Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.

AboAlles zum FCB-Spiel

Die Frage ist nun: Wann feiert der FCB seinen 21. Titel?

Spieler des FC Basel, darunter Jonas Adjetey, Xherdan Shaqiri, Albian Ajeti und Dominik Schmid, jubeln über ein Tor zum 2:0 gegen Servette FC im Super-League-Spiel in Basel am 04.05.2025.
Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.

BotTalk

Die Ausgangslage

Der FC Basel dürfte das Ergebnis des Meisterrunden-Spiels vom Samstag mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen haben. Der BSC Young Boys hat nach dem 2:3 bei Lausanne-Sport nicht dasjenige Ausrufezeichen setzen können, das es gebraucht hätte, um im Meisterrennen nochmals ein Wörtchen mitzureden.

Für den Spitzenkampf vom Sonntag heisst das: Gewinnt der FCB gegen Servette, darf er sich quasi zum Titel gratulieren lassen. Zudem geht der Gastgeber mit dem Selbstvertrauen von sechs Siegen in Folge (Super League und Cup) in dieses Duell.

Und die Genfer? Sie wissen: Mit einem Sieg am Rheinknie kommen sie bis auf drei Zähler an Rotblau heran und sind damit die einzige Mannschaft in dieser Meisterrunde, die dem FC Basel die Meisterschaft noch streitig machen könnte. Alles andere als drei Punkte im Joggeli nützt ihnen wenig.

Das Spiel

32’580 Zuschauer kommen diesmal ins Joggeli und sehen, wie sich die zwei zurzeit besten Mannschaften der Super League duellieren. Es ist ein Spiel auf Augenhöhe, bis der FCB innerhalb von zehn Minuten drei Tore erzielt und zur Pause 3:0 führt. Das Skore eröffnet Xherdan Shaqiri, danach beendet Albian Ajeti seine torlosen Monate mit einer Doublette (34./38. Minute).

Im zweiten Umgang lässt sich der FCB auch nicht durch das Gegentor zum 1:3 beirren und spielt in Überzahl weiter munter nach vorne. Bénie Traoré und Nicolas Vouilloz erhöhen auf den Endstand von 5:1. Überragender Spieler im Basler Kollektiv ist einmal mehr Shaqiri: Der Rückkehrer darf sich ein Tor und drei Assists notieren lassen.

Die Taktik

Adrian Barisic kehrt nach seiner Oberschenkelverletzung ins Basler Kader zurück. Doch für die Startformation reicht es dem Bosnier noch nicht. Auch weil Fabio Celestini in der Regel nicht viel an seiner Startelf rumwerkelt, sofern seine Mannschaft gewinnt. Und das ist in diesen Wochen bekanntlich der Fall.

Dennoch kommt es zu einer Änderung in der Anfangsformation von Basel: Weil Joe Mendes krank fehlt, ist Anton Kade in der gewohnten 4-2-3-1-Formation als Rechtsverteidiger nominiert worden. Der Deutsche spielt also eine Reihe weiter hinten als gewohnt. Das ist eine nachvollziehbare Besetzung, weil Mendes’ Back-up Kevin Rüegg verletzt ist.

Servette agiert im gleichen System wie der FCB, muss aber kurz nach dem Seitenwechsel umstellen, weil Alexis Antunes die Gelb-Rote Karte gezeigt bekommt (48. Minute). Da die Genfer in dieser Phase aber zwingend Tore brauchen, sind sie dennoch insgesamt einen Tick offensiver ausgerichtet als zuvor.

Der Aufreger

Kasim Adams hat 46-mal das Dress des FC Basel getragen. Inzwischen steht der Ghanaer auf der Lohnliste von Servette. Und hat wesentlichen Anteil daran, dass sein ehemaliger Arbeitgeber zwischen der 28. und der 38. Minute drei Tore erzielt.

Kapital ist der Fehler des Innenverteidigers beim 0:1, ungenügend sein Fehlpass vor dem 0:2, und beim dritten Genfer Gegentor ist er es, der dafür sorgt, dass Torschütze Ajeti nicht im Abseits steht. Immerhin: Es gelingt ihm noch der Servette-Ehrentreffer. Doch nach der Basler 3:0-Führung zur Pause ist die Partie entschieden.

Das muss besser werden

Wer den Zweitplatzierten zum Auftakt der Meisterrunde mit einem 5:1 nach Hause schickt, hat alles richtig gemacht!

Xherdan Shaqiri vom FC Basel im Zweikampf mit Keigo Tsunemoto von Servette FC während eines Super League Spiels in Basel am 4. Mai 2025.

Das sagt der Trainer

Natürlich ist Fabio Celestini mit dem Gezeigten zufrieden. Seine Mannschaft hat den siebten Sieg in Folge in einem Pflichtspiel realisiert und dabei Servette keine Chance gelassen. Celestini sagt: «Wir haben uns aufgrund unserer Leistung in der ersten Halbzeit den Sieg verdient.» In den ersten 45 Minuten habe seine Mannschaft «perfekt» gespielt. So, wie man in einem Spitzenspiel auftreten müsse: Mit der notwendigen Qualität, Mentalität und Intensität. Vom Meistertitel spricht der Romand noch nicht, «weil wir mathematisch noch nicht durch sind».

So geht es weiter

Am Samstag führt die Reise des FC Basel zum Beginn einer englischen Woche zum FC Lugano. Verlieren die Basler im Süden der Schweiz nicht, könnten sie bereits am Sonntag vom Sofa aus den Meistertitel feiern. Dann, wenn Servette gegen YB weniger Punkte holt als der FCB im Tessin. Denn aktuell führt Basel bei vier verbleibenden Partien mit komfortablen neun Punkten Vorsprung auf die Genfer die Tabelle der Super League an.

Newsletter

Rotblau aktuell

Erhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.

Weitere Newsletter

Similar Posts

  • Dünne FCB-Abwehr: Nächster Ausfall: Auch Finn van Breemen wird dem FCB lange fehlen

    Dünne FCB-Abwehr – Nächster Ausfall: Auch Finn van Breemen wird dem FCB lange fehlenNach Adrian Barisic ist auch der Holländer für ein paar Wochen nicht mehr einsatzfähig. Basel holt deshalb Marvin Akahomen zurück.Publiziert heute um 20:30 UhrHat sich beim Aufwärmen gegen Winterthur am Knie verletzt: Finn van Breemen.Martin Meienberger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkNächste Hiobsbotschaft für den FC Basel: Beim Aufwärmen vor dem Super-League-Spiel vom Sonntag gegen den FC Winterthur verletzte sich Finn van Breemen am linken Knie. Nach einer ersten MRT-Untersuchung ist klar: Der 22-Jährige wird wohl mehrere Wochen ausfallen. Eine abschliessende Diagnose und damit verbunden auch eine genauere Ausfallzeit sollen weitere Untersuchungen in den kommenden Tagen ergeben.Als Reaktion auf die Ausfälle von van Breemen und zuletzt auch von Abwehrchef Adrian Barisic kehrt Marvin Akahomen zurück ans Rheinknie. Er trainiert ab Dienstag wieder mit der 1. Mannschaft von Rotblau. Der 17-jährige Abwehrspieler wechselte erst im Januar dieses Jahres für mehr Spielpraxis zum FC Wil in die Ostschweiz – nun kommt der Schweizer U-19-Nationalspieler deutlich früher als geplant zum FCB zurück.Im Umkehrschluss wechselt FCB-U21-Spieler Loris Schreiber zu Wil. Der 18-jährige Schweizer Abwehrspieler unterschreibt einen Leihvertrag bis Sommer 2025.Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.Dominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Adjetey macht den Prellbock, Frei misst das Tor aus

    Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – Adjetey macht den Prellbock, Frei misst das Tor aus Beim 0:0 im Auswärtsspiel gegen Lausanne-Sport verdienen sich die Defensiv-Kräfte des FC Basel die besten Noten. Fabian Frei trifft zweimal die gegnerische Torumrandung. Publiziert heute um 22:48 Uhr Fabian Frei (links) im Zweikampf gegen Morgan Poaty. Foto: Pascal Muller…

  • Vor dem Klassiker: Comas vor Wechsel nach Spanien

    Vor dem Klassiker – Comas vor Wechsel nach SpanienGegen den FCZ muss Fabio Celestini auf Arnau Comas verzichten. Der Innenverteidiger steht kurz vor einem Wechsel in die zweite spanische Liga.Publiziert heute um 16:17 UhrVerässt den FCB wohl bald: Arnau Comas.Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkFür den Klassiker gegen den FC Zürich muss Fabio Celestini auf Arnau Comas verzichten, der für Vertragsverhandlungen mit einem anderen Verein nach Spanien gereist ist. Es soll sich dabei um den Zweitligisten SD Eibar handeln. Über den bevorstehenden Abgang des 24-jährigen Innenverteidigers sagt der FCB-Trainer: «Wir haben eine sehr gute Beziehung. Aber leider war er viel verletzt, und am Ende wurde der Konkurrenzkampf zu gross für ihn». Nicht dabei sein wird auch der gesperrte Albian Ajeti. Der Stürmer sah beim 4:1-Heimerfolg gegen Sion die Rote Karte und wird dem FC Basel in den nächsten drei Spielen fehlen.Der Rest der Mannschaft steht zur Verfügung, jedoch sind noch nicht alle Spieler zu 100 Prozent fit. Wie Taulant Xhaka, der nach zehntägiger Krankheit am Sonntag ins Aufgebot des FC Basel zurückkehren könnte. Auch der langzeitverletzte Junior Zé und Neuzugang Metinho sind bereit für einen Einsatz.Über letzteren sagt Celestini: «Er gibt unserem Mittelfeld mehr Flexibilität, weil er sowohl als Sechser als auch als Achter eingesetzt werden kann». Metinho sei gut in die Mannschaft integriert worden, nach wenigen Tagen sei es aber noch schwierig, eine Gesamtbeurteilung für den Brasilianer abzugeben.Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».Fehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare