Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.

Rechtsstreit mit AS Roma

Der FC Basel schliesst den Fall Calafiori mit Gewinn ab

Riccardo Calafiori beim Qualifikationsspiel zur WM 2026 zwischen Israel und Italien im Nagyerdei Stadion, Debrecen.
Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.

BotTalk

In Kürze:

  • Der FCB soll rund 20 Millionen Euro durch den Transfer Calafioris zu Arsenal eingenommen haben.
  • Die AS Roma forderte 40 Prozent dieser Transfereinnahmen.
  • Ein unklarer Vertragspassus führte zu Verhandlungen vor dem Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne.
  • Der FC Basel konnte die Zahlungen an die Roma durch den Gerichtsentscheid erfolgreich reduzieren.

Beim FC Basel ist man es mittlerweile gewohnt, dass ehemalige Spieler mit ihren Transfers weitere Millionen in die Clubkasse spülen. Erst in diesem Sommer brachten die Transfers der ehemaligen FCB-Spieler Thierno Barry von Villarreal zu Everton und Dan Ndoye von Bologna zu Nottingham Forest einen Geldsegen nach Basel.

Vor Jahresfrist sorgte vor allem Riccardo Calafioris Wechsel von Bologna zu Arsenal für Aufsehen. Wobei diese Causa ein Nachspiel hatte, das mittlerweile gelöst wurde – mit einem positiven Ende für den FCB.

Aber von vorn: Calafiori wechselte im Sommer 2024 für kolportierte 45 Millionen Euro plus Boni von Bologna zu Arsenal. Davon dürften beim FCB aufgrund der Weiterverkaufsbeteiligung von 50 Prozent, die beim Wechsel Calafioris zu Bologna ausgehandelt wurde, rund 20 Millionen Euro in die Kasse geflossen sein. So weit, so gut.

Die AS Roma will ihren Anteil

Allerdings ging es nicht lange, bis die AS Roma, bei der Calafiori ausgebildet wurde und vor dem Wechsel nach Basel unter Vertrag stand, beim FCB anklopfte. Der Grund: Die Italiener stellten sich auf den Standpunkt, dass sie aufgrund der Weiterverkaufsbeteiligung von 40 Prozent, die sie im Sommer 2022 mit dem FCB ausgehandelt hatten, auch am Calafiori-Transfer in die Premier League beteiligt sind. Für den FCB würde das bedeuten, dass er 8 der 20 Millionen nach Italien überweisen müsste.

Doch in Basel sieht man die Sachlage anders. Rotblau stellt sich auf den Standpunkt, dass der entscheidende Passus im Vertrag so ausgelegt werden müsse, dass die Weiterverkaufsbeteiligung der Roma nur auf den Transfer Calafioris zu Bologna, nicht aber auf jenen zu Arsenal zutreffe. Schliesslich wurde der Fall bis vor den Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne (CAS) gezogen.

Mittlerweile liegt das Ergebnis vor. Tatsächlich scheint der entscheidende Abschnitt im Arbeitspapier nicht eindeutig formuliert gewesen zu sein. Denn wie die BaZ weiss, nahmen die Verhandlungen einen aus Basler Sicht positiven Ausgang.

Der Club muss nach dem Entscheid des CAS weniger als 40 Prozent des Ertrags aus dem besagten Calafiori-Transfer an die Roma überweisen. Um wie viel es sich dabei genau handelt, ist unbekannt.

Da aber der Worst Case, also die 8 Millionen, bereits in der Jahresrechnung 2024 auf der Ausgabenseite aufgeführt wurde, darf der FC Basel die Differenz, die man nun nicht nach Rom überweisen muss, als Gewinn betrachten – und hat er somit erneut Geld an einem Spieler verdient, der gar nicht mehr für den FCB kickt.

Newsletter

Rotblau aktuell

Erhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.

Weitere Newsletter

Similar Posts

  • David Degen zieht Bilanz: «Ich könnte über dieses Jahr ein Buch schreiben»

    – «Ich könnte über dieses Jahr ein Buch schreiben»Clubpräsident und Chief Football Officer David Degen hat mit dem FC Basel bewegte Monate hinter sich – und kündigt für die zweite Saisonhälfte Veränderungen an. Publiziert heute um 22:02 UhrBei David Degen stehen viele Sitzungen über Weihnachten an: «Wir müssen Spieler dazu holen.»Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)Nach dem zweiten Super-League-Auswärtssieg in dieser Saison tritt David Degen am Sonntagabend in der Luzerner Swisspor-Arena vor die Medien. Auch, weil sich das Jahr dem Ende zuneigt und es für den FC Basel Zeit ist, zurückzuschauen wie auch in die Zukunft zu blicken. Der Clubpräsident und Chief Football Officer des FCB zeigt sich nach dem 1:0 in der Zentralschweiz erleichtert und spricht über …… den 1:0-Sieg beim FC Luzern:«Wir hatten das Glück für einmal auf unserer Seite. Das nehmen wir nach dieser halben Saison natürlich gern an. Das Wichtigste sind mit Blick auf die Tabelle einzig die drei Punkte. Nun müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen in der Winterpause, dann können wir hoffentlich gestärkt in die nächste Saisonphase gehen.»… die Möglichkeit, noch unter die ersten sechs Teams der Super League zu kommen: «Dazu äussere ich mich nicht. Zurzeit müssen wir Spiel für Spiel nehmen. Ein Punkt nach dem andern, alles andere sehen wir dann.»… die Baustellen, die es in der Winterpause beim FCB zu beheben gilt:«Ich werde keine konkreten Namen nennen. Aber es ist klar: Wir müssen den einen oder anderen Fehler, den wir im Sommer begangen haben, im Winter beheben und Spieler dazu holen. Wenn etwas konkret ist, werden wir es kommunizieren.»… die Arbeit der Sportkommission:«Wir haben vor Wochen intensiv damit begonnen, verschiedene Themen anzusprechen und zu planen. Als Beispiel: Gegen Luzern fehlten elf Spieler verletzt. Da muss man sich die Frage stellen: Machen wir etwas falsch, dass diese Verletztenliste so lang ist? Vielleicht liegt es auch an den Trainerwechseln, dass die Spieler unter dem neuen Trainer im Training alles geben wollten und dabei die Belastung ihres Körpers nicht richtig dosierten. Dieser Ursache müssen wir etwa auf den Grund gehen. Ich glaube nicht, dass dies Zufall ist. Und ganz allgemein: Wir haben Fehler gemacht und diese müssen wir korrigieren.»… das FCB-Jahr 2023:«Positiv war sicher der Einzug in den Halbfinal der Conference League. Aber geschmerzt hat mich so vieles: Etwa die Alex-Frei-Entlassung oder auch die Trennung von Timo Schultz. Es gibt so viele Dinge. Wissen Sie, ich könnte ein Buch schreiben über dieses Jahr. Wenn ich über das 2023 ausführlich sprechen würde, wären wir morgen noch in diesem Gespräch.»… den Vertrag mit Fabio Celestini:«Ich hatte das Glück, dass ich in meiner Laufbahn sehr viele Trainer kennen lernen durfte, auch im Ausland. Nun habe ich gesehen, wie Fabio arbeitet. Ich bin sehr angetan, wie akribisch er die Dinge angeht. Er widmet sich jedem Detail, 24 Stunden, sieben Tage. Das ist in der Schweiz einzigartig. Für uns ist klar: Wir haben ihm einen Vertrag über eineinhalb Jahre hingelegt. Sein Wunsch war jedoch, dass er sofort mit der Arbeit mit der Mannschaft beginnen kann. Über die Dauer des Kontrakts wollte er gar nicht reden. Wir werden dies im Winter oder im Frühling nachholen. Er hat den Job des FCB-Trainers nicht angetreten, um wieder schnell zu gehen. Und wir sind das Engagement nicht eingegangen, um schnell wieder eine andere Lösung zu finden. Die Zusammenarbeit mit ihm muss wachsen. Ich möchte Kontinuität. Ich bin der Letzte, der einen Trainer entlassen möchte.»… Thierno Barry, der in Basel noch nicht angekommen ist:«Man hat gesehen: Er hat in Belgien nicht einfach so 25 Skorerpunkte gemacht, weil er nicht Fussball spielen kann. Wenn man die ganze Saison von ihm in Basel analysiert, sieht man, dass er es nicht einfach gehabt hat. Die zwei Roten Karten zu Beginn, die daraus folgenden Sperren, das Ausscheiden aus der Conference League und auch die Fan-Anfeindungen auf Social Media – vielleicht war das zu viel für einen Jungen, der im Oktober erst 21 Jahre alt geworden ist. Natürlich hat er nicht seine beste halbe Saison gespielt. Dennoch: Was er bei seinem letzten Club in Belgien gezeigt hat, hat uns überzeugt.»Mehr zum FC Basel:Dominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Kommentar zum FCB-Transfercoup: Der FC Basel setzt alles auf die Karte Xherdan Shaqiri

    Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – Der FC Basel setzt alles auf die Karte Xherdan Shaqiri Shaqiri ist die spektakulärste Verpflichtung in der Geschichte der Liga. Die Strahlkraft ist enorm. Was das mittel- bis langfristig bedeutet, ist völlig offen. Publiziert heute um 19:24 Uhr Mit Xherdan Shaqiri will man beim FC Basel zurück in…

  • Transfergerücht: Galatasaray Istanbul will Jonas Adjetey verpflichten

    Transfergerücht – Galatasaray Istanbul will Jonas Adjetey verpflichtenDer türkische Meister soll dem FC Basel ein Angebot in der Höhe von 10 Millionen Euro für den Innenverteidiger unterbreitet haben.Publiziert heute um 22:17 UhrGalatasaray Istanbul soll 10 Millionen Euro für Jonas Adjetey bieten.Foto: Imago, Sports Press PhotoJetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDer FC Basel könnte in den kommenden Tagen noch einen seiner Abwehrspieler verlieren: Wie das Portal «africafoot» berichtet, soll Galatasaray Istanbul dem FCB ein Angebot in der Höhe von 10 Millionen Euro für Jonas Adjetey unterbreitet haben. Dem 21-jährigen Ghanaer wurde gemäss dem Bericht ein Fünfjahresvertrag vom türkischen Meister offeriert.Wie in der Schweiz ist das Transferfenster auch in der Türkei noch geöffnet. In der Champions League würde Adjetey für Galatasaray allerdings nicht auflaufen können, da die entsprechende Frist für die Spielerregistrierung bereits am Dienstagabend verstrichen ist.Adjetey ist derzeit mit der ghanaischen Nationalmannschaft unterwegs und stand am Donnerstag beim 1:1 im WM-Qualifikationsspiel gegen Tschad in der Startelf. Würde er den FC Basel verlassen, dann hätte Rotblau mit Adrian Barisic, Nicolas Vouilloz und Neuzugang Flavius Daniliuc noch drei einsatzbereite Innenverteidiger zur Verfügung. Finn van Breemens Rückkehr von seiner Meniskusverletzung wird im Verlaufe des Herbsts erwartet.Aktuelles zum FC BaselDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenSimon Tribelhorn ist freier Mitarbeiter im Ressort Sport bei der Basler Zeitung. Er berichtet regelmässig über den FC Basel, den EHC Basel und den RTV.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Der letzte Halbfinalist: Marwin Hitz weiss, wie man mit dem FC Basel international Erfolg haben kann

    Der letzte Halbfinalist – Marwin Hitz weiss, wie man mit dem FC Basel international Erfolg haben kannDer Goalie ist der einzige beim FCB, der 2023 gegen die Fiorentina auf dem Platz stand – nun heisst das Ziel Champions League.Publiziert heute um 12:00 UhrMarwin Hitz (rechts) beim Training im Parken Stadion am Dienstag vor dem Rückspiel.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Kürze