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In einer überschaubaren Partie geht der FCB zunächst durch Traoré in Führung, bevor Koutsias für Lugano ausgleicht. Es ist ein Resultat, das beiden Teams nicht wirklich weiterhilft.

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  • Wiedersehen mit Rotblau: Benjamin Kololli: «Ich sage: FC Basel, du bist schuld»

    AboWiedersehen mit Rotblau – Kololli: «Ich sage: FC Basel, du bist schuld»Nun bei Sion unter Vertrag, spricht Benjamin Kololli über die «tote» FCB-Mannschaft, zu der er stiess, und sagt, wo er die wahren Schuldigen einer verhängnisvollen Nacht im Ausgang sieht.Publiziert heute um 11:43 Uhr«Der FC Basel hat mir die Schuld in die Schuhe geschoben», sagt der ehemalige FCB-Akteur Benjamin Kololli.Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkBenjamin Kololli, kürzlich sagten Sie, die Rückkehr vom FC Basel zum FC Sion sei eine der besten Entscheidungen Ihrer Karriere gewesen. Wie meinen Sie das?Für mich ist es einfach super hier. Ein Hauptgrund ist die Nähe zur Familie. Ich habe zwei Töchter, die jüngere ist acht Monate alt, und lebe mit meiner Frau hier im Wallis inmitten von Leuten, die ich kenne. Meine Eltern, mein Bruder, mein Geburtsort – das alles ist nun sehr nah zusammen. Ausserdem sind die sportlichen Leistungen, die ich hier gezeigt habe, wohl mit die besten überhaupt in meiner Karriere.Wollen Sie damit sagen, andere Karriereschritte waren weniger glücklich – zum Beispiel der Wechsel zum FC Basel im Dezember 2023?Nein, überhaupt nicht. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, für den FC Basel spielen, ist das eigentlich immer die beste Entscheidung, die man treffen kann.Ihre Ankunft in Basel war jedoch von Zweifeln begleitet. Nicht nur werweisste man über Ihre Form, spielten Sie zuvor doch in der zweiten japanischen Liga. Auch wurden Vorwürfe zu homophoben Aussagen in Ihrer Vergangenheit medial aufgegriffen. Wie erlebten Sie diese Phase?Persönlich genommen habe ich das nicht. Ich nahm mir einfach vor, zu beweisen, dass es anders ist, als die Kritiker denken. Erstens, dass ich kein homophober Mensch bin, und zweitens, dass ich das Niveau habe, das es für die Schweiz braucht. Zu Zweiterem muss man sagen: Die japanische Liga ist wirklich sehr gut. Wäre sie in Europa, würde sie in meinen Augen zu den Top-5-Ligen zählen …Das meinen Sie ernst?Ja! Hier in der Schweiz ist das Niveau fern gelegener Länder nicht so bekannt. Aber glauben Sie mir, die erste japanische Liga – dort habe ich ja angefangen zu spielen, bevor wir abgestiegen sind – ist mit Abstand besser als die Schweizer Super League. Mit Abstand.Dennoch standen da noch die Vorwürfe wegen Homophobie im Raum. Wurden die beim Wechsel zum FC Sion eigentlich in ähnlichem Ausmass diskutiert wie in Basel?Überhaupt nicht, das war hier kein Thema. Auch als ich vor einigen Jahren zum FC Zürich wechselte, hat niemand etwas zu diesem Video gesagt. Mein Berater meinte deswegen auch zu mir: Benji, das passiert nur beim FC Basel.Und warum denken Sie, dass dem so ist?Keine Ahnung. In Basel wird alles angeschaut, was hinter einem liegt, weil es irgendwie interessiert. Doch am Ende haben mich die Leute ja geliebt und gesehen, dass ich kein Homophober bin. Und wenn man dieses Video schaut und gut Französisch spricht, merkt man ja, dass ich gar nichts Homophobes gesagt habe.Sie bereuen Ihre Worte also nicht, sondern sehen das Ganze eher als ein grosses Missverständnis.Ja, ganz klar.Im Januar 2024 schoss Kololli den FC Basel im St.-Jakob-Park zum 1:0-Sieg über YB.Foto: Toto Marti (Freshfocus)Beim FC Basel waren Sie jedenfalls ein stabilisierendes Element, in Erinnerung bleibt beispielsweise Ihr Siegtreffer beim 1:0-Heimsieg gegen die Young Boys. Hatten Sie den Eindruck, dass Ihre Leistungen ausreichend gewürdigt wurden?Ja, dieses Gefühl habe ich schon. Mein Job war es, dem Team zu helfen, aus dieser Scheisssituation herauszufinden, und das haben wir geschafft. Gleich bei meiner Ankunft sagte mir Fabio Celestini ja, dass die Mannschaft tot sei und dass es meine Aufgabe sei, zu …Moment. «Tot»?Ja sicher, zumindest in der Garderobe war sie tot. Niemand hat geredet, alle waren am Handy. Eine der Massnahmen von Celestini war dann, die Handys aus der Garderobe zu verbannen. Er hat die Mannschaft gut gespürt. Meine Rolle war es jedenfalls, als erfahrener Spieler in der Garderobe etwas zu bewirken, die Leute zusammenzubringen.Die Frage nach der Anerkennung Ihrer Leistungen stellt sich ja auch deshalb, weil Sie in der Saison darauf sehr schnell auf dem Abstellgleis gelandet sind. Fanden Sie dieses Vorgehen fair?Fair … (lacht) Klar ist das unfair, aber als Fussballer muss man das akzeptieren. Jeder Verein hat Ziele, und wenn man als Spieler nicht mehr in dieses Konzept passt, dann muss man weg.Das haben Sie für sich so beschlossen?Ja. Es gibt Situationen, in denen man den Trainer noch von sich überzeugen kann. Beim FCB war das aber nicht möglich. Ich war alt, Shaqiri war da, und der Club wollte auf die jungen Spieler setzen. Natürlich war das eine harte Erkenntnis: Ich wurde gebraucht, als die Situation schlecht war – doch als man mit den Erlösen aus den Transfers von Thierno Barry und Renato Veiga plötzlich 30 Millionen mehr in der Kasse hatte, sah die Welt mir gegenüber dann natürlich anders aus. Doch das muss man akzeptieren.Für Aufsehen sorgte zuvor jedoch jene Nacht, in der Sie und andere Spieler wenige Tage vor Saisonstart im Ausgang gesichtet wurden. Kurz darauf verlor der FCB in Lausanne mit 2:3. Nun mit etwas Abstand betrachtet: Hat dieser Vorfall den Anfang vom Ende Ihrer Zeit in Basel eingeläutet?So würde ich das nicht sagen. Thierno Barry beispielsweise war an diesem Abend ja auch dabei und wurde dennoch erfolgreich verkauft. Meiner Ansicht nach wäre meine Zeit in Basel ohne diesen Vorfall gleich verlaufen.Dann bereuen Sie diesen Ausgang nicht?Nein, überhaupt nicht. Denn aus meiner Sicht hat der FC Basel da etwas falsch gemacht.Wie bitte?Das Ganze begann ja an einem Mannschaftsabend, den der FC Basel organisiert hatte, und zwar drei Tage vor Saisonbeginn. Da muss man doch damit rechnen, dass die Spieler später weiterziehen. Für den Club ist es im Nachhinein natürlich einfach zu sagen: Ihr Spieler, die da weitergegangen seid, seid an allem schuld. Ich finde: Nein, FC Basel, du bist schuld, weil du zuerst diesen Abend organisiert hast! Das würde keine andere Mannschaft im Profibereich zu diesem Zeitpunkt machen.Tatsächlich standen Sie dann im Zentrum einer Aufmerksamkeit, die negativ geprägt war. Sie sehen es aber eher so, dass der Club Ihnen die Schuld in die Schuhe geschoben hat?Genau! Klar, gegen Lausanne haben wir verloren, wir waren nicht bereit. Darauf hiess es dann, wir – als die sechs bis sieben Spieler, die an jenem Abend dabei waren, darunter ich und Thierno Barry – seien die Ursache aller Übel. Allerdings: Barry hat in diesem Spiel zwei Tore erzielt. Kann man dann wirklich sagen, die Schuld liegt bei ihm? Ich möchte hier keine Ausreden suchen, wirklich nicht. Aber für mich ist der erste Schuldige der FC Basel. Er hat das organisiert.Der FC Basel hat das Teamfest zu Beginn des Abends organisiert, nicht den Ausgang …Ja, aber damit hätte er rechnen müssen. Wir waren in der Sandoase bei einem Barbecue. Als es später wurde, vielleicht 21 Uhr, war doch klar, dass ein paar Spieler noch weitergehen würden. Meiner Ansicht nach ist es für die Stimmung innerhalb eines Teams sogar gut, wenn gemeinsam etwas unternommen wird. Wenn ich Trainer wäre und nach einem Mannschaftsabend sehen würde, wie alle auf direktem Weg nach Hause gehen, würde ich denken: Da läuft etwas falsch in meinem Team. Und damit meine ich überhaupt nicht die Art von Ausgang, bei der man sich bis um 5 Uhr morgens volllaufen lässt. Wir hatten ein, zwei Getränke und gingen um knapp 1 Uhr wieder nach Hause. Die Aussagen, dass wir die ganze Nacht gefeiert hätten, stimmen nicht. Aber ja, der FC Basel hatte dann seinen Schuldigen ja bereits gefunden …Nämlich Sie.Das fand ich sehr egoistisch vom FCB. Eigentlich müsste man seine Spieler schützen. Da ist es für mich zu einfach, nur den anderen die Schuld zu überlassen. Ich sage, FC Basel, du bist schuld, weil du dieses Fest zu jenem Zeitpunkt organisiert hast.Geht man denn in Sion anders mit solchen Situationen um?Ja, schon. Was man am Mittwochabend gemacht hat, interessiert die Leute hier nicht.Nun sind Sie mit dem FC Sion bei einem Club, der für Menschen aus der Deutschschweiz zuweilen schwer zu greifen ist. Sie aber kennen beide Seiten, sind in Aigle geboren, spielten nun aber auch für Städte wie Zürich, Basel und Bern. Was macht den FC Sion aus?Der FC Sion ist ein leidenschaftlicher Familienclub. Und ja, unser Präsident prägt uns natürlich auch. Alle kennen ihn, und er tut alles für die Mannschaft. Wir sind alle wie Söhne unseres Präsidenten. Das ist von aussen schwierig zu verstehen. Er ist da für uns, wie ein Vater von uns allen.Das klingt ja schon speziell. Kaum jemand würde in Basel sagen, David Degen ist wie eine Vaterfigur für die Spieler …Ja, absolut, und mir ist bewusst, dass das irgendwie komisch und lustig klingt. Aber doch ist es irgendwie so. Man darf das nicht schlecht aufnehmen. CC (Christian Constantin, Präsident des FC Sion, Anm. d. Red) ist einfach CC. (lacht)Nun gibt es Stimmen, die dem FC Sion in dieser Saison zutrauen, für eine Überraschung zu sorgen. Wie sehen Sie das?Das sehe ich genauso. Wir haben eine gute Mannschaft, zudem ist unser Präsident ruhiger geworden. Wir möchten es in die Top 6 schaffen, ein besseres Resultat nehmen wir natürlich auch. Wir ziehen hier alle am gleichen Strang, das macht uns stark.Und sollten Sie nun am Samstag gegen den FCB drei Tore schiessen, wie jubeln Sie dann?Nicht so wie gegen andere Teams, denn ich bin dankbar für meine Basler Zeit. Vielleicht juble ich auch gar nicht. Ich freue mich darauf, einige Kollegen vom FCB wiederzusehen. Für Samstag gilt aus meiner Sicht: Möge der Bessere gewinnen.Der FC Basel verpasst die Champions LeagueNewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • FCB: Zickzackkurs zum Titel: «Jetzt habe ich ein sehr schönes Problem»

    AboFCB: Zickzackkurs zum Titel – «Jetzt habe ich ein sehr schönes Problem»Fabio Celestini hat mit dem FC Basel eine Saison mit Höhen und auch ein paar Tiefen hinter sich: ein etwas anderer Rückblick in Zitaten.Publiziert heute um 19:46 UhrIn den letzten Wochen der Super-League-Meisterschaft 2024/25 hatte Fabio Celestini einiges zu bejubeln.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalk«Wir haben eingesehen, dass wir Mist gebaut haben»Am 27. Juli wird Michael Lang in der Halbzeitpause gegen Lugano verabschiedet. Nicht im Kader in dieser Partie steht Benjamin Kololli (rechts) aus disziplinarischen Gründen.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Am Donnerstag vor dem Saisonstart schlagen ein paar FCB-Spieler nach einem Vereinsanlass über die Stränge und feiern abends im Basler Balz Klub. Das hat Folgen: Am 27. Juli fehlen beim ersten Heimspiel gegen Lugano Thierno Barry und Benjamin Kololli im Aufgebot. Andere Nachtschwärmer hingegen sind für diese Partie nominiert worden. Doch der rotblaue Ausgang dringt beim Spiel, in dem Michael Lang verabschiedet wird, an die Öffentlichkeit. Später sagt Kololli in einem Interview mit der BaZ: «Wir haben eingesehen, dass wir Mist gebaut haben.»Der Start ist alles andere als meisterlich: zwei Spiele, null Punkte und jede Menge Nebengeräusche.«Jetzt habe ich ein sehr schönes Problem»Thierno Barry macht bei der Basler Torgala in Genf den Auftakt. Am Ende siegt der FCB am 11. August 6:0.Foto: Pascal Muller (Freshfocus)«Servette – Basel 0:6 (0:1)» steht am Ende dieses Nachmittags auf der Anzeigetafel des Stade de Genève. Sechs zu null. Mit diesem Ergebnis gewinnt der FCB am 11. August bei Servette. Albian Ajeti ist Doppeltorschütze, die anderen Tore verteilen sich auf Thierno Barry, Marin Soticek, Benjamin Kololli und Bénie Traoré.Die Erleichterung nach diesem zweiten Zu-null-Auswärtssieg der noch jungen Saison ist bei Rotblau riesig. Und Fabio Celestini sagt: «Jetzt habe ich ein sehr schönes Problem.» Was er damit meint: die vielen Treffer der verschiedenen Offensivspieler.Was er nach diesem höchsten Basler Sieg seit der Ära von Präsident Bernhard Heusler noch nicht weiss: Fünf Tage später unterschreibt Xherdan Shaqiri bei Basel; jener Spieler, der das FCB-Offensivspiel in den kommenden Monaten so sehr prägen wird. Da geht fast unter, dass die Basler gleichzeitig den Abgang Thierno Barrys nach Villareal verkraften müssen.«Ich wohne jetzt erst mal wieder bei meinen Eltern»Am 19. August empfangen die Fans Xherdan Shaqiri beim Joggeli.Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Es ist der Transfercoup der Saison, ja, diese Rückkehr ist gar der Schlüssel für den 21. Meistertitel des FC Basel. Am 16. August meldet der FCB, dass Xherdan Shaqiri ans Rheinknie wechsle. Es ist ein Transfer, der auf vielen Ebenen Rotblau in neue Sphären aufsteigen lässt.Drei Tage nach seiner Verpflichtung wird Shaqiri auf dem Balkon der Geschäftsstelle neben dem Joggeli den Fans präsentiert. Die Supporter kommen in Scharen, die Flammen-Trikots mit der Nummer 10 gehen zu Tausenden über den Tresen. Und bei seinem ersten Medientermin sagt der 33-jährige zweimalige Champions-League-Sieger ganz bescheiden: «Ich wohne jetzt erst mal wieder bei meinen Eltern.»Was folgt, ist eine Shaqiri-Show sondergleichen: Über 30’000 Zuschauer kommen bei seiner Premiere gegen Yverdon ins Joggeli. Doch ins Staunen versetzt der ehemalige Nationalspieler die FCB-Fans vor allem vom 26. Oktober an, als das Basler Spiel ganz auf ihn ausgerichtet und Rotblau eingespielt ist: Der FCB gewinnt in Winterthur 6:1, Shaqiri steuert zwei Treffer und drei Assists bei. Von da an rollt der Shaqiri-Express…«Hier gehe ich ins Migros-Resti – und finds Hammer»Am 21. September wird der FCB-Rekordspieler im Joggeli verabschiedet, am 26. Oktober spielt er mit dem FC Winterthur erstmals gegen den FC Basel.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Dieses Winterthur-Spiel am 26. Oktober ist auch eine besondere Angelegenheit für Fabian Frei. Am 9. September verlässt der FCB-Rekordspieler (543 Partien) den Verein am Deadline-Day in Richtung Winterthur, ein paar Wochen später steht das erste Spiel zwischen seinem neuen und alten Arbeitgeber an. Für ihn ist es ein Vergleich zum Abhaken, da Xherdan Shaqiri diese Partie quasi im Alleingang entscheidet.Frei will seine Karriere in Winterthur ausklingen lassen, nahe seinem Wohnort im Thurgau. Hier fühlt er sich «befreit und geschätzt». Deshalb sagt er vor dem ersten Wiedersehen mit Rotblau im Interview mit dieser Zeitung: «Hier gehe ich ins Migros-Resti – und finds Hammer.»Während seine einstigen Teamkollegen im Mai den Meistertitel feierten, kämpfte er mit Winterthur auf den letzten Metern seiner Laufbahn erfolgreich um den Verbleib in der Super League. Ganz entspannt dürfte Fabian Frei die nächste Saison angehen: Als SRF-Experte wird er mit seiner erfrischenden Art das TV-Fussball-Publikum unterhalten.«Dreimal in Folge darfst du in der Liga nicht verlieren, denn sonst werden die zwei Wochen Pause bis zum nächsten Spiel sehr, sehr lang»Angespannte Stimmung bei Fabio Celestini und Patrick Rahmen vor dem Spiel am 6. Oktober zwischen dem FCB und YB. Nach der Partie ist der Basler in Berner Diensten nicht mehr Trainer des Schweizer Meisters 2024.Foto: Toto Marti (Freshfocus)Anfang Oktober steckt der FC Basel in einer delikaten Lage: Nach zwei Niederlagen kommt der BSC Young Boys ins Joggeli. Für beide Teams gilt: verlieren verboten! Zumal auch der Basler in Berner Diensten, Patrick Rahmen, nach einem missratenen Ligastart auf Punkte angewiesen ist.Der FCB gewinnt 1:0, und Fabio Celestini ist die Erleichterung anzumerken. Er sagt: «Dreimal in Folge darfst du in der Liga nicht verlieren, denn sonst werden die zwei Wochen Pause bis zum nächsten Spiel sehr, sehr lang.» Der Romand weiss, wie wichtig dieser Erfolg vor dem Nationalmannschaftszusammenzug ist und wie schmal der Grat in diesem Geschäft sein kann, wenn es um seine Zukunft in Rotblau geht. Celestini bleibt, für Rahmen ist dieses 0:1 jedoch die eine Niederlage zu viel.«Lewin Blum, hoch vorne rein, könnte ja was passieren – ja, und es passiert was!»Am 30. Oktober erzielt Mohamed Dräger in Bern das «Eigentor der Saison».Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Selbst SRF-Kommentator Jeff Baltmeria kann es kaum fassen: «Lewin Blum, hoch vorne rein, könnte ja was passieren – ja, und es passiert was!» Die Beschreibung des Eigentors von Mohamed Dräger beim 2:3 in Bern Ende Oktober könnte nicht passender sein.Dieses zwischenzeitliche 1:2 leitet den Berner Sieg ein – und bedeutet für Dräger einen ganz bitteren Abend. Erst Minuten vor diesem Eigentor wird der Tunesier eingewechselt. Danach muss festgehalten werden: Diese 14 Minuten im Wankdorf waren seine einzigen in dieser Saison und zugleich letzten im Dress des FC Basel. Seit Ende Januar steht der 28-Jährige bei Braunschweig unter Vertrag.«Es ist eine schöne Momentaufnahme»Am 24. November bezwingt der FCB dank drei Toren von Xherdan Shaqiri Servette 3:1 und ist erstmals Leader der Super League.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Xherdan Shaqiri ist der Mann des Spiels. 3:1 gewinnt der FC Basel am 24. November gegen Servette. Dreimal darf sich der Rückkehrer zum Torerfolg gratulieren lassen. Nach dem Spiel sagt er: «Es ist eine schöne Momentaufnahme.»Was er damit meint? Nicht seine Tore, sondern der Fakt, dass Rotblau dank dieses dreifachen Punktgewinns die Tabellenspitze der Super League übernimmt. Das ist aussergewöhnlich, wenn man die letzten Jahre betrachtet. Aber in diesem Augenblick eben schlicht eine Momentaufnahme.Letztmals Erster in der höchsten Schweizer Liga war der FCB im November 2021. Der Trainer damals? Patrick Rahmen.«Er sagte mir: Das ist ein grosser Club, du musst sofort gehen. Sie werden sich gut um dich kümmern»Bénie Traoré darf am 19. Januar in Lugano mittun, weil die Rotsperre gegen ihn reduziert worden ist.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Bénie Traoré zählt inzwischen zu den wichtigsten Spielern in Rotblau. Vor dem ersten Spiel des Jahres 2025 gibt der Fussballer von der Elfenbeinküste dieser Zeitung ein Interview und erzählt, dass bei seinem Transfer nach Basel auch Landsmann Geoffroy Serey Die eine Rolle gespielt habe: «Er sagte mir: Das ist ein grosser Club, du musst sofort gehen. Sie werden sich gut um dich kümmern.»Beim Rückrundenauftakt in Lugano darf der Flügelspieler nur mittun, weil seine Rotsperre von zwei Partien auf ein Spiel reduziert worden ist. Für viele Exponenten des FCB ist dieses spektakuläre 2:2 ein wichtiges Zeichen, dass Rotblau für die zweite Meisterschaftshälfte bereit ist. Als der FCB im Mai den Titel auf sicher hat, sagt Fabio Celestini: «Diese Partie gegen das damals als Meisterfavorit gehandelte Lugano war einer unserer Schlüsselmomente.»«Ich bin brutal hässig, weil wir nicht reif genug sind, die Führung über die Zeit zu bringen»Der FCB verspielt am 22. Februar einen 2:0-Vorsprung in St. Gallen – auch weil sich Marwin Hitz und Dominik Schmid gegenseitig im Weg stehen.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Selten hat man Dominik Schmid in dieser Saison so wütend gesehen wie am 22. Februar nach dem 2:2 in St. Gallen. Der Kaiseraugster sagt nach Abpfiff im Bauch des Kybunparks: «Ich bin brutal hässig, weil wir nicht reif genug sind, die Führung über die Zeit zu bringen.»78 Minuten führt der FCB in der Ostschweiz mit 2:0, doch ohne den ausgewechselten Xherdan Shaqiri beginnt das rotblaue Gefüge plötzlich fragil zu werden. Die St. Galler nutzen das Basler Wackeln aus und holen sich aus dem Nichts einen Zähler. Für den FCB ist dieser doppelte Punktverlust ein herber Rückschlag.«Jetzt sind wir Meister»Am 10. Mai ist Fabio Celestini nicht mehr zu halten – weil der FCB in Unterzahl im Tessin 5:2 gewonnen hat und von Platz 1 nicht mehr zu verdrängen ist.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Wochenlang redet Fabio Celestini um dieses Wort herum. Dann gewinnt seine Mannschaft am 10. Mai in Lugano in Unterzahl 5:2. Nach diesem Spektakelspiel weiss der emotionale Romand, dass der FCB von Platz 1 nicht mehr zu verdrängen ist. Deshalb sagt er mit voller Inbrunst: «Jetzt sind wir Meister.»Einen Tag später ist es amtlich: Weil Servette und YB sich remis trennen, ist dem FC Basel drei Spieltage vor Saisonende der 21. Meistertitel der Clubgeschichte nicht mehr zu nehmen.Der FC Basel ist Schweizer MeisterDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Vor Carouge – FCB: Celestini: «Wir spielen einen Final»

    Vor Carouge – FCB – Celestini: «Wir spielen einen Final»Der FC Basel tritt am Mittwoch im Schweizer Cup bei Etoile Carouge an.Publiziert heute um 13:08 UhrFabio Celestini und seine Mannschaft sind noch drei Siege vom Triumph im Schweizer Cup entfernt.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDer FC Basel reist am Dienstag nach Genf, wo am Mittwoch Etoile Carouge im Viertelfinal des Schweizer Cups auf Rotblau wartet. Es ist das Duell zwischen dem Dritten der Challenge League und dem Ersten der Super League. Die Rollen sind klar verteilt. Doch Fabio Celestini, der Trainer des FC Basel, sagt: «Wir spielen in Carouge einen Final, es gibt nur noch Endspiele in diesem Wettbewerb.»Celestini möchte nicht, dass ihm das Gleiche widerfährt wie Patrick Rahmen im 2021: Damals unterlag Rotblau dem Unterklassigen 0:1. Bereits einmal musste der FCB in dieser Cup-Saison gegen einen Challenge Ligisten antreten: Erst nach Verlängerung setzte sich der FCB bei Nyon durch. Auch wenn die Basler Mannschaft in ihrer Entwicklung an einem anderen Punkt stehe als damals im September 2024, könnte es ein Vorteil sein, dass der FCB eine Erfahrung gegen ein Challenge-League-Team gemacht habe, glaubt Celestini. Denn er weiss («und meine Spieler wissen es auch»): «Carouge ist eine gute Mannschaft.Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».Dominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Bei Carlos läufts – doch von Traoré muss er sich belehren lassen

    Die FCB-Spieler in der Einzelkritik – Bei Carlos läufts – doch von Traoré muss er sich belehren lassenBeim 6:1 des FC Basel in Winterthur ist kein Basler ungenügend. Doch einer überragt sie alle.Publiziert heute um 20:45 UhrBénie Traoré (rechts) erzielt in Winterthur das sehenswerte 2:0.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 5Ein erstes Mal kann sich Marwin Hitz in der 29. Minute auszeichnen, als Matteo Di Giustos Schuss in Richtung des langen Ecks fliegt und der Basler Goalie ihn noch mit den Fingerspitzen übers Tor lenken kann. Darüber hinaus ist gut, wie Hitz vor Romario Baros Tor dem Portugiesen einen Ball über knapp 30 Meter in die Füsse spielt und vor Marin Soticeks Treffer das Spiel mit einem Auswurf zu Anton Kade schnell macht. Auf der Linie hat er, abgesehen von Nishan Burkarts Schuss in der 53. Minute, kaum mehr etwas zu halten. Bei Randy Schneiders Ehrentreffer ist Hitz ohne Abwehrchance.Joe Mendes: 4,5Die erste Aktion des Spiels missglückt Joe Mendes, denn seine Flanke landet direkt im Toraus. Doch danach findet der Rechtsverteidiger besser ins Spiel, schaltet sich in den Angriff mit ein und fordert Gegenspieler Tobias Schättin immer wieder zum Tänzchen auf. Allerdings muss man nicht nur bei der Torchance in der 74. Minute festhalten: Es fehlt dem Schweden oft an der letzten Präzision.Adrian Barisic: 5Gegen Winterthur weiss Adrian Barisic mit seiner Aggressivität im Spiel gegen den Ball zu überzeugen, auch wenn Winterthur offensiv nicht besonders viel anzubieten weiss. Auch mit dem Ball am Fuss ist Barisic ohne nennenswerte Fehler. Der einzige negative Punkt: Kurz vor der Halbzeit sieht er Gelb für ein Foul an Labinot Bajrami.Nicolas Vouilloz: 5Nicolas Vouilloz rutscht aufgrund der Verletzung von Jonas Adjetey in die Basler Startaufstellung. Und nachdem der Verteidiger zuletzt ein paar durchwachsene Leistungen zeigte, macht er seine Sache gegen Winterthur gut. Aber: In der 38. Minute hat er Glück, dass Josias Lukembila die gute Flanke von Fabian Frei nicht verwerten kann, denn in dieser Situation steht der Basler zu weit von seinem Gegenspieler weg.Dominik Schmid: 4,5Der Basler Captain Dominik Schmid ist auf der linken Seite wie gewohnt sowohl vorne als auch hinten anzutreffen. Er macht seine Sache unaufgeregt und weitestgehend fehlerfrei, wenn auch er etwas unauffälliger agiert als sein Pendant auf der rechten Seite. Schmid verlässt die Partie in der 76. Minute.Léo Leroy: 5Léo Leroy ist am Basler 1:0 beteiligt, indem er noch vor dem Eckball eine gute Flanke auf Bénie Traoré bringt, der per Kopf den ersten Basler Torschuss zustande bringt. Während des ganzen Spiels profitiert er vom harmlosen Defensivverhalten der Winterthurer, hat im Zentrum oft viel Platz, um die Bälle zu verteilen und nutzt das überlegt aus. Eine gute Leistung des Franzosen.Leon Avdullahu: 5Fabio Celestini betonte in den letzten Wochen mehrfach, dass er mit Leon Avdullahus derzeitiger Form zufrieden ist. Entsprechend spielt der 20-Jährige gegen Winterthur zum dritten Mal in Folge im Zentrum der Mittelfeld-Dreierkette – als Sechser, der vor der Viererkette aufräumen soll. Das macht er gut und auch im Spiel nach vorne fällt er als Motor des Basler Aufbauspiels positiv auf.Romario Baro: 5Wie seinen beiden Mitstreiter im Mittelfeld geniesst auch Romario Baro oft viele Freiheiten. Er ist derjenige der dreien mit dem meisten Drang nach vorne und tut dem Basler Spiel damit gut. Seine gute Leistung krönt er in der 48. Minute mit einem sehenswerten Treffer oben rechts. Baros erstes Tor für den FCB.Xherdan Shaqiri: 6Wo soll man bei Xherdan Shaqiri nur anfangen? Beim Eckball, der direkt an die Latte fliegt? Oder beim Eckball, der nur von FCW-Goalie Stefanos Kapino abgefälscht mehr oder minder direkt ins Tor fliegt – von der Liga jedoch als Eigentor gewertet wird? Egal, von welcher Seite man die Sache angeht, Shaqiri überragt an diesem Samstag alle. Er bereitet – exklusive Kapinos Eigentor – drei Treffer vor, erzielt sein Debüttor in der Liga und ist auch sonst der spielbestimmende Mann bei den Baslern.Kevin Carlos: 5Wenns läuft, dann läufts. Nach den beiden Treffern gegen St. Gallen braucht Kevin Carlos gegen Winterthur nur genau acht Minuten, um per Kopf Saisontreffer Nummer vier zu erzielen – einer davon gelang ihm noch bei Yverdon. Das sind nicht nur Thierno-Barry-ähnliche Zahlen. Auch die Art und Weise, wie der FCB Carlos in sein Spiel einbindet, erinnert zuweilen an Barry. Besonders in der ersten Halbzeit suchen die Basler den Stürmer immer wieder mit hohen Bällen, die dieser gut abdecken und weiterleiten kann. Carlos ist in dieser Hinsicht auf dem Weg, den Abgang Barrys mehr und mehr in Vergessenheit geraten zu lassen.Bénie Traoré: 5Bénie Traoré hat nach acht Minuten die erste gute Torchance des FC Basel per Kopf, doch FCW-Goalie Stefanos Kapino lenkt den Ball ins Toraus. Aus dem nachfolgenden Eckball entsteht das Basler 1:0. Überragend ist dann in der 25. Minute Traorés Tor. Wie schon Minuten zuvor, als Carlos von Shaqiri einen hohen Steilpass erhält, allerdings am Ball vorbeitritt, wird auch Traoré hoch von Shaqiri lanciert. Doch anders als Carlos trifft dieser den Ball perfekt und erzielt das sehenswerte 2:0.Taulant Xhaka: 4,5Kommt in der 62. Minute für Bénie Traoré. Danach hat er viele Bälle am Fuss und zieht mit Leon Avdullahu zusammen das Basler Aufbauspiel auf. Auffällige Aktionen hat Xhaka allerdings kaum.Marin Soticek: 5Kommt in der 62. Minute für Léo Leroy. Nur zehn Minuten später erzielt er das 6:0 mit einem sehenswerten Schlenzer ins rechte obere Eck. Für Soticek der zweite Liga-Treffer im Shirt des FC Basel.Anton Kade: 4,5Kommt in der 70. für Xherdan Shaqiri und bereitet danach mit einem Lauf auf der rechten Seite das Tor von Marin Soticek vor. Ansonsten ist der Deutsche meist unauffällig.Albian Ajeti: 4Albian Ajeti kommt in der 71. Minute für Romario Baro. Wenige Augenblicke vor Ende der Partie hat Ajeti die Chance auf das 7:1, doch sein Schuss wird pariert.Moussa Cissé: –Moussa Cissé kommt in der 76. Minute für Dominik Schmid und ist damit zu kurz im Einsatz für eine Note. Das ist gut für ihn, denn der Ehrentreffer des FCW ist auf seinen Ballverlust zurückzuführen.Der FC Basel im Oktober 2024:Abonnieren Sie den Podcast über Apple Podcasts, Spotify oder jede gängige Podcast-App.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare