Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.

1:1 gegen Wil

Ludovic Magnin: «Die Balance in der Mannschaft stimmt momentan nicht»

Xherdan Shaqiri vom FC Basel im Zweikampf gegen David Jacovic vom FC Wil während eines Testspiels am 16. Juli 2025 in Basel.
Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.

BotTalk

Viertes FCB-Testspiel, drittes 1:1-Unentschieden. Die Worte, die Trainer Ludovic Magnin nach dem Remis gegen den Challenge-Ligisten FC Wil findet, sind klar: «Die Balance in der Mannschaft stimmt momentan nicht», sagt Magnin. Und: «Wir haben noch viel zu tun». 

Den Einschätzungen des 46-jährigen Westschweizers geht ein Spiel voraus, in dem der FC Basel nicht überzeugen kann. Bereits in den vorangegangenen Testpartien gegen Altach, Rapperswil-Jona und Winterthur tat sich die Basler Mannschaft über weite Strecken schwer. Im Gegensatz zu jenen Affichen kündigte Magnin für die Partie gegen Wil allerdings an, weitgehend auf Experimente zu verzichten. So kam es dann auch: Auf dem Platz standen 11 Akteure, die so durchaus in einem Wettbewerbsspiel hätten auflaufen können. 

Die einzige Ausnahme dazu bildete die Absenz von Philip Otele. Das Nicht-Aufgebot des Flügelstürmers sorgte vor Spielbeginn für Aufregung im Flüsterton – dies nicht zuletzt, weil Otele auf Instagram ein Video veröffentlichte, das ihn in England zeigte. Auf Nachfrage verneinte der FC Basel aber, dass Otele Zwecks eines Wechsels in die Premier League auf die Insel reiste. Grund für Oteles Ausfall sei eine leichte Erkrankung. Tatsächlich zeigte sich der 26-jährige Nigerianer kurze Zeit später auf dem St.-Jakob-Areal.

Magnin muss den Plan ändern

Mit dem Saisonstart im Blick und einer Super-League-würdigen Aufstellung startet der FC Basel also in die Partie gegen Wil – und wird vom Challenge-Ligisten prompt überrascht. In den ersten 20 Minuten sind es nämlich die Gäste, die für Druck sorgen und den Basler Strafraum gleich mehrfach betreten. Dem Spielverlauf entgegen fällt in der 24. Spielminute der Basler Führungstreffer. Die Wiler können einen Eckball nicht klären, Dominik Schmid steht richtig und trifft wuchtig.

Der Pausenführung zum Trotz nimmt Trainer Magnin zur Halbzeit gleich einige Wechsel vor. Wiederkehrende Wackler sowie eine gewisse Trägheit, die das Basler Spiel nach wie vor begleiten, dürften ihn dabei gestört haben. So sagt er nach dem Spiel: «Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden, die Wechsel zur Pause waren eigentlich nicht geplant. Doch damit haben wir nun auch den Konkurrenzkampf auf gewissen Positionen erhöhen können.»

Auch wenn die Intensität in der Folge ansteigt, gelingt dem FCB in Halbzeit zwei kein Befreiungsschlag. Im Gegenteil: In der 68. Minute geht der Ball im Aufbau verloren, worauf der Wiler Marwane Hajij diesen übernimmt und zum Ausgleich trifft. Von nun an ist der FC Basel das bessere Team. Doch weil ein Treffer auch nach aussichtsreichen Aktionen von Leo Leroy (85.) und Junior Zé (88.) nicht gelingt, bliebt es beim 1:1-Unentschieden.

Ein neues System mit Risiken

Das Basler Sorgenkind bleibt somit auch nach dem vierten Test das Spiel gegen den Ball. Magnin spricht von gewissen Anpassungsschwierigkeiten, die noch da seien – schliesslich sei man daran, mit dem sehr hohen Anlaufen einen neuen Ansatz zu implementieren. Zudem weiss er um die Gefahr, die die neuen Ideen mit sich bringen: «Was wir hier auf die Beine stellen möchten, ist natürlich etwas risikoreich. Aber das ist es, was ich im Stadion sehen will: Energie und Spektakel.»

Zehn Tage bleiben Magnin so bis zum Saisonauftakt gegen St. Gallen, um die «risikoreichen» Ideen wirksam ins Basler Spiel zu integrieren. Nach viel Zeit klingt das nicht. Anders sieht das Magnin: «Das ist ja fast die Hälfte der Zeit, die ich hier bisher hatte», sagt er schmunzelnd.

Noch weniger Tage, nämlich deren drei, sind es aber, bis für den FC Basel der wohl grösste Härtetest der Vorbereitung ansteht. In Altach steht Rotblau am Samstag Villareal aus der höchsten spanischen Liga gegenüber. Vorsicht ist insofern geboten, als dass die Spanier allfällige Fehler im Basler Spiel wohl härter zu bestrafen wissen, als der Challenge-Ligist aus Wil es tat. Doch für den FCB ist es ebenso eine letzte Gelegenheit, nach einer durchzogenen Testspielphase für einen positiven Schlusspunkt zu sorgen.

Newsletter

Rotblau aktuell

Erhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.

Weitere Newsletter

Similar Posts

  • 3:3 gegen Villarreal: Shaqiri sorgt fast für das Highlight im besten Testspiel der Basler Vorbereitung

    Abo3:3 gegen Villarreal – Shaqiri sorgt fast für das Highlight im besten Testspiel der Basler VorbereitungNach dem letzten Test der Vorbereitung des FC Basel zeigt sich Trainer Ludovic Magnin zufriedener als zuletzt.Publiziert heute um 20:55 UhrIm sechsten Testspiel holt der FC Basel das fünfte Unentschieden.Foto: Linus SchauffertJetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkNein, ein Wiedersehen mit Thierno Barry gibt es für den FC Basel an diesem Samstag nicht. Der Franzose, der im Sommer 2024 von Basel nach Villarreal wechselte, zog am 9. Juli weiter zu Everton. Die Challenge für den FCB, im sechsten und letzten Testspiel vor dem Saisonstart den zweiten Sieg zu holen, ist dennoch gross. Villarreal hat sein Training zwar erst am 10. Juli wieder aufgenommen und traf erst am Donnerstag im Trainingslager auf der Anlage des St. Galler Clubs FC Abtwil-Engelburg ein, doch allein die Tatsache, dass der spanische Club die letzte Saison auf dem fünften Platz beendet hat und damit direkt für die Champions League qualifiziert ist, zeigt, welcher Qualität sich der FCB in Altach gegenübersieht. Rotblau hat zu Beginn mehr Spielanteile und geht in der 12. Minute durch einen abgelenkten Flankenball von Xherdan Shaqiri in Führung. In der Folge wird Villarreal stärker und gleicht dank einem Eigentor von Albian Ajeti in der 24. Minute aus. Schnabelholz Altach. – 870 Zuschauer. – SR Matthias Gächter.Tore: 12. Shaqiri 1:0, 24. Ajeti 1:1 (Eigentor), 27. Ajeti 2:1. 32. Perez 2:2. 65. Carlos 3:2. 87. Danjuma 3:3. FCB (4-2-3-1): Hitz; Tsunemoto (62. Kade), Adjetey (62. Barisic), Vouilloz, Schmid (72. Cissé); Koindredi (72. Metinho), Leroy; Traoré, Shaqiri, Otele (62. Soticek); Ajeti (62. Carlos). Villarreal (1. Halbzeit, 4-4-2): Conde; Altimira, Foyth, Kembwala, Cardona; Pepe, Santi, Parejo, Moleiro; Perez (37. Danjuma), Eyong. Villarreal (2. Halbzeit, 4-4-2): Gomes; Navarro, Marin, Costa (79. Valou), Pedraza; Cabanes, Suarez, Gueye, Pino; Moreno, Danjuma. Bemerkungen: FCB ohne Van Breemen und Rüegg (beide verletzt), Beney (krank), Salvi, Spycher, Akahomen, Essiam, Kacuri Hunziker, Gauto (alle am Morgen im Einsatz), Asiedu (kein Aufgebot). – Ersatzbank FCB: Pfeiffer; Sigua, Zé. – Verwarnungen: 69. Gueye (Foul), 84. Traoré (Foul) 90. Pino (Foul). – 65. Carlos trifft den Pfosten. 92. Shaqiri tritt einen Eckball an den Pfosten.Die Basler Nummer 9, die in der Hauptprobe vor dem Saisonstart abermals den Vorzug vor Kevin Carlos erhält, macht seinen Fehler kurz darauf gleich selbst wett, indem sie in der 27. Minute das 2:1 erzielt. Nach einem sehenswerten Tor von Ayoze Pérez gehen die beiden Teams mit einem 2:2 in die Pause.Fast ein Geniestreich von Xherdan ShaqiriIn Halbzeit zwei neutralisieren sich die Mannschaften für 20 Minuten, bevor der eingewechselte Kevin Carlos den Ball erst an den Pfosten köpfelt, bevor er ihn ins Tor schiessen kann. Der Ausgleich für die Spanier durch Arnaut Danjuma fällt in de Folge erst in der 87. Minute, stellt jedoch nicht den Schlusspunkt der Partie dar. Dieser beansprucht Xherdan Shaqiri für sich mit einem Eckball, der an den Pfosten prallt.Das fünfte Unentschieden im sechsten Testspiel stellt die beste Leistung dar, die der FC Basel in seiner Vorbereitung gezeigt hat. Die Müdigkeit und Trägheit, welche die bisherigen Auftritte der Basler meist begleiteten, wurden abgelegt. Stattdessen zeigt das Team eine Leistung, die zu gefallen weiss.Das Pressing wirkt besser als zuletzt, nach vorne gelingen immer wieder gute Aktionen und nicht zuletzt ist auch die Intensität spürbar höher. Entsprechend zeigt sich Trainer Ludovic Magnin nach der Partie zufriedener als zuletzt: «Es war sicherlich ein guter Schritt in die richtige Richtung. Vor allem in der ersten Halbzeit habe ich einen sehr guten FC Basel gesehen, der immer wieder interessante Phasen hatte.»Nun bleibt Magnin noch eine Woche, um seine Mannschaft auf das erste Pflichtspiel vorzubereiten. Dieses bestreitet der FC Basel am 26. Juli (18 Uhr, BaZ-Liveticker) auswärts gegen den FC St. Gallen.Die Vorbereitung des FC BaselDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • FC Basel: Sammelt Shaqiri keinen Skorerpunkt, kann der FC Basel nicht gewinnen

    AboFC Basel – Sammelt Shaqiri keinen Skorerpunkt, kann der FC Basel nicht gewinnenXherdan Shaqiri geht beim 1:1 gegen Lausanne-Sport leer aus. Zuletzt hat Rotblau nie gesiegt, wenn der Rückkehrer nicht lieferte.Publiziert heute um 07:50 UhrXherdan Shaqiri hat gegen Lausanne ein gutes Spiel gemacht. Doch zu einem Skorerpunkt reichte es dem Routinier diesmal nicht.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Kürze

  • Alles zum FCB-Spiel in Luzern: Zwei frühe Basler Treffer münden in ein spätes Remis

    Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – Zwei frühe Basler Treffer münden in ein spätes Remis Erst schiesst Anton Kade nach 108 Sekunden das 1:0. Dann trifft Marwin Hitz Mitspieler Dominik Schmid folgenschwer im Gesicht. Schliesslich trifft Luzern zum 1:1. Publiziert: 21.04.2024, 20:30 In dieser Szene prallt FCB-Goalie Marwin Hitz (rechts) so mit Mitspieler Dominik…

  • Vor Carouge – FC Basel: Celestini: «Es ist wie im Traum»

    Vor Carouge – FC Basel – Celestini: «Es ist wie im Traum»Erster in der Super League und im Cup-Viertelfinal: Der FCB steht vor entscheidenden Wochen.Publiziert heute um 14:49 UhrFabio Celestini sagt: «Wir sind die beste Mannschaft der Super League.»Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkFabio Celestini bringt es klipp und klar auf den Punkt: «Wir sind die beste Mannschaft der Super League – und wir stehen im Viertelfinal des Schweizer Cups.» Er sei unglaublich stolz, was seine Mannschaft täglich leiste.Für den Westschweizer ist die aktuelle Basler Befindlichkeit «wie im Traum». Nun gehe es in den nächsten rund drei Monaten darum, «alles Mögliche zu versuchen, um diesen ersten Platz zu verteidigen». Druck, Meister zu werden, verspüre er nicht. Aber er ist zu lange im Geschäft, um zu wissen, dass dieser Traum auch konkret werden könne. Dafür müsse seine Mannschaft an diesen Traum glauben, diese Gedanken zulassen. «Das wird uns weiter Energie geben.»Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».Dominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • FC Basel: 0:6 gegen Freiburg: Mit diesem Auftritt kann Daniel Stucki nicht zufrieden sein

    Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – Mit diesem Auftritt kann Daniel Stucki nicht zufrieden sein Nach einer schwachen Testspiel-Leistung verliert der FC Basel mit 0:6 gegen den SC Freiburg. Lichtblick ist der Auftritt von Neuzugang Romário Baró. Publiziert heute um 14:35 Uhr Romário Baró, hier noch im Trikot des FC Porto, zeigte bei seinem…