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Ein FCB-Testspiel im Namen der Comebacks

Leeres Joggeli: Beim Testspiel gegen La Chaux-de-Fonds sind keine Zuschauende zugelassen.

Ein Testspiel gegen einen Erstligisten in einem leeren St.-Jakob-Park. Das ist ungewöhnlich. Wieso macht der FC Basel das? 

Die kurze Antwort lautet: weil nichts anderes übrig blieb. Die ausführlichere: Gegner aus höheren Ligen haben selbst Spiele zu bestreiten und der FC La Chaux-de-Fonds steht zur Verfügung, da er bereits am Donnerstag gespielt hat. Und ins Joggeli muss Fabio Celestini mit seinem Team ausweichen, weil umliegende Plätze aufgrund des Meisterschaftsbetriebs nicht zur Verfügung stehen. Dass das Spiel schliesslich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, hängt mit dem finanziellen Aufwand zusammen. 

Das spielt aber keine Rolle, sagt Fabio Celestini nach der Partie. Der Gegner sei zweitrangig. Wichtiger sei es, dass man sich vor der Abstiegsrunde noch einmal Selbstvertrauen holt und dass Spieler, die zuletzt nur wenig oder keine Einsatzzeit bekamen, Spielpraxis sammeln.

Comas gibt sein Comeback

So steht in der Basler Startformation beispielsweise Arnau Comas. Der Spanier bestritt sein letztes Pflichtspiel für den FCB im Oktober 2023. Auch Benjamin Kololli darf von Beginn weg ran – zuletzt war auch er verletzt.

Am Spielsystem scheint Fabio Celestini zum Ende der Saison hin nicht mehr viel verändern zu wollen. Er lässt erneut mit einer defensiven Dreierkette und einer Viererkette im Zentrum agieren. Anders ist gegen La Chaux-de-Fonds allerdings, dass mit Andrin Hunziker eine einzelne Sturmspitze auf dem Platz steht. Hinter ihm agieren zu Beginn Gabriel Sigua und Benjamin Kololli. 

Die erste Halbzeit startet mit einem dominanten FCB, der das Spiel sogleich unter seine Kontrolle bringt. Bereits in der 8. Minute erzielt Benjamin Kololli nach Zuspiel von Gabriel Sigua das 1:0 für die Basler. Nur neun Minuten danach holt der Torschütze einen Penalty heraus. Die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, lässt Juan Gauto allerdings liegen. La Chaux-de-Fonds-Goalie Maxime Brenet pariert gut in seiner unteren linken Ecke.

In der Folge werden die Gäste tatsächlich etwas stärker. So können sie nach einem Basler Handspiel im Sechzehner per Penalty ausgleichen. Andrin Hunziker sorgt in der 37. Minute per Kopf dann dafür, dass die Basler nicht mit einem Unentschieden in die Pause müssen. 

Celestini will nicht ruhen

Für die zweite Halbzeit kommen Albian Ajeti, Leon Avdullahu und Sergio Lopez ins Spiel. Auch Letzterer gibt nach einer verletzungsbedingten Pause, die ihren Anfang im vergangenen August nahm, sein Comeback. Der FCB lässt es sodann nicht mehr spannend werden. In der 55. Minute trifft Ajeti zum 3:1, nur zwei Minuten später erhöht Kololli auf 4:1. Damit ist das Spiel entschieden. 

Fabio Celestini wechselt in der 62. Minute zwar noch sieben neue Spieler ein – unter anderem Djordje Jovanovic, der zuletzt verletzt gefehlt hat, und Nils de Mol, der nach seiner Operation am kleinen Finger wieder in der Lage ist, zu spielen. Am Spielstand ändert sich aber nichts mehr. Der FC Basel gewinnt gegen den FC La Chaux-de-Fonds mit 4:1. 

Nun dauert es noch eine Woche, bis die Basler am Sonntag zuhause gegen Luzern (14.15 Uhr, BaZ-Ticker) in die Abstiegsrunde starten, in der es noch ein Ziel gibt: Den Klassenerhalt sichern. Dass dies den Baslern gelingen wird, ist wahrscheinlich. Denn bei fünf verbleibenden Spielen haben sie zehn Punkte Vorsprung auf GC, das sich derzeit auf dem Barrage-Platz befindet. Dennoch spricht Fabio Celestini weiterhin von fünf Finalspielen: «Meine Erfahrung im Fussball sagt mir, dass man nie ruhen darf. Fussball ist unglaublich. Und man muss aufpassen.»

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