In einem turbulenten Super-League-Schlagermatch, der viele Tore verdient hätte, spielen die Young Boys und der FC Basel im Wankdorf 1:1.

Nach dem Ergebnis im Wankdorf steht fest, dass der FC Zürich als alleiniger Leader und mit dem inoffiziellen Titel des Wintermeisters in die Pause gehen wird.

Als der FC Basel nach 37 Minuten quasi aus dem Nichts mit seinem ersten nennenswerten Angriff durch Liam Millar zum 1:1 ausglich, hätten die Young Boys längst deutlich in Führung liegen müssen. Sie hatten sich bis dorthin eine gute Chance um die andere erspielt und liessen die Basler nicht zum Atmen kommen. Das 1:0, das Meschack Elia auf Vorarbeit von Wilfried Kanga nach 20 Minuten mit einer Direktabnahme erzielte, war ein dürftiger Lohn für die generösen Anstrengungen und die eklatante Dominanz. Einmal traf Nicolas Moumi Ngamaleu den Pfosten, ein andermal rettete Basels Goalie Heinz Lindner mit einer tollen Parade gegen den YBs Youngster Fabian Rieder, und ein weiteres Mal schlug Basels Verteidiger Raoul Petretta nach einem Heber von Wilfried Kanga den Ball via Pfosten von der Torlinie weg. Mit ihrer zweiten guten Szene der ersten Halbzeit wären die Basler beinahe in Führung gegangen. Aber Matias Palacios traf nach 42 Minuten nur die Latte.

Schwach getretener Penalty

In der zweiten Halbzeit war die Überlegenheit des Meisters nicht mehr so augenfällig. Dennoch kamen die Berner der neuerlichen Führung verschiedene Male sehr nahe. Am deutlichsten nach 55 Minuten, als Nicolas Moumi Ngamaleu einen von Andy Pelmard verschuldeten Handspenalty treten konnte. Moumi Ngamaleu schoss schwach, sodass Heinz Lindner keine grosse Mühe hatte zu parieren. In der 90. Minute traf Meschack Elia den Pfosten. Die Bilanz des spektakulären Abends lautete also: Zweimal Tor, viermal Pfosten und Latte, ein verschossener Penalty.

Was leistet Zbinden?

Der Staff der Young Boys entschied sich für den 19-jährigen Goalie Leandro Zbinden als Ersatz für die verletzten David von Ballmoos und Guillaume Faivre. Was der Youngster auf dem höchsten Niveau leisten kann, weiss man nach dem Match nicht. Beim Gegentor konnte er nichts ausrichten, und daneben hatte er ganz im Unterschied zu Lindner kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Kasami von Feuerzeug getroffen

Nach Basels Ausgleich zum 1:1 wurde Pajtim Kasami am Kopf von einem Feuerzeug getroffen, das aus dem YB-Fan-Sektor von hinter dem Tor geworfen worden war. Kasami konnte weiterspielen. Aber die üble Szene ist für den Berner Klub mit Sicherheit nicht ausgestanden. Zu rechnen ist mit einer massiven Busse – auch wenn der Verein selber eine solche Tätlichkeit eines einzelnen Fans nicht verhindern kann.

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