
FCB-Abgang: Mohamed Dräger wechselt nach Deutschland
Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
FCB-Abgang
Mohamed Dräger wechselt nach Deutschland
Der Deutsch-Tunesier spielte beim FC Basel keine Rolle mehr. Neu verteidigt er für Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga.

Ein Treffer, der von Mohamed Dräger in Erinnerung bleiben wird – das Eigentor im Oktober 2024 in Bern.
Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)
Den Abschied aus Basel hat sich Mohamed Dräger bestimmt anders vorgestellt – mit einem Kurzeinsatz vielleicht, bei dem er sich von den Fans verabschieden könnte. Doch nun ist der Deutsch-Tunesier weg, hat das Wintertransferfenster für eine Luftveränderung genutzt.
Seit Donnerstag ist bekannt, dass der 28-Jährige den FC Basel verlassen und sich bis im Sommer 2026 Eintracht Braunschweig angeschlossen hat – obwohl sein Kontrakt in Basel noch bis im Sommer 2026 gültig gewesen wäre. 2. Bundesliga statt Super League, Abstiegskampf statt Meisterrennen.
In Basel hat der Abwehrspieler nie richtig Fuss fassen können. Und zweifelsohne: In Erinnerung bei den rotblauen Anhängern wird Dräger in erster Linie wegen seines spektakulären Eigentors bei seinem Kurzeinsatz Ende Oktober in Bern bleiben, das die Basler Niederlage einläutete. Dieser missratene Auftritt war zugleich Drägers erster und letzter Super-League-Einsatz für den FCB in dieser Saison.
Keine Verstärkung
Als Mohamed Dräger im August 2023 von Nottingham Forrest nach Basel wechselte, hatte er eine ganz andere Rolle inne. Mit seiner Erfahrung aus der Bundesliga, England und seiner Vergangenheit beim FC Luzern sollte er das zu diesem Zeitpunkt fragile FCB-Gebilde stabilisieren. Hinzu kam, dass er aufgrund seines Alters Erfahrung ins Team brachte.
Doch der tunesische Nationalspieler konnte selten das abrufen, was man von ihm in der Schweiz aus seiner Luzerner Zeit kannte. Er war nicht die erhoffte Verstärkung auf der Aussenposition. Vielmehr waren seine Auftritte zu oft von zu vielen Fehlern geprägt. Schliesslich bremste ihn im Dezember 2023 ein Muskelfaserriss aus. Danach rutschte er in der internen Hierarchie weit nach hinten.

Mehr Training als Ernstkampf: So waren die letzten Monate für Mohamed Dräger in Basel.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)
Somit liest sich Drägers Basler Bilanz wie folgt: 24 Pflichtspieleinsätze, zwei Treffer, ein Assist. Wobei durchaus auch festgehalten werden darf, dass ihm eines dieser beiden Tore im Mai letzten Jahres beim 2:0-Sieg über Lausanne-Ouchy gelang. Es waren die benötigten drei Punkte, die dem FCB den vorzeitigen Klassenerhalt bescherten.
Nun versucht der 39-malige Internationale, seine Karriere in Deutschland nochmals zu lancieren. Und an Motivation fehlt es Mohamed Dräger nicht. Auf der Website seines neuen Arbeitgebers sind folgende Worte von ihm zu lesen: «Ich habe nie den Fokus nach Deutschland verloren und wollte unbedingt zurück. Als die Anfrage der Eintracht kam, musste ich daher nicht lange überlegen und freue mich sehr auf die Aufgabe. Es geht darum, gemeinsam alles für den Klassenerhalt zu tun, dann werden wir dieses Ziel erreichen.»
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