauen. Ich erreiche die Mannschaft und sie mich. Wir wollen ja das Beste. Es gibt keine Gruppenbildung. Wir müssen da jetzt einfach durch».

Auf eine Trainerdiskussion lassen sich auch seine Spieler nicht ein: «Ich bin ein Spieler. Ich bin zuständig, um Fussball zu spielen. Ich und meine Kollegen sollten es ein bisschen besser machen», so Fabian Frei. Ins gleiche Horn bläst auch Amir Abrashi: «Hört bitte auf, anderen die Schuld zu geben. Wir einzelnen Spieler sind schuld. Das war einfach zu wenig. Wir werden dafür bezahlt. Wir sind Profis. Da ist niemand anderes schuld».

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