
Vier Generationen, ein Verein: Die Sehnsucht nach einem unvergesslichen Moment in Rot und Blau
Dieser Artikel wurde von BZ publiziert.
Vier Generationen, ein Verein: Die Sehnsucht nach einem unvergesslichen Moment in Rot und Blau
Für FC-Basel-Fans ist die Muttenzerkurve das Herz des FCB. Wie kommt es, dass Menschen sich so stark für den Fussball begeistern und über Jahrzehnte hinweg die Fanliebe weitergeben? Fünf Fans unterschiedlicher Generationen erzählen, wie der FC Basel und seine legendäre Fankurve sie prägen.
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Die FCB-Fans haben alle ihre eigene Geschichte.
Die Kurve lebt. Sie singt, sie bebt, sie verbindet und vereint alle. Über ihr hängt ein Banner mit ihrem Mantra: «Rot isch unseri Liebi, Blau die ewigi Treui.» Für Karl Mösch ist sie ein Stück Heimat, für Annegret Greub fast wie die Liebe zu einem Kind. Beni Pfister sieht in ihr eine kreative Ausdrucksform, während Philipp die Sehnsucht nach einem unvergesslichen Moment antreibt. Und für den kleinen Lennard Wildman ist sie der Beginn einer Geschichte, die gerade erst geschrieben wird.
«All die starken Gefühle, die einem Uneingeweihten als übertrieben oder gar hysterisch vorkommen könnten, beruhen auf gesellschaftlich tief verwurzelten Werten: Durchhaltewillen, Kameradschaft, Fairplay, Einsatz, Gerechtigkeit, Disziplin, Opferbereitschaft», schreiben Ilija Trojanow und Klaus Zeyringer. Der deutsche und der österreichische Schriftsteller schreiben in ihrem Buch «Fans: Von den Höhen und Tiefen sportlicher Leidenschaft» über das Fan-Phänomen und beleuchten es von verschiedenen Ebenen.
Unter anderem greifen sie die Herleitung des Begriffes «Fan» auf. Dieser leitet sich vom lateinischen «fanaticus» ab. Also ein religiöser Anhänger, der an orgiastischen Ritualen in einem Tempel oder an einem heiligen Ort teilnimmt. Das lässt sich auch auf FC-Basel-Anhänger übertragen. Gesänge und Choreos als Rituale, der St. Jakob-Park als Tempel und der Fussball als ihre Religion. Dabei schwingt in allem Anbetung, Hingabe, aber auch Masslosigkeit mit.
So ist der FC Basel für Karl Mösch, Annegret Greub, Beni Pfister, Philipp und Lennard Wildman nicht nur ein Fussballverein. Die Fussballkultur ist Identität, Lebensinhalt, Familientradition. Diese wird vereint in einer Fanszene, die sich immer wieder neu erfindet – mit Verantwortung, Kreativität und einem unerschütterlichen Zusammenhalt. Von Erinnerungen an glorreiche Europanächte, Nati-B-Zeiten und Meisterfeiern auf dem Barfüsserplatz – der FC Basel prägt seit Jahrzehnten Generationen. Ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter dieser erzählen nun ihre Geschichten.
Karl Mösch, 70 Jahre: «Die Kurve ist ein Stück Heimat»
Karl Mösch und seine Kiste mit Erinnerungen.
«Fuessball das isch unser Läbe
d Kurve isch unser Dehai …»
«Das waren noch Zeiten», Karl Mösch blickt auf die Bilder in seiner Hand. Für das Treffen hat er die Kiste mit alten Fotos hervorgeholt. Es zeigt ihn am 24. Oktober 1973 mit einer Gruppe von Männern, als sie das erste Mal in Brügge waren. Nach einem 1:2 im Hinspiel schlug Basel den FC Brügge im Heimspiel zwei Wochen später vor gut 12’000 Zuschauern im «Joggeli» mit 6:4. Mann des Spiels war Basels Stürmer Ottmar Hitzfeld mit drei Toren. Nach dem Torfestival stiess der FCB erstmals in die Meistercup-Viertelfinals vor.
Ein anderes zeigt ihn im selben Jahrzehnt in FCB-Montur, wie man sie damals trug, schlafend am Bahnhof.
Hinter jedem vom Karl Möschs Bildern steckt eine Geschichte. Das Bild oben links zeigt ihn mit seinen Freunden in Brügge.
Seit 60 Jahren hat Mösch sich dem FC Basel verschrieben: «Er ist ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens.» Die Kurve ist für ihn «ein Stück Heimat.» Die Kurve, in der er so einiges erlebt hat. Nicht immer Positives. «In den 1980er- und 1990er-Jahren gab es eklige Auswüchse. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus.» Das ist jetzt aber zum grossen Teil verschwunden. «Die Kurve hat gemerkt, dass sie eine gewisse Verantwortung hat», sagt Mösch und spielt darauf an, dass die Muttenzerkurve als das grösste Jugendhaus des Landes gilt. «Ich glaube, dessen sind sich die meisten jetzt auch bewusst.»
Nach den nicht immer einfachen Zeiten in der Kurve sei er mittlerweile positiv überrascht von der Fanszene in Basel, sagt Mösch. Er hebt die Bemühungen auch abseits des Platzes und die Kreativität hervor. Der Fahnentag und der Aufruf zum Blutspenden zum Beispiel. «Die Kurve kann auch etwas Positives sein. Emotionen, Stimmung, Freude. Das ist doch etwas, was wir alle suchen und was aktuell ein bisschen in der Gesellschaft fehlt», sagt Mösch. «Sich für oder über etwas freuen, wo viele so negativ orientiert sind.»
2024 war für Mösch kein einfaches Jahr. Eine Knieoperation und zwei weitere wegen eines Lendenwirbelbruchs hielten ihn von einem grossen Teil der Spiele im Stadion fern. «Stargg bliibe Karli. Dr Platz im Zug heebe mir frei für dii», war auf zwei Spruchbannern der Kurve Ende September 2024 beim Spiel gegen den FC Zürich zu lesen. Mit der Aktion bewies die Kurve ihren Zusammenhalt.
Der Spruchbanner der Muttenzerkurve Ende September.
« … do bisch wie im 7te Himmel
do fühlsch die niemols ellai! »
Annegret Greub, 66 Jahre: «Diese rot-blaue Liebe ist fast wie die Liebe zu einem Kind»
Annegret Greub vor den Toren des St. Jakobparks.
«FCB, mir singe für di, Rot und Blau, das sin numme mir
Blau isch Treui, Rot isch Liebi, und die isch heiss wie Gluet
unseri Stimme uss dr Kurve, gän dir immer Muet»
«Ich habe immer gesagt: Gebt denen doch 22 Bälle und dann ist Ruhe.» Annegret Greubs Geschichte beginnt damit, dass sie sich früher nicht für den Fussball interessierte. Und für den FCB schon gar nicht, sie stammt aus dem Wallis. Doch nach dem Umzug nach Basel «opferte» sie sich, um mit ihrem Sohn ins Stadion zu gehen.
«Ich erinnere mich genau, als ich das erste Mal im alten Joggeli auf dem Bahndamm war. Vom Spiel habe ich nichts mitbekommen, ich habe nur die Muttenzerkurve beobachtet.» Sie saugt die Stimmung und Leidenschaft im Stadion auf, lässt sich davon faszinieren und «mit dem rot-blauen Fieber» anstecken.
Heute, 30 Jahre später, hat sie 783 FCB-Spiele in 117 verschiedenen Stadien besucht, wie eine App auf ihrem Handy festhält. Stolz zeigt sie ihre Ticketsammlung der internationalen FCB-Spiele. 74 an der Zahl. «Es ist die Spannung, die Leidenschaft», die sie Woche für Woche ins Stadion zieht. Ihre Augen leuchten, wenn sie über den FCB – «ihren Verein» – spricht.
Bevor sie pensioniert wurde, nahm sie jedes Jahr zwei Wochen unbezahlten Urlaub, um überall mit dabei sein zu können. «Es ist fast wie die Liebe zu einem Kind», sagt sie. «Wenn du einmal FCB-Fan bist, bleibst du es.»
74 Tickets von internationalen Auswärtsspielen hat Greub.
Auch, weil die Fangemeinde eine zweite Familie für sie geworden ist. Diese nennt sie aus Gründen, die Greub nicht verraten will, liebevoll «Ultra Gretli». «Im Stadion und an den Auswärtsspielen triffst du immer die gleichen Leute», sagt sie. Daraus seien viele Freundschaften entstanden. Für sie zählt vor allem auch das Dabeisein. «Wenn du in London beim Fanmarsch mit durch die Stadt läufst, ist das ein unglaubliches Gefühl. Da bekommt man Gänsehaut.»
Oder wenn man die Feier zum 20. Meistertitel auf dem Balkon am Barfüsserplatz hautnah miterleben kann, wie Greub es dank einer Kollegin 2017 konnte. «Das war ein absolutes Highlight.»
Die Nähe und Identifikation von Spielern zu Fans habe in den letzten Jahren aber abgenommen, sei sogar beinahe ganz verloren gegangen. «Früher haben die Spieler häufiger die Nähe zu den Fans gesucht, indem sie zum Beispiel zu Treffen der Fanclubs gekommen sind. Das ist heute leider nur noch selten der Fall.» Die Distanz kann sich Greub nicht erklären. Sie würde sich aber wünschen, dass man gerade den jüngeren und neueren Spielern etwas mehr zeigt, was es bedeutet, bei einem solchen Traditionsclub wie dem FCB zu spielen.
Einer, der als Vorbild fungieren könne, sei Xherdan Shaqiri. «Mit ihm haben wir jetzt einen Spieler mehr, der wieder FCB-DNA hat und sich mit der Region identifiziert.»
«In Europa kennt uns jede, denn Basel isch bekannt.
laufe mir durch fremdi Strosse hämmr d Fahne in dr Hand»
Beni Pfister, 46 Jahre: «Die Identifikation als FCB-Fan äussert sich auf ganz viele Arten.»
Beni Pfister teilt die Liebe zum FCB mittlerweile mit seinem Sohn Lennard.
In der FCB-Szene ist Beni Pfister als Beizer mit dabei. Als Betreiber der Fussballkulturbar Didi Offensiv lebt er mit seinen Brüdern den Fussball. Und mittlerweile auch mit seinen Kindern. Während seine ältere Tochter noch nicht ganz überzeugt ist, ist sein sechsjähriger Sohn Lennard schon voll mit dabei. «Es ist schön zu sehen, dass sie anfangen, diese Liebe zu teilen, und ich das an sie weitergeben kann», sagt Pfister, «auch wenn ich das nie forcieren wollte.»
Mit den Kindern habe sich sein Fandasein ein wenig verändert. «Die Relationen haben sich natürlich verschoben, ich bin weniger im Stadion.» Auch versuche er, das Spiel objektiver anzuschauen und auch mal zu erklären, warum die gelbe Karte jetzt berechtigt ist. «Ich habe das Gefühl, man wird etwas ruhiger und versucht wertneutraler mitzugeben, was unten auf dem Feld passiert.» Der positive Nebeneffekt: Jetzt, wo er nur noch alle zwei bis drei Spiele im Stadion sei, nehme er die Emotionen vor Ort wieder intensiver wahr.
Es seien dieselben Dinge, die ihn faszinieren, wie schon damals als Kind. «Die Gruppe, die Masse, die Stimmung. Es hört einfach nicht auf, toll zu sein.» Durch die vielen Jahre und Erfolge, die er mit dem FCB schon erlebt habe, seien diese auch ein wenig zweitrangig geworden. Stattdessen steht der Gang ins Stadion mit guten Freunden und die gute Zeit im Vordergrund. Die vergangenen düsteren Jahre habe er dadurch besser wegstecken können.
«Meine Generation ist eine geile Generation. Wir kamen aus den Tiefen der Nati B, haben Meistertitel und Champions League miterlebt, wissen aber auch, dass es schlechte Phasen wie zuletzt gibt.» Und jetzt, wo die Spiele auf europäischer Ebene ausbleiben, seien die Meisterschaftsspiele auch wieder wichtiger. «Früher wusste man, wenn Thun kommt, gibt es ein 3:0 oder 4:0. Nach so einer schlechten Phase freut man sich auch wieder über Siege gegen Yverdon», so Pfister.
In der Kurve sei wieder ein gewisser Hunger nach Titeln zu spüren. Das könne man daran ablesen, dass trotz ausbleibenden Erfolges in den letzten Jahren die Kurve immer noch voll ist und Junge nachkommen. «Die Fanszene ist unglaublich kreativ. Ich finde es wahnsinnig, was da an Output kommt», sagt Pfister. Dabei bezieht er sich aber nicht nur auf die Unterstützung an Spielen durch Choreos oder Gesänge, sondern auch auf das «Drumherum». Wimmelbuch, Bildchen-Sammelalbum, das erste Trikot-Buch der Schweiz. «Die Identifikation als FCB-Fan äussert sich auf ganz viele Arten, das finde ich faszinierend.» Und mit dem Betreiben einer Fussballkulturbar trägt Pfister ebenfalls einen kleinen Teil dazu bei.
Philipp, 27 Jahre: «Hoffnung, dass es diesen einen Moment gibt.»
Näher geht nicht: Philipp ist als Fotograf direkt am Spielfeldrand.
«Erfolg isch nit alles im Läbe
au wenns schlächt goht sin mir mit drbi»
Samstagabend, 21 Uhr. Ein Basler Angriff rollt auf das Tor, Philipp, der seinen Nachnamen nicht in der Zeitung lesen möchte, hebt die Kamera. Dann lässt er sie wieder sinken und verzieht das Gesicht. Aber nicht wegen des einsetzenden Regens, sondern weil dem FCB gegen den Grasshopper Club Zürich (GC) in der ersten Halbzeit nicht viel gelingen mag. Trotzdem fängt Philipp, der schräg hinter dem gegnerischen Tor sitzt, einige gute Momente ein. Als Fotograf sitzt er regelmässig am Spielfeldrand. Näher geht nicht. Er ist immer dabei. Zu Hause und auswärts, Spiel für Spiel, bei Wind und Wetter.
«Es ist die Hoffnung auf diesen einen Moment, an den wir uns noch Wochen und Monate erinnern werden», sagt Philipp. Die Sehnsucht nach solch einem Moment ziehe ihn Woche für Woche ins Stadion. 2016 erlebte er in der Europa League einen solchen Moment. Im Spiel gegen St. Etienne führt der FCB bis zur 89. Minute mit 1:0. Dann kommt der Ausgleich. Das sicher geglaubte Weiterkommen verpufft für einen Moment. Doch Luca Zuffi erlöst den FCB in der ersten Minute der Nachspielzeit. «In diesem Moment explodiert einfach ein Teil des Stadions, und die Gefühlswelt macht alles mit dir», sagt Philipp.
Aber auch Spiele wie das 3:3 auswärts gegen Zürich 2021 sind ihm in Erinnerung geblieben. Basel führt 3:2, schiesst kurz vor Schluss das 4:2, welches aber zurückgenommen wird, und Zürich gelingt im Gegenzug das 3:3. «Das ist im Nachhinein natürlich bitter. Aber es beschreibt den Fussball ganz gut», sagt Philipp. «In der einen Minute freust du dich mega und denkst: ‹Cool, Auswärtssieg in Zürich›, und im nächsten Moment fluchst du über alles und jeden. Diese Emotionen sind brutal», sagt Philipp. Aber sie seien eben auch genau das, was den Fussball ausmache.
Philipps Generation wächst in der glorreichsten Zeit des FCB auf. «Es war einfach, FCB-Fan zu sein», sagt Philipp. Zwischen 2010 und 2017 gab es acht Meisterschaften in Folge, dazu drei Cupsiege und internationale Erfolge, wie etwa die Siege gegen Manchester United und Bayern München. «Es ist dann schon etwas surreal, wenn meine Generation in der Kurve steht und singt: ‹Erfolg isch nit alles im Lääbe›, während unser Verein gerade zum achten Mal in Folge Meister wird.» Es habe ihnen – den erfolgsverwöhnten Mitzwanzigern – gutgetan, in den letzten Jahren Niederlagen zu erleben. Auch wenn sie das erst mal lernen mussten.
Für Philipp ist der FCB einer der zentralsten Lebensinhalte. Er plane sogar seine Freizeit um ihn herum. «Stadionbesuche gehören einfach dazu. Egal, ob es schlecht läuft wie letzte Saison.» Das liegt auch daran, dass es nicht nur der Sport ist, der ihn ins Stadion zieht. Dort trifft er sich mit Freunden, redet danach noch ausgiebig mit ihnen über den Match.
Aber auch der ungebrochene und vor allem kreative Support der Fans zum Beispiel mit ihren Choreos beeindrucke ihn. «Als sie letztes Jahr so schlecht gespielt haben, war der Gästesektor an Auswärtsspielen trotzdem immer voll. Auch ein bisschen aus Trotz, so nach dem Motto: ‹Jetzt gehen wir erst recht.›»
Nach der desaströsen vergangenen Saison läuft es in dieser endlich wieder besser. Und auch wenn es an diesem Samstagabend nicht für «diesen einen Moment gereicht hat», Philipps Gesicht ziert ein Lächeln. Denn die Sehnsucht auf den nächsten unvergesslichen Moment bleibt bestehen.
«FCB-Fan kasch nit wärde
FCB-Fan mues meh si! »
Lennard Wildman, 6 Jahre: Seine Geschichte muss noch geschrieben werden.
Lennard Wildman bei einem Matchbesuch im Flammentrikot.
«Sait dr Babbe zu sim Sohn,
hüt kunnsch mit ins Stadion …»
So beginnt auch Lennards Geschichte. Sein Vater, Beni Pfister, nahm ihn das erste Mal mit ins Stadion, als Lennard noch ein Baby war. Jetzt, mit sechs Jahren hat er dort schon einige Spiele gesehen. «Mein Papa ist mega FCB-Fan, deshalb wollte ich auch FCB-Fan sein», sagt Lennard und beisst dabei auf einen Eiswürfel. Im Stadion sitzen sie am Rand der Kurve. Sollte das Geschehen auf dem Rasen dann mal zu langweilig sein, sorgen die Tätigkeiten der Muttenzerkurve für aufregenden Ersatz. Wie die Eiswürfel in diesem Gespräch. «Manchmal bin ich schon ein bisschen aufgeregt», sagt Lennard dann aber doch.
Das Coolste für ihn am FCB sei, «dass sie ein goldenes Trikot haben». Dieses trugen sie nur für das Spiel gegen Servette, in dem Lennards Lieblingsspieler Xherdan Shaqiri drei Tore schoss. Aber auch das diesjährige Heimtrikot mit den Flammen gefällt dem Sechsjährigen gut. «Weil sie damit besser spielen», sagt er. Kein Wunder, liefen doch die letzten Jahre nicht immer nach Wunsch.
Am liebsten würde Lennard, der seit er fünf ist, selbst Fussball beim FC Nordstern spielt, jeden Match schauen. Fängt dieser aber zu spät an, gibt es am nächsten Morgen immerhin gleich die Zusammenfassung. Noch ist das so, denn auch seine Geschichte mit dem FCB steht in den Startlöchern.
«… d Mamme wo an dr Türe stoht,
weiss, dass jetzt e Gschicht afot …»
Die Songzitate stammen aus Liedern der Muttenzerkurve. Wer noch ein wenig in der Stimmung schwelgen möchte, empfehle ich diese Videos:
Dieser Artikel ist im Rahmen der Journalismus-Ausbildung am MAZ als Diplomarbeit entstanden.