Wieso der FC Basel ein besserer Leader ist als noch im Herbst

Dieser Artikel wurde von BZ publiziert.


Super League

Wieso der FC Basel ein besserer Leader ist als noch im Herbst

Nach dem Sieg über Luzern grüsst der FC Basel wieder von Rang eins der Super League. Trainer Fabio Celestini erkennt bei seinem Team eine wichtige Entwicklung, hat aber auch Sorgen wegen Marwin Hitz.

Nach dem Sieg gegen den FC Luzern ist der FC Basel wieder Leader. Es ist das zweite Mal in dieser Saison, dass die Basler den Sprung an die Spitze schaffen.

Bild: Georgios Kefalas / Keystone

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Es ist nicht überliefert, wie Fabio Celestini in der Nacht von Donnerstag auf Freitag geschlafen hat. Aber es ist nicht vermessen, anzunehmen, dass der Trainer des FC Basel trotz des Adrenalins, welches nach einem Abendspiel noch bis in die frühen Morgenstunden anhalten dürfte, gut geschlafen hat.

Wieso auch nicht? Der FC Basel hat den FC Luzern am Donnerstag mit 2:1 geschlagen. Im Spitzenduell Zweiter gegen Dritter. Und hat sich damit die Tabellenführung gekrallt.

Mit zwei Punkten mehr als Lugano, welches tags zuvor gepatzt hatte, rangiert der FC Basel auf Platz eins der Super League. «Und ich schlafe immer viel besser, wenn ich Erster bin», sagte Celestini am späten Donnerstagabend. Lieber Gejagter als Jäger sei er, obschon er dieses Gefühl als FCB-Coach noch nicht oft hatte, seit er im November 2023 den Posten übernommen hat. Am 15. Spieltag und nach einem 3:1-Heimsieg gegen Servette erklommen die Basler erstmals nach drei Jahren wieder die Tabellenspitze, hielten diese auch nach dem 16. Spieltag – um sie dann aber am 17. Spieltag wieder zu verlieren.

Das neue Gesicht des Leaders

Doch Celestini geht es nicht nur um seinen verbesserten Schlaf, sondern auch um die Botschaft, welche diese Momentaufnahme an seine Spieler sendet: «60 oder 70 Prozent dieser Mannschaft haben vor einem Jahr gegen den Abstieg gekämpft. Der Blick auf die Tabelle ist eine Message an sie. Es zeigt das andere Gesicht dieses Teams.»

Ein anderes Gesicht zeigt der FC Basel aber nicht nur im Vergleich mit der vergangenen Saison, sondern Celestini erkennt auch einen Wandel zwischen der aktuellen Verfassung seines Teams und jener rund um den 15. und 16. Spieltag, als die Basler zuletzt Leader waren: «Wir sind konstanter geworden. Wir sind zwar noch nicht so dominant, wie wir wollen, aber wir kämpfen mit Spirit und Wille. Egal, wer auf dem Feld steht.»

Rund um die letzte Tabellenführung war sein Team fragiler. Vier Spiele in Folge konnten die Basler damals nicht gewinnen. Ausrutscher wie das 0:1 gegen GC zu Hause fielen in diese Phase. Auch das Spiel in St. Gallen, in welchem sich die Basler vom Platzverweis gegen Bénie Traoré so aus dem Konzept bringen liessen, dass nur ein 1:1 resultierte.

Jetzt aber lassen sich die Basler auch durch Rückstände wie jene gegen Lugano oder Sion nicht beirren. «Unsere letzten drei Spiele waren sehr schwierig, aber wir haben neun Punkte geholt. Mit der Verfassung, in welcher wir waren, als wir das letzte Mal Tabellenführer waren, hätten wir aus diesen Partien nur einen oder zwei Punkte geholt. Da bin ich mir sicher», sagt Celestini klar.

Den Grund für diese Entwicklung benennt der FCB-Trainer mit einem Wort: «Überzeugung».

Süsse Erinnerungen an Genf

Mit dieser werden die Basler nun mit Sicherheit auch das nächste Spiel in Genf (Sonntag, 14.15 Uhr) angehen. Beim letzten Gastspiel im Stade de Genève spielte sich der FCB in einen Rausch, gewann 6:0 – notabene noch ohne Skorer-Garant Xherdan Shaqiri. Die Erwartungen sind also gross. Mit Dominik Schmid ist ein Fixstarter nach seiner Sperre wieder verfügbar. Der angeschlagene Marin Soticek hingegen ist aufgrund muskulärer Probleme in der Wade weiterhin fraglich.

Ebenfalls fehlen wird Joe Mendes, der gegen Luzern seine vierte Gelbe abgeholt hat und gesperrt ist. Auf dem Papier gibt es mit Kevin Rüegg einen einzigen Rechtsverteidiger im Kader als Ersatz. Möglich aber auch, dass Celestini eine kreative Lösung aus dem Ärmel schüttelt.

Das Einzige, was die Stimmung trüben könnte, ist, dass die Basler womöglich nicht auf ihre Nummer 1 zählen können. Marwin Hitz musste sich gegen Luzern in der Pause auswechseln lassen, weil sein Muskel im Oberschenkel zugemacht hatte. Schlimm sei es nicht, so Celestini, doch aufgrund des engen Zeitplans – die Basler reisen am Samstag schon nach Genf – könnte ein Einsatz für Hitz zu früh kommen. Er wird vom FCB am Freitag als fraglich gemeldet.

Doch nach der guten Leistung von Hitz-Ersatz Mirko Salvi gegen Luzern dürfte der Basler Trainer diesbezüglich nicht plötzlich schlaflose Nächte haben.

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