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Xherdan Shaqiri – und sonst?

Das sind die besten 10 Spieler der Super-League-Geschichte

Xherdan Shaqiri vom FC Basel jubelt nach einem Spiel gegen FC ZĂŒrich in der Super League, ZĂŒrich, 2025.
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Wer sind die besten zehn Fussballer seit der EinfĂŒhrung der Schweizer Super League 2003/04? Die Frage ist simpel. Die Antwort darauf ist ungleich schwieriger.

Wir haben es dennoch gewagt. Wir beachteten, was die Spieler in der Liga leisteten. Und nicht, zu welchen Höhen sie sich spÀter aufschwangen. Sonst hÀtte es Mohamed Salah locker in dieses Ranking geschafft.

SelbstverstÀndlich spielen auch Statistiken eine Rolle. Aber eben nicht nur. Manch einer findet Eingang in diese Liste, weil er etwas hat, das Statistiken nicht messen können. Aber lesen Sie selbst:

Rang 10: Richard Nuñez

Fast 5 Millionen Franken bezahlen die Grasshoppers im FrĂŒhjahr 2001 fĂŒr ihn, den 25-jĂ€hrigen Wirbelwind aus Montevideo. Es ist ein gewaltiges Wagnis – und es geht auf.

Richard Nuñez wird zur Attraktion der Nationalliga A, geholt vor der Meisterrunde in der Saison 2000/01, schiesst er im ersten Spiel ein Tor, macht im sechsten einen Hattrick und im neunten noch einen. GC wird Meister.

Am Ende kommt Nuñez in der Schweiz auf 86 Tore und 71 Assists in gerade einmal 127 Partien. Ein Moment, der sich bei ihm eingebrannt hat, ist der Cup-Halbfinal 2004 gegen den FC ZĂŒrich. Bis zur 83. Minute liegt GC 2:5 hinten, dann treffen Eduardo und Mladen Petric.

In der VerlĂ€ngerung ist er wieder da, der kleine Zauberer, und trifft mit einem Lob zum 6:5 – ein Moment fĂŒr die GeschichtsbĂŒcher des Schweizer Fussballs.

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Nuñez verteidigt nicht gern, darum begleitet ihn auch immer der Ruf der Diva. Zu Recht, schreiben die Zeitungen damals. Zu Unrecht, sagt er. Seine Zeit in ZĂŒrich endet 2004, er geht zu AtlĂ©tico Madrid, spĂ€ter nach Mexiko. Nie ist er so gut wie in ZĂŒrich.

Rang 9: Matias Delgado

Am 30. Juli 2017 sitzt Matias Delgado im Presseraum des FC Basel und sagt, dass er nicht mehr kann, dass er nicht mehr will. Er beendet seine Karriere mit sofortiger Wirkung. Einige Fans stĂŒrmen den Raum, sie wollen nicht glauben, was da gerade passiert.

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Es gibt nicht viele Spieler in der Geschichte des FCB, die die Herzen der Fans so bewegt haben wie er. 2003 kommt er als schĂŒchterner Junge von den Chacarita Juniors. Er muss sich erst an seine neue Welt gewöhnen, aber dann schiesst er Tore, bereitet sie vor und sieht RĂ€ume, die sonst keiner sieht. Vorn stĂŒrmen Christian Gimenez und Julio Hernan Rossi, erst Mitspieler, bald Freunde.

Die Trauer ist gross, als Delgado Basel 2006 verlĂ€sst – dafĂŒr ist die Freude umso grösser, als er 2013 zurĂŒckkehrt. Nach drei Jahren in Abu Dhabi braucht er Zeit, um wieder zu glĂ€nzen, aber er schafft auch das. Er wird Captain der Basler, bis er plötzlich spĂŒrt: «Es macht mir keinen Spass mehr.»

Als Delgado unter TrĂ€nen sein Karriereende verkĂŒndet, verliert nicht nur der FCB einen der spektakulĂ€rsten Spieler, sondern die gesamte Liga.

Rang 8: Marco Streller

Vielleicht wĂ€re er in seiner ersten grossen Saison mit dem FC Basel TorschĂŒtzenkönig geworden. 2003/04 ist das, als die Super League gerade geboren worden ist und mit 22 Jahren Strellers Stern aufgeht. 13 Ligatreffer hat er bis zur Winterpause erzielt. Einen weniger als StĂ©phane Chapuisat – aber genug, um im Januar zum VfB Stuttgart zu wechseln.

Der FCB wird trotzdem Meister. Und als Streller zum FCB zurĂŒckkehrt, da wird er es wieder (2008) und wieder (2010) und wieder (2011) und wieder (2012) und wieder (2013) und wieder (2014) und wieder (2015).

Bei seinem RĂŒcktritt ist er an acht Basler Super-League-Titeln massgeblich beteiligt gewesen und hat Rotblau als Captain zu sechs Meisterschaften in Folge gefĂŒhrt. Das ist Rekord – so, wie es die 111 Tore sind. Jedenfalls, solange Jean-Pierre Nsames Ladehemmung anhĂ€lt.

Marco Streller von FC Basel erzielt das Tor zum 1:2 gegen Chelsea FC in der UEFA Champions League, London 2013.

Was ihn von der YB-Legende unterscheidet, ist die Performance auf europĂ€ischem Parkett: Anders als Nsame hat Streller grossen Anteil an magischen Schweizer EuropacupnĂ€chten – Tore zu Basler Champions-League-Siegen gegen Manchester United (2:1), Liverpool (1:0) und bei Chelsea (2:1) inklusive.

Nur ein Titel ist dem schlaksigen StĂŒrmer bis zum Schluss verwehrt geblieben: jener des TorschĂŒtzenkönigs. Sonst wĂ€re er wohl höher rangiert.

Rang 7: Yassine Chikhaoui

Vater Chikhaoui sagt seinem Sohn: «Yassine, du unterschreibst beim FCZ.» Yassine kommt mit knapp 21 Jahren aus Tunesien nach ZĂŒrich, und er braucht nicht lange, um allen sein immenses Talent vorzufĂŒhren: Am Tag, als der neue Letzigrund mit dem Derby gegen GC eröffnet wird, setzt er gleich nach dem Anpfiff an der Mittellinie zum Slalomlauf an, 36 Sekunden ist das Spiel alt, als er das 1:0 macht.

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Wer das Tor sieht, vergisst es nicht mehr. Und wer Chikhaoui fortan an guten Tagen sieht, muss von seiner Eleganz und Klasse beeindruckt sein. Nicht umsonst ist er bis heute einer von drei Lieblingsspielern von PrÀsident Ancillo Canepa, gleich nach Pelé und Maradona.

Er ist ein stolzer Mann, aber einer mit sehr fragiler Gesundheit. In acht Jahren beim FCZ bestreitet er nur 154 Spiele, Ă€hnlich viele verpasst er wegen teilweise schwerer Verletzungen. Ohne diese RĂŒckschlĂ€ge könnte er in diesem Ranking deutlich weiter oben stehen.

Rang 6: Blerim Dzemaili

Als er im Januar 2021 zurĂŒckkommt, zurĂŒck in die Schweiz, nach ZĂŒrich, hat er ein grosses Bild vor Augen: «So, jetzt gehe ich nochmals zum FCZ und will Meister werden.» Seine RĂŒckkehr ist ein Coup fĂŒr den Club, auch wenn Dzemaili zu diesem Zeitpunkt schon auf die 35 zugeht.

Blerim Dzemaili vom FC ZĂŒrich hĂ€lt den Meisterpokal vor jubelnder Menge auf dem Helvetiaplatz in ZĂŒrich. 22. Mai 2022, Super League Siegesfeier.

Eineinhalb Jahre spĂ€ter ist er am Ziel, neunzehn Jahre nach seinem DebĂŒt fĂŒr den FCZ, der trotz all seiner Wanderjahre in England, Italien, der TĂŒrkei, Kanada und China immer sein FCZ geblieben ist. Zum dritten Mal ist er Meister. 2006 und 2007 ist er noch der Junge, der in Lucien Favre seinen grossen Förderer findet, 2022 ist er der Routinier, der zwar nicht mehr jedes Spiel machen kann, aber unbestritten der Kopf und Antreiber der Mannschaft ist.

Sein Spiel lebt nicht von der Eleganz, es lebt von seiner MentalitĂ€t, alles fĂŒr den Erfolg zu machen, wenn er sich dafĂŒr notfalls auch mit Schiedsrichtern anlegen muss. Als er 2023 aufhört, trĂ€gt er beim FCZ einen Ehrentitel: Ikone.

Rang 5: Hakan Yakin

Hakan Yakin ist bald 31-jĂ€hrig und hat enttĂ€uschende Jahre in Stuttgart und Istanbul hinter sich, als ihm im Dezember 2007 fĂŒr YB in St. Gallen ein Spiel gelingt, das selbst in seiner Karriere heraussticht. Vier Tore erzielt er auf dem Weg zum 7:2, bei zwei weiteren wirkt er entscheidend mit. «Hakan Yakin Superstar», titelt die «Berner Zeitung».

Nur dank Yakin schaffen es die Young Boys damals in die Finalissima beim FC Basel. Er kommt auf 24 Treffer und 15 Assists in 32 Partien, wird TorschĂŒtzenkönig und bester Vorlagengeber. Aber YB unterliegt, Yakin wird fĂŒr die leidgeprĂŒften Berner nicht zum Erlöser. Sonst wĂ€re er im RĂŒckblick gar noch grösser.

Yakin feiert mit GC und Basel Erfolge, er dominiert in Luzern selbst dann noch, als links und rechts seiner Mittelscheitel graue Haare hervorlugen. Und doch ist da immer dieses GefĂŒhl, dass mit diesem linken Fuss, auf dessen PrĂ€zision selbst KI-Roboter neidisch wĂ€ren, mehr hĂ€tte drinliegen mĂŒssen. Die Nummer 10 ist ein Genie – mit Hang zum Phlegma.

Dennoch schafft es Yakin locker auf diese Liste. Nicht wenige seiner WeggefĂ€hrten halten ihn gar fĂŒr den talentiertesten Fussballer, mit dem sie je gespielt haben.

Rang 4: Stéphane Chapuisat

Die Aufregung ist richtig gross im Hardturm an diesem 22. Juli 1999, als StĂ©phane Chapuisat als neuer Spieler der Grasshoppers vorgestellt wird. Wobei, was heisst Spieler? Der 30-JĂ€hrige ist der neue Star, vorgesehen als AushĂ€ngeschild eines neuen GC mit den Besitzern Gut und Gerber. 1,2 Millionen Franken verdient er, sogar noch mehr als spĂ€ter Trainer Roy Hodgson. Das SalĂ€r steht fĂŒr seine Tore und Titel in den acht Jahren mit Borussia Dortmund.

Chapuisat, fĂŒr alle nur «Chapi», ist auch in Deutschland kein Lautsprecher geworden. «Auf dem Platz fĂŒhle ich mich am wohlsten», sagt er. Und das bleibt in der Schweiz so. Was vor allem auch bleibt: Sein bester Trick ist noch immer der Haken. Jeder Gegner weiss, dass der Haken kommt, aber er weiss eben nicht, wann. Chapuisat fĂŒhrt GC 2001 mit seinen 21 Treffern zum Meistertitel.

Stephane Chapuisat von YB im gelben Trikot im Zweikampf mit Philippe Cravero und Hilton Da Silva von Genf wÀhrend eines Fussballspiels.

Ein Jahr danach zieht er weiter, nach Bern, und schiesst fĂŒr die Young Boys drei Saisons lang regelmĂ€ssig seine Tore. 2003/04 gelingen ihm 34-jĂ€hrig 24 Treffer und 19 Vorlagen, die 43 Skorerpunkte sind bis heute Rekord.

Rang 3: Guillaume Hoarau

Schlechter könnte die Liebesgeschichte nicht beginnen. Bei Guillaume Hoaraus erstem Auftritt von Anfang an unterliegt YB 2014 im Cup gegen den SC Buochs aus der 2. Liga interregional. Und dem StĂŒrmer, immerhin fĂŒnffacher französischer Nationalspieler, will gegen die Amateure aus der Zentralschweiz nichts gelingen.

Doch das ist bloss noch ein hĂŒbscher Einstieg, was folgt, ist Kitsch pur. 94 Treffer gelingen Hoarau in 141 Ligapartien fĂŒr YB. Einmal wird er TorschĂŒtzenkönig, nur einmal: die Verletzungen. Doch mit seinem Bob-Marley-Tattoo auf der Wade und seiner fast schon unverschĂ€mten Coolness steht kein anderer fĂŒr die Phase, in denen die Berner das Veryoungboysen hinter sich lassen. Drei Meistertitel gewinnt er mit YB. Und nebenbei fĂŒllt er das BierhĂŒbeli als SĂ€nger. Eine einmalige Mischung.

Guillaume Hoarau von BSC Young Boys singt auf der Meisterfeier der Super League in Bern, Mai 2019.

Es hat in der Super League StĂŒrmer mit besseren Statistiken und mehr Trainingseifer gegeben als Hoarau, davon sogar sehr viele. Aber keiner kombiniert AbschlussstĂ€rke mit Abgezocktheit – und sieht dabei trotz schlaksigen 192 Zentimetern noch so lĂ€ssig aus – wie der WeltenbĂŒrger von La RĂ©union.

Rang 2: Alex Frei

Das eine sind die Zahlen. 74 Tore in 113 Super-League-Spielen, dazu 36 Vorlagen. Vier Meistertitel und zwei Cupsiege in den vier Jahren zwischen 2009 und 2013. Dazu kommen noch so «Kleinigkeiten» wie zwei Titel als TorschĂŒtzenkönig sowie Treffer im Europacup gegen Teams wie Manchester United oder Bayern MĂŒnchen.

Das andere ist die Einstellung. Denn als die Basler Frei 2009 zurĂŒckholen, bekommen sie nicht nur einen Bundesliga-StĂŒrmer, sondern auch einen – wie heisst das so schön? – MentalitĂ€tsspieler. Zusammen mit Marco Streller und Benjamin Huggel ist er einer der drei grossen AnfĂŒhrer. Getrieben von den eigenen AnsprĂŒchen und seinem Ehrgeiz.

Frei ist einer der prĂ€gendsten StĂŒrmer der Super League – und derjenige mit dem wohl spektakulĂ€rsten Abgang: Am 14. April 2013 versenkt er vor 32’328 Zuschauern im Joggeli einen direkten Freistoss gegen den FCZ, wird kurz danach ausgewechselt – und beginnt am nĂ€chsten Tag seine Sportchef-Karriere in Luzern.

Rang 1: Xherdan Shaqiri

Er ist schon einer der Besten, als er von 2010 bis 2012 als Teenager mit dem FC Basel seine ersten drei Meistertitel sowie zweimal den Schweizer Cup gewinnt. Doch sein vierter goldener Pokal, den er am 24. Mai als FCB-Captain in die Höhe stemmt, wird alles ĂŒberstrahlen – und das nĂ€chste Double wohl am 1. Juni folgen.

Mit den grössten TrophĂ€en, aber auch mit Zweifeln im GepĂ€ck, ist er Ende August von seiner zwölfjĂ€hrigen Auslandreise zurĂŒckgekehrt. Am 11. Mai 2025 steht er schliesslich auf dem Balkon des Basler BarfĂŒsserplatzes und wird von der Menschenmenge als derjenige gefeiert, der den Erfolg zurĂŒckgebracht hat.

Mit einem Gin Tonic in der Hand meint er danach nur: «Ich bin nun 33, auch nicht mehr der JĂŒngste – aber diesen Tag werde ich nie vergessen.» In den Monaten dazwischen, da hat Xherdan Shaqiri die Super League nicht nur verzĂŒckt, sondern sie auch gleich so dominiert wie wohl kein anderer vor ihm. Sein Vertrag lĂ€uft weiter. Doch alles, was noch kommt, ist Zugabe.

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Leroy). – Ersatz: Salvi; Sigua, CissĂ©, ZĂ©, Akahomen. GC (4-1-4-1): Hammel; Bettkober (83. SchĂŒrpf), Seko, Paskotsi, Abels; Hassane (83. VerĂłn Lupi); Irankunda (46. Bojang), Morandi, Meyer, Kittel (72. ChoiniĂšre); Lee (46. Muci).Verwarnungen: 50. Paskotsi (Foul). (50. Oral (Bank GC, Reklamieren). 57. Hassane (Foul). 69. Otele (Foul). 82. Vouilloz (Foul). 86. Kevin Carlos (Foul). 90. Hammel (Unsportlichkeit). Bemerkungen: Basel ohne Van Breemen (Operation am Meniskus), Barisic (Muskelverletzung an der OberschenkelrĂŒckseite), RĂŒegg (angeschlagen) sowie Pfeiffer, Spycher; Asiedu, Xhaka, Fink, Soticek (alle ohne Aufgebot). – GC ohne Schmitz (gesperrt), Decarli und Turhan (beide verletzt).Die TaktikDer FC Basel hat vor allem in Halbzeit eins viel Ballbesitz. Er lĂ€uft GC im Spielaufbau mit den vier Offensiven hoch an und erobert viele BĂ€lle. 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Dies lĂ€sst sich beispielsweise beim 5:0 in der 56. Minute erkennen, als Shaqiri den Ball bei einem Doppelpass auf Otele per Hacke weiterleitet und so seinen dritten Assist des Spiels verbuchen kann. Yverdon wird erst ab der 70. Minute noch gefĂ€hrlich. Zweimal verhindert die Querlatte einen GĂ€stetreffer.St.-Jakob-Park. – 24‘254 Zuschauende. – SR Dudic.Tore: 16. Otele (Metinho) 1:0. 27. Shaqiri (TraorĂ©) 2:0. 30. TraorĂ© (Shaqiri) 3:0. 37. TraorĂ© (Shaqiri) 4:0. 56. Otele (Shaqiri) 5:0.FCB: Hitz; Mendes, Adjetey, Vouilloz, Schmid; Avdullahu (58. Leroy), Metinho; TraorĂ© (68. Soticek), Shaqiri (76. Sigua), Otele (58. Kade); Ajeti (58. Carlos).Yverdon: Bernardoni; Marques, Picccini (60. Tijani), Legowski, Kongsro; Esteves (46. Tasar), Cespedes (60. NĂșñez), Baradji, AkĂ©; Marchesano (75. Komano), Grodem (46. Teixeira).Bemerkungen: FCB ohne van Breemen (verletzt), Barisic (im Aufbau), CissĂ© und RĂŒegg (beide angeschlagen). Ersatzbank FCB: Salvi, BarĂł, Fink, Akahomen. Verwarnungen: 6. 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Die Offensive kann erst in der zweiten HĂ€lfte im Ansatz gefĂ€hrlich werden und die Westschweizer Verteidigung findet mit ihrer Manndeckung mehrfach kein Mittel gegen die LĂ€ufe in die Tiefe der schnellen FCB-Angreifer. Auch der Doppelwechsel nach der ersten Halbzeit lĂ€sst die GĂ€ste nicht wesentlich besser ins Spiel finden.Der AufregerWer an diesem Montagnachmittag den St.-Jakob-Park betritt, reibt sich beim Blick ins Stadion verwundert die Augen: Das D-Parkett bleibt zwar aufgrund der von den Behörden verhĂ€ngten Kurvensperre leer, am Zaun hĂ€ngt ein Banner mit der Aufschrift «Was uns sött spalte, vereint uns nur no mee!». Doch die Muttenzerkurve hatte sich einfach in den Sektor B umplatziert, um ihre Mannschaft von dort aus zu unterstĂŒtzen.Was folgte, war ein zwar nicht ganz im Einklang tönender, aber lauter Wechselgesang ĂŒber das gesamte Spielfeld zwischen dem D-Balkon und dem B-Parkett wĂ€hrend der Partie. Zu dieser speziellen AtmosphĂ€re sagt Dominik Schmid nach dem Spiel: «Es war ungewohnt, aber die Kurve hat das ein Mal mehr ĂŒberragend gemacht. Ich hoffe aber natĂŒrlich, dass sie im nĂ€chsten Match wieder auf der richtigen Seite sind».Ungewohntes Bild: die Muttenzerkurve im Sektor B.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Das muss besser werdenWenn man die erste Halbzeit betrachtet: nichts. Im zweiten Durchgang schalten die Basler dann einen Gang zurĂŒck und bieten nicht mehr dasselbe Spektakel wie zuvor, Yverdon bekommt ab der 70. Minute einige gute Tormöglichkeiten. Aber der FCB spielt insgesamt so souverĂ€n und nutzt seine Chancen so effizient, dass man zum Schluss kommen muss: Das war ein nahezu meisterlicher Auftritt.Das sagt der Trainer«Ich bin im Moment ein sehr glĂŒcklicher Trainer», sagt Fabio Celestini nach der Partie. Besonders gefĂ€llt dem FCB-Trainer, dass seine Mannschaft jedes Spiel wie ein Final angehe, egal ob gegen Lugano, den Klassiker gegen den FC ZĂŒrich oder heute gegen Yverdon: «Die Spieler haben verstanden, was es heisst zu kĂ€mpfen», so Celestini.Mit Aussagen ĂŒber einen möglichen Meistertitel hĂ€lt er sich aber weiterhin zurĂŒck: «Unser Fokus gilt voll und ganz dem Cupspiel gegen Lausanne».So geht es weiterWeil Servette gegen Luzern 2:1 gewinnt, bleibt der Vorsprung des FCB auf die zweitplatzierten Genfer bei sechs Punkten. WĂ€hrend der Ligabetrieb am nĂ€chsten Wochenende pausiert, steht fĂŒr den FCB am Sonntag der Cup-Halbfinal gegen Lausanne-Sport auf dem Programm. Am Wochenende des 3. und 4. Mai steht das erste Spiel der Meisterrunde an. Auf wenn der FCB dann trifft, ist noch offen, wird aber zeitnah von der Liga mitgeteilt.Der FC Basel gegen YverdonDiesen Podcast können Sie auch auf allen gĂ€ngigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenSimon Tribelhorn ist freier Mitarbeiter im Ressort Sport bei der Basler Zeitung. Er berichtet regelmĂ€ssig ĂŒber den FC Basel, den EHC Basel und den RTV.Mehr InfosYomo Isler ist Praktikant bei der Basler Zeitung. Er schloss 2024 die Matura am Gymnasium am MĂŒnsterplatz ab und ist seit Februar 2025 als Praktikant bei der BaZ tĂ€tig.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Abgang bei Rotblau: Vertrag beim FCB aufgelöst: Kololli wechselt wohl zu Sion

    AboAbgang bei Rotblau – Vertrag beim FCB aufgelöst: Kololli wechselt wohl zu SionBenjamin Kololli ist nicht mehr Spieler des FC Basel. GerĂŒchten zufolge soll Sion am 32-JĂ€hrigen interessiert sein.Publiziert heute um 12:25 UhrDas wars: Nach ziemlich genau einem Jahr verlĂ€sst Benjamin Kololli den FC Basel.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkEs zeichnete sich ab. Einerseits durch die mangelnde Spielzeit. Andererseits durch jĂŒngste Äusserungen von FCB-Sportdirektor Daniel Stucki im Interview mit der BaZ. Dieser sagte, angesprochen auf einen möglichen Abgang Benjamin Kolollis: «Es nĂŒtzt weder dem Club noch dem Spieler, wenn dieser bei uns hauptsĂ€chlich auf der TribĂŒne sitzt.» Entsprechend kam es nun zur Trennung. Wie die BaZ weiss, wurde der Vertrag zwischen dem FC Basel und Benjamin Kololli aufgelöst.GerĂŒchten zufolge könnte der 32-jĂ€hrige Offensivspieler aber bereits einen neuen Verein gefunden haben. Wie das Onlineportal «Corner Magazine» schreibt, stehe ein Vertrag ĂŒber eineinhalb Jahre plus Option beim FC Sion im Raum. Jenem Club, bei dem Kololli in der U-21 spielte, bevor ihm der Sprung zu den Profis gelang.An dieser Stelle finden Sie einen ergĂ€nzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter ĂŒbermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosWĂ€hrend seiner Zeit beim FC Basel bestritt Benjamin Kololli wettbewerbsĂŒbergreifend 21 Spiele, in denen ihm drei Tore und ein Assist gelangen. Das Highlight dabei: sein Lupfer-Tor zum 1:0-Endstand beim ersten Sieg des FC Basel gegen YB seit dem 11. Juli 2020. Das war Ende Januar dieses Jahres.Es folgte eine RĂŒckrunde mit zwei kleineren Verletzungen, aber ansonsten regelmĂ€ssigen EinsĂ€tzen – auch als Teil der Startelf. Das sollte sich in der Hinrunde der Saison 2024/25 Ă€ndern.13 Spiele ohne EinsatzNach sechs EinsĂ€tzen in den ersten acht Partien der laufenden Spielzeit gab es einen harten Einschnitt. Es folgten 13 Spiele, in denen Kololli ausnahmslos entweder auf der Bank oder auf der TribĂŒne blieb. Auf die Frage nach dem Wieso antworteten die EntscheidungstrĂ€ger wiederholt: «aus sportlichen GrĂŒnden». Dennoch hielt sich das GerĂŒcht, dass das Abfallen Kolollis auch anderweitig begrĂŒndet werden kann.Wie bereits seit einiger Zeit bekannt ist, war Kololli Teil der siebenköpfigen Gruppe an FCB-Spielern, die sich vor dem ersten Meisterschaftsspiel gegen Lausanne-Sport auf einen nĂ€chtlichen Ausflug in den Balz-Club begeben hat. Was die Konsequenzen daraus waren, ist ebenfalls bekannt: Geldstrafen fĂŒr die Spieler sowie eine Spielsperre im Falle Kolollis, da dieser sich in der Folge ein Wortgefecht mit Sportdirektor Daniel Stucki lieferte.Laut Aussage Kolollis handelte es sich dabei um ein MissverstĂ€ndnis, das in einem weiteren, klĂ€renden GesprĂ€ch vollstĂ€ndig ausgerĂ€umt werden konnte. Auch das ist zweifelsohne möglich. Und diese Version scheint in Anbetracht dessen, dass Kolollis Einsatzzeit zu jenem Zeitpunkt schwand, als der FC Basel sein Kader beisammen hatte, gar plausibler als die Vermutung eines Bruchs mit den sportlichen Verantwortlichen.Klar ist so oder so: Benjamin Kololli ist rund ein Jahr nach seiner Verpflichtung von Shimizu S-Pulse am 26. Dezember 2023 nicht mehr Spieler des FC Basel.Winterpause beim FC BaselDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmĂ€ssig ĂŒber den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Sieg ohne Schmid, TraorĂ© und Hitz: Der FC Basel steigt ĂŒber die Bank auf den Thron

    AboSieg ohne Schmid, TraorĂ© und Hitz – Der FC Basel steigt ĂŒber die Bank auf den ThronEs braucht gegen Luzern zwei Shaqiri-Elfmeter, um sich die Leader­position zurĂŒck­zuholen. Doch der FC Basel ĂŒberzeugt auch mit Kaderbreite.Publiziert heute um 19:05 UhrAls letzten Spieler wechselt Fabio Celestini gegen Luzern in der 82. Minute Finn Van Bremen ein.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn KĂŒrze

  • FCB-Trainer im Interview: Fabio Celestini: «Der Fussball ist in dieser Hinsicht noch stark rĂŒckstĂ€ndig»

    AboFCB-Trainer im Interview – Fabio Celestini: «Der Fussball ist in dieser Hinsicht noch stark rĂŒckstĂ€ndig»Der Trainer des FC Basel spricht ĂŒber die Wichtigkeit der Psyche im Fussball, die Rote Karte gegen Albian Ajeti und darĂŒber, wie sicher er sich in seinem Job fĂŒhlt.Publiziert heute um 19:10 Uhr«Schon als ich vor Jahren im Joggeli zu Gast war, dachte ich mir immer: Hier möchte ich einmal Trainer sein», sagt Fabio Celestini.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkFabio Celestini, wenn Sie abends bei sich zu Hause ein Brot backen und vor Ihrem inneren Auge die Super-League-Tabelle erscheint, was löst das in Ihnen aus?Ein gutes GefĂŒhl. Aber nicht nur, weil ich den zweiten Platz sehe, sondern auch, weil ich weiss, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wir die beste Offensive und die beste Defensive der Liga haben und dass unsere Leistungen stimmen.Der FCB hat 46 Tore erzielt und 22 Tore erhalten. Wissen Sie, wie oft er in der letzten Saison getroffen hat?Nein.45 Mal.Sehen Sie, wir haben jetzt schon mehr Tore erzielt als in der letzten Saison. Das macht mich stolz auf meine Mannschaft und die Entwicklung, die sie durchgemacht hat.Als Sie den FCB im Oktober 2023 ĂŒbernahmen, war dieser an einem ganz anderen Punkt. Denken Sie noch an Ihre Anfangszeit beim FCB zurĂŒck?FĂŒr mich ist die letzte Saison abgehakt. Aber wenn ich jetzt auf die Tabelle blicke, ist es trotzdem schön, zu sehen, was wir seither fĂŒr Fortschritte gemacht haben. Wichtig ist mir, dass wir ruhig bleiben und auf den langfristigen Prozess fokussieren.Was ist in diesem Prozess der nĂ€chste Schritt?Nehmen wir das letzte Spiel gegen Sion. Wir haben uns vorgenommen, möglichst frĂŒh ein Tor zu schiessen, sind dann aber in RĂŒckstand geraten. Was uns fehlt, ist die FĂ€higkeit, in jedem Spiel zu jedem Zeitpunkt die volle Überzeugung zu haben. Und wir dĂŒrfen nicht beginnen, zu zweifeln, wenn es RĂŒckschlĂ€ge gibt oder mal etwas nicht klappt.Das hört sich nach viel Psychologie an.Das ist einer der grossen SchlĂŒssel zum Erfolg. Die besten Spieler sind nicht die, die keine Fehler machen. Sondern die, die ihre Fehler schnell wieder vergessen können. WĂ€hrend meiner aktiven Karriere hatte ich auch Probleme damit. Ich musste lernen, die negativen Aktionen schnell zu vergessen.MĂŒsste man dann im Fussball nicht noch viel mehr psychologisch arbeiten?Doch, der Fussball ist in dieser Hinsicht noch stark rĂŒckstĂ€ndig. FĂŒr Einzelsportler ist es völlig normal, einen Psychologen zu haben. Doch viele Fussballclubs sind da noch alte Schule. Wobei es in Marseille und Valencia Teampsychologen gab, als ich als Spieler da war. Anfangs ging keiner hin, dann einer, zwei – und am Ende die gesamte Mannschaft.Von 2002 bis 2005 war Fabio Celestini – inklusive Leihe nach Levante – bei Olympique Marseille unter Vertrag.Archivbild: ImagoGibt es beim FC Basel jemanden, der sich vornehmlich um psychologische Aufgaben kĂŒmmert?Es gab vor meiner Zeit einmal einen Teampsychologen. Aber wir vom Staff reden viel mit den Spielern, sie sind sehr offen und vertrauen uns. Dennoch fĂ€nde ich es gut, wenn wir das professionalisieren wĂŒrden. Einige Spieler lassen sich individuell psychologisch behandeln, aber das ist nicht das Gleiche. Jemand, der die Mannschaft eng betreut und nicht nur aus zweiter Hand erfĂ€hrt, was sich zutrĂ€gt, kann alles viel differenzierter einschĂ€tzen. Als ich Trainer in Lausanne war, habe ich mit meinem Staff mal einen Kurs gemacht, der in diese Richtung ging. Ich habe dort gelernt, warum ich mit gewissen Personen Probleme habe und mit anderen nicht. Das hat mir sehr geholfen, andere Menschen besser zu verstehen.Warum haben Sie denn Probleme mit gewissen Personen?Ich kann nicht gut mit Inkompetenz umgehen. Sobald ich im beruflichen Umfeld merke, dass jemand in einem Bereich nicht kompetent ist, möchte ich die Unterhaltung eigentlich nicht mehr lĂ€nger fortfĂŒhren.Apropos Psychologie: Nutzen Sie das Wort Meistertitel, um Ihre Spieler zu motivieren?Nein. Wir sind Zweiter mit einem Punkt RĂŒckstand auf Lugano. Da weiss jeder, was im Moment möglich ist. Das Ziel bleibt es aber, unter die ersten sechs zu kommen. Wenn wir das nach 33 Runden schaffen sollten, dann wollen wir natĂŒrlich so weit kommen wie möglich.Ist es in dieser Saison besonders einfach, Meister zu werden?Ich glaube, dass es dieses Jahr eher schwieriger ist, weil man im Moment sechs oder sieben Mannschaften hat, die Meister werden könnten. Oft wird gesagt, dass deswegen das Niveau in der Super League schlecht sein soll. Ich finde aber, wir mĂŒssen die Liga ein bisschen mehr respektieren. Schauen Sie doch nur auf den FC Lugano. Er steht in der K.-o.-Phase der Conference League.Ist Lugano fĂŒr Sie der klare Favorit auf die Meisterschaft?Ja, aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre wĂŒrde ich das sagen. Der FC Lugano hat drei Cupfinals erreicht und kommt in der Meisterschaft immer nĂ€her an die Spitze. Und in dieser Saison ist er sogar nochmals ein bisschen stĂ€rker.FĂŒr den FCB sprechen aber auch ein paar Punkte. Beispielsweise können die Fans gerade im Kampf um den Titel viel bewirken.Ja, die Fans können einen Unterschied ausmachen. Und in Basel haben wir unglaubliche Fans. Wenn aber 30’000 Leute im Stadion sind und man weiss, man muss gewinnen, kann auch ein grosser Druck entstehen. FĂŒr erfahrene Spieler ist das kein Problem. Aber die JĂŒngeren mĂŒssen oft noch lernen, damit umzugehen.Sie können offenbar damit umgehen. Man hat Sie jetzt schon oft gesehen, wie Sie nach einem Sieg vor die Kurve gehen und in Klopp-Manier jubeln.Das habe ich tatsĂ€chlich bei keinem anderen Club je gemacht. Irgendwie ist die Verbindung zum FC Basel eine sehr spezielle – ich kann es mir auch nicht erklĂ€ren. Schon als ich vor Jahren im Joggeli zu Gast war, dachte ich mir immer: Hier möchte ich einmal Trainer sein.Fabio Celestini jubelt vor der Basler Kurve, nachdem er dank einem Sieg gegen Lausanne-Ouchy am 14. Mai 2024 mit dem FCB den Klasserhalt gesichert hat.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Demnach wĂŒrde es Ihnen auch nicht leichtfallen, zu gehen, sollte im Sommer ein Jobangebot aus einer Topliga kommen, oder?Solche Entscheidungen zu treffen, ist immer schwierig. Wie jeder Trainer habe auch ich Ambitionen. Aber ich habe auch schon Angebote abgelehnt. Beispielsweise hat Saint-Étienne angefragt, als ich Trainer bei Lausanne-Sport war. Das ist nichts Kleines. Aber ich hatte das GefĂŒhl, dass ich noch nicht bereit fĂŒr diesen Schritt war. Mein Fokus heute gilt dem FC ZĂŒrich.Hatten Sie im Oktober 2023 das GefĂŒhl, der FCB könnte Ihre letzte Chance in der Super League sein?DarĂŒber habe ich nie viel nachgedacht, weil ich die Super League auch nicht als mein oberstes Ziel als Trainer gesehen habe. Ich konnte mir durchaus auch vorstellen, in Griechenland zu arbeiten oder in Holland oder Belgien.Im Dezember sagten Sie im Interview mit der BaZ: «Wenn die Resultate nicht stimmen, ist man als Trainer fragil.» FĂŒhlten Sie sich nach den vier Ligapartien ohne Sieg, die es vor dem Sion-Spiel gab, auch fragil?Nein. Denn in den 17 Ligaspielen zuvor haben wir nur vier Mal verloren. Und man muss die einzelnen Leistungen beurteilen: Lausanne war damals die formstĂ€rkste Mannschaft, und wir haben 1:1 gespielt. Im Cup sind wir weitergekommen. Wir wissen, was gegen St. Gallen passiert ist mit der Roten Karte, und in Lugano hat die Leistung gestimmt. Nur die Niederlage gegen GC ist eine klare EnttĂ€uschung.Also fĂŒhlen Sie sich derzeit völlig sicher in Ihrem Job.Ehrlich gesagt, fĂŒhlte ich mich nie unsicher. Selbst in der letzten Saison, als wir gegen Lugano im Cup ausschieden und gegen Lausanne wie YB verloren, kam David Degen jeden Tag zu mir und sagte mir, ich mĂŒsse meinen Vertrag verlĂ€ngern. Ich sagte ihm, ich wolle erst den FCB retten und mich dann darum kĂŒmmern. Aber das Vertrauen war immer zu 120 Prozent da, das weiss ich. Denn genau da wĂ€re ja eigentlich der Moment gewesen, um mit der VertragsverlĂ€ngerung zu warten, wenn man das gewollt hĂ€tte.In dieser Saison gab es die beiden aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen ZĂŒrich und Luzern.Ja, das war das zweite Mal, dass ich, ich will nicht sagen, Druck verspĂŒrt habe, aber ein bisschen, na ja 
 Sie wissen, was ich meine. Angst um meinen Job war es jedenfalls nicht. Aber es ist auch klar, dass ich momentan ruhiger bin als auch schon.Das trifft wohl auch auf David Degen zu.Das kann ich nicht gut beurteilen, denn ich sehe ihn nicht oft. In diesem Jahr haben wir vielleicht drei, vier Mal miteinander gesprochen. Er ist kein PrĂ€sident, der die ganze Zeit auf dem Trainingsplatz vorbeischaut. Das ist die Aufgabe von Daniel Stucki. Mit David gibt es vielleicht mal in einer Nationalmannschaftspause ein BilanzgesprĂ€ch.Also ist der Job als Trainer gar nicht mit so viel Druck verbunden fĂŒr Sie?Nun ja, wir haben bisher auch gute Arbeit gemacht und nicht viel Anlass dazu gegeben, an uns zu zweifeln. Aber doch, der Job als Trainer ist schon ein komischer. Das Vertrauen ist heute da, aber man weiss nie, was morgen ist. Plötzlich kann vieles, was man geleistet hat, wertlos werden, denn das nĂ€chste Spiel ist immer das wichtigste.Als wir uns das letzte Mal zu einem ausfĂŒhrlichen Interview trafen, stand Xherdan Shaqiri bei einem Skorerpunkt. Nun ist das ein bisschen anders. HĂ€tten Sie gedacht, dass es so gut funktioniert mit ihm?Wir haben es uns natĂŒrlich erhofft. Aber die Leistungen, die er zeigt, sind letztlich der Grund, warum wir ihn geholt haben. Über seine QualitĂ€t mĂŒssen wir gar nicht erst diskutieren.Ist er noch wichtiger geworden fĂŒr das Team, seitdem er die Captainbinde trĂ€gt?Wichtig ist nicht die Captainbinde, sondern das, was er auf dem Feld zeigt. Er ist ein FĂŒhrungsspieler mit grosser QualitĂ€t und WinnermentalitĂ€t.Der Trainer und sein Star: Fabio Celestini und Xherdan Shaqiri im Oktober 2024.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Denken Sie, Dominik Schmid hĂ€tte die Captainbinde lieber behalten?FĂŒr Dome ist das kein Problem. Er ist sehr demĂŒtig, weiss natĂŒrlich, dass das keine Entscheidung gegen ihn war, und weiss auch, dass er möglicherweise der nĂ€chste Captain des FCB wird.Sollte der FCB die Meisterschaft gewinnen, wĂŒrde es heissen: Xherdan Shaqiri holt dem FCB den Titel. Ohne Shaqiri wĂŒrde man den Titel eher Ihnen zusprechen. Haben Sie darĂŒber schon nachgedacht?Es sind die Spieler, die Spiele gewinnen, nicht ich. Ich helfe ihnen lediglich dabei. Ich sage ja Xherdan Shaqiri nicht, was er mit seinem linken Fuss zu tun hat, oder BĂ©nie TraorĂ©, wie er seine Gegner austricksen soll. Von daher ist das völlig in Ordnung.Albian Ajeti sah letzten Sonntag Rot fĂŒr eine TĂ€tlichkeit an Federico Barba. Haben Sie mit ihm darĂŒber gesprochen?Nein, das ist nicht nötig. Dass ein Spieler einen Fehler macht, kann passieren, wir sind alle Menschen. Er weiss, was er getan hat, und die Situation ist schwierig genug fĂŒr ihn.War es ganz einfach Frust?Es liegt nahe. Gegen Lugano war er nicht im Aufgebot, gegen Sion wurde er eingewechselt, wollte ein Tor machen, doch es hat nicht geklappt. Stattdessen hat Kevin Carlos getroffen. All diese kleinen Sachen können einen grossen Einfluss haben. Aber wenn man aus der Aktion etwas Positives gewinnen will: Es zeigte mir, dass Albian Ajeti sich mit seiner aktuellen Situation nicht zufriedengibt und kĂ€mpfen will.Gab es neben den drei Spielsperren auch eine interne Strafe?FĂŒr mich sind die drei Spiele Strafe genug. Eine Busse wĂŒrde meiner Meinung nach keinen Lerneffekt mit sich bringen.Mit Philip Otele hat der FCB einen Offensiven geholt, der Ajeti weiter konkurrenzieren wird.Ja, Philip spielt zwar normalerweise auf dem FlĂŒgel, kann aber auch im Sturmzentrum agieren. Er ist ein Typ Spieler, den wir noch nicht im Kader haben, ist krĂ€ftig und bringt trotzdem viel Schnelligkeit mit.Wird dem FCB in den kommenden drei Spielen fehlen: Albian Ajeti.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Was heisst das nun fĂŒr Ajeti, wird er wieder StĂŒrmer Nummer 2?Ich halte nicht viel von einer solchen Nummerierung. Ich muss von Situation zu Situation entscheiden, welcher Spieler der Mannschaft am meisten weiterhelfen kann. Wenn wir Konterspieler brauchen, haben wir beispielsweise BĂ©nie TraorĂ©, Marin Soticek und jetzt Philipp Otele. Wenn ich einen Spieler mit Kopf brauche, ist da Bradley Fink. Wenn wir dominant sind, ist es vielleicht Albian Ajeti. Dass ich hier richtig entscheide, wen ich einwechsle, ist möglicherweise gleich wichtig wie die Entscheidung, wer in der Startelf steht.TatsĂ€chlich?Ja. Wann hat man je in der 60. Minute ein Spiel gewonnen? FĂŒr das Endresultat nach 90 Minuten sind die Spieler entscheidend, die in der letzten halben Stunde auf dem Feld stehen. Und dafĂŒr brauchen wir Albi unbedingt.Neben Otele hat der FCB in diesem Winter auch den Mittelfeldspieler Metinho verpflichtet.Ja, am Mittwoch bestritt er sein erstes Training. Er wird voraussichtlich vor allem auf der Sechs spielen. Er ist sehr dynamisch, hat eine gute Technik und kann uns sicherlich weiterhelfen.Ähnlich wie fĂŒr Ajeti bedeutet das fĂŒr Taulant Xhaka mehr Konkurrenz und möglicherweise weniger Spielzeit.Das bedeutet es fĂŒr alle Spieler auf dieser Position. Aber wir haben Emmanuel Essiam verliehen und Metinho geholt, an der Gesamtsituation Ă€ndert sich damit nicht so viel. Taulants Situation war auch davor schon schwierig. Auch fĂŒr die zwei Innenverteidigerpositionen haben wir fĂŒnf Spieler. So ist das halt.Haben Sie das GefĂŒhl, fĂŒr Taulant Xhaka ist es eine Option, noch eine Saison mit so wenig Spielzeit zu bestreiten?Das kann ich nicht beurteilen, und ich fokussiere auf die aktuelle Saison. Meine Aufgabe ist es nun, gegen ZĂŒrich zu gewinnen. Über alles andere befinden die Sportkommission und der Spieler. Aber ich sage: Sollten wir in der nĂ€chsten Saison europĂ€isch spielen, brauchen wir auch wieder mehr Spieler.Momentan stehen offiziell 29 Spieler im Kader des FCB (Nach den AbgĂ€ngen von Mohamed DrĂ€ger und Arnau Comas sind es mittlerweile noch 27. Anm. d. Red). Sind sie zufrieden mit dieser Grösse?FĂŒr die jetzige Situation ist das fĂŒr mich perfekt.Mit so vielen Spielern ist es nicht einfach, die 20 zu bestimmen, die ans Spiel kommen können.Ja, das war in der letzten Saison zum Teil noch anders. Aber das gehört zum Alltag eines Trainers.Wie lĂ€uft das konkret ab mit dem Aufgebot?Immer nach dem Abschlusstraining verkĂŒnde ich es in der Garderobe. Dann mĂŒssen die Spieler das Blatt unterschreiben.Auch jene, die nicht aufgeboten sind?Ja.Weshalb?Das habe ich in Spanien und Frankreich so erlebt und finde es das einzig Logische. Denn es handelt sich dabei ja um einen Job, nicht um ein Hobby. Ich möchte nicht, dass die Spieler das Aufgebot auf ihr Handy bekommen, wenn sie gerade beispielsweise allein zu Hause sind oder im Restaurant, und dann anstelle des gesunden Essens aus Frust eine Pizza mit Zwiebeln bestellen. Vielleicht bin ich da noch alte Schule.Was machen jene Spieler am Matchtag, die nicht aufgeboten sind?Sie bleiben in Basel und bestreiten hier ein Training. Meistens mit Athletiktrainer Thomas Bernhard. Wichtig ist mir dabei aber immer, dass nicht der Mensch Fabio das Aufgebot macht, sondern der Trainer. Es geht dabei also nicht um zwischenmenschliche Beziehungen. Genauso bin ich nach einem Match nicht nachtragend, wenn ein Spieler nicht gut gespielt hat. Dann ist der Trainer Fabio vielleicht böse, nicht aber der Mensch.Am Sonntag spielen Sie gegen ZĂŒrich. SpĂŒren Sie in den Trainings, dass ein Klassiker ansteht.Ich habe ohnehin jede Woche das GefĂŒhl, dass die Mannschaft einen Klassiker spielen will. Die Energie ist so hoch. Also nein, bisher (das Interview fand am Mittwoch, 29. Januar, statt. Anm. d. Red.) spĂŒre ich noch nichts Besonderes. Was ich aber bemerke, ist das grosse Selbstvertrauen nach dem letzten Sieg.Wie schĂ€tzen Sie den FCZ ein?Die Mannschaft ist jung, sehr physisch, sehr schnell. Da mĂŒssen wir absolut aufpassen, auch wenn sie hinten durch die Sperren von Lindrit Kamberi und Daniel Denoon etwas geschwĂ€cht sind.Der letzte FCB-Sieg gegen ZĂŒrich datiert vom August 2022. Es wĂ€re aus Basler Sicht also wieder mal an der Zeit.Sion hat in der Liga seit 28 Jahren kein AuswĂ€rtsspiel mehr gegen den FCB gewonnen. Es geht also auch schlimmer. (lacht) Aber wir haben schon ein paar solcher Negativserien reissen lassen in der letzten Zeit. Und wir versuchen, das auch jetzt wieder zu tun.Der FC Basel im Januar 2025:Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare