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AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik

Avdullahu und Traoré können die Ferien planen

08.12.2024; St.Gallen; Fussball Super League - FC St.Gallen - FC Basel, Corsin Konietzke (St.Gallen) gegen Leon Avdullahu (Basel) 
(Claudio Thoma/freshfocus)
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Marwin Hitz: 4,5

In seiner Heimat hat der St. Galler nicht viele Aktionen, in denen er sich auszeichnen darf. Wenn es ihn aber braucht, ist er da – etwa in der Endphase, als das Heimteam Flanke um Flanke in den Basler Strafraum schlägt. Beim Gegentor von Vallci chancenlos.

Joe Mendes: 3,5

Ja, der Schwede ist besser als Linksverteidiger Schmid, aber immer noch nicht genügend. Auch, weil seine Flanken an diesem kalten Nachmittag irgendwo im Nirgendwo landen.

Adrian Barisic: 4,5

Der Bosnier geht mit einem gebrochenen Nasenbein in diese Partie. Die Maske trägt der Innenverteidiger aber nur beim Aufwärmen. Im Spiel hat Barisic den Schutz nicht auf der Nase, doch man merkt ihm zu keiner Zeit an, dass er ein wenig handicapiert ist. Hält mit Adjetey das Abwehrzentrum zusammen.

Jonas Adjetey: 4,5

Weil Nicolas Vouilloz gesperrt fehlt, kehrt Adjetey in die Startformation zurück. Von Beginn an ist seine Präsenz und Aufmerksamkeit wichtig im Basler Defensivspiel. Gut, wie er den Körper – ohne Foulspiel – gegen Csoboth einsetzt (12.); noch besser, wie er nach 24 Minuten Witzigs Abschlussversuch blockt. Wird nach 79 Minuten ausgewechselt.

Dominik Schmid: 3

Vor dem Spiel ist unklar, ob er nach einer Wadenprellung aus dem Sion-Cupspiel am Sonntag in St. Gallen überhaupt mittun kann. Doch dann steht der Kaiseraugster in der Startformation, findet aber nie in die Partie. Er verliert nicht nur das Kopfballduell gegen Vallci vor dem 0:1, er gewährt den Ostschweizern auf seiner Seite generell viel zu viele Freiheiten. In der Pause bleibt der Captain – auch wegen seiner Wade – in der Kabine.

Leon Avdullahu: 4,5

Nach 55 Minuten hat Avdullahu die Gewissheit, dass er bereits jetzt seine Weihnachtsferien konkret planen kann. Sein taktisches Foul gegen Vandermersch bringt ihm jene Gelbe Karte ein, die dazu führt, dass der Mittelfeldspieler am Samstag im letzten Spiel des Jahres gegen GC gesperrt fehlen wird. Spielt aber im Zentrum so, wie man es sich von ihm in dieser Saison gewohnt ist: Ruhig und aufmerksam.

Léo Leroy: 4,5

Bekundet zu Beginn der Partie ein wenig Mühe, doch mit zunehmender Spieldauer wird der Franzose besser. Mit seinen zwei Weitschüssen sorgt er im zweiten Umgang für zwei Ausrufezeichen. Der erste Abschluss landet an der Querlatte, der zweite pariert St. Gallens Goalie Zigi.

Anton Kade: 5,5

Was für eine Woche für Anton Kade! Im Schweizer Cup gegen Sion erzielt er in der 86. Minute mit einem sehenswerten Weitschuss das 2:2, das den FCB in die Verlängerung bringt. Und am Sonntag nimmt der Deutsche in der 85. Minute erneut Mass und trifft in Unterzahl aus der Distanz zum 1:1. Es ist dies der zweite Jubel Kades an diesem Abend, nachdem sein Tor nach 72 Minuten und der Roten Karte gegen Traoré annulliert worden ist. Bester Basler im Kybunpark.

Xherdan Shaqiri: 4

Seine Körpersprache ist in der ersten Halbzeit nicht gut, seine Leistung ebenso nicht. Doch im zweiten Durchgang nimmt er mehr Einfluss auf das Spiel, ohne allerdings die entscheidenden Akzente setzen zu können.

Marin Soticek: 3

Nach 45 Minuten ist der Arbeitstag des Kroaten im Kybunpark zu Ende. Ein Abschluss steht in seiner Statistik, der nach 36 Minuten über das Tor fliegt. Offensiv ist der Flügelspieler harmlos – und in der Arbeit gegen hinten ungenügend.

Kevin Carlos: 3,5

62 Minuten sind gespielt, da wird er durch Ajeti ersetzt. Kommt kaum zu Strafraumaktionen, da er kaum brauchbare Bälle erhält, Und: Mit Abdoulaye Diaby hat der Spanier einen Gegenspieler, der ihm physisch in nichts nachsteht. Carlos hat an diesem Nachmittag einen schweren Stand. Steht zudem bei Traorés aberkanntem Treffer hauchdünn im Abseits.

Moussa Cissé: 4

Der Franzose kommt gegen St. Gallen zu seinem längsten Einsatz im Dress des FC Basel. Wird in der 46. Minute für Schmid eingewechselt und zeigt danach eine solide Partie.

Bénie Traoré: 4

Knapp 30 Minuten steht der Ivorer nach seiner Einwechslung auf dem Rasen, als er von Schiedsrichter Tschudi die Rote Karte gezeigt bekommt. Ja, er trifft Quintillà, aber bestimmt nicht mit Absicht in dieser Aktion, in der Kade den vermeintlichen Basler Ausgleich erzielt. Aber nach VAR-Intervention kommt der Unparteiische zu jenem Entscheid, der dazu führt, dass der FCB in Unterzahl zu Ende spielen muss. Vor dieser Szene bringt Traoré viel Schwung ins Basler Angriffsspiel und erzielt gar ein Tor, das wegen Abseits aberkannt wird. Fehlt wie Avdullahu gegen GC.

Albian Ajeti: 4

Der ehemalige St.-Gallen-Spieler ersetzt nach 62 Minuten Carlos und hat drei Zeigerumdrehungen später bereits eine dieser Grosschancen, zu der sein Vorgänger nie gekommen ist. Aus aussichtsreicher Position scheitert Ajeti aber am Ostschweizer Torhüter Zigi.

Bradley Fink: –

Der Offensivspieler ersetzt nah 79 Minuten Leroy. Zu kurz im Einsatz für eine BaZ-Note.

Finn van Breemen: –

Der Holländer gibt nach langer Verletzungspause sein Comeback. Wird in der 79. Minute für Adjetey eingewechselt. Zu einer Benotung reicht dieser Kurzeinsatz nicht.

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Carlos).Sion (4-4-1-1): Fayulu; Lavanchy, Schmied, Diouf, Cipriano; Berdayes, Kabacalman (102. Kronig), Baltazar Costa, Bouchlarhem (75. Sorgic); Chipperfield (63. Souza); Chouaref (113. Bouriga). Bemerkungen: FCB ohne Avdullahu (gesperrt), Dräger (Weisheitszahn-Operation) und Junior Zé (verletzt). Sion ohne Bua, Hefti, Miranchuk, Moulin und Sow. – Ersatzbank FCB: Salvi, Comas, Sigua. – Verwarnungen: 40. Vouilloz (Foul). 42. Chouaref (Foul). 51. Bouchlarhem (Foul). 97. Baltazar Costa (Foul). 101. Kabacalman (Foul). – 54. Bouchlarhem klärt Kopfball von Ajeti auf der Linie.Der FCB rennt zuvor gegen die Walliser lange Zeit diesem 1:2-Rückstand hinterher, weil er es verpasst, die frühe 1:0-Führung durch Xherdan Shaqiri als Basis für einen sauberen Auftritt zu nehmen. Nach dem feinen Freistosstor nach fünf Minuten durch den Rückkehrer verlieren die Basler sämtliche Attribute, die sie zuletzt ausgezeichnet haben. 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