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Sind acht FCB-Neuzugänge schon wieder zu viel?

Zwei Neue auf der Lohnliste des FC Basel: Bénie Traoré (links) und Xherdan Shaqiri.
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Ja: Shaqiri ist der Einzige, der Identifikation verkörpert. Für alle anderen ist Basel nur eine Zwischenstation.

Bénie Traoré, Kevin Carlos, Marin Soticek, Léo Leroy, Moussa Cissé, Joe Mendes, Romário Baró und Xherdan Shaqiri. Acht neue Spieler hat der FC Basel in diesem Sommer geholt. Bis auf Shaqiri hat keiner einen Bezug zum FCB. Für sie ist der FCB eine Zwischenstation. Sie alle kommen nach Basel, um eines Tages in die grosse, weite Welt des Fussballs weiterzuziehen. So, wie es zuletzt Renato Veiga oder Thierno Barry getan haben. 

Shaqiri ist also der Einzige, der die Gegebenheiten rund um den Stadtclub und dessen Stellenwert in der Region Basel kennt. Und der bei den zuletzt wenig erfolgsverwöhnten Anhängern einen Hype sondergleichen ausgelöst hat. Er ist also einer derjenigen, die das verkörpern, was sich die Basler Fans seit langem wünschen: mehr Identifikation. 

Klar, diejenigen, die in der letzten Saison sportlich nicht genügten oder höhere Ambitionen haben, musste man abgeben. Aber: Das Gerüst dieser Mannschaft ist – anders als im Vorjahr – zusammengeblieben und wirkte zum Ende der letzten Saison eingespielt. Da stellt sich die Frage, weshalb nun gleich acht neue Akteure geholt wurden, die nun erst die Philosophie von Fabio Celestini und seines Staff kennen lernen müssen. 

Warum musste etwa ein Mendes als Rechtsverteidiger ans Rheinknie transferiert werden, wenn auf dieser Position bereits Kevin Rüegg in diesem Sommer fix von Verona übernommen wurde und auch Mohamed Dräger dort spielen kann? Oder eben Anton Kade, wie es aktuell der Fall ist. 

Oder warum wird für diese Doppel-/Dreifachbesetzungen einer Position nicht einfach ein Junior nachgezogen? So, wie es andere Vereine in der Super League auch tun. Der FC Luzern etwa ist absolute Spitze darin, wenn es darum geht, U-21-Spielern in der Super League Einsatzminuten zu gewähren.

In Basel ist das etwas anders. Über Jahre wird der Nachwuchs für viel Geld auf dem Campus ausgebildet. Doch Aufnahme in die erste Mannschaft finden nur die wenigsten. Einzige Ausnahme ist aktuell Leon Avdullahu. Alle anderen spielen nur eine Nebenrolle oder sind an andere Clubs ausgeliehen. Bei der aktuellen Kadergrösse haben es die Jungen umso schwerer: Zuletzt wurden Roméo Beney und Emmanuel Essiam in die Reserve geschickt.

Fakt ist: 28 Namen umfasst das aktuelle Kader. Das ist zu viel für ein Team, das ohne Europacup durch die Saison geht. Mit der Hälfte der Zuzüge würde der FCB eine vernünftige Kadergrösse haben. Und mit Sicherheit auch eine Mannschaft, die um die Plätze in der vorderen Meisterschaftshälfte spielen kann. Dominic Willimann

Nein: Viel wichtiger als die Anzahl der Neuzugänge ist, dass das Grundgerüst der Mannschaft bestehen geblieben ist.

Die acht Neuzugänge des FC Basel machen durchaus Sinn. Sie sind das Ergebnis davon, welche Schwachstellen die Mannschaft von Fabio Celestini in der vergangenen Saison aufwies und wo punktuelle Verstärkungen nötig waren. 

So zeichnete sich der FCB kurz nach Celestinis Amtsantritt Ende Oktober 2023 vor allem durch eine stabile Defensive aus. Die Offensive hingegen blieb weiterhin ziemlich harmlos. Bis Thierno Barry Anfang Jahr seinen Lauf aufnahm und in 18 Pflichtspielen elfmal traf. Um eine weitere Saison zu vermeiden, in der das Toreschiessen von einer One-Man-Show abhängt, waren unabhängig vom Abgang des 21-Jährigen zu Villarreal mehrere offensive Anpassungen nötig.

Zum einen hat der FCB mit Kevin Carlos nun den letztjährigen Torschützenkönig der Super League an Bord. Zum anderen mit Bénie Traoré einen Spieler, der sich zwar in der Premier League nicht durchsetzen konnte, in seinen ersten Einsätzen aber bewiesen hat, dass er definitiv eine Bereicherung für den FCB-Sturm sein wird. Beide können im 3-4-3-System von Celestini auf den Flügelpositionen neben Albian Ajeti spielen und dort die Torgefahr kreieren, die den Baslern in der letzten Saison so dringlich gefehlt hat. Mit Marin Soticek konnte man zudem eines der grössten kroatischen Offensivtalente verpflichten.

Moussa Cissé wurde geholt, um dem Dauerläufer Dominik Schmid Entlastung zu bieten, Joe Mendes für den verletzungsanfälligen Kevin Rüegg und für Mohamed Dräger, der bisher nie wirklich überzeugen konnte. Und da Celestini Fabian Frei und Taulant Xhaka nur noch als Ergänzungsspieler sieht, hat er auf dieser Position nun mit Léo Leroy und Romário Baró weitere Optionen mit zwei 24-Jährigen, die Erfahrung aus der höchsten französischen und portugiesischen Liga mitbringen. 

Damit bleibt noch der Königstransfer: Xherdan Shaqiri. Seine Verpflichtung hat sich nur schon wegen der in Basel entfachten Euphorie gelohnt. 30’000 Zuschauer gegen Yverdon und ausverkaufte Trikots waren die Folge. Bevor der 32-Jährige überhaupt sein erstes Pflichtspiel bestritten hatte, war klar, dass sich diese Verpflichtung auf vieles positiv auswirkt.

Viel wichtiger als die Anzahl der Neuzugänge ist, dass das Grundgerüst der Mannschaft bestehen geblieben ist. Die von David Degen im letzten Sommer angekündigten 90 Prozent des Teams sind diesmal geblieben – und Fabio Celestini wird zusammen mit den Neuzugängen darauf aufbauen können. Simon Tribelhorn

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Wissen Sie, wie oft er in der letzten Saison getroffen hat?Nein.45 Mal.Sehen Sie, wir haben jetzt schon mehr Tore erzielt als in der letzten Saison. Das macht mich stolz auf meine Mannschaft und die Entwicklung, die sie durchgemacht hat.Als Sie den FCB im Oktober 2023 übernahmen, war dieser an einem ganz anderen Punkt. Denken Sie noch an Ihre Anfangszeit beim FCB zurück?Für mich ist die letzte Saison abgehakt. Aber wenn ich jetzt auf die Tabelle blicke, ist es trotzdem schön, zu sehen, was wir seither für Fortschritte gemacht haben. Wichtig ist mir, dass wir ruhig bleiben und auf den langfristigen Prozess fokussieren.Was ist in diesem Prozess der nächste Schritt?Nehmen wir das letzte Spiel gegen Sion. Wir haben uns vorgenommen, möglichst früh ein Tor zu schiessen, sind dann aber in Rückstand geraten. Was uns fehlt, ist die Fähigkeit, in jedem Spiel zu jedem Zeitpunkt die volle Überzeugung zu haben. Und wir dürfen nicht beginnen, zu zweifeln, wenn es Rückschläge gibt oder mal etwas nicht klappt.Das hört sich nach viel Psychologie an.Das ist einer der grossen Schlüssel zum Erfolg. Die besten Spieler sind nicht die, die keine Fehler machen. Sondern die, die ihre Fehler schnell wieder vergessen können. Während meiner aktiven Karriere hatte ich auch Probleme damit. Ich musste lernen, die negativen Aktionen schnell zu vergessen.Müsste man dann im Fussball nicht noch viel mehr psychologisch arbeiten?Doch, der Fussball ist in dieser Hinsicht noch stark rückständig. Für Einzelsportler ist es völlig normal, einen Psychologen zu haben. Doch viele Fussballclubs sind da noch alte Schule. Wobei es in Marseille und Valencia Teampsychologen gab, als ich als Spieler da war. Anfangs ging keiner hin, dann einer, zwei – und am Ende die gesamte Mannschaft.Von 2002 bis 2005 war Fabio Celestini – inklusive Leihe nach Levante – bei Olympique Marseille unter Vertrag.Archivbild: ImagoGibt es beim FC Basel jemanden, der sich vornehmlich um psychologische Aufgaben kümmert?Es gab vor meiner Zeit einmal einen Teampsychologen. Aber wir vom Staff reden viel mit den Spielern, sie sind sehr offen und vertrauen uns. Dennoch fände ich es gut, wenn wir das professionalisieren würden. Einige Spieler lassen sich individuell psychologisch behandeln, aber das ist nicht das Gleiche. Jemand, der die Mannschaft eng betreut und nicht nur aus zweiter Hand erfährt, was sich zuträgt, kann alles viel differenzierter einschätzen. Als ich Trainer in Lausanne war, habe ich mit meinem Staff mal einen Kurs gemacht, der in diese Richtung ging. Ich habe dort gelernt, warum ich mit gewissen Personen Probleme habe und mit anderen nicht. Das hat mir sehr geholfen, andere Menschen besser zu verstehen.Warum haben Sie denn Probleme mit gewissen Personen?Ich kann nicht gut mit Inkompetenz umgehen. Sobald ich im beruflichen Umfeld merke, dass jemand in einem Bereich nicht kompetent ist, möchte ich die Unterhaltung eigentlich nicht mehr länger fortführen.Apropos Psychologie: Nutzen Sie das Wort Meistertitel, um Ihre Spieler zu motivieren?Nein. Wir sind Zweiter mit einem Punkt Rückstand auf Lugano. Da weiss jeder, was im Moment möglich ist. Das Ziel bleibt es aber, unter die ersten sechs zu kommen. Wenn wir das nach 33 Runden schaffen sollten, dann wollen wir natürlich so weit kommen wie möglich.Ist es in dieser Saison besonders einfach, Meister zu werden?Ich glaube, dass es dieses Jahr eher schwieriger ist, weil man im Moment sechs oder sieben Mannschaften hat, die Meister werden könnten. Oft wird gesagt, dass deswegen das Niveau in der Super League schlecht sein soll. Ich finde aber, wir müssen die Liga ein bisschen mehr respektieren. Schauen Sie doch nur auf den FC Lugano. Er steht in der K.-o.-Phase der Conference League.Ist Lugano für Sie der klare Favorit auf die Meisterschaft?Ja, aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre würde ich das sagen. Der FC Lugano hat drei Cupfinals erreicht und kommt in der Meisterschaft immer näher an die Spitze. Und in dieser Saison ist er sogar nochmals ein bisschen stärker.Für den FCB sprechen aber auch ein paar Punkte. Beispielsweise können die Fans gerade im Kampf um den Titel viel bewirken.Ja, die Fans können einen Unterschied ausmachen. Und in Basel haben wir unglaubliche Fans. Wenn aber 30’000 Leute im Stadion sind und man weiss, man muss gewinnen, kann auch ein grosser Druck entstehen. Für erfahrene Spieler ist das kein Problem. Aber die Jüngeren müssen oft noch lernen, damit umzugehen.Sie können offenbar damit umgehen. Man hat Sie jetzt schon oft gesehen, wie Sie nach einem Sieg vor die Kurve gehen und in Klopp-Manier jubeln.Das habe ich tatsächlich bei keinem anderen Club je gemacht. Irgendwie ist die Verbindung zum FC Basel eine sehr spezielle – ich kann es mir auch nicht erklären. Schon als ich vor Jahren im Joggeli zu Gast war, dachte ich mir immer: Hier möchte ich einmal Trainer sein.Fabio Celestini jubelt vor der Basler Kurve, nachdem er dank einem Sieg gegen Lausanne-Ouchy am 14. Mai 2024 mit dem FCB den Klasserhalt gesichert hat.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Demnach würde es Ihnen auch nicht leichtfallen, zu gehen, sollte im Sommer ein Jobangebot aus einer Topliga kommen, oder?Solche Entscheidungen zu treffen, ist immer schwierig. Wie jeder Trainer habe auch ich Ambitionen. Aber ich habe auch schon Angebote abgelehnt. Beispielsweise hat Saint-Étienne angefragt, als ich Trainer bei Lausanne-Sport war. Das ist nichts Kleines. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich noch nicht bereit für diesen Schritt war. Mein Fokus heute gilt dem FC Zürich.Hatten Sie im Oktober 2023 das Gefühl, der FCB könnte Ihre letzte Chance in der Super League sein?Darüber habe ich nie viel nachgedacht, weil ich die Super League auch nicht als mein oberstes Ziel als Trainer gesehen habe. Ich konnte mir durchaus auch vorstellen, in Griechenland zu arbeiten oder in Holland oder Belgien.Im Dezember sagten Sie im Interview mit der BaZ: «Wenn die Resultate nicht stimmen, ist man als Trainer fragil.» Fühlten Sie sich nach den vier Ligapartien ohne Sieg, die es vor dem Sion-Spiel gab, auch fragil?Nein. Denn in den 17 Ligaspielen zuvor haben wir nur vier Mal verloren. Und man muss die einzelnen Leistungen beurteilen: Lausanne war damals die formstärkste Mannschaft, und wir haben 1:1 gespielt. Im Cup sind wir weitergekommen. Wir wissen, was gegen St. Gallen passiert ist mit der Roten Karte, und in Lugano hat die Leistung gestimmt. Nur die Niederlage gegen GC ist eine klare Enttäuschung.Also fühlen Sie sich derzeit völlig sicher in Ihrem Job.Ehrlich gesagt, fühlte ich mich nie unsicher. Selbst in der letzten Saison, als wir gegen Lugano im Cup ausschieden und gegen Lausanne wie YB verloren, kam David Degen jeden Tag zu mir und sagte mir, ich müsse meinen Vertrag verlängern. Ich sagte ihm, ich wolle erst den FCB retten und mich dann darum kümmern. Aber das Vertrauen war immer zu 120 Prozent da, das weiss ich. Denn genau da wäre ja eigentlich der Moment gewesen, um mit der Vertragsverlängerung zu warten, wenn man das gewollt hätte.In dieser Saison gab es die beiden aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen Zürich und Luzern.Ja, das war das zweite Mal, dass ich, ich will nicht sagen, Druck verspürt habe, aber ein bisschen, na ja … Sie wissen, was ich meine. Angst um meinen Job war es jedenfalls nicht. Aber es ist auch klar, dass ich momentan ruhiger bin als auch schon.Das trifft wohl auch auf David Degen zu.Das kann ich nicht gut beurteilen, denn ich sehe ihn nicht oft. In diesem Jahr haben wir vielleicht drei, vier Mal miteinander gesprochen. Er ist kein Präsident, der die ganze Zeit auf dem Trainingsplatz vorbeischaut. Das ist die Aufgabe von Daniel Stucki. Mit David gibt es vielleicht mal in einer Nationalmannschaftspause ein Bilanzgespräch.Also ist der Job als Trainer gar nicht mit so viel Druck verbunden für Sie?Nun ja, wir haben bisher auch gute Arbeit gemacht und nicht viel Anlass dazu gegeben, an uns zu zweifeln. Aber doch, der Job als Trainer ist schon ein komischer. Das Vertrauen ist heute da, aber man weiss nie, was morgen ist. Plötzlich kann vieles, was man geleistet hat, wertlos werden, denn das nächste Spiel ist immer das wichtigste.Als wir uns das letzte Mal zu einem ausführlichen Interview trafen, stand Xherdan Shaqiri bei einem Skorerpunkt. Nun ist das ein bisschen anders. Hätten Sie gedacht, dass es so gut funktioniert mit ihm?Wir haben es uns natürlich erhofft. Aber die Leistungen, die er zeigt, sind letztlich der Grund, warum wir ihn geholt haben. Über seine Qualität müssen wir gar nicht erst diskutieren.Ist er noch wichtiger geworden für das Team, seitdem er die Captainbinde trägt?Wichtig ist nicht die Captainbinde, sondern das, was er auf dem Feld zeigt. Er ist ein Führungsspieler mit grosser Qualität und Winnermentalität.Der Trainer und sein Star: Fabio Celestini und Xherdan Shaqiri im Oktober 2024.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Denken Sie, Dominik Schmid hätte die Captainbinde lieber behalten?Für Dome ist das kein Problem. Er ist sehr demütig, weiss natürlich, dass das keine Entscheidung gegen ihn war, und weiss auch, dass er möglicherweise der nächste Captain des FCB wird.Sollte der FCB die Meisterschaft gewinnen, würde es heissen: Xherdan Shaqiri holt dem FCB den Titel. Ohne Shaqiri würde man den Titel eher Ihnen zusprechen. Haben Sie darüber schon nachgedacht?Es sind die Spieler, die Spiele gewinnen, nicht ich. Ich helfe ihnen lediglich dabei. Ich sage ja Xherdan Shaqiri nicht, was er mit seinem linken Fuss zu tun hat, oder Bénie Traoré, wie er seine Gegner austricksen soll. Von daher ist das völlig in Ordnung.Albian Ajeti sah letzten Sonntag Rot für eine Tätlichkeit an Federico Barba. Haben Sie mit ihm darüber gesprochen?Nein, das ist nicht nötig. Dass ein Spieler einen Fehler macht, kann passieren, wir sind alle Menschen. Er weiss, was er getan hat, und die Situation ist schwierig genug für ihn.War es ganz einfach Frust?Es liegt nahe. Gegen Lugano war er nicht im Aufgebot, gegen Sion wurde er eingewechselt, wollte ein Tor machen, doch es hat nicht geklappt. Stattdessen hat Kevin Carlos getroffen. All diese kleinen Sachen können einen grossen Einfluss haben. Aber wenn man aus der Aktion etwas Positives gewinnen will: Es zeigte mir, dass Albian Ajeti sich mit seiner aktuellen Situation nicht zufriedengibt und kämpfen will.Gab es neben den drei Spielsperren auch eine interne Strafe?Für mich sind die drei Spiele Strafe genug. Eine Busse würde meiner Meinung nach keinen Lerneffekt mit sich bringen.Mit Philip Otele hat der FCB einen Offensiven geholt, der Ajeti weiter konkurrenzieren wird.Ja, Philip spielt zwar normalerweise auf dem Flügel, kann aber auch im Sturmzentrum agieren. Er ist ein Typ Spieler, den wir noch nicht im Kader haben, ist kräftig und bringt trotzdem viel Schnelligkeit mit.Wird dem FCB in den kommenden drei Spielen fehlen: Albian Ajeti.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Was heisst das nun für Ajeti, wird er wieder Stürmer Nummer 2?Ich halte nicht viel von einer solchen Nummerierung. Ich muss von Situation zu Situation entscheiden, welcher Spieler der Mannschaft am meisten weiterhelfen kann. Wenn wir Konterspieler brauchen, haben wir beispielsweise Bénie Traoré, Marin Soticek und jetzt Philipp Otele. Wenn ich einen Spieler mit Kopf brauche, ist da Bradley Fink. Wenn wir dominant sind, ist es vielleicht Albian Ajeti. Dass ich hier richtig entscheide, wen ich einwechsle, ist möglicherweise gleich wichtig wie die Entscheidung, wer in der Startelf steht.Tatsächlich?Ja. Wann hat man je in der 60. Minute ein Spiel gewonnen? Für das Endresultat nach 90 Minuten sind die Spieler entscheidend, die in der letzten halben Stunde auf dem Feld stehen. Und dafür brauchen wir Albi unbedingt.Neben Otele hat der FCB in diesem Winter auch den Mittelfeldspieler Metinho verpflichtet.Ja, am Mittwoch bestritt er sein erstes Training. Er wird voraussichtlich vor allem auf der Sechs spielen. Er ist sehr dynamisch, hat eine gute Technik und kann uns sicherlich weiterhelfen.Ähnlich wie für Ajeti bedeutet das für Taulant Xhaka mehr Konkurrenz und möglicherweise weniger Spielzeit.Das bedeutet es für alle Spieler auf dieser Position. Aber wir haben Emmanuel Essiam verliehen und Metinho geholt, an der Gesamtsituation ändert sich damit nicht so viel. Taulants Situation war auch davor schon schwierig. Auch für die zwei Innenverteidigerpositionen haben wir fünf Spieler. So ist das halt.Haben Sie das Gefühl, für Taulant Xhaka ist es eine Option, noch eine Saison mit so wenig Spielzeit zu bestreiten?Das kann ich nicht beurteilen, und ich fokussiere auf die aktuelle Saison. Meine Aufgabe ist es nun, gegen Zürich zu gewinnen. Über alles andere befinden die Sportkommission und der Spieler. Aber ich sage: Sollten wir in der nächsten Saison europäisch spielen, brauchen wir auch wieder mehr Spieler.Momentan stehen offiziell 29 Spieler im Kader des FCB (Nach den Abgängen von Mohamed Dräger und Arnau Comas sind es mittlerweile noch 27. Anm. d. Red). Sind sie zufrieden mit dieser Grösse?Für die jetzige Situation ist das für mich perfekt.Mit so vielen Spielern ist es nicht einfach, die 20 zu bestimmen, die ans Spiel kommen können.Ja, das war in der letzten Saison zum Teil noch anders. Aber das gehört zum Alltag eines Trainers.Wie läuft das konkret ab mit dem Aufgebot?Immer nach dem Abschlusstraining verkünde ich es in der Garderobe. Dann müssen die Spieler das Blatt unterschreiben.Auch jene, die nicht aufgeboten sind?Ja.Weshalb?Das habe ich in Spanien und Frankreich so erlebt und finde es das einzig Logische. Denn es handelt sich dabei ja um einen Job, nicht um ein Hobby. Ich möchte nicht, dass die Spieler das Aufgebot auf ihr Handy bekommen, wenn sie gerade beispielsweise allein zu Hause sind oder im Restaurant, und dann anstelle des gesunden Essens aus Frust eine Pizza mit Zwiebeln bestellen. Vielleicht bin ich da noch alte Schule.Was machen jene Spieler am Matchtag, die nicht aufgeboten sind?Sie bleiben in Basel und bestreiten hier ein Training. Meistens mit Athletiktrainer Thomas Bernhard. Wichtig ist mir dabei aber immer, dass nicht der Mensch Fabio das Aufgebot macht, sondern der Trainer. Es geht dabei also nicht um zwischenmenschliche Beziehungen. Genauso bin ich nach einem Match nicht nachtragend, wenn ein Spieler nicht gut gespielt hat. Dann ist der Trainer Fabio vielleicht böse, nicht aber der Mensch.Am Sonntag spielen Sie gegen Zürich. Spüren Sie in den Trainings, dass ein Klassiker ansteht.Ich habe ohnehin jede Woche das Gefühl, dass die Mannschaft einen Klassiker spielen will. Die Energie ist so hoch. 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Im Innern des Stadions hingegen stimmt Aufstiegstrainer Claude «Didi» Andrey auf die Sion-Partie ein und als schliesslich die Akteure das Spielfeld betreten, tun sie das an der Hand verschiedener Fasnachtsfiguren. Die Einlaufkinder kommen diesmal in Kostümen zu ihrem grossen Auftritt.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosAuf dem Rasen gibt es drei Aufreger: Den ersten bereits nach 15 Sekunden, als Leon Avdullahu für sein Einsteigen Gelb sieht. Den zweiten nach 17 Minuten, als Benjamin Kololli seinen ehemaligen Arbeitgeber mit einem kuriosen Eigentor in Führung bringt. Der 32-Jährige köpfelt eine Flanke von Dominik Schmid völlig unbedrängt ins eigene Tor.Und auch der dritte Aufreger spielt sich rund um den Sechzehner der Gäste ab. Xherdan Shaqiri spielt den Ball von ausserhalb des Strafraums in diesen – und plötzlich liegt der Ball im Tor. Es steht nach 25 Minuten 2:0, ohne dass der FCB nur einmal aufs Sion-Tor geschossen hat…Das muss besser werdenDer Rasen! Es hat sich bereits in den vorangegangen Heimspielen in diesem Jahr gezeigt, dass das neue Grün im Joggeli noch nicht jene Qualität hat, die sich die Fussballer wünschen. Technisch sauberen Fussball zu spielen, scheint auf dieser Unterlage kein leichtes Unterfangen zu sein. Es bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Tagen, wenn die Temperaturen in Basel steigen sollen, der Joggeli-Rasen davon profitieren kann.Das sagt der TrainerFabio Celestini ist voll des Lobes über seine Mannschaft, die die Aufgabe sehr gut gelöst habe. 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Etoile Carouge tritt als Elfter der Promotion League gegen den Super-Ligisten an. Die Genfer sind klarer Aussenseiter – und setzen sich dennoch durch! 1:0 siegt der Drittligist auf dem Kunstrasen, und FCB-Trainer Patrick Rahmen muss das erste Basler Cup-Ausscheiden in diesem Jahrtausend gegen einen Amateurclub auch auf seine Kappe nehmen.Der FCB tritt vor den Augen von Aufstiegstrainer Claude «Didi» Andrey mit einer besseren B-Elf an. Artur Cabral sitzt zunächst nur auf der Bank, Fabian Frei ebenso. Gegenüber dem vorangegangenen Meisterschaftsspiel gegen Lugano nimmt Rahmen gleich acht Änderungen in der Startformation vor. Das wirkt sich aus. Der FCB begeht zu viele Fehler und findet gegen die wacker kämpfenden Westschweizer, die nach dem Seitenwechsel durch Romain Kursner in Führung gehen, nie zu seinem Spiel.Für den FCB ist das Ausscheiden eine riesige Blamage – auch weil es zugleich die erste Niederlage in einem Pflichtspiel in der Saison 2021/22 ist.Tor: 52. Kursner 1:0.FCB: Gebhardt; Lopez, Cömert, Djiga, Tavares (46. Pelmard); Burger, Quintilla (69. Fernandes); Ndoye (68. Cabral), Palacios, Stocker (68. Millar); Males (80. Fabian Frei).Februar 2001: Ceccaroni trifftMassimo Ceccaroni (hier in der Liga gegen Servette) avancierte 2001 zum Cuphelden.Foto: Andy Mueller (Freshfocus)Massimo Ceccaroni ist der letzte Basler Elfmeterschütze in diesem Cup-Sechzehntelfinal. Der Basler Kult-Verteidiger nimmt Anlauf – und trifft. Danach scheitert Ricardo Iglesias an FCB-Goalie Miroslav König. Der FCB gewinnt schliesslich 9:8 nach Penaltys, nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung hat es 1:1 unentschieden geheissen.Der FC Basel müht sich unter Christian Gross zu diesem Cup-Erfolg beim damaligen B-Ligisten Etoile Carouge. Der FCB-Trainer zieht aber auch eine andere Erkenntnis aus dem Ausflug in die Romandie. Weil den FCB in der Abwehr Personalsorgen plagen, möchte Gross Carouge-Defensivspezialist Thierry Ebe verpflichten. Der Linksverteidiger wird schon längere Zeit von Rotblau beobachtet.Schliesslich leihen die Genfer Ebe ans Rheinknie aus – von der NLB in die Finalrunde der NLA. Doch das Kapitel Ebe in Basel ist rasch beendet: Er kommt nur zu fünf Teileinsätzen und einem Spiel über 90 Minuten für Rotblau.Tore: 66. Villiot 1:0. 83. Hakan Yakin 1:1.Penaltyschiessen: Yakin 0:1. Derivaz 1:1. Knez (Dominik hält), Villiot 2:1, Tchouga 2:2, Ballon 3:2, Cantaluppi 3:3, Bell (König hält), Magro 3:4, Boughanem 4:4, Muff 4:5, Braizat 5:5, Savic 5:6, Stilz 6:6, Cravero 6:7, Daquin 7:7, Tum 7:8, Morisod 8:8, Ceccaroni 8:9, Iglesias (König hält).FCB: König; Ceccaroni, Quennoz (68. Savic), Knez, Cravero; Barberis (81. Muff), Cantaluppi, Magro, Hakan Yakin; Tchouga, Tum.Oktober 1997: Berger gehtDer damalige FCB-Trainer Jörg Berger (links, mit Ottmar Hitzfeld) hatte am Rheinknie nicht viel zu lachen und war seinen Job bald wieder los.Foto: ImagoJörg Berger wird in der NLA-Qualifikationsrunde 1997/98 das Auswärtsspiel bei Etoile Carouge zum Verhängnis. Danach ist der Deutsche seinen FCB-Trainerjob los. Es ist das Ende eines grossen Basler Missverständnisses. Der FCB verliert gegen den Aussenseiter 1:2. Der Siegtreffer gelingt Philippe Hertig, einem Ex-Basler.Basel befindet sich zu diesem Zeitpunkt sportlich auf Talfahrt. Schon beim ersten Aufeinandertreffen dieser zwei Teams in jener Saison soll Berger vor dem Spiel vor versammelter Mannschaft gesagt haben: «Wir haben Gaudino, wir haben Zuffi, wir haben Huber! Wen haben die? Niemand!» Die Partie endet torlos.Es ist eine illustre Mannschaft, die der FCB in jener Saison stellt. Nebst den Neuen aus der Bundesliga trägt auch Fabrice Henry Rotblau. Der Franzose gilt als Enfant terrible. Der Exzentriker fällt vor allem mit seinen Eskapaden neben dem Spielfeld auf. Beim FCB stimmt in dieser Saison sportlich einiges nicht.Tore: 45. Subiat 0:1. 67. Aguilar 1:1. 81. Hertig (Penalty) 2:1.FCB: Huber; Ceccaroni, Kreuzer, Hartmann, Nemtsoudis (46. Mendi); Barberis (76. Alex Frei), Konde (68. Henry), Gaudino, Zuffi; Subiat, Frick.Mai 1994: Basel feiertAn dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosEs ist die beste Aufstiegsparty der Welt. Ein Abend, den keiner, der dabei gewesen ist, je vergessen wird. Am 3. Mai 1994 reicht dem FC Basel ein Punkt bei Etoile Carouge, um in die Nationalliga A zurückzukehren.Dario Zuffi gelingt im Stade de la Fontenette der goldene Treffer zum 1:1. Danach fliegt die Mannschaft von Genf nach Basel – ein Geschenk von der Crossair an den FCB – und wird spätabends von Tausenden Fans auf dem Barfi gefeiert. Freinacht, Freibier, eine Riesensause.Auf den Schultern der Fans werden die Spieler heroisch durch die Stadt getragen. Nach trüben Jahren in der Nationalliga B wirkt diese Promotion befreiend. Ausgelassenheit pur mitten in der Stadt. Bei diesen Feierlichkeiten fehlt nur einer: Aufstiegstrainer «Didi» Andrey bleibt, weil er es so geplant hat, nach dem Spiel für ein paar Tage in der Westschweiz.Tore: 67. Langers 1:0. 74. Dario Zuffi 1:1.FCB: Huber; Walker, Ceccaroni, Tabakovic, Meier; Jeitziner, Smajic, Cantaluppi, Berg (73. Steingruber), Hertig (83. Gigon); Dario Zuffi.Der FC Basel im Februar 2025Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare