Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
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Transfergerücht – Macht Kevin Carlos den gleichen Weg wie Thierno Barry?Der Stürmer des FC Basel könnte bei Villarreal in La Liga zum Thema werden.Publiziert heute um 17:31 UhrKevin Carlos hat mit dem FCB das Double geholt – und könnte jetzt den nächsten Schritt in seiner noch jungen Karriere machen.Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkThierno Barry hat einen steilen Aufstieg hinter sich. Während der eben zu Ende gegangenen Saison 2024/25 wechselte der Angreifer aus Frankreich vom FC Basel zu Villarreal in die La Liga. Mit dem spanischen Club qualifizierte sich der 22-Jährige sogleich für die Champions League. Barry steuerte in 35 Ligaspielen elf Tore und vier Assists bei.Nun hat der gross gewachsene Offensivspieler das Interesse englischer Top-Clubs geweckt. Everton etwa soll bereit sein, für Barry 40 Millionen Euro Ablöse zu bezahlen. Zur Erinnerung: Im August 2024 verliess der Franzose Basel für kolportierte 13,5 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlen in der Höhe von einer Million Euro.Nun meldet die Sportzeitung Marca, dass bei einem Abgang Barrys Kevin Carlos bei Villarreal zum Thema werden könnte. Mit Yverdon holte der 24-Jährige die Torjägerkrone der Super League, mit dem FCB nun das Double. Zuletzt verlor der Angreifer seinen Stammplatz im Basler 4-2-3-1-System an Albian Ajeti. Dennoch kam der Mittelstürmer in dieser Saison in der Liga auf 13 Tore und zwei Assists.Beim FCB wurde Carlos als Ersatz für Barry verpflichtet. Nun könnte der kräftige Offensivspieler bei Villarreal dieselbe Rolle übernehmen. Bei Rotblau hat der Spanier noch einen Kontrakt bis Sommer 2028.Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.Dominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
– Gegen die drei Kellerkinder hat der FCB nur einen Punkt geholtDie Basler müssen sich nach dem 1:2 gegen Lausanne-Sport wieder mit der Barrage beschäftigen. Erneut liefert der FCB in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung.Publiziert heute um 08:00 UhrTaulant Xhaka stand beim 1:2 gegen Lausanne-Sport man wieder in der Startelf, konnte die Niederlage des FC Basel aber auch nicht verhindern.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Vor dem SpielDieses Mal muss Fabio Celestini – davon gehen wir jetzt mal aus – seine Startelf nicht wegen gewissen Undiszipliniertheiten umstellen. Im Vergleich zum Cup-Spiel gegen Lugano nimmt er fünf Wechsel vor: Thierno Barry und Renato Veiga kehren pünktlich auf ihre angestammten Plätze zurück, Roméo Beney, Juan Gauto und auch Taulant Xhaka werden ebenfalls ins Team rotiert.Die Qualität des Rasens hat sich im Vergleich zum Mittwoch nicht grundlegend verbessert. Darum führt der Weg einiger FCB-Spieler bei der Besichtigung zum «Ort des Geschehens». Auch Fabian Frei inspiziert jenen Ort, an dem er im Cup im ungünstigsten aller Momente ausgerutscht ist. Die erste HälfteEs ist überhaupt kein guter Start für den FC Basel, mal wieder. Schon nach vier Minuten könnte es 1:0 für die Gäste stehen, weil Adrian Barisic ein Duell am eigenen Strafraum verliert. Fünf Minuten später passiert aber dann genau das: Lausanne geht in Führung – und das nach einem Eckball der Basler. Innerhalb von wenigen Sekunden kann Kaly Sène alleine auf Marwin Hitz zulaufen und Antoine Bernede verwertet den Nachschuss. Die Basler haben in der Folge Möglichkeiten auf den Ausgleich, die beste durch Roméo Beney in der 21. Minute, doch sein Schuss fliegt weit über das Tor. Und somit geschieht das, was in dieser Saison schon acht Mal geschehen ist: Die Basler nehmen einen Rückstand mit in die Kabine.St. Jakob-Park. – 19’959 Zuschauer. – SR Sven Wolfensberger. – Tore: 10. Bernède (Sène) 0:1. 88. Loucif 0:2. 92. Schmid 1:2FCB: Hitz; Vouilloz, Barisic, Frei, Schmid; Gauto (46. Jovanovic), Veiga, Xhaka (60. Avdullahu), Kade (75. Kololli); Beney (60. Malone), Barry.FCL: Letica; Giger, Dussenne, Szalai, Poaty (46. Kablan); Pafundi (65. Sanches), Roche, Bernède; Custodio (75. Loucif), Sène (65. Labeau), Diabaté (85. Dabalny).Bemerkungen: FCB ohne Lopez, Hunziker (beide Kreuzband), Comas (Meniskus), Essiam (Schulter), Sigua, Ajeti (beide Oberschenkel), Van Breemen (Knöchel), Zé (Zeh). Lausanne-Sport ohne Grippo, Ilie (verletzt). – Ersat: Salvi, Dräger, Augustin, Rüegg, Kacuri. – Verwarnungen: 45. Kade (Foul), 53. Szalai (Foul), 72. Kablan (Foul), 79. Dussenne (Foul), 85. Diabaté (Foul).Die zweite HälfteIn der Pause nimmt Celestini eine Änderung vor und wechselt damit auch das Spielsystem: Djordje Jovanovic kommt für Juan Gauto und die Basler agieren von da an in einem 3-4-3 mit Beney, Barry und Jovanovic in der vordersten Reihe. Auf den Flügeln agieren Dominik Schmid und Anton Kade und der FCB kommt in der Folge zu mehr offensiven Aktionen.In der 48. Minute steht Barry bei seinem Treffer im Abseits, in der 64. Minute fliegt ein abgefälschter Schuss des eingewechselten Maurice Malone nur wenige Meter neben das Tor – und dann kommt die grosse Zeit von Lausanne-Goalie Karlo Letica. Erst wehrt er einen Kopfball von Jovanovic spektakulär ab (69.) und kurz darauf ist er gegen Barry wieder zur Stelle (77.).Mit seinen Paraden legt er den Grundstein für das 2:0 der Gäste in der 88. Minute. Der Anschlusstreffer für den FCB durch Schmid in der Nachspielzeit kommt zu spät.Der KnackpunktMan könnte natürlich die erste Halbzeit nennen, die – wieder mal – keine gute ist vom FCB. Aber einen anderen Knackpunkt gibt es auch nach der Pause: In der 69. Minute kommt Djordje Jovanovic zu einem Kopfball im Strafraum der Gäste und eigentlich macht er alles richtig: Er trifft den Ball wuchtig mit dem Kopf und platziert ihn eigentlich ganz gut, vielleicht ein bisschen zu zentral. Erst im letzten Moment lenkt Goalie Letica den Abschluss um den Pfosten. Es ist am Ende zwar müssig, darüber zu diskutieren, was bei einem 1:1 in dieser Szene passiert wäre, ob dann alles anders gekommen wäre. Aber es ist sicher ein Moment, in dem diese Partie für die Basler noch in die richtigen Bahnen hätte gelenkt werden können. So aber bleiben sie in Rückstand – und kassieren kurz vor dem Ende das zweite Gegentor, was das eine zu viel ist. Die UnparteiischenAm Ende wird Schiedsrichter Sven Wolfensberger zwar mit Pfiffen aus der Muttenzerkurve verabschiedet, aber viel hat er an diesem Abend nicht falsch gemacht. Es gibt ein, zwei kleine Situation, in denen man auch anders hätte entscheiden können. Aber nach Sichtung der TV-Bilder entscheidet er bei allen zentralen Szenen regelgemäss.Der O-TonVon den Basler Spielern will sich im Anschluss an die Partie niemand in der Interview-Zone äussern. Dominik Schmid ist der einzige, der sich vor den TV-Kameras stellt. Und als es darum geht, dass der FCB gegen die drei Kellerkinder GC, Lausanne-Ouchy und Lausanne-Sport in acht Partien nur einen Punkt geholt hat, sagt er: «Das ist unerklärlich, das wird dem FCB nicht gerecht» – und dann sagt er noch, dass man jetzt unbedingt den Finger aus einem gewissen Körperteil entfernen müsse.Die FolgeNach der Niederlage gegen einen der direkten Konkurrenten im unteren Teil der Tabelle geht es für die Basler am nächsten Wochenende zum Leader. Gegen die Young Boys konnten die Basler im Januar zwar mit 1:0 gewinnen, der letzte FCB-Sieg im Wankdorf liegt allerdings schon eine kleine Ewigkeit zurück. Am 22. Mai 2016 gewannen die Basler dort ein ziemlich bedeutungsloses Spiel in der 35. Runde mit 3:2. Die Treffer erzielten – daran merkt man, wie lange das her ist – Matias Delgado und Jean-Paul Boëtius (2). Alles zum 1:2 gegen Lausanne-Sport«Dritte Halbzeit» – der Fussball-PodcastAn dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosTilman Pauls arbeitet seit über zehn Jahren für die Sportredaktion der Basler Zeitung und beschäftigt sich seit 2013 intensiv mit dem FC Basel.Mehr Infos@tilman_pFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
AboSportliche Schnitzelbänke in Basel – «Dr Shaqiri lacht, lacht und lacht und lacht»Wenn die Fasnächtler ihre Schnitzelbängg singen, darf natürlich der FC Basel nicht fehlen. Auch andere Sportgrössen bekommen ihr Fett weg.Publiziert heute um 12:00 UhrD Giftspritzi ist belesen und erinnert sich an sportliche Höhepunkte des vergangenen Jahres.Foto: Lucia Hunziker (Archiv)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Basel ist wieder Euphorie. Nach einer Saison zum Vergessen spielt der FC Basel in diesem Jahr vorne mit und hat noch immer gute Chancen, am Schluss Meister zu werden. Mit ein Grund ist die Rückkehr von Xherdan Shaqiri. Der Nati-Star hat die Begeisterung ins Joggeli zurückgebracht und bereits in manchen Matches für den Unterschied gesorgt. Und nicht nur dort, wie die Schnitzelbänkler Bajass & Omega beobachtet haben.Letschti han yych – dr Shaqiri – in dr Rio-Bar aatroffe Mues zue gää – nüm niechtern – sondern scho e bizli bsoffe Völlig usem Hüsli het – är mir e Umarmig gschänggtÄr häig grad bim schiffe – s’Bälleli im Goal versänggtDie Rückkehr von Altstars war in den vergangenen Monaten im Weltsport ganz generell ein Thema – mit unterschiedlichem Erfolg. Dazu haben sich die Schnapsbagge Gedanken gemacht. Und sie präsentieren Insider-Wissen zum FCB.Die 40-jährigi Lindsey Vonn git e Comeback uff Schii und wird aapöbletDr 60-jährigi Mike Tyson boxt gege e Youtuberund wird vo däm vermöbletIn dr Japan-Profiliga schuttet e 58-Jährigeund ych ha erfahre, was ych ni hätt erfahre sotte: Dr Fabio Celestini häb fir dr näggscht Matchdr Karli Odermatt uffbotte.Die Rückkehr von Ehemaligen sei aber keine Blaupause für alle Bereiche, weiss der Blagèèri und meint dabei insbesondere die Politik und einen ehemaligen SP-Regierungsrat, der früher im Mittelpunkt vieler Bängg war.Dr Shaqiri isch zrugg uff Basel kooJetze kas jo nume no nach oobe gooMir hoffe dass das nit yberall gootSusch wird dr Wessels nomol RegierigsrootSo fantasievoll Shaqiris Spielweise ist, so ideenlos und uninspiriert geben sich erstaunlich viele Bängg zu diesem Thema. Die zu kurz geratene Pointe ist bei vielen schlicht: Hahaha, Shaqiri ist halt sehr klein. Stellvertretend für die Fraktion Bodyshaming hier ein Vers von den Laggaffe.Dr Shaqiri lacht, lacht und lacht und lacht,Het bim FCB, Goal und Vorlag gmacht,Dass är grinst, ligt nit nur an däm,Dr Rase kützlet, au unter sine Ärm.… OK, einen noch – vom Heiri:Friener biin y total schüüch vo Buckte uf Basel gschliche.Spöter han y mii sogar mit em Federer vergliche.Hüt verglyych y my mit em andere, nid dass y besser schutti:Dr Heiri wohnt bim Groosi, dr Shaqiri wohnt bim Mutti.Heiri aus Buckten sucht sich seine grossen Vorbilder offenbar im Bereich des Sports.Foto: Dominik PlüssDer grüne Rasen bewegt an der Fasnacht auch abseits des FC Basel. Schliesslich findet in diesem Jahr auch noch eine Europameisterschaft im Joggeli statt. Was wäre, wenn statt der Profi-Fussballerinnen unsere Politikerinnen aufs Feld geschickt würden, hat sich s Dameryschli gefragt. Und ist zu einigen witzigen Antworten gelangt.Wenn an dr Fraue-EM nur Politikerinne derfte spiileWär würdi denn für d Schwiz uff em Blatz verwiile?D Baume-Schneider het kai Zyt und isch drum nit drbyySii hinggt no mit dr AHV-Berächnig hindedryy9 Fraue uff em Blatz düen dr Käller-Sutter längeWill 11 Spielerinne würde s Budget komplett sprängeMit dr Eymann uff em Fäld, wärs uns nit so woolWill die schiesst zwüscheduure no gärn e AigegoalFür d Ineichen Anina hets nur uff s Bänggli glänggtDr Stammblatz het me drum em Esthi Käller gschänggtD Martullo loot nyt duure goo – die würd das Goal verschliesse Und d Ameti glaar im Sturm will die scharf duet schiesse.Bei der allgemeinen Vorfreude auf die Frauen-EM schlagen die Brunzguttere auch kritische Töne an. Worauf freuen wir uns eigentlich bei diesem Event?Alli freue sich uff d EM vo de Fraue!Sii goht als Zäiche, är muess mit, sunscht wird er ghaue.Sii wäg de Lesbe, är für s Bier und wäg de Gläine.Goht wäg em Schutte, bitte, au no irgendäine?Für einige Menschen – das wissen wir allzu gut – geht es beim Fussball allerdings zur Hauptsache ums liebe Geld. Einer, der das schon längst durchschaut hat, ist naturgemäss Hansli Bargäld. Er liefert denn auch einen bestechenden Vorschlag, wie das Baselbiet seine marode Staatskasse sanieren könnte.In Muttenz darfsch nimm spugge,D’Buess koschtet hundert Stai!D Gmaind hett das beschlosse:«S’isch klar, dass mir das wei!»Bi däm, was hitt ains gschpeuzt wird,doo goot’s grad ains, zwai, drei,Biessisch in dr Muttenzerkurve:Baselland wär schuldefrei.Apropos Geld: Dass unser allseits beliebter Baselbieter Tennisstar Roger Federer einiges davon auf der Kante hat, ist bekannt. Dass er mit seinem Gesicht trotzdem so manches Produkt aufwerten hilft, sorgt beim Schmelzpunggt offenbar für Irritationen.In dr Migros bim Poschte bi de Bio RiebliUnd au no bi de Sunnegrääme fir glaini BiebliFinde mir zwai Artiggel – aber sicher kaini achtFir die dr Roger Federer no kai Wäärbig macht.Für die Wyybuure ist die Kritik am Weltstar schon alter Wein in neuen Schläuchen. Sie haben stattdessen für Federer ein neues mögliches Werbeprodukt entdeckt.S git bald kai Wäärbig oni Roger Federer, es isch eso.Das liggt iim seer will är au hinter allem guet ka stoo.Jetz miesst är nur no als Daune-Federer, das wär no digg,E Wärbig mache fyr: «d Fischer Bettwarefabrik!»Zurück zum Fussball: Ebenfalls mit der EM, allerdings mit jener, die im letzten Jahr stattgefunden hat, beschäftigt sich d Giftspritzi. Sie lässt nochmals die Viertelfinalniederlage von Gastgeber Deutschland Revue passieren, bei der den Spaniern in der 119. Minute das Siegtor gelang.Bim EM-Out dehaim dien d SchwoobeHeftig gääge Schiiri toobe:Es syg e Bschiss, e glaare FallDr Spanier haig sy Hand am BallAlli hässig, ussert d AFD:E gstreggte Arm wird deert gäärn gsee!D Rätschbääse befassen sich mit einem doppelten Doppelolympiasieger, dessen beste Zeiten bereits einige Jahre zurückliegen.Dr Simon Ammann isch scho alt, d Karriere gly verbyy.Jetzt haisst s by iim statt «Fliiiiieg» maischtens nur no «Fli».Und drotzdem kämpft är wyter, är wiird vo allne gliebt,wenn äh sy Rollatoor iber d Schanzekante schiebt.Während die Auszeichnungen von Skispringer Ammann weitgehend unbestritten sind, gab es im Boxsport an den vergangenen Olympischen Spielen reichlich Aufregung um eine Goldmedaille. Der Nachtschwärmer hat dafür ganz und gar kein Verständnis.An dr Olympiade, i glaub, I spinnGit’s e Gstürm wäg eme Boxer-INI ka das Ganze nid verstooI froog mi Mami, dää weiss das scho.So ist die Fasnacht in Basel 2025NewsletterDer AbendErhalten Sie zum Feierabend die wichtigsten News und Geschichten der Basler Zeitung.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
AboRot nach Tätlichkeit – Albian Ajeti: Ein Ausfallschritt aufs AbstellgleisIn einer Partie, die eigentlich fertig und für den FC Basel gewonnen ist, verliert der Stürmer die Nerven und schadet vor allem sich selbst.Publiziert heute um 05:46 UhrOhne Worte: Albian Ajetis Abgang, Sekunden vor dem Abpfiff.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkEs steht 4:1 für den FC Basel. Es sind nur noch Sekunden bis zum Abpfiff. Die Geschichte ist geschrieben. Sie handelt von Marwin Hitz’ Vertragsverlängerung. Von Xherdan Shaqiris Ideen. Von Dominik Schmids Rehabilitation nach der missglückten Lugano-Partie. Und von einem letztlich überzeugenden Auftritt der Basler vor heimischem Publikum.Albian Ajeti ist darin eine Randnotiz. Bis eben zu diesem Moment, da er dem Ganzen ein weiteres Kapitel hinzufügt und damit primär an seiner eigenen Geschichte schreibt.Abseits des Spielgeschehens hat es sich zugetragen. Zunächst, da nimmt man nur Sion-Verteidiger Federico Barba wahr. Er liegt am Boden, die Hand am Fussgelenk. Dann sieht man, wie Schiedsrichter Sandro Schärer sich aufmacht, um auf Geheiss des VAR die Bilder zu sichten.Und dann sieht man diese Bilder: Ein erster Schritt in Richtung Barba. Dann ein Ausfallschritt, sodass Ajeti den Gegner irgendwo in der Hacke, bei Knöchel und Achillessehne, trifft. Es wirkt nicht sonderlich heftig. Schon gar nicht brutal. Aber es wirkt sehr beabsichtigt. Ohne jede Notwendigkeit. Und damit ist es eine Tätlichkeit.Das sieht auch Schärer nicht anders. Nach kurzem Studium kehrt er zurück und zeigt Ajeti folgerichtig direkt die Rote Karte. Platzverweis. Sperre von mindestens zwei Spielen. Und vor allem: zurück auf Feld eins für Albian Ajeti – oder gar noch etwas weiter nach hinten, in der Gunst des Trainers und in der Hierarchie der Mannschaft.«Schade» findet dieser Trainer die Aktion seines Stürmers. Und Fabio Celestini sagt auch, dass das nun schwierig sei für seinen Spieler. Aber auch, dass die Mannschaft Albian Ajeti brauche.Wie er das meint, das lässt sich nur interpretieren. Vorerst, da hat sich Albian Ajeti der Chance beraubt, mit Einsätzen Werbung in eigener Sache zu machen. Ganz sicher, solange er gesperrt ist. Vielleicht aber auch darüber hinaus. Denn eine unnötige, ja dumme Rote Karte, wie er sie sich geholt hat, bringt in aller Regel nebst der Sanktion durch die Liga auch Minuspunkte beim Trainer.Bei diesem hatte Ajeti schon zuvor einen schweren Stand. Das haben die Partien im Spätherbst gezeigt, wo er hinter Kevin Carlos nur noch Einwechselspieler für die Rolle als Stossstürmer war und dabei nicht mehr auf Touren kam. Und noch mehr ist dies bei Wiederbeginn der Meisterschaft ersichtlich gewesen: Vor einer Woche, beim Spitzenspiel in Lugano, blieb ein gesunder Ajeti ohne Aufgebot komplett aussen vor.So gesehen wäre die Sion-Partie eigentlich als Fortschritt gedacht gewesen. Ersatzbank, dann Einwechslung in der 69. Minute. Doch mit dem Ausfallschritt zum Schluss ist sie das Gegenteil und vorläufiger Tiefpunkt. Denn nun droht Albian Ajeti zumindest temporär das Abstellgleis. Und damit auch der baldige Abschied von seinem Heimatclub, dem FC Basel.Denn Albian Ajeti muss spielen, damit er einen Vertrag hat, der auch nach dem 30. Juni 2025 noch gültig ist. Lange haben die Basler Verantwortlichen im Januar vor einem Jahr gefeilscht, bevor ein Papier aufgesetzt werden konnte, welches die Rückkehr zur Zufriedenheit beider Parteien besiegelte. Zu wenig überzeugend war der Fitnesszustand des Angreifers zum damaligen Zeitpunkt.Wesentlicher Bestandteil des Kontrakts: reguläre Laufzeit für eineinhalb Jahre, Option auf automatische Verlängerung bei Erfüllung gewisser Leistungsparameter.Meist sind diese Parameter primär an Einsätze geknüpft. Und zwar so, dass eine klare Mehrheit der Spiele bestritten werden muss, damit die Bedingung zur Verlängerung erfüllt ist. Bei einem Torjäger wie Ajeti kann es sich auch um einen Mix handeln, könnten Skorerpunkte eine Rolle spielen – oder gar allein den Ausschlag geben.Aktuell hat der FC Basel 23 Pflichtspiele in Liga und Cup absolviert. Ajeti steht – auch aufgrund einer zwischenzeitlichen Verletzung, die ihm nach gutem Beginn im Sommer den Schwung nahm – bei 20 Einsätzen und 12 Skorerpunkten (7 Tore).Das ist gesamthaft gesehen sehr ordentlich. Aber es ist nicht herausragend für einen, der schon einmal Torschützenkönig der Super League war. Das war bei seiner zweiten von inzwischen drei rotblauen Phasen. Und vor seinem nächsten erfolglosen Versuch im Ausland. Und es ist – nach allem, was man weiss – auch noch nicht genug, damit sich der Vertrag automatisch verlängert. So, wie es unwahrscheinlich ist, dass man ein neues Papier aushandelt, um die Zusammenarbeit auch dann fortzusetzen, wenn diese eigentlich enden würde.Albian Ajeti weiss das natürlich. Und auch er wird den Tribünenplatz in Lugano nicht als positives Zeichen gewertet haben. Hat das bereits genug Frust verursacht, um sich gegen Sion zu einer Kurzschlusshandlung hinreissen zu lassen? War es vielleicht eher eine gegnerische Provokation, die zu diesem Ausfallschritt führte? Oder war es etwas ganz anderes?Im Moment weiss man das nicht, weil sich Albian Ajeti noch nicht dazu geäussert hat. Irgendwann wird wohl der Tag kommen, an dem er das tut.Ganz sicher ist: Am nächsten Wochenende im Klassiker gegen den FC Zürich fehlt Albian Ajeti gesperrt. Und man darf gespannt sein, welche Rolle er einnimmt, wenn er wieder spielberechtigt ist.Der FCB gegen SionDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
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So reagiert der FC Basel – Ankündigung Granit Xhaka: Das sagen David Degen und Daniel Stucki dazuBundesliga-Star Granit Xhaka sagt, er kehre bald zum FC Basel zurück. Doch wie sehen das die FCB-Entscheidungsträger?Publiziert heute um 23:55 Uhr24.05.2025; Basel; Fussball Super League – FC Basel – FC Luzern; Verabschiedung Taulant Xhaka (Basel), Granit Xhaka, Sportdirektor Daniel Stucki (Basel), Vater Ragip Xhaka und Taulant Xhaka (Basel) (Marc Schumacher/freshfocus)Marc Schumacher/freshfocusJetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Kürze